Mysteriöse Änderungen am Klimagesetz

Foto: MEA

Letzten Freitag verschickte das Umweltministerium eine Pressemitteilung zum geplanten Klimagesetz. Darin stand vor allem Bekanntes zu Struktur und Ziel des Textes. Eine einzige Information war neu: Im Regierungsrat sind Änderungsanträge beschlossen worden. In einer weiteren Pressemitteilung zum Regierungsrat fand sich dann auch zumindest die Nachricht, das die Regierung ganze 19 Änderungsanträge geschrieben hat, um der vernichtenden Kritik des Staatsrats am Klimagesetz Rechnung zu tragen. Die woxx-Redaktion dachte sich gleich, dass eine Analyse der Änderungsanträge ein lohnendes Thema für die Printausgabe sei. Nun werden aufmerksame Leser*innen in dieser Ausgabe aber keinen längeren Artikel dazu finden. Das liegt ganz einfach daran, dass die Änderungsanträge bisher unveröffentlicht geblieben sind. mehr lesen / lire plus

Hongrie : Les médias critiques toujours debout

La mise au pas de plusieurs titres de référence et la puissance médiatique pro-Fidesz décuplée par une décennie de pouvoir n’ont pas réussi à convaincre la presse indépendante de lâcher prise. Au contraire.

Dans la rue pour l’indépendance des médias : à l’appel du parti d’opposition Momentum des manifestant-e-s se sont réuni-e-s pour protester contre le licenciement du rédacteur en chef d’Index.hu fin à Budapest fin juillet. (©EPA)

Cela commence à ressembler à une série macabre. 2011 : la fusion de la radio et de la télévision publique assortie de mille licenciements transforme la nouvelle entité, MTVA, en fidèle destrier du gouvernement Orbán. mehr lesen / lire plus

Belarus: Demos, Streiks und Repression

Die Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl des autoritären belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko eskalieren.

Arbeiter verlassen am Dienstag die Minsker Traktorenfabrik nachdem die Opposition zum Generalstreik aufgerufen hat. (Foto: EPA-EFE / Tatiana Zenkovich)

Nach seiner umstrittenen Wiederwahl hält sich Alexander Lukaschenko immer noch für den legitimen Präsidenten von Belarus; seit 26 Jahren ist er bereits im Amt. Doch eine ständig wachsende Zahl von Menschen, die seit dem 9. August tagtäglich in Minsk, der Hauptstadt von Belarus, und etlichen anderen großen und kleineren Städten auf die Straße gehen, fordert seinen Rücktritt. „Ich habe selbst, wie ihr auch, noch nicht ganz verstanden, worin das Problem besteht“, sagte er am Montag etwas unbeholfen bei einem Auftritt vor streikenden Arbeiterinnen und Arbeitern des Minsker Traktorenwerks, die „Geh weg!“ mehr lesen / lire plus

Baudenkmäler: Häuserkampf

Wenn die Politik nicht an einem Strang zieht und die Gerichte entscheiden lässt, ist militanter Denkmalschutz dringend nötig.

Der Erfolg der Petition 1638, die zu einem dringenden Handeln in Sachen Erhalt der Luxemburger Baudenkmäler aufruft, lässt Hoffnung schöpfen. Mehr als 5.200 Personen hatten innerhalb von knappen 42 Tagen zugestimmt, die politisch Verantwortlichen zu einem echten Paradigmenwechsel in Sachen Denkmalschutz zu bewegen: Gebäude, die vor 1955 errichtet wurden, sollen demnach generell als geschützt erklärt werden. Nur in wissenschaftlich begründeten Ausnahmefällen, die von den zuständigen Stellen wie dem Denkmalschutzamt abgesegnet werden müssen, soll es in Zukunft möglich sein, für ältere Häuser eine Abrissgenehmigung zu erteilen. mehr lesen / lire plus

Amazon: Kinder-Sexpuppen aus Angebot entfernt

In einem Schreiben bekräftigt die luxemburgische Staatsanwaltschaft ihre Nulltoleranz gegenüber Pedokriminalität. Allein die Vorstellung, junge Kinder in Form von Sexobjekten darzustellen, schockiere zutiefst. Damit wird sich auf einen rezenten Vorfall bezogen: So hatten beim Onlineversandhändler Amazon in Frankreich aufblasbare Sexpuppen in Kinderform zum Verkauf gestanden. Nachdem Kinderschutzverbände Alarm schlugen, wurde die Ware auf Ansuchen des Familienstaatssekretärs Adrien Taquet umgehend entfernt und der Anbieter gesperrt. Der Internationale Verband der Inzest-Opfer begrüßte am Wochenende auf Twitter das „schnelle Eingreifen“ der französischen Regierung. Laut dem Verband waren bei Amazon in Großbritannien bereits 2018 ähnliche Produkte im Angebot. Wie die luxemburgische Staatsanwaltschaft mitteilt, ist zu befürchten, dass die entfernten Puppen auf anderen Internetsites wieder auftauchen werden. mehr lesen / lire plus

Meinungsfreiheit: Wer cancelt hier wen?

Im Umgang mit kritischen Tweets oder polarisierender Satire wird häufig eine kollektive Überforderung deutlich. Wer innerhalb dieser Debatten als „cancelled“ gilt, hat viel mit gesellschaftlichen Machtstrukturen zu tun.

Ist ein Video, in dem rassistische Polizeigewalt thematisiert wird, menschenverachtend? (Quelle: Screenshot von https://www.funk.net/channel/aurel-12064/racial-profiling-1701278)

Wir leben in einer Zeit, in der Menschen mit umstrittenen Ansichten systematisch ausgegrenzt, eingeschüchtert und am Ausüben ihres Jobs gehindert werden. Der Pool an Verbannten wird immer größer, die Möglichkeit, sich gegen den Social-Media-Mob zu wehren, immer kleiner. Weltweit melden sich verängstigte Persönlichkeiten zu Wort, um diese als unaufhaltsam empfundene Entwicklung – gemeinhin „Cancel Culture“ genannt – anzuprangern.

Diesen Eindruck dürften zumindest diejenigen erhalten haben, die in den vergangenen Wochen die Diskussionen rund um die Absage einer Lesung der österreichischen Kabarettistin Lisa Eckhart in den deutschen Medien mitverfolgt haben. mehr lesen / lire plus

Transparence : Une arme aux mains du Parlement

Le Tribunal administratif s’est déclaré incompétent dans le litige entre le député Sven Clement et le gouvernement sur la transparence des contrats liant l’État à RTL Group. Un jugement qui interpelle sur plusieurs niveaux.

(©pikist.com)

Point de vue transparence et redevabilité, l’État luxembourgeois est tout sauf un champion – les mœurs s’apparentent plutôt à une monarchie qu’à une démocratie ouverte. Que ces traditions ne sont pas mortes avec l’arrivée de la coalition-qui-voulait-ouvrir-grandement-les fenêtres depuis 2013, nous avons pu le constater assez souvent dans ces colonnes. Mais le jugement rendu récemment par le Tribunal administratif, même s’il se déclare incompétent, n’est pas anodin. mehr lesen / lire plus

Netzpolitik: Battle Royale um die 
App-Stores

Mit einer kalkulierten Vertragsverletzung hat der Spielehersteller Epic Games Apple und Google herausgefordert. Was der Streit um Fortnite mit der Zukunft digitaler Plattformen zu tun hat.

Mit einer Persiflage auf den berühmten „1984“-Werbespot von Apple stellt Epic Games sich als Rebell gegen das System dar. Allerdings will der Spielehersteller vor allem eins: Geld verdienen. (Screenshot: Epic Games)

Das Shooter-Spiel „Fortnite Battle Royale“ ist seit dem 13. August nicht mehr in den App-Stores von Apple und Google zu finden. Das nicht etwa durch einen Fehler oder einen freiwilligen Rückzug, sondern durch ein gezieltes Manöver des Herstellers Epic Games – der seinen Europasitz in Luxemburg hat. mehr lesen / lire plus

19 auf einen Schlag

Viele unserer Leser*innen beschieden uns in den letzten Wochen, dass in der monatelangen Corona-Krisenzeit mehr Zeit als üblich zum Studieren ihrer Zeitung blieb. Homeoffice sei Dank, wurde unsere Internetpräsenz öfter als sonst angeklickt. Aber auch so mancher unfreiwillig zu Hause verbrachte Abend erlaubte es intensiver als sonst, die Papierausgabe der woxx zu studieren. Umso größer der Frust einer langjährigen woxx-Leserin, die ihren Lebensmittelpunkt inzwischen auf eine griechische Insel verlegt hat. Mit Beginn der Corona-Krise kam ihr wöchentlicher Kontakt zur alten Heimat komplett ins Stocken. Wochenlang lief nichts, Reklamationen bei der lokalen und der hiesigen Post blieben erfolglos. Aber woxx-Leser*innen geben nicht auf und als irgendwann der Postversand wieder einsetzte, wurden sämtliche verloren geglaubte Hefte auf einen Schlag geliefert. mehr lesen / lire plus

Müholos in der Kulturfabrik
: Dr. Müller verschreibt Trance


In der Kufa Summer Bar wird es am Freitag experimentell, abgespact und grell: Auf zu neuen Galaxien mit dem Roboter Müholos und DJ Ghost!

Staubsauger aus dem All oder DJ? Müholos legt Trance und Elektro auf. (COPYRIGHT: Müholos)

Müholos ist ein Staubsauger auf zwei Beinen mit blinkender Lichterkette um den Hals. Streng genommen ist er ein Roboter, eine Klangmaschine. Er steht hinterm Mischpult, legt Elektro und Trance auf. Wer ihn zusammengebastelt hat? Dr. Alfred Müller, der Dr. Frankenstein der Musikszene. Er erweckte Müholos zum Leben und schleppt ihn nun in die Summer Bar der Escher Kulturfabrik.

Im Internet gibt es zu den beiden Beschreibungen wie diese: „Müholos est la création du savant Docteur Alfred Müller, qui a consacré sa vie au développement complexe d‘une machine sonore luminescente aux émanations de plaisir intense.“ mehr lesen / lire plus

CC: World
: Briefwechsel mit der Welt

Künstler*innen schreiben aus einem Zustand des Stillstands an die Welt: In den Werken zum Kunstprojekt „CC: World“ des Berliner Haus der Kulturen der Welt ist Covid-19 meist nur Symptom einer kaputten Gesellschaft.

Rabih Mroué erzählt die Pandemie in „Cheers to Our Wishes“ als Märchen nach und stellt subtil einen Bezug zu rezenten Vorfällen in Beirut her. (© Rabih Mroué – Cheers to our wishes, 2020, film still/CC: The World)

„This virus may not discriminate, but healthcare systems do, governance systems do, policing systems do“, hält Nikiwe Solomon in ihrem Brief „Stories of Relating in a Time of Covid-19“ fest. Sie schreibt an ihre Kinder, erzählt ihnen von der Wassernot in Kapstadt und von dem respektlosen Verhalten gegenüber Krankenschwestern in dortigen Krankenhäusern. mehr lesen / lire plus

Ölkatastrophen durch rostende Schiffwracks: Schwarze Tränen in der Arte-Mediathek

Ein Thema, das 2017 in einem Dokumentarfilm behandelt wurde, könnte es bald auch in die Nachrichten schaffen: Die Doku „Vergessene Wracks – Schwarze Tränen der Meere“ zeigt einen Wettlauf gegen die Zeit, bei dem kaum eine Regierung antritt.

Luftaufnahme eines Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg. (FOTOS: WDR/© Längengrad Filmproduktion/Michael Kern)

Die Kamera ist nah dran, als das Forschungsteam um Benedykt Hac vom Marineinstitut Danzig eine Bodenprobe mithilfe eines Greifers aus der Danziger Bucht entnimmt. Auf ihrem Grund liegen die Überreste des deutschen Lazarettschiffs Stuttgart. Seit 1999 ist das fast vergessene Wrack wieder im Gespräch – und zwar als wachsende ökologische Bedrohung für die Region. mehr lesen / lire plus

Notre conseil de série : The Wire

Appelée la mère de toutes les séries, « The Wire » de David Simons a sûrement mis les jalons hauts pour tout ce qui allait suivre. Prônant un réalisme social sans pathétisme et sans pédagogie, en revoir des épisodes aujourd’hui peut être rafraîchissant.

Omar Little, un des personnages les plus poignants de « The Wire ». (©hbo)

Diffusée entre 2002 et 2008 sur HBO, « The Wire » a révolutionné les codes non seulement de la série policière, mais aussi de la narration de la misère économique dans laquelle pataugent les plus vulnérables habitant-e-s des États-Unis. Tourné dans les quartiers pauvres d’une des métropoles les moins prospères, Baltimore, le tournage a parfois dû être interrompu à cause de fusillades bien réelles dans les environs – question réalisme, on est servis. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlung: Feel Good

Rom-Coms mit lesbischen Frauen im Zentrum sind spärlich gesät. Allein dieses Merkmal würde schon ausreichen, um die Netflix-Serie „Feel Good“ zu etwas Besonderem zu machen. Erzählt wird aus der Perspektive von Mae (Mae Martin) und George (Charlotte Ritchie).

Als George Maes Eltern kennenlernt, läuft einiges schief. (© Netflix)

Nachdem die beiden sich in einem Comedy-Club kennengelernt haben, werden sie unmittelbar ein Paar. Mae zieht bei George ein und fortan sind sie unzertrennlich. All das passiert in den ersten zehn Minuten der ersten Folge von „Feel Good“, führt jedoch vor Augen, wie selten Erzählungen queere Liebe thematisieren, ohne ihre Existenz zu problematisieren: Mae und George müssen ihre Beziehung nicht geheim halten und sie werden nicht Opfer homofeindlicher Aggressionen. mehr lesen / lire plus

Sur Apple TV : Beastie Boys Story

Même si leurs tubes sont devenus anthologiques, l’histoire derrière les trois gars de New York qui ont parcouru le chemin entre le hardcore punk et le hip-hop est peu connue et par moments surprenante. Dirigé par Spike Jonze, cette soirée de présentation par les deux survivants Mike D. et Ad Rock est une superbe plongée humaine dans l’histoire de la musique récente.

L’évaluation du woxx : XXX mehr lesen / lire plus