„Schlichtweg fahrlässig“ wäre es, wenn der Bissener Gemeinderat der Umklassierung des für Google vorgesehenen Areals am 20. Juni zustimmen würde, so der Mouvement écologique, denn die „realen Konsequenzen“ dieser Entscheidung seien unbekannt. Im Vorfeld des Votums kocht die Kontroverse um die Umweltauswirkungen des geplanten Data Centers also wieder hoch, wie bereits im März. Die NGO warnt davor, dass die Kühlung des Data Centers auf Kosten der Allgemeinheit gehen könnte. Gegenüber dem Online-Magazin Paperjam konterte der Bissener Bürgermeister Jos Schummer: Man werde in einer zweiten Phase den Besorgnissen Rechnung tragen, doch jetzt könne man nicht genau wissen, wie die umklassierte Zone genutzt werde. „Der Kunde kann Google sein, aber auch Luxconnect, die Post oder Amazon“, so Schummer. Man habe schon Studien erstellt, insbesondere zum Vogelschutz, und Kompensationsmaßnahmen vorgesehen. Aber: „Der Bauherr wird uns sagen müssen, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, damit er sich für den Standort entscheidet.“ Dass die Informationen zum Wasserverbrauch erst nach der Umklassierung vorgelegt werden müssten, wie es der Bürgermeister darstellt, bezeichnet der Mouvement seinerseits in einer weiteren Reaktion als „schlichtweg falsch“ (Details zu den Stellungnahmen).
Europäische Chemikalienpolitik: Giftige Prokrastination
2022 verkündete die EU-Kommission das Ziel „Null Verschmutzung“ und sagte damit giftigen Chemikalien, die Mensch und Umwelt belasten, den Kampf an. Passiert ist seitdem wenig, denn: Die Kommission steht sich selbst im Weg.

