Diskussionen um belgisches Atomendlager

von | 18.06.2020

Nachdem sich Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) über die Vorstudie zu belgischen Atommüllendlagern nahe der luxemburgischen Grenzen echauffiert hatte, hatten einige Abgeordnete Fragen. Sven Clement (Piratepartei) und Fernand Kartheiser (ADR) wollten beide Präzisierungen, zum Beispiel zum Vertrag zwischen Belgien und Luxemburg, in dem die Verbringung radioaktiven Abfalls aus Luxemburg geregelt ist, zum luxemburgischen Strommix, in dem auch Atomstrom vorkommt, und zum vermeintlichen „diplomatischen Zwischenfall“, den die Umweltministerin verursacht haben soll. Dieschbourg gab sich in ihren Antworten auf die parlamentarischen Anfragen gelassen: Es sei ihre Aufgabe, die Bevölkerung über solche Bürger*innenbeteiligungsverfahren wie jenes in Belgien zu informieren – sie habe nur das verkündet, was ohnehin öffentlich gewesen sei. Zum Strommix betont die Umweltministerin, dass die zehn Prozent des durch Atomstrom gedeckten nationalen Strombedarfs auf die Industrie entfielen, die ihren Strom auf dem freien Markt einkaufe. Luxemburgs Haushalte erhielten dagegen zu 100 Prozent „grünen“ Strom. 0,51 Kubikmeter radioaktiver Abfall seien bisher nach Belgien verbracht worden, was Kosten von 182.981,67 Euro verursacht habe.

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