Internationaler Klimaprotest vor EIB-Sitz

Eine kleine Gruppe von rund 50 Klimaaktivist*innen protestierte am Freitagmorgen vor der Europäischen Investitionsbank. Sie verlangten, dass die Bank künftig nicht mehr in fossile Energien investiert.

Bunte Fahnen schwingend und Protestlieder singend betrat die Gruppe den Vorplatz des Hauptgebäudes der EIB, gegen deren aktuelle Politik bereits seit Anfang des Jahres von Klimaaktivist*innen protestiert wird. Sie entrollten ein Banner mit der Aufschrift „Fossil Free EIB“ und besetzten den Platz vor dem Eingang des Gebäudes. Der Sicherheitsdienst und die herbeigerufene Polizei beobachteten das Ganze argwöhnisch aus der Entfernung. Die Klimaaktivist*innen aus Frankreich, Italien, Irland, Luxemburg und anderen europäischen Ländern, wollten mit einer Person aus der Führungsriege der EIB sprechen und so ihre Forderungen anbringen.

Nach einiger Zeit wurde ihnen dieser Wunsch auch gewährt: Vizepräsident Andrew McDowell, der für den Energiebereich zuständig ist, trat vor die Tür, hörte sich die Forderungen (und Protestlieder) der Klimaaktivist*innen an und diskutierte mit ihnen. Er gab bekannt, die EIB würde im September den Vorschlag für ihre neuen Regeln publizieren – er könnte jedoch keine Versprechungen machen, weil die Politik der EIB prinzipiell von den 28 EU-Mitgliedstaaten abgesegnet werden müsste. Er ließ aber durchblicken, dass die Gaspipelines, auf die sich die Kritik der Aktivist*innen fokussierte, nicht mehr zeitgemäß seien, wenn man bald in einer Nullemissionswelt leben möchte „Über den Sommer werde ich versuchen, die 28 Mitgliedsstaaten davon zu überzeugen.“ Er stellte außerdem ein längeres Treffen mit den Aktivist*innen in Aussicht.

Der Protest wurde von der Klimaschutzorganisation 350.org organisiert, die weltweit agiert und vor allem Aktivist*innen durch Trainings dazu ermutigt, selbst mit Aktionen aktiv zu werden.

Lesen Sie unter diesem Link unsere Analyse der Kritik an der EIB und ihrer Investitionspolitik.


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