Am Dienstag veröffentlichte das Bildungsministerium die Zahlen zum Schulbeginn 2018/2019. Aus denen lässt sich der kontinuierliche Erfolg der internationalen Klassen an öffentlichen Schulen herauslesen: so gab es dieses Jahr 2.206 internationale Einschreibungen in den Grund- und Sekundarschulen, während es im Jahr seines Amtsantritts nur 385 gab. Anlässlich einer Pressekonferenz zum Schulbeginn am Donnerstag ging Bildungsminister Claude Meisch (DP) dann auf weitere Änderungen für dieses Schuljahr ein. Der „Lycée Edward Steichen“ in Clerf und die „École internationale“ in Mondorf werden ein erstes Mal ihre Tore aufmachen. Dazu kommen verschiedene Kompetenzzentren für Kinder mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten oder einer intellektuellen Frühreife. Zuvor hatte das Syndikat für Erziehung und Wissenschaften des OGBL (SEW) eine eigene Bilanz gezogen. Die Lehrer*innengewerkschaft kritisiert die vom Bildungsministerium eingeführten Reformen, wie das neue Gesetz für Quereinsteiger*innen, das kurzfristig den Mangel an Lehrkräften ausgleichen soll. Dieser sei seit Jahren bekannt gewesen und eine solche Notlösung hätte vermieden werden können. „Mir vorzuwerfen, dass ich genau das getan habe, was im Regierungsprogramm steht, da muss ich mich doch für das Kompliment bedanken“, entgegnete dazu Meisch. Des Weiteren sieht das SEW das Vertrauen der Eltern in das öffentliche Schulsystem dahinschwinden. Die öffentlichen Schulen werden dieses Schuljahr so viele Schüler*innen wie nie zuvor betreuen. Die Zahlen der privaten Schulen würden hingegen, mit etwa 16.000 eingeschriebenen Schüler*innen, stagnieren, was laut Meisch ein Beweis des Erfolges seiner Bildungspolitik sei. Zumindest im Schönreden der Statistik kann eine überbordende Schüler*innenpopulation also durchaus im Sinne der Politik sein.
Enseignement : Des subventions publiques pour l’élite
Est-il légitime de subventionner les écoles privées alors que leur tendance à la segmentation et leurs critères d’admission socialement discutables endommagent la cohésion sociale ? La députée socialiste Francine Closener a posé la question au ministre de l’Éducation nationale, Claude Meisch, dans le cadre d’une question parlementaire élargie.

