Schul-Dresscodes: Crop-Tops sind ein feministisches Anliegen

Schulen sollen junge Menschen dabei unterstützen, selbstbewusste und mündige Bürger*innen zu werden, Dresscodes dürften nicht die Persönlichkeitsentfaltung einschränken, heißt es in einer Stellungnahme des Bildungsministeriums. In den Schulen selbst scheint es jedoch oft andere Prioritäten zu geben.

Rund drei Wochen nachdem erstmals Kritik an der Kleiderordnung des Diekircher Gymnasiums aufkam (siehe: Sexistischer Dresscode im Diekircher Gymnasium), besteht kein Zweifel mehr: Die Direktion des LCD hat kein Interesse an einer konstruktiven Debatte. Erst proklamierte Schulleiter Marcel Kramer in der Presse und auf Twitter, die Vorwürfe nicht nachvollziehen zu können. Nun hat er, wie Tageblatt am Donnerstag berichtete, Strafanzeige gegen einen Künstler erstattet, der die Polemik mittels einer Karikatur kommentiert hatte. mehr lesen / lire plus

SEW-OGBL blickt dem Schuljahresanfang besorgt entgegen

Dialogmangel, unklare Prozeduren und fehlendes Personal – die Vorwürfe, die Vertreter*innen der Lehrer*innengewerkschaft SEW-OGBL am Freitag äußerten, sind nicht neu. Je länger die Pandemie anhält, desto dringender muss gehandelt werden.

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Anlässlich einer Pressekonferenz am heutigen Freitag gab es trotz einigen Lobs, vor allem Kritik an der Politik von Minister Claude Meisch (DP). Einer der Hauptvorwürfe ist nach wie vor die Kommunikationsverweigerung des Bildungsministeriums: Dieses würde die Akteure stets kurz vor Pressekonferenzen vor vollendete Tatsachen stellen – Möglichkeiten zur Mitgestaltung gebe es nicht. „Der öffentliche Diskurs wurde vom Ministerium monopolisiert“, stellt SEW-Präsident Patrick Arendt fest. Auf keinen einzigen Brief der Gewerkschaft habe der Minister bisher reagiert, nicht einmal mit einem „accusé de réception“. mehr lesen / lire plus

Feministischer Sahnelikör deckt Pseudonyme auf

Der Women‘s Prize for Fiction und Baileys veröffentlichen in der Buchserie #ReclaimHerName E-Books von Frauen, die unter männlichem Pseudonym schrieben. Eine gute Sache oder Schwachsinn?

Bidlquelle: womensprize

Was hat Baileys mit Literatur zu tun? An sich nichts, doch das Getränkeunternehmen unterstützt den Women‘s Prize for Fiction. In dem Zusammenhang veröffentlichte Baileys vor kurzem die digitale Buchserie #ReclaimHerName. Die Idee: Bücher, die Frauen unter männlichem Pseudonym publiziert haben, unter ihrem Namen herauszugeben. Die E-Books stehen zum kostenlosen Download auf der Website des Unternehmens zur Verfügung.

Die Aktion weist auf ein lange Zeit weit verbreitetes Phänomen hin: Schriftstellerinnen griffen in der Vergangenheit oft auf männliche Namen zurück, um die Chancen auf die Veröffentlichung ihres Manuskripts zu erhöhen und sexistische Diskriminierung aufgrund ihrer Tätigkeit zu umgehen. mehr lesen / lire plus

Wütende Gewerkschaft, Sommer und Nachhilfestunden

Das SEW/OGBL empört sich über die vom Bildungsministerium geplanten Nachhilfestunden in den Sommerferien, die Asti bietet freiwillig welche an – der Sommer kann kommen.

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„Die Lehrkräfte haben jetzt ein Recht auf Urlaub. Die Lehrkräfte haben jetzt ein Recht auf Abschalten“, schrieb das Syndikat Erzéiung a Wëssenschaft des OGBL (SEW/OGBL) letzte Woche in einer Pressemitteilung. Der Gewerkschaft reicht es: Sie lehnt die von Bildungsminister Claude Meisch geplanten Nachhilfestunden für Grundschüler*innen vom 31. August bis zum 11. September vehement ab und fordert alternativ ein dauerhaftes Nachhilfeangebot während des laufenden Schuljahrs.

Im März hatte Meisch in puncto Erweiterung der Hausaufgabenhilfe noch keinen Plan. mehr lesen / lire plus

Mit rassistischer Sprache über Rassismus aufklären

In einer parlamentarischen Frage wollte Yves Cruchten (LSAP) vom Integrationsministerium, Bildungsministerium und Ministerium für innere Sicherheit unter anderem wissen, ob das Thema Rassismus hierzulande auf dem Schulprogramm steht. In ihrer Antwort zählen Corinne Cahen (DP), Claude Meisch (DP) und François Bausch (Déi Gréng) Transversalkompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Solidarität und Toleranz auf, die im Fondamental vermittelt werden. Langer Rede, kurzer Sinn: Rassismus wird in den unteren Klassen nicht explizit thematisiert. Dafür aber im Secondaire, wie in der Antwort anschließend ausgeführt wird: Im Geschichtskurs mit besonderem Fokus auf Kolonialismus und Apartheid, in anderen Fächern wiederum lediglich nur implizit in Form von Demokratieerziehung und Bürger*innenkunde. mehr lesen / lire plus

Webinar: Die Rolle der Sekundarschule in Krisenzeiten

Wie sollte zukunftsorientierter Unterricht aussehen? Der Mouvement écologique lädt am Mittwoch zu einem Online-Austausch über dieses Thema ein.

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Wenn es um die Vorbereitung auf gesellschaftliche Krisen geht, spielt der Bildungsbereich eine wichtige Rolle. Aber wird er dieser gerecht? Diese Frage steht am Mittwoch um 18 Uhr 30 anlässlich eines Zoom-Webinars im Fokus. Der Mouvement écologique richtet sich damit an Schüler*innen, Lehrkäfte und andere Akteur*innen aus dem Bildungsbereich. Ziel ist es, sich in lockerer Runde auf Augenhöhe darüber auszutauschen, wie Schulen mit Problematiken wie der Klimakrise umgehen (sollten) und das politische Engagement von Jugendlichen fördern können.

Die Thematik soll einer kritischen Beurteilung unterzogen werden: Werden die Schulen ihrem gesellschaftlichen Auftrag zurzeit gerecht und falls nicht: Woran scheitert es? mehr lesen / lire plus

„Ich hatte eine N****puppe, die sah genauso aus wie du“

Rassismus an luxemburgischen Schulen gibt es nicht? Eine Foto-Serie auf den sozialen Netzwerken bricht das Schweigen über Diskrimination im Schulwesen.

Copyright: Andy Schammo

„Als ich klein war, hatte ich eine N****puppe, die sah genauso aus wie du.“* Das Zitat stammt von einem Geographie-Lehrer aus dem Athenée in Luxemburg. Zu der Aussage gibt es ein Bild von einem schwarzen Menschen, der sich den Satz in der Schulbank anhören musste. Seine Erfahrung ist kein Einzelfall. „Wir sprachen in der Grundschule in Oberkorn über das klassische und das technische Gymnasium. Ich sagte, dass ich das klassische Gymnasium besuchen will. Der Lehrer antwortete lachend: ‚Glaubst du, mit der Hautfarbe schaffst du es ans klassische Gymnasium?‘“ mehr lesen / lire plus

Internetaufklärung: Rechte Vordenker*innen

So unterschiedlich die verschiedenen Strömungen der Rechten global auch sein mögen, sind sie durch ihren Hass auf den Liberalismus und dessen Prinzipien geeint. Ein neues Internetportal klärt über einige der Stichwortgeber*innen auf.

Titelblatt des Sammelbandes „Das alte Denken der Neuen Rechten“, der über die Internetseite „gegneranalyse.de“ kostenlos zu beziehen ist. (Bildquelle: gegneranalyse.de)

„Gegen die Liberalen“ lautet ein 1988 verfasstes Pamphlet des völkischen Nationalisten Armin Mohler (1920-2003), das zum Klassiker der „Neuen Rechten“ geworden ist. Der für die 2010 erfolgte Neuauflage verantwortliche Verlag bewirbt es als „treffsichere ‚Liberalenbeschimpfung‘“ und verspricht: „man liest und weiß, daß man rechts ist – oder eben nicht“. mehr lesen / lire plus

Hat der Secondaire ein Überstundenproblem?

Lehrer*innen, die Mathematik, Informatik oder ein naturwissenschaftliches oder technisches Fach unterrichten, müssen viele Überstunden leisten. Grund dafür ist der Personalmangel in jenen Bereichen. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CSV-Abgeordneten Martine Hansen hervor. Diese hatte sich bei Claude Meisch (DP) danach erkundigt, wie das Bildungsministerium auf die Überstundenproblematik im Secondaire zu reagieren gedenke. In seiner Antwort weist Meisch darauf hin, dass im Schuljahr 2018/19 Lehrer*innen im Durchschnitt lediglich 1,7 Überstunden leisten mussten. Es handele sich in den meisten Fällen um „technische Überstunden“. Bei der Verteilung der Klassen sei es nicht immer möglich, die vorgesehenen 22 Arbeitsstunden (zusammengesetzt aus 21 Unterrichtsstunden und einer „leçon de disponibilité“) genau zu erreichen. mehr lesen / lire plus

„Wir sind dabei, sexualisierte Gewalt zu biologisieren“

Mithu Sanyal, bedeutende Feministin und Kulturwissenschaftlerin, ist morgen für eine Konferenz und am Samstag für einen Konsens-Workshop zu Besuch in Luxemburg. Mit der woxx sprach sie im Vorfeld über inklusive Feminismen, Männer und das „Nein“.

Copyright: Regentaucher

woxx: Frau Sanyal, Sie reiben sich in Ihrer Kolumne in der „taz“ des Öfteren an Aufspaltungen im Feminismus – deshalb gleich zu Beginn eine Grundsatzfrage: Wie inklusiv sind die aktuellen Feminismen?

Mithu Sanyal: (lacht) Die Tatsache, dass wir diese Inklusionsdebatte führen, zeigt, dass wir nicht alle einer Meinung sind – und das ist wichtig und schön. Wenn wir davon ausgehen, dass die Feminismen derzeit zu den stärksten Bewegungen für soziale Gerechtigkeit gehören, schließt das für mich mit ein, dass sie mehrere Personengruppen umfassen. mehr lesen / lire plus

Asti fordert, Ergebnisse der Pisa-Studie ernst zu nehmen

In einem Schreiben kritisiert die Asti, dass das luxemburgische Schulsystem die Heterogenität der Schüler*innenschaft nicht ausreichend berücksichtige.

Sozio-ökonomisch benachteiligte Schüler*innen sowie solche mit Migrationshintergrund schneiden im Luxemburger Schulsystem verhältnismäßig schlecht ab. Zwei Tage nachdem die Pisa-Studie dies auf ein Neues bestätigt hat, meldet sich die Association de soutien aux travailleurs immigrés (Asti) mit einer Stellungnahme.

Die Organisation kritisiert, dass Claude Meisch das schlechte Resultat mit dem Argument kleinredet, Pisa würde berücksichtige die Heterogenität der Schüler*innenpopulation Luxemburgs nicht. Darauf reagiert die Asti mit der rethorischen Frage: „Nimmt denn das Luxemburger Schulsystem Rücksicht auf die Heterogenität der Schüler*innen?“ Sämtliche Pisa-Studien und der Bildungsbericht würden auf das Gegenteil hinweisen. mehr lesen / lire plus

Meischs blamabele Reaktion auf Kritik an Dubai-Kunstwettbewerb

Auf den Artikel der woxx zum Kunstwettbewerb um eine Reise nach Dubai für Schüler*innen folgten kritische Reaktionen der Politik, des Mouvement écologique und dessen Jugendsektion move – und die Minister Claude Meisch und Etienne Schneider schütteten noch reichlich Öl ins Feuer.

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Die woxx berichtete am Montag über den Kunstwettbewerb des Bildungsministerium, bei dem 100 Schüler*innen eine Reise zur Weltausstellung in Dubai absahnen können. Die Reaktionen des Mouvement écologique und seiner Jugendgruppe Move sowie die der Abgeordenten David Wagener (déi Lénk), Djuna Bernard (déi Gréng) und Georges Mischo (CSV) ließen nicht lange auf sich warten. Sie stehen der Kritik der woxx in nichts nach. mehr lesen / lire plus

Lunex: Nepalesische Physios ohne Praxiskenntnisse?

Scouts rekrutieren im Ausland Studierende für die Lunex-Universität; in den Gebäuden herrschen Sicherheitsmängel und den Physiotherapie-Student*innen fehlt es an Praxis – Gerüchte oder Tatsache?

Bildquelle: Lunex

„Uns wurde berichtet, dass sich letztes Jahr 32 nepalesische Studierende an der Lunex eingeschrieben haben“, verrät der CSV-Abgeordnete Georges Mischo dem Hochschulminister Claude Meisch (DP) in einer parlamentarischen Anfrage. „Kann der Minister diese Informationen bestätigen? Wenn ja, wie viele von diesen Studierenden sind noch an der Lunex eingeschrieben?“ Warum es wichtig ist, wo ausgerechnet nepalesischen Student*innen abgeblieben sind, ergibt erst im Zusammenhang mit den anderen Fragen, die Mischo aufwirft, ansatzweise Sinn.

Angeblich setzt die Lunex, eine private Sport-Universität in Differdingen, Scouts auf potentielle Studierende aus dem Ausland an. mehr lesen / lire plus

Luxemburgische Bibliotheken: Geschlossen, unterbesetzt und elitär?

Die Neueröffnung der Nationalbibliothek steht kurz bevor. Für Déi Lénk-Abgeordneten Marc Baum und David Wagner ein Anlass, um auf Missstände in der luxemburgischen Bibliothekslandschaft hinzuweisen und Erklärungen einzufordern.

Vier Beispiele von Baum und Wagner reichen aus, um zu veranschaulichen, was der optimalen Nutzung der 2018 eröffneten Universitätsbibliothek „Luxembourg Learning Centre“ (LLC) und der bald neueröffneten Nationalbibliothek (BnL) im September 2019 im Wege steht oder stehen könnte.

Zunächst weisen die beiden Abgeordneten darauf hin, dass nach der Bekanntmachung des Umzugs der BnL keine weiteren unbefristeten Stellen zur Verstärkung des Bibliothekar*innen-Teams geschafft wurden, obwohl mit einem Anstieg der Besucherzahlen zu rechnen sei.

Die Abgeordneten gehen zwar nicht darauf ein, aber es steht generell eher schlecht um den Nachwuchs in dem Berufszweig, wie Tamara Sondag aus der Escher Bibliothek der woxx kürzlich verriet. mehr lesen / lire plus

Gratis Schulbücher: Zwei Neuerungen geplant

Das Bildungsministerium unterstützt die Wiederverwendung kostenloser Pflichtschulbücher – und verlängert die Laufzeit des dafür ausgestellten Gutscheins. Neuigkeiten gibt es auch in punkto Buchhandlungen.

Schüler*innen in Luxemburg erhalten die Bücher, die zum Pflichtmaterial gehören, seit dem Schuljahr 2018/2019 umsonst. Die Schüler*innen, die auf gebrauchte Bücher zurückgreifen, erhalten für jedes Pflichtbuch, das sie nicht neu bestellen, einen Gutschein für andere Bücher im Wert von der Hälfte des Buchpreises. Neu ab der nächsten „Rentrée“: Der Gutschein kann bis zum 30. Juni 2020 exklusiv in den Buchläden eingelöst werden, die an dem myBooks-Programm teilnehmen. Eine Liste der entsprechenden Buchläden gibt es online.

Was beim Alten bleibt: Die Schüler*innen der einzelnen Sekundarstufen sowie der Berufsausbildungen müssen sich nach wie vor per App registrieren, ihre Pflichtmaterialien auswählen und die entsprechenden Barcodes in einer Buchhandlung scannen lassen – anschließend erhalten sie ihre Bücher. mehr lesen / lire plus

Abitur-Nachprüfungen: Ergebnisse zu spät bekannt

Die Termine der Abitur-Nachprüfungen in Luxemburg überschneiden sich mit obligatorischen Einführungswochen an der Universität Luxemburg und mit den Bewerbungsfristen der Hochschulen im Ausland. Eine Besserung ist nicht in Sicht.

Viele Schüler*innen und das Schulpersonal packen so langsam die Koffer für den Sommerurlaub, da wird schon über die Abitur-Nachprüfungen im September und den Universitätsstart im Herbst debattiert. Der Anlass: Eine parlamentarische Anfrage des LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo, die bereits im Mai bei Bildungsminister Claude Meisch (DP) eintrudelte.

Der Abgeordnete bezieht sich darin auf den Jahresbericht 2018 des Ombuds Comité fir dʼRechter vum Kand (ORK). Dieser wurde im Februar 2019 kontrovers in der Abgeordnetenkammer diskutiert. mehr lesen / lire plus

Eine Frage des Respekts?

Der Vorwurf des mangelnden Respekts vorm Lehrberuf hält sich hartnäckig. Wie ist er zu erklären? Und wie lässt sich konstruktiv darauf reagieren?

© Mohamed Hassan / pxhere.com

Die vom SEW-OGBL herausgegebene und ausgewertete Umfrage hat bestätigt, was davor einzelne Anekdoten bereits vermuten ließen: Die meisten Lehrkräfte in der Grundschule würden ihren Beruf nicht wiederwählen oder weiterempfehlen. Offen bleibt die Frage nach der Wurzel des Problems. Ohne diese zu kennen, werden sich die bestehenden Probleme nicht langfristig lösen lassen.

Das Ausfüllen des Fragebogens beruhte auf Freiwilligkeit, was die Repräsentativität ein wenig in Frage stellt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass vor allem diejenigen teilgenommen haben, die mit der aktuellen Situation besonders unzufrieden sind. mehr lesen / lire plus

Gleichstellung aus dem Kleinlaster und andere MEGA-Ideen

Das Ministerium für Gleichstellung von Frauen und Männern startet pädagogische Projekte zur Sensibilisierung von Jugendlichen. Gleichzeitig sollen Luxemburgs Einwohner*innen in einer Umfrage Denkanstöße für den neuen Aktionsplan zum Thema liefern.

Taina Bofferding stellte unter anderem im Lycée Hubert Clement die neuen Projekte des MEGA vor. Im Hintergrund steht eines davon: der MEGA Jumper. (Bild: MEGA)

„C’est à l’école, dès le plus jeune âge, que l’égalité s’apprend et doit être vécue comme fondement de notre société“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums für Gleichstellung von Frauen und Männern (Mega). Die Gleichstellung zwischen Mann und Frau müsse im Alltag stattfinden – und das von Kindesbeinen an. mehr lesen / lire plus

Homofeindlichkeit: Echt jetzt?

Eine Rechenaufgabe in einem für Luxemburg zusammengestellten Mathebuch unterstützt homofeindliche Klischees. Die Protagonisten: Xavier und Etienne.

In Luxemburg wird seit geraumer Zeit kontrovers über die fächerübergreifende Diversifizierung von Lerninhalten diskutiert. Sei es, wenn es um die verstärkte Einbindung von Autor*innen und positiv besetzter Frauenfiguren im Literaturunterricht geht, sei es wenn sich der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser über ein Theaterstück für Schulklassen entrüstet, in dem ein schwules Känguru die Hauptrolle spielt. Damals sprach sich Bildungsminister Claude Meisch deutlich gegen Homofeindlichkeit aus. Wie Vielfalt auf dem Lehrplan eindeutig nicht geht, das zeigt ein Beispiel aus dem Mathebuch „Clic & Maths 3e“, das für luxemburgische Schulklassen konzipiert wurde. mehr lesen / lire plus

Gewalt von Kindern in der Schule: Der Graben zwischen Theorie und Praxis

Aus pädagogischen Fachkreisen heißt es schon seit längerem, die Gewalt von Kindern an Schulen nehme zu. Der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser erkundigt sich in einer parlamentarischen Anfrage nach den Maßnahmen im Falle von Gewalttaten in der Schule. Die Antworten offenbaren, dass zwischen Theorie und Praxis Welten liegen.

Foto: Lucas Pezeta

Der Kinderpsychologe und Familientherapeut Gilbert Pregno wies bereits letztes Jahr im Zuge der öffentlichen Debatte um Gewalt von Kindern in Schulen und Betreuungsstrukturen darauf hin, dass sich die Situation von Kindern und Jugendlichen in den letzten 15 bis 20 Jahren kontinuierlich verschlechterte. Immer mehr Kinder seien unglücklich und verhaltensgestört – immer mehr Eltern kämen nicht mehr zurecht. mehr lesen / lire plus