Die EU in der Coronakrise: Den Laden dicht machen

Auch in der Coronakrise leistet die EU einmal mehr einen Offenbarungseid: Auf nationale Alleingänge folgt nun Budgetstreit entlang altbekannter, aber mehr denn je verhärteter Frontlinien. Es sieht nicht gut aus für die Zukunft der Union.

Nichts geht mehr im Schengenraum: Stau an der Grenze zwischen Österreich und Ungarn. Im März hatten verschiedene Länder, darunter prominent Deutschland, beschlossen, die Grenzen zu benachbarten EU-Staaten im Zuge des Kampfes gegen das Coronavirus zu schließen. (Foto: EPA-EFE/Christian Bruna)

Die Formulierung war drastisch. „Die EU hat heute nicht die Mittel für eine gemeinsame Reaktion auf die Krise. Wenn sie aber jetzt nicht beweist, dass sie existiert, wird sie aufhören zu bestehen.“ mehr lesen / lire plus

Argentinien: Wieder am Abgrund

Argentinien steckte schon vor der Coronavirus-Pandemie in der Krise. Wirtschafts- und gesellschaftspolitisch sollte es unter der neuen peronistischen Regierung in diesem Jahr endlich aufwärtsgehen. 
Doch dann kam alles ganz anders.

Ein Akademiker soll’s richten: Argentiniens Wirtschaftsminister 
Martin Guzmán war vor seinem Einstieg in die Politik wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wirtschaftsnobelpreisträgers Joseph Stiglitz. (Foto: EPA-EFE/Juan Ignacio Roncoroni)

Eigentlich sollte der März eine entscheidende Wende bringen. Die Mitte-Links-Regierung des neuen Präsidenten Alberto Fernández, seit dem 10. Dezember im Amt, wollte mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) die Verhandlungen über die Rückzahlung der Schulden zu einem Abschluss bringen und damit seinem Land und dessen Wirtschaft wieder Luft verschaffen. mehr lesen / lire plus

Crise sanitaire et droit à l’information : La vérité est la première victime

La crise sanitaire révèle les faiblesses de notre législation sur la presse constate l’Association luxembourgeoise des journalistes professionnels (ALJP). Le travail des médias rencontre en fait pas mal d’entraves.

Le droit à l’information mis à l’épreuve : l’édition du woxx de ce vendredi a failli n’arriver que mardi prochain chez les abonné-e-s.

« L’état de crise que traverse le pays en ce moment ne concerne pas uniquement la dimension sanitaire, aussi primordiale soit-elle. Elle touche aussi à la communication entre les autorités, la presse et le public » : d’emblée, l’ALJP met les points sur les i. Depuis le début de l’état de crise, les professionnel-le-s des médias ont eu affaire à un mode de fonctionnement qui non seulement leur a compliqué la vie, mais qui met en danger leur devoir d’informer, pourtant indispensable à la vie démocratique. mehr lesen / lire plus

Menschenrechtsverteidiger*innen: Mehr Schutz gefordert

Im Kontext der Corona-Krise arbeiten Menschenrechtsverteidiger*innen unter erschwerten Bedingungen. Verstärkte Unterstützungsmaß- nahmen sind notwendiger denn je.

Zunahme an einschränkenden Gesetzen, Stigmatisierung, Kriminalisierung und erschwerter Zugang zu Finanzierung – im Rahmen der Corona-Krise sehen sich Menschen- rechtsverteidiger*innen zurzeit mit außerordentlichen Hürden konfrontiert.

Darauf weist die Action Solidarité Tiers Monde (ASTM) in einem Schreiben hin. Menschenrechtsver- teidiger*innen hätten es ohnehin nicht leicht. „In manchen südamerikanischen Ländern versuchen die Autoritäten unsere Partnerorganisationen mit administrativen Mitteln einzuschüchtern, indem sie Gesetze verabschieden, die ihre Arbeit einschränken und kriminalisieren. Manche Mitarbeiter werden überwacht oder sogar bedroht“, schreibt die ASTM.

In Ländern des globalen Südens würden nicht wenige für ihr Engagement sogar täglich ihr Leben riskieren. mehr lesen / lire plus

Versäumnis der EU: Offenen Auges

Es wäre nicht zuletzt die Aufgabe der EU und ihrer Institutionen gewesen, für ein worst-case-Szenario einer Pandemie zu planen.

Bild: Ronny Hartmann/EC – Audiovisual Service

Spätestens Mitte Februar musste man als Leser*in der „New York Times“ stutzig werden. Der Wahlkampf für die Kür des demokratischen Präsidentschaftskandidaten war in vollem Gang. Doch statt mit diesem Thema zu titeln, entschied sich das Blatt tagein, tagaus dafür, die Nachrichtenübersicht mit den neuesten Entwicklungen der Corona-Epidemie in Asien zu beginnen. Und diese Nachrichten waren so besorgniserregend, dass die journalistische Themenwahl keiner weiteren Erläuterung bedurfte: Was da anrollte, war gefährlich und von ungekannter Dimension.

Für die europäische Politik jedoch stellte es wohl eher ein Paralleluniversum dar. mehr lesen / lire plus

Verschwörungstheorien: Das Schwurbel-Virus

Mobilfunk, Genlabore oder Bill Gates – Verschwörungstheorien rund um den „wahren“ Ursprung von Covid-19 gibt es wie Sand am Meer. Auch in Luxemburg wird fleißig geschwurbelt.

Ein Aluhut schützt weder vor Covid-19, noch vor Verschwörungstheorien. (Foto: CC-BY-SA piratenmensch/flickr)

Am vergangenen Wochenende mussten einige Einwohner*innen Birminghams in der Quarantäne ohne mobiles Internet zurechtkommen. Der Grund für den Ausfall des Mobilfunknetzes war der Brand eines Mastes. Ähnliche Feuer ereigneten sich in Liverpool und Melling. Die Mobilfunkmasten waren angezündet worden, weil Verschwörungstheoretiker*innen einen Zusammenhang zwischen der neuen 5G-Funktechnologie und Covid-19 vermuteten.

Rund um 5G ranken sich schon länger solche Theorien: Würde das neue, schnellere Netzwerk installiert, würden Bäume sterben, Vögel vom Himmel fallen und eigentlich alles Leben zerstört. mehr lesen / lire plus

Protection des données : Archives censurées ?

Depuis presque deux ans, le règlement général sur la protection des données (RGPD) est entré en vigueur – avec un impact non négligeable sur le quotidien de la société civile. Après les syndicats, nous nous penchons sur les historien-ne-s et l’accès parfois difficile aux Archives nationales.

L’accès aux archives reste aussi une question de pouvoir. (© The National Library – Wikimedia)

C’est de l’histoire presque ancienne. Entre chercheuses et chercheurs d’un côté et conservateurs et conservatrices des Archives nationales de l’autre. Les un-e-s veulent explorer et faire des découvertes pour faire leur boulot, tandis que les autres gardent jalousement leurs secrets. mehr lesen / lire plus

Ryanne van Dorst und Dool: “Ich war ein sehr wütender Mensch”

Sie gelten als „Band der Stunde“ und werden über Genres wie Postpunk, Metal und Alternative hinweg als Live-Sensation gefeiert: die Rocker*innen von „Dool“ aus Rotterdam. Diesen Freitag erscheint das neue Album und wird den Fans den Lockdown erträglicher machen. Ein Gespräch mit Ryanne van Dorst, Sängerin und Gitarristin der Band.

Bevorzugen es düster: die Dark-Rocker Dool aus Rotterdam. Der Bandname leitet sich vom niederländischen Wort für „Umherwandern“ ab. (Bild: Marc Nolte)

woxx: Wie geht es dir im Covid-19-
Lockdown?


Ryanne van Dorst: Ich habe eine schöne Wohnung und war beruflich das letzte halbe Jahr über unterwegs, daher genieße ich es sogar, zuhause zu sein. mehr lesen / lire plus

Arbeiter*innen im globalen Süden leiden unter der Krise

In Bangladesch wurden aufgrund der ausgefallenen Aufträge bereits eine Million Textilarbeiter*innen entlassen, in Myanmar haben bereits 20.000 ihren Job verloren, 70.000 könnten folgen. Fairtrade Lëtzebuerg machte in einer Pressemitteilung auf die katastrophale Situation, die die Covid-19-Krise für Arbeiter*innen des globalen Südens bedeutet, aufmerksam. Es ist längst nicht nur die Textilbranche, in denen Arbeitsplätze verschwinden: Rosen aus Kenia und Äthiopien können nicht mehr exportiert werden, da die europäischen Blumenläden geschlossen sind. Die Einschränkungen zur Pandemiebekämpfung könnten in Peru, Kolumbien und Brasilien dazu führen, dass ein Teil der Kaffeeernte verloren geht. Als Sofortmaßnahme hat Fairtrade International beschlossen, die Regeln zur Verwendung der Fairtrade-Prämie, über deren Verwendung die Arbeiter*innen gemeinsam entscheiden, anzupassen: Es ist nun möglich, medizinisches Schutzmaterial wie Masken davon zu kaufen, außerdem kann ein höherer Anteil an die Arbeiter*innen ausbezahlt werden. mehr lesen / lire plus

Logement : Kox pour les propriétaires

La crise sanitaire et économique met en péril celles et ceux qui déjà avant vivaient de façon précaire. Comment payer son loyer – souvent exorbitant – quand on est au chômage partiel ? Les propriétaires doivent-ils et elles exonérer quelques mois de loyer et seront-ils et elles remboursé-e-s par l’État ? Des questions légitimes posées par Déi Lénk dans la commission parlementaire, auxquelles le ministre Henri Kox n’a pas su donner de réponses adéquates. C’est ce qu’en retient le député et ancien collègue au woxx David Wagner : « La visioconférence étant un peu brouillée, la discussion était difficile, mais finalement le ministre du Logement n’a pas voulu aller plus loin que les engagements déjà pris – c’est-à-dire l’anticipation de la hausse de la subvention des loyers.  mehr lesen / lire plus

Stream des Staatsschauspiels Dresden: Jemand Lust auf Dostojewski im Wohnzimmer?

Das Staatsschauspiel Dresden stellt am Samstag eine Aufzeichnung der Inszenierung von Dostojewskis „Erniedrigte und Beleidigte“ zum Streamen bereit. Das Stück wurde gefeiert und ausgebuht. Genauso wie sein Regisseur Sebastian Hartmann.

Dostojewskis Roman „Erniedrigte und Beleidigte“ diente dem Regisseur Sebastian Hartmann als Inspiration – in seiner Inszenierung ist die Geschichte angeblich nur eine von vielen Ebenen. (Fotos: Sebastian Hoppe)

Haben Sie am Samstagabend schon was vor? Wenn nicht, lohnt sich ein Ausflug nach Dresden. Digital, versteht sich. Das dortige Staatsschauspiel lässt Freikarten für Sebastian Hartmanns Theaterstück „Erniedrigte und Beleidigte“ springen, oder anders ausgedrückt: Das Stück steht am Samstag ab 18 Uhr zum kostenfreien Streaming auf der Website des Staatsschauspiels zur Verfügung – und das für 72 Stunden. mehr lesen / lire plus

Videospiele: Spiele für die einsame Sofainsel

Warum die Zeit des Social Distancing nicht dazu benutzen, das ein oder andere Videospiel auszuprobieren? Die woxx stellt Spiele mit Langzeitmotivation vor.

Videospiele können echte Zeitfresser sein. Wenn man zu Hause bleiben muss, ist das mehr ein Segen als ein Fluch. Die folgenden Spiele sind allesamt nicht so sehr auf eine lineare Story ausgerichtet, sondern stellen eher virtuelle Sandkästen dar, in denen man sich ausgiebig austoben kann. Unsere Zusammenstellung berücksichtigt Spieler*innen jeder Erfahrungs- und Altersklasse.


Stardew Valley


Als Spieler*in erbt man einen Bauernhof am Rande eines kleinen Dorfes. Der ist zwar heruntergekommen, hat aber großes Potenzial. In putziger Pixelgrafik gehalten, erinnert Stardew Valley an den Nintendo-Klassiker Harvest Moon: Aussähen, gießen, ernten und Tiere füttern sind das tägliche Brot der virtuellen Landwirtschaft. mehr lesen / lire plus

Lenbachhaus: „Cow dung was the best material to address the political“

Das Lenbachhaus in München zeigt die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin Sheela Gowda. Ein ausstellungsbegleitendes Videoporträt Gowdas gibt Einblicke in ihr Schaffen: Es geht um Kuhmist, Teerfässer – und um die Politisierung der Kuh.

Die Künstlerin Sheela Gowda nimmt einen im Dokufilm „Shedding Light – Ein Porträt der Künstlerin Sheela Gowda“ mit in ihr Atelier in Indien. (© Fortis Green Film+Medien)

Stellen Sie sich vor, Sie bereiten zwei Jahre lang die erste Einzelausstellung einer international renommierten Künstlerin vor und dann bricht eine Pandemie aus. Genau damit wurde das Lenbachhaus konfrontiert – und eröffnete die Ausstellung „It.. Matters“ zu Sheela Gowda Ende März deswegen erst mal online auf seiner Website. mehr lesen / lire plus

Sur vod.lu : Tune into the Future

Inventeur infatigable et promoteur zélé de la littérature de science-fiction, Hugo Gernsback est évoqué dans le documentaire « Tune into the Future ». L’occasion de découvrir une figure d’origine luxembourgeoise toujours méconnue au pays, mais aussi de réfléchir sur le rôle de la science dans notre société.

Hugo Gernsback, l’éditeur d’« Amazing Stories »… mais pas seulement. (Photo : Samsa Films)

Le woxx a déjà consacré plusieurs articles à Hugo Gernsback, notamment à l’occasion d’expositions au Mudam ou au Centre national de littérature… et même au Cercle philatélique de Mamer. C’est pourquoi il était naturel d’évoquer dans nos colonnes le documentaire sur cette figure de la science-fiction mondiale, chaque année célébrée par un prix qui porte son prénom. mehr lesen / lire plus

Sur arte.tv : L’intrusa

Dans cette banlieue défavorisée de Naples, la violence est tacite, l’engagement de la directrice du centre de loisirs et son équipe est sans faille, mais la méfiance des petites gens est de mise lorsqu’une femme de mafieux y est hébergée. Mince espoir dans ce film intègre, l’innocence de l’enfance. On s’y raccroche , même si c’est une illusion.

L’évaluation du woxx : XX

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