Kate Tempest – Let Them Eat Chaos

South London-based spoken-word artist, acclaimed writer and hip-hop enthusiast Kate Tempest has been an underground tip for years now. But her latest album “Let Them Eat Chaos” might just prove to be her breakthrough. That’s because she manages to unite both poetry and politics into her lyrics. But as if that were not enough, she mixes up languages in her own style, sometimes very classical and then the next moment back into street slang. Like this excerpt from “Europe is Lost”: “England! England! Patriotism / And you wonder why kids want to die for religion / It goes, all your life work for a pittance / Maybe you’ll make it to manager, pray for a raise / Cross the beige days off on your beach babe calendar / The anarchists are desperate for something to smash.” The album is a concept one: Tempest focuses on the lives of seven South Londoners and tells their life stories and failures in and in between the songs. mehr lesen / lire plus

Karan Mahajan – The Association of Small Bombs

Young Indian, now Texas-based writer Karan Mahajan invites the reader to a trip into India’s guts. The novel starts with a bomb blast in Delhi on a very crowded market in 1996. Among the dead are two young brothers, Tushar and Nakul, while their best friend Mansoor miraculously survives, only slightly wounded. The incident will divide the two befriended families over the years to come, as ethnic and religious tensions grow over the Kashmir conflict and the rise of the Hindu extremists to power in Indian politics becomes a disturbing reality. Mahajan’s trick is to empathize with everyone involved in the blast: the bomb builder, the terrorist network as well as the victims. mehr lesen / lire plus

Guy Rewenig : Comment blanchir les bêtes noires sans les faire rougir

« Le parcours périlleux et hilarant d’un Africain au Luxembourg », peut-on lire en quatrième de couverture. Hilarant, peut-être pas tout le temps ; mais de l’humour, Guy Rewenig en a assurément. Tout comme une bonne dose d’ironie critique sur son propre pays. Dans cette lettre au ministre des Affaires étrangères, l’avocat Mwayé, dix ans après son installation au grand-duché (« Le chef d’orchestre à la baguette de bambou », du même auteur), raconte ses efforts pour devenir un véritable Luxembourgeois. Tous les petits travers du grand-duché y passent, disséqués par un Africain d’origine qui fait de son mieux pour participer au « nation branding ». mehr lesen / lire plus

Musique classique : Énergie et mystère


À son arrivée, il avait promis de diriger l’Orchestre philharmonique du Luxembourg dans un opéra. Ce sera « Simon Boccanegra » de Giuseppe Verdi, la semaine prochaine. À cette occasion, le woxx s’est entretenu avec le directeur musical de l’OPL, Gustavo Gimeno.

Gustavo Gimeno à la baguette lors de son dernier concert en date à la Philharmonie, le 17 mars. (Photo : François Zuidberg)

woxx : Vous voilà à mi-chemin de votre deuxième saison à la tête de l’OPL. Quel est votre sentiment sur les objectifs réalisés jusque-là ?


Gustavo Gimeno : Je suis tout simplement fier de ce que nous avons accompli et très motivé par ce qui reste encore à venir. mehr lesen / lire plus

World Music: Das Revival der Rumba Congolaise

Der Gitarrist Huit Kilos Nseka sprach mit der woxx über seine Karriere, die Bedeutung des verstorbenen Bandleaders Tabu Ley, dessen Orchestre Afrisa International und das aktuelle Album Melanie.

Wegbereiter der Rumba Congolaise: Huit Kilos Nseka (Foto: © David J. Gaar)

woxx: Worin liegt die Bedeutung des neuen Albums? 


Huit Kilos Nseka: Wir mussten dem großen Tabu Ley Rochereau unsere Ehre erweisen. Wir zeigen den Menschen, dass wir es auch so viele Jahre nach seinem Tod noch können, selbst wenn die letzte Platte vor 20 Jahren erschienen ist.

Würden Sie es auch heute noch Rumba Congolaise nennen?


Ja, es ist Rumba Congolaise. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps
: März 2017

Eine interkulturelle Nilreise

Der Nil ist einschließlich seiner beiden Quellflüsse fast 7.000 km lang. Insgesamt 35 MusikerInnen aus seinen Anrainerstaaten bilden The Nile Project, das jetzt sein zweites Album vorstellt. Jinja wurde von 13 Mitgliedern des Kollektivs eingespielt und verbindet die Musik verschiedener Völker. Klänge aus Burundi, Ruanda, Uganda, Kenia, Äthiopien, dem Sudan und Ägypten werden zu einer erstaunlichen Mixtur zusammengefügt. Das burundische Daumenklavier Ikembe trifft auf die uralte äthiopische Krar-Leier, und die kenianische Djembe auf orientalische Perkussion. Selamnesh Zemene singt im pentatonischen Stil Äthiopiens, und Dina El Wedidi fügt ägyptischen Melodien hinzu. In einer Zeit, in der Aus- und Abgrenzung Hochkonjunktur haben, setzt The Nile Project ein Zeichen für Verständigung und Kooperation. mehr lesen / lire plus

Kulturhauptstadt
: Die Remixer

Oft belächelt und nun doch fast in trockenen Tüchern: Das Projekt „Esch 2022“ rückt näher. Die woxx hat sich mit Janina Strötgen und Andreas Wagner, den Koordinatoren des Projekts, unterhalten, um Konkreteres zu erfahren.

Haben noch viel vor sich (und fünf Jahre Zeit): Die Koordinatoren von „Esch 2022“ Andreas Wagner und Janina Strötgen. (Foto: ©woxx)

woxx: Wer sich hinter die Völklinger Hütte verirrt, trifft dort auf eine traurige und vergessene Gestalt: einen blauen Hirsch, das Wahrzeichen der Kulturhauptstadt Luxemburg 2007. Wird von „Esch 2022“ auch nicht mehr als so etwas bleiben?


Andreas Wagner: Große Frage, komplexe Antwort. Zunächst muss man sich vor Augen halten, das sich seit 2014 die Bedingungen dafür, eine Kulturhauptstadt auf die Beine zu stellen, komplett geändert haben. mehr lesen / lire plus

Archives : Le passé numérique du futur

Samedi passé, l’Institut d’histoire du temps présent – désormais C2DH, puisque ça sonne plus cool – a organisé sa première conférence sur la numérisation des archives. L’occasion pour le woxx de revenir sur les enjeux des changements à venir.

Encore et toujours, une vraie culture d’archives fait défaut au grand-duché. (Photos : Wikicommons)

D’emblée, le nouveau directeur du C2DH (Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History), Andreas Fickers, a mis en avant une caractéristique essentielle de la fonction des archives dans toute société : « Les archives sont avant tout des lieux de pouvoir. » Et en effet, que ce soit le roi belge Léopold qui laisse brûler toutes ses archives congolaises avant de céder sa colonie privée à l’État belge ou les révolutionnaires français qui, quelques mois après la prise de la Bastille, nomment directement un archiviste pour s’occuper de pérenniser la mémoire de leur mouvement – celui qui décide de la mémoire est toujours aussi celui qui détermine le narratif national et donc, en fin de compte, l’image d’une nation, d’une société ou d’une communauté. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Februar 2017

The Klezmatics – zum 30sten

The Klezmatics haben sich rar gemacht. Jetzt ist endlich ein neues Album erhältlich, auf dem das Sextett wieder keine Wünsche offen lässt. Die Klezmermusik der osteuropäischen Juden überlebte in den USA und erfuhr in den 1970er-Jahren ein Revival. Die New Yorker Band erschloss ihr mit ihren rockigen Interpretationen ein neues Publikum. Das 1990er-Album „Rhythm and Jews“ brachte den Durchbruch. Nun feiern The Klezmatics ihr 30-jähriges Jubiläum mit Apikorsim/Heretics, auf dem die „Ketzer“ zum wiederholten Mal bornierten Denkmustern eine Abfuhr erteilen. Bemerkenswert ist die jiddische Version der katalanischen Hymne „L’Estaca“ Lluís Llachs, die nahtlos in die feine Mischung aus ruhigen Songs und ansteckenden Tanzmelodien passt. mehr lesen / lire plus

Kriminalroman: Opraumen duerch Fiktioun


De Jean Schoos: En „Al-68er“ mat Punch. (Foto:woxx)

Dem Jean Schoos säi Kriminalroman: „Den drëtte Schlëssel“ gëtt um Lëtzebuerger Bichermaart chronesch ënnerbewäert – e politeschen Thriller deen net zéckt och onbequem Wourechten unzepaken. D’woxx huet den Auteur begéint.

De Jean Schoos schwätzt … vill. Ma hien ass awer kee vun deenen, déi probéieren hire Géigeniwwer a Gebraddels z’ersaufen, et lauschtert een him éischter gär no. Och wann e mol vum Thema ofkënnt. Dofir fänkt eist Gespréich och net mam Buch un, mee mat sengem Numm. Säi Problem ass nämlech, datt en Homonym ass mam Generalsekretär vun der ADR. A mat där Partei huet „eise“ Jean Schoos nu wierklech näischt um Hutt: „Et ginn zwou Branchen vun Schoosen zu Lëtzebuerg, déi vu Bäerdref an déi aus dem Pafendall. mehr lesen / lire plus

Tullio Forgiarini: Lizard Queen – Eine limbische Liebeschronik

Nun also auch noch auf Deutsch. Der literarische Tausendsassa Tullio Forgiarini, dem Publikum hinlänglich bekannt als Autor von „Amok“ – verfilmt unter dem Titel „Baby(A)lone“ – begibt sich in seinem neuen Werk in die Unterwelt. Denn dort ist seine Hauptfigur Mona Biblisch gerade angekommen. Mona hatte einen ziemlich schlechten Tag erwischt und ist nun tot. Auf Hölle, ewiges Leiden und so weiter hat sie natürlich – wie sollte es bei einem Teenager anders sein – keinen Bock. So verbündet sie sich mit ihren Begleitern – dem Halbengel Varak und einem geheimnisvollen Zombie namens John -, um dem Teufel Arnold zu entkommen, dessen Job es ist, sie in die Höllenqualen einzuweisen. mehr lesen / lire plus

Charles Meder: Aname

Wieso Charles Meder seine erste Prosaveröffentlichung als Novelle bezeichnet, ist nur eine der vielen Fragen, die „Aname“ aufwirft. Sicher ist aber, dass diese annähernd 200 Seiten mit Abstand das Überraschendste darstellen, was in letzter Zeit von einem luxemburgischen Autor in deutscher Sprache veröffentlicht worden ist. Meder, Jahrgang 1966 und Deutschlehrer am hauptstädtischen Athenée, gibt in seinem Text Familienaufzeichnungen wieder. Zwei Geschwister, Thilo und Jule Trochowski, kämpfen abwechselnd um und gegen ihre (Über)Mutter Eva Bergmann. Die lebenslustige Heilpädagogin, als junge Frau aus der DDR geflohen, hat vor kurzem einen Schlaganfall erlitten und vegetiert seitdem in einer Art Wachkoma vor sich hin. Während Jule sich aufopfernd um sie kümmert und keinen Therapieansatz auslässt, der ihre geliebte Mutti retten könnte, schert sich Thilo herzlich wenig um sie. mehr lesen / lire plus

Folk-Clupp : « De vrais dinosaures »

En 2002, nous avons fêté le 25e anniversaire du Folk-Clupp. Et nous revoici pour lancer la célébration du 40e. Entretien avec Marco Uhres, Martine Goergen et Jérôme Levy.

Marco Uhres, Martine Goergen et Jérôme Levy, trois des cinq dinosaures du comité du Folk-Clupp. (Photo : Paca Rimbau Hernandez)

woxx : Y a-t-il des changements à signaler depuis 2002 ?


Folk-Clupp : Bien sûr. Pour commencer, le nombre de membres du comité s’est réduit à cinq : Marco Uhres, Martine Goergen, Jérôme Levy, Marc Espen et Aloyse Harles. De vrais dinosaures ! Et la vie est devenue un peu plus compliquée pour le Folk-Clupp, notamment en ce qui concerne l’organisation. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps

Fado lebt

Sogar als konserviertes Museumsobjekt aus einer vergangenen Epoche würde Fado dauerhaft im musikalischen Gedächtnis präsent bleiben, tatsächlich aber ist er lebendiger denn je. Es ist erstaunlich, wie viele jüngere portugiesische MusikerInnen sich auf ihn beziehen. Die 33-jährige Gisela João stammt aus Barcelos im Norden, begann ihre Karriere in Porto und ist schließlich nach Lissabon gekommen. Ihr erstes Album erschien 2013, erreichte Platz eins der portugiesischen Charts und war auch in der Weltmusikszene sehr erfolgreich. Jetzt ist gerade ihre zweite Studioplatte „Nua“ herausgekommen. Die meisten der 13 Stücke unterwerfen sich nicht einem strengen, klassischen Schema, aber ihre beeindruckende Alt-Stimme und die instrumentelle Begleitung sind immer intensiv vom Fadostil durchtränkt. mehr lesen / lire plus

Elbphilharmonie in Hamburg
: Eingegipster Wohlklang

 

Nach knapp zehn aufregenden Jahren Bauzeit findet am 11. Januar in der Hamburger Elbphilharmonie das Eröffnungskonzert statt. An der Akustik wird bis zuletzt gefeilt.

Fotos: Andreas Lorenz-Meyer

Würde jetzt draußen auf der Elbe das Schiffshorn eines Ozeanriesen dröhnen, man bekäme hier drinnen nichts davon mit. Der Große Saal ist von zwei Betonschalen umgeben, und zwischen denen sitzen Stahlfederpakete, die jeglichen Hafenkrach daran hindern, in das Herzstück der Elbphilharmonie zu gelangen. Störende Geräusche von außen sind also ausgeschlossen.

Aber natürlich geht es bei einem Konzerthaus wie diesem vor allem um den Schall, der im Raum erzeugt und vom Publikum als Wohlklang wahrgenommen wird. mehr lesen / lire plus