LITERATUR
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JUNGE LITERATUR IN ITALIEN: Der Kosmos der Familie

Was ist italienische Literatur heute? Was ist aus diesem von politischen und sozialen Krisen zerrissenen Land zu erwarten? Der Berliner Wagenbach Verlag, seit Jahrzehnten für die Entdeckung und Übersetzung der italienischen Nachkriegsliteratur bekannt, ging diesen Fragen nach.

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ABGESANG: Goodbye, New York

Jonathan Lethem entwirft in seinem Roman "Chronic City" ein Bild seiner Heimatstadt als reine Projektionsfläche. In eher konventionellem Stil und mit nicht gerade neuen Anklängen an "Matrix" und Second Life verwandelt er die Postmoderne endgültig in Popmoderne.

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UNTERWEGS: Hymne der Vagabunden

Mehr als 50 Jahre nach der Erstpublikation ist Jack Kerouacs Urfassung von "On the Road" auf Deutsch erschienen. Das Kultbuch der Beat Generation hat dank Bebop-Rhythmus und kongenialer Übersetzung nichts von seiner Faszination verloren.

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AUSFLUG IN DEN MEZZOGIORNO: Betörendes Stimmengewirr

In der nun erschienenen deutschen Fassung von Fabrizia Ramondinos letztem Roman "La Via" zeigt sich einmal mehr ihre große Erzählkunst. Dass die Virtuosität der 2008 verstorbenen Autorin auch in der vorliegenden Übersetzung zur Geltung kommt, ist der Übersetzerin Maja Pflug zu verdanken, die Anfang März für ihr Lebenswerk geehrt wurde.

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UNTERWEGS: Auf in die Walachei!

Eine grandiose Roadnovel, nicht nur für Vierzehnjährige: In Wolfgang Herrndorfs neuestem Buch entdecken zwei Jungs die Welt. Deren Bewohner sind gar nicht so feindselig wie befürchtet ? dafür aber ziemlich seltsam.

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BRIEFWECHSEL: Fragile Freundschaft

Der Briefwechsel zwischen Hannah Arendt und dem jüdischen Religionsphilosophen Gershom Scholem berührt drängende Fragen des europäischen Judentums und die verzweifelte Suche nach einer Antwort auf das Scheitern der Assimilation.

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EUROPÄISCHE GESCHICHTEN: Schweizer Integrationsmärchen

Mit ihrem Roman "Tauben fliegen auf" hat Melinda Nadj Abonji den Deutschen Buchpreis gewonnen. Mag sein, dass der Preis auch als Antwort auf Thilo Sarrazin zu verstehen ist. Vor allem jedoch zeichnet er eine Autorin aus, ohne deren Arbeit die zeitgenössische deutschsprachige Literaturlandschaft trostloser wäre.

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VERLAG EINAUDI: Der kritische Geist von Turin

Maike Albath hat den Werdegang des Turiner Verlags Einaudi aufgeschrieben. Warum dort ein revisionistisches Geschichtsbild hegemonial werden konnte, lässt sich indes nicht erklären, solange auf eine Auseinandersetzung mit den blinden Flecken des jahrzehntelang kultivierten antifaschistischen Selbstbildnisses der Linken verzichtet wird.

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MILITÄRDIKTATUR: Die dezimierte Generation

Unter den Büchern argentinischer Autoren zur Buchmesse befindet sich die Neuauflage eines Klassikers des New Journalism. In "Das Massaker von San Martín" erweist sich der in der Militärdiktatur getötete Rodolfo Walsh als Chronist des argentinischen Niedergangs.