Autor*innen mobilisieren gegen Trump

Die Stifte sind auf den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump gerichtet: Autor*innen der Bewegung „Writers Against Trump“ wollen seine Wiederwahl im November mit Statements, Unterschriften und Sensibilisierungsarbeit verhindern.

Bildquelle: Writers Against Trump

Die Autorin Siri Hustvedt und der Schriftsteller Paul Auster sagen Donald Trump den Kampf an: Das Ehepaar initiierte vor wenigen Tagen die Bewegung „Writers Against Trump“. Zahlreiche amerikanische Autor*innen sind ihrem Ruf gefolgt und treten aktiv gegen eine mögliche Wiederwahl Trumps am 3. November 2020 ein. Auch internationale Autor*innen zeigen sich trotz fehlendem Wahlrecht solidarisch mit den Trump-Gegner*innen, wie etwa Margaret Atwood und zahlreiche europäische Schriftsteller*innen.

Die Autor*innen verstehen sich als Verteidiger*innen der Demokratie und einer hassfreien Gesellschaft. „We are (…) writers who have come together to oppose the racist, destructive, incompetent, corrupt and fascist regime of Donald Trump, and to give our language, thought, and time to his defeat in November“, heißt es auf der Website. Auf dem Instagram-Account „writersagainsttrump“ und auf der Facebook-Seite „Writers Against Trump“ äußern unter anderem die Dichterin Patricia Spears Jones sowie Hustvedt und Auster selbst in Kurzvideos scharfe Kritik an Trumps Politik. Die Vorwürfe reichen von Rassismus über Frauen- und Islamfeindlichkeit bis hin zur schlechten Bewältigung der Corona-Krise.

Die Auflehnung der Autor*innen gegen Trump ist eine von vielen fortwährenden, weltweiten Bemühungen von Schriftsteller*innen und Journalist*innen, gegen repressive und demokratiefeindliche Regimes anzuschreiben. Viele von ihnen bezahlen ihr Engagement mit Gefängnisstrafen und dem Leben: PEN International gab in seiner Fallliste 2019 bekannt, dass es letztes Jahr insgesamt 212 Angriffe auf Schriftsteller*innen und Journalist*innen gab. Der irakische, regierungskritische Autor Alaa Mashthob Abboud wurde ermordet. Ein Untersuchungsverfahren wurde nicht eingeleitet.

Die „Writers Against Trump“ organisieren regionale Veranstaltungen in den USA, um unter anderem über die politische Rolle der Schriftsteller*innen zu diskutieren. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es auf den Online-Auftritten. Die Bewegung ruft darüber hinaus zur regen Wahlbeteiligung auf. Sie legt auf ihrer Website nahe, sich auf Plattformen wie protecttheresults.com einzuschreiben, die die Fairness, Richtigkeit und Umsetzung der Wahlergebnisse garantieren will. Am Montag, dem 9. September 2020, zählte die Bewegung 1.304 Unterstützer*innen.


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