LITERATUR
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Über das Altern: In der Schattenwelt


Dem Thema Demenz widmet sich der niederländische Autor J. J. Voskuil in seinem Roman „Die Mutter von Nicolien”. Dabei geht er geradezu dokumentarisch vor und skizziert über einen Zeitraum von 30 Jahren das langsame Abdriften einer älteren Dame in ihre eigene Schattenwelt. Die Schwiegermutter von Maarten Koning wird langsam vergesslich. Es...

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Literarische Elite?: Grummelnde Gedanken

Der französische Autor Charles Dantzig fühlt sich in vielen literarischen Gattungen zu Hause: Er verfasst Romane, Gedichte und Essays, schreibt aber auch fürs Feuilleton. Eine nun bei Steidl auf Deutsch erschienene Sammlung solcher Texte ist allerdings nicht unbedingt gut gealtert. Die Biografie und der berufliche Werdegang des 1961 als...

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Ungelebtes Leben: „Ich bin ein einsames Nichts”

In seinem Roman „Annie Dunne” beschreibt der irische Autor Sebastian Barry einen Sommer im Leben der Bäuerin Annie Dunne. Sie führt ein beschwerliches, aber auch beschauliches Leben – bis sich dunkle Schatten darüber legen. „Nie geküsst, nie liebkost, nie vom Begehren eines Jungen in Verlegenheit gebracht!“ Obwohl Sebastian Barrys Roman ihren...

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Spannender Debütroman: Fragmentarische Annäherung

Zwei kleine Mädchen verschwinden auf der russischen Halbinsel Kamtschatka, aber anstatt eines Krimis macht die amerikanische Autorin Julia Phillips aus diesem Stoff ein sehr präzise geschildertes Kaleidoskop verschiedener Frauenschicksale. Der Anfang von Julia Phillips‘ Roman könnte aus einem Thriller stammen: Die beiden Schwestern Sofija und...

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Prix Servais: Mit Nähzeug zum Literaturpreis

Wenn Nähen zur Poesie wird, hält Ulrike Bail den Stift in der Hand: Die Lyrikerin wurde heute für ihr Werk „wie viele faden tief“ mit dem Prix Servais ausgezeichnet. „Der Servaispreis wurde seit 1992 sechs Schriftstellerinnen verliehen, zweien davon in den letzten drei Jahren“, merkte die Lyrikerin Ulrike Bail letztes Jahr im Doppelinterview...

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Über sexuelle Begegnungen: Reine Liebe

Mit seinem Debütroman „What Belongs to You” gelang dem amerikanischen Autor Garth Greenwell vor fünf Jahren ein Überraschungserfolg. Seine Kurzgeschichten-Sammlung „Cleanness” erfüllt die hohen Erwartungen. Es gehört Mut dazu, wenn ein Autor in seinem lang erwarteten zweiten Werk keine neue Geschichte erzählt, sondern Texte vorstellt, die auf...

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Politische Männlichkeit: Von Communities zum Amoklauf

Was haben Jair Bolsonaro und unfreiwillige Singles gemeinsam? In „Politische Männlichkeit. Wie Incels, Fundamentalisten und Autoritäre für das Patriarchat mobilmachen” zeigt die Autorin Susanne Kaiser die Brutalität auf, mit der Frauen und Minderheiten von unterschiedlichen Communities gehasst und hingerichtet werden. Die kanadische Studentin...

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Heimat Amerika: Entfliehen, ohne anzukommen

Ayad Akhtars Roman „Homeland Elegien“ mischt erfundene mit autobiographischen Elementen und liefert so ein Buch, das nicht nur im Titel an die „Hillbilly Elegie“ von J.D. Vance erinnert. Am Morgen des 11. September 2001 ist Ayad Akhtar in New York. Beim morgendlichen Zähneputzen sieht er die Fernsehbilder von den Attentaten auf das World Trade...

KULTURTIPPLITERATUR

Ulrike Bail: „wie viele faden tief“

Im Gedichtband „wie viele faden tief“ offenbart die Lyrikerin Ulrike Bail die Poesie der Nähkunst. Ein kleines Buch, in dem Großes steckt. „Leben und schreiben – das geht irgendwie automatisch“, sagte die Lyrikerin Ulrike Bail letztes Jahr in einer Reportage des Saarländischen Rundfunks (SR) zu ihrer Neuerscheinung „wie viele faden tief“. Ihr...

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Joseph Funck: Unterwelt

„Jim Steller war ein Trinker”, so beginnt Joseph Funcks Erzählung „Kleines Schicksal” aus dem Jahre 1934. Der Luxemburger Schauspieler Steve Karier hat die Geschichte um den Hundekotsammler Steller und seine Vertreibung aus der Unterstadt als Hörbuch neu eingelesen. Als „Kleines Schicksal” von Joseph Funck 1934 zum ersten Mal erschien, wurde...

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Tom Hillenbrand: Montecrypto

Nach Luxemburger Kochkrimis und Science-Fiction-Romanen versucht sich Bestseller-Autor Tom Hillenbrand nun an einem Gegenwartsthriller rund um den Bitcoin. Herausgekommen ist ein vorhersehbarer Page Turner der Wissenschaftsjournalismus mit seichter Unterhaltung mischt. Als der Millionär Greg Hollister, der sein Vermögen mit Kryptowährungen und...

KULTUR AM ALLGEMENGENLITERATUR

Auf in Literaturwelten, Kinder!

Kleine und große Leseratten können sich am Wochenende bei den Kannerbicherdeeg und bei der Ausstellung „AB/Augmented Books 2.0“ satt fressen. Promis gibt es auch: Maus Kätti ist zu Gast. Färt-Uasch, Babett und Jo, Lobo und der Geescht Gubi, Charel und Jim – das sind einige der Held*innen der luxemburgischen Kinderliteratur, die am 6. und am 7....

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Krankheit konfrontieren: „In Würde sterben ist Bullshit”

Nach neun Jahren Beziehung erkrankte Syd Atlas’ Mann und Vater ihres Sohnes an der Nervenkrankheit ALS. Gerade als sie dachte, dieses Schicksal meistern zu können, kam es richtig schlimm. Atlas erzählt diese Geschichte in „Das Jahr ohne Worte”. Am Anfang scheint alles fast zu schön, um wahr zu sein: Gerade von ihrem ersten Mann geschieden,...

KULTUR AM ALLGEMENGENKULTURTIPPLITERATUR

320 Seiten Hundeliebe

Der Journalist und Autor Simon Garfield erzählt in seinem Sachbuch „Dog’s best friend. A brief history of an unbreakable bond“ von der innigen Beziehung zwischen Mensch und Hund, oder wie aus dem Wolf ein Yorkshire mit Schleifchen wurde. „For all the dogs we love“, steht als Widmung auf einer der ersten Seiten von Simon Garfields Buch „Dog’s...