THEATERFESTIVAL: Perspektiven für die Großregion

Multiperspektivisch, zeitgenössisch, waghalsig. Das deutsch-französische Festival der Bühnenkunst „Perspectives“ katapultiert den Zuschauer vom 21. bis zum 29. Mai in die grenzenlose Welt des zeit-genössischen Theaters.

Ein Mann der gute Figur macht:
Das Figurentheater Tübingen in „Mit riesen-großen Flügeln“.

Im Hintergrund der Bühne ist nur die Silhouette eines Menschen sichtbar, ein Eisball zerbirst auf dem Boden. Starjongleur Philippe Ménard erscheint im Rampenlicht, seine Materie: das Eis; seine Kunst: die „Unjonglierbarkeit“; seine Botschaft: Die ständige Metamorphose zwischen Körper und Identität. Ménard ist, zwischen Eisblöcken hin und her rutschend, verzweifelt auf der Suche nach dem Gleichgewicht. Er jongliert mit Eiswürfeln, umgeben von Kühlschränken wird sein Männerkörper nach und nach zu dem einer Frau. mehr lesen / lire plus

Groß-Netz-Region?

Wiederverwertung mal anders: „Percussion under Construction“, ein musikalischer Beitrag aus Frankreich.

Seit das Kulturjahr 2007 über die luxemburgischen Gefilde hinwegzog, haben sich ein paar neue Wörter im Vokabular der Kulturschaffenden festgesetzt. Es geht meistens um « Großregion », « Vernetzen » und « Dauerhaftigkeit ». Ob die Netze, die während des Kulturhauptstadtjahres gesponnen wurden, wirklich auf Dauer tragfähig sind, oder ob es sich doch nur um bürokratische Spinnereien handelte – das lässt sich unter anderem an den beiden Festivals messen, die wir in diesem Dossier beleuchten. Zusammenarbeit kann viele Formen annehmen, sie kann rein ökonomischer Natur sein, auch kreativ funktionieren, nur etwas kann sie nie erzwingen : eine gemeinsame « großregionale » kulturelle Identität. mehr lesen / lire plus

Kulturkadaver

+++ Es ist mal wieder so weit. Die woxx-Redaktion hat die Kadaver wieder ausgegraben und zieht unverschämt über vergangene kulturelle Highlights und nicht so hoch fliegende Events her +++ Hedda Gabler im TNL: Der Ibsen-Klassiker „Hedda Gabler“ ist zurzeit in einer Inszenierung von Klaus Weise, Intendant am Schauspiel Bonn, im Theatre National du Luxembourg (TNL) zu sehen. Mag das Bühnenbild noch so schick erscheinen und mit seinen schrillen Farben an den Wänden im Popart-Stil erfrischend modern daherkommen, die Inszenierung selbst ist es nicht. Vielmehr tritt beim Zuschauer nach viel atemlosen Herumgeturne zwischen weißen Ikea-Regalen, sehr vordergründigen Dialogen und hysterischem Gekreische rasch Ermüdung ein. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: Les enfants-loups

En créant le « Kulturpass », le Luxembourg a enfin compris que les sphères culturelles et sociales n’étaient pas séparables.

Un premier pas vers
une meilleure prise en compte des réalités
socio-culturelles vient d’être franchi.

Ce fut une des grandes avancées que promettait la ministre de la culture Octavie Modert après les dernières élections : la création d’un « Kulturpass », une sorte de carte d’accès aux musées, aux théâtres et autres institutions culturelles subventionnées au profit de personnes qui de par leur budget devraient considérer la culture comme un luxe qu’ils ne peuvent pas se permettre. Or, l’accès à la culture est tout sauf un luxe – c’est un droit fondamental. mehr lesen / lire plus

THEATER: „Ich existiere nicht. Ich bin niemand.“

Das von ASTI und ASTM initiierte und von SchülerInnen geschriebene Theaterstück „L’Eldorado de la Meduse“, widmet sich dem Alltag illegalisierter Einwanderer.

Vom Glück in Europa kann Djuba, die Hauptfigur, in L’Eldorado de la Meduse, nur träumen.

„Ich existiere nicht, ich bin niemand – mein Personalausweis hat mich 2.000 Euro gekostet. Man muss reich sein, um hier in Europa existieren zu dürfen“, sagt Djuba, ein Darsteller in dem Theaterstück L’Eldorado de la Meduse. Der senegalesische Schauspieler Pape Macoura Ndiaye spielt die Hauptfigur in dem von acht 16-jährigen SchülerInnen des Lycée Aline Mayrisch geschriebenen Stück. Das Theaterstück ist zugleich das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den beiden Luxemburger Nicht-Regierungsorganisationen ASTI und ASTM, die in diesem Jahr ihr 30- bzw. mehr lesen / lire plus

BANDE DESSINÉE: Ballade pour Adèle

La sortie imminente du film sur « Adèle Blanc-Sec » est l’occasion de parler de la série BD qui en est à l’origine. L’héroïne mise à l’écran par Luc Besson a été imaginée par le génie du Neuvième art qu’est Jacques Tardi.

« Ding ! Ding ! » Adèle s’approche de la porte, méfiante, son revolver à la main. Devant, à travers le judas, elle aperçoit un individu en costard et melon noir, mal rasé, mégot au coin des lèvres. Un truand, mais trop jeune pour être offensif, juge-t-elle et ouvre. Le gamin vient de la part de Joseph et l’invite à le suivre : « Y a un sapin qu’attend en bas… » On voit Adèle monter dans le fiacre à la lueur d’une lanterne, et traverser le Paris nocturne. mehr lesen / lire plus

MUSÉE(S): Traitements différents

L’invitation aux musées du weekend dernier a permis de jeter un coup d’oeil sur les traitements différents infligés à deux musées importants pour le Luxembourg : celui de la forteresse et celui de la Résistance.

Devrait renaître de
ses cendres: le musée
de la Résistance

Même si le Luxemburger Wort croit avoir vu des « zahlreiche Besucher » lors de la visite guidée du musée de la forteresse en compagnie de la ministre de la culture Octavie Modert, la réalité était un tantinet moins palpitante. Ils étaient une petite douzaine à se faufiler dans les galeries vides de l’ancien fort Thüngen. « Au moins, les toilettes sont des modèles dernier cri », constatait, mi-amusé, mi-consterné un des visiteurs. mehr lesen / lire plus

THEATER: Nachwuchsregisseur mit Ambitionen?

Der junge Luxemburger Regisseur Rafael Kohn hat vier Jahre Regie in Berlin studiert. Zurück in Esch dokumentiert er mit „Flaschenbrand“ seine Eindrücke. Das Stück feiert am Freitag Premiere in der Kulturfabrik.

Vom Flaschensammler zum Theatermacher: Rafael Kohn.

Rafael Kohn hat eine Ahnung davon, was er kann. Er kommt nicht allzu schüchtern daher, strotzt aber auch nicht gerade vor Selbstbewusstsein. Vielmehr strahlt er die Gelassenheit der Ende Zwanzigjährigen aus, die auch eines Tages einmal wissen, was sie wollen. „Theater, das ist mein Ding“, weiß Kohn mittlerweile. Dabei lag das nicht auf der Hand. Nach einem Politik- und Geschichtsstudium in Trier zog es ihn irgendwann in die Theaterszene. mehr lesen / lire plus

CENTRE NATIONAL DE LA CULTURE INDUSTRIELLE: La confiance règne

L’accouchement du centre national de la culture industrielle (CNCI) risque encore de se faire dans la douleur.

Vendredi dernier, le Mouvement écologique ainsi que l’Amicale des hauts fourneaux se sont réimpliqués dans le débat autour de l’avenir des deux hauts fourneaux d’Esch-Belval. Ces deux vestiges de l’ère industrielle sont au centre d’une longue dispute entre les ministères de la culture et des bâtiments publics, le Fonds Belval et les associations.

C’est surtout le manque de dialogue de la part de l’Etat que le Mouvement et l’Amicale ont des difficultés à digérer. Ainsi, même si un compromis avait été trouvé dans le but d’impliquer les associations dans les processus de décision ou du moins de les en tenir au courant, toutes les demandes de dialogue avec les ministères sont restées lettres mortes depuis février 2009 – date de la dernière entrevue. mehr lesen / lire plus

BERLINALE: Glanz auf dem Eispanzer

Die 60. Berlinale hat wieder einmal bewiesen, dass sie unabdingbar ist. Wo sonst vereinen sich Hollywood-Glamour und Autorenkino, Minder-heiten und Massengeschmack so gut als in der deutschen Hauptstadt?

Heimliche Star der Berlinale: Bora Altas.

Vom 11. bis zum 21. Februar begrüßte die deutsche Hauptstadt Filmschaffende aus aller Welt zur 60. Berlinale. Am Ende der zehn filmreichen Tage vergaben der Jurypräsident Werner Herzog und seine sechs KollegInnen die begehrten „Bären“. Trotz beißender Kälte und vereister Fußwege verzeichneten die Festspiele einen Zuschauerrekord mit rund 300.000 Besuchern.

Der zähe Berliner hatte seit Sylvester die zweifelhafte Freude, mit dem Eischaos zu leben, während die Besucher der Festspiele ihre Mühe hatten, den Tag ohne schmerzliche Ausrutscher zu überleben. mehr lesen / lire plus

KUNST UND INTERNET: Raumfreie Kunst

Seit zehn Jahren gibt es nun ubermorgen.com, eine Netzseite, hinter der sich ein Künstlerkollektiv verbirgt, das gekonnt mit den Grenzen von Internet und Kunst spielt. Jetzt erschien ein Buch, das ihre Aktionen resümiert.

Politik und Kunst gehören zusammen. Sei es nun gegen Google oder für die Integration von Neonazis: Die virtuelle Kunst ist in diesem Bereich immer ein Stück voraus.

Die Diskussion um die Begriffe der Kunst im Raum, bzw. des Raumes, der der Kunst zusteht, zieht sich durch die gesamte postmoderne Periode – und noch weiter, denn auch heute noch wird der Kunstbegriff oft an die Raumproblematik gekoppelt. Ob es sich nun um neue Räume für – neue oder alte – Kunst oder um die gänzlich andere Frage der Kunst im öffentlichen Raum handelt: Postmoderne Kunst vom Raumbegriff zu dissoziieren, ist quasi unmöglich. mehr lesen / lire plus

PAVILLON LUXEMBOURGEOIS: Beau paquebot

La contribution luxembourgeoise à l’exposition universelle de Shanghai ne manque pas d’originalité. Une visite du chantier révèle les difficultés et l’intérêt de ce projet.

Oiseau-rouille ? Non, pavillon d’exposition en acier patiné, présentant un petit pays au centre de l’Europe.

La zone où va se dérouler à partir de mai 2010 l’exposition universelle de Shanghai, est actuellement un gigantesque chantier. Parmi les constructions les plus avancées, il y a le gigantesque pavillon de la Chine, et celui, bien plus modeste, du Luxembourg. C’est que le grand-duché a été parmi les premiers pays à réserver une place, dès septembre 2006, lors de la grande visite d’Etat avec monarque, ministres, journalistes et hommes et femmes d’affaires. mehr lesen / lire plus

FRANKFURTER BUCHMESSE: Welt im Taschenformat

Die Frankfurter Buchmesse 2009 hatte einiges zu bieten : von den Problemen mit dem Gastland China bis zu den üblichen kleinen Differenzen um das Kulturgut Buch.

Im Spiegel des Westens: Der Ehrengast China hat nicht nur Positives über sich zu erzählen.

300.000 Besucher in knapp einer Woche zu meistern, ist keine leichte Aufgabe – zumal, wenn es sich meist um leicht zerstreute Kopfmenschen handelt, die im Wirrwarr der Hallen und schier endlosen Gänge leicht die Orientierung verlieren. Die Schlangen vor den Infoständen sprechen jedenfalls für sich. Wer über die älteste und größte Buchmesse der Welt schlendert, kann sich auch einem anderen Eindruck nicht entziehen: Hier ist die Welt zuhause. mehr lesen / lire plus

GREAT EXPECTATIONS: Is this world for you and me ?

Le Casino a rassemblé pour une exposition différents regards sur le monde contemporain. Un monde en crise, comme celui des photos de « The Bitter Years » dans les années 30.

Avenue Patrice Lumumba, 2008, Guy Tillim

Des photos de nuit dans une ville indienne. Les stores des magasins, alignés sur plusieurs étages, sont fermés, les rues sont désertes. Des nus tirés en grand format, aux couleurs chaudes, au regard fuyant. Une image panoramique géante d’un étrange complexe architectural, juxtaposant habitations futuristes et maisonnettes délabrées.

A première vue, les photographies que montre actuellement le Casino d’art contemporain dans le cadre de l’exposition « Great Expectations » n’ont que peu de choses en commun avec la référence mentionnée dans le sous-titre, « Contemporary photography looks at today’s Bitter Years ». mehr lesen / lire plus

INFRASTRUCTURES: Nouveaux espaces

Le « Ellergronn » près d’Esch-sur-Alzette a toujours été un site à double emploi : d’un côté il reflète l’histoire minière du pays et de l’autre c’est une formidable réserve naturelle.

Le nouveau centre d’accueil « Ellergronn » ouvrira ses portes à 17 heures ce vendredi.

Rarement l’on voit de nouvelles infrastructures ouvrir leurs portes à des endroits aussi empreints d’histoire. Déjà, pour se rendre au nouveau centre d’accueil « Ellergronn », il faut traverser le quartier historique de la Hiehl eschoise – historique parce que c’est là, de l’autre côté des chemins de fer, que s’installèrent les premiers immigrés italiens, allemands ou polonais au début du siècle dernier. mehr lesen / lire plus

FILM: Politik ist kein Spiel

Als Schwul-Sein nicht cool war, sondern unanständig und strafbar: „Milk“ wirft einen historischen Blick auf den Kampf für das Recht auf freie Sexualität und setzt einen Kontrast zur heutigen Inszenierung einer schwulen Spassgesellschaft.

Sean Penn in der Rolle von Harvey Milk.

Der Film beginnt mit dem Ende. Harvey Milk sitzt zuhause am Küchentisch. Banales, etwas trostloses Dekor einer Küche der Siebzigerjahre. Während der Kassettenrecorder läuft, erzählt Milk seine Geschichte als Aktivist und erster gewählter Politiker der amerikanischen Schwulenszene.

Im Verlauf des Films kehrt die Kamera, zwischen Spielfilmsequenzen und eingestreuten Dokumentarszenen, zu dem einsamen Mann am Küchentisch zurück, der in sachlich ernstem Ton spricht. mehr lesen / lire plus

59. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE IN BERLIN: Auf Bärenjagd

Vom 5. bis zum 15. Februar stand Berlin ganz im Zeichen der 59. Internationalen Filmfestspiele. Die „Berlinale“ verzeichnete dieses Jahr neue Besucherrekorde und die Jury überraschte wieder mit ihren Entscheidungen.

Da war der rote Teppich schon weggeräumt:
Blick auf den Berlinale Palast am Potsdamer Platz.

In den zehn Tagen des Festivals wurden insgesamt 383 Filme in 1238 Vorführungen gezeigt und eine Rekordzahl von 270.000 Tickets verkauft. Nicht nur der internationale Wettbewerb mit der anschließenden Preisvergabe der „Bären“ stand im Mittelpunkt dieses sehr umfangreichen Festivals. Es wurden zwar nur in den drei Sektionen Wettbewerb, Panorama und Berlinale Shorts, Preise verliehen aber auch in weiteren vier Kategorien liefen sehenswerte Filme, die es leider selten in die regulären Kinos schaffen werden. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: Le flux passe à Vilnius

Les capitales culturelles européennes 2009 sont Linz et Vilnius. Une première pour les pays de l’Est, mais aussi une autre façon d’appréhender cette tradition européenne.

Un des spectacles déjà en
cours à Vilnius : l’acteur
français André Wilms dans la pièce « Eraritjaritjaka –
musée des phrases » du compositeur et metteur
en scène Heiner Goebbels.

Deux soeurs inégales à première et même à deuxième vue, les villes de Linz et de Vilnius. Alors que la première n’est avec 190.000 habitant-e-s que la troisième ville d’Autriche,
Vilnius est surtout la capitale de la Lituanie et risque fort d’être la plus spectaculaire des deux, non seulement à cause de sa taille supérieure mais aussi grâce à l’élan des pays baltiques qui s’oppose à un certain provincialisme toujours de mise en Autriche. mehr lesen / lire plus

EXPOSITION: Voyage vers la foi

L’exposition « Glaubenssache – Question de foi » qui ouvrira ses portes au public ce vendredi au musée d’histoire, répond à un besoin de plus en plus actuel : savoir comment articuler sa foi ou l’absence de celle-ci.

Objets de culte incongrus: à chacun sa croix…

Deux portes ont été installées devant l’entrée en verre du musée. Deux portes par lesquelles les visiteurs peuvent entrer et qui déterminent déjà ce qu’ils attendent de l’exposition « Glaubenssache – Question de foi ». Pourquoi ? Parce que la porte de droite porte l’inscription « Non-croyants », tandis que les croyants sont invités à prendre celle de gauche. Une première décision à prendre, avant même de commencer le parcours didactique et interactif que le musée propose en cette fin 2008. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: Finie la philanthropie ?

Avec la crise financière faisant ses ravages aussi près de nous, il est peut-être grand temps de se questionner sur le futur du sponsoring culturel.

Surtout, s’il n’en reste plus…

La politique culturelle du grand-duché du Luxembourg est axée sur le prestige, comme nous n’avons cessé de le constater sur ces pages. Combien de fois un projet glamour – souvent importé de l’étranger – a-t-il eu raison de productions moins connues, mais parfois plus osées et assez fréquemment d’une qualité artistique plus élevée que ceux dictés par la culture événementielle ? Mais l’heure de la revanche n’a pas sonné, et il n’est pas question pour nous d’approfondir les contenus de la politique culturelle du moment – mais de nous demander comment les diverses institutions pourront garder leur niveau en ces temps de crise. mehr lesen / lire plus