RTL Group s.a.: OGBL meldet Verhandlungen des Sozialplans als gescheitert

Nach acht Verhandlungsrunden zwischen der Personaldelegation und dem Management von RTL Group s.a. , habe die Arbeitgeberseite den Verhandlungstisch vor Ablauf der gesetzlichen Frist verlassen und somit die Verhandlungen als gescheitert erklärt, meldet der OGBL in einer Pressemitteilung.

Die Vertreter des Personals hätten unter anderem Entschädigungen verlangt, die dem Rekordgewinn des ersten Halbjahres 2019 von immerhin 443 Millionen Euro Rechnung tragen müssten. Entgegen der öffentlich verlautbarten Position, sich großzügig gegenüber den entlassenen Mitarbeiter*innen zeigen zu wollen, habe das Management während den Verhandlungen jede Großzügigkeit abgelehnt und sich auf „marktübliche Praktiken“ berufen.

„Fast schon höhnisch mutet dabei die im September 2019 gestartete Digitalisierungskampagne des Bertelsmann-Konzerns, Hauptaktionär der RTL Group s.a., an: Das Unternehmen wirbt dafür, die Digitalisierung als Chance wahrzunehmen, vergibt sogar kostenlose Stipendien, beginnt aber gleichzeitig damit, hoch qualifizierte Mitarbeiter im Rahmen der Digitalisierung des Unternehmens in die vom Staat zu finanzierende Arbeitslosigkeit zu entlassen“, kommentiert das Syndikat OGBL-Syndikat Druck, Medien und Kultur – FLTL. mehr lesen / lire plus