THEATER: „Es hat gejuckt zu spielen“

Marc-Sascha Migge spielt die unterschiedlichsten Rollen an verschiedenen Luxemburger Bühnen. Das Theater lässt den jungen Schauspieler nicht mehr los.

Ausprobieren als Devise: Bald wird Marc-Sascha Migge unter anderem in dem Stück „Héi ass et schéin“ von Jean-Paul Maes und in Martin McDonaghs „Der Kissenmann“ zu sehen sein.

Leidenschaft, Sehnsucht und gegenseitige Schuldzuweisung – davon handelt „Miss Sara Sampson“ von Gotthold Ephraim Lessing. Jean-Paul Maes hat das Stück, das vor fast 250 Jahren die TheaterzuschauerInnen zum Weinen brachte und mit dem Lessing die Tradition des bürgerlichen Trauerspiels begründete, entrümpelt und auf die Bühne des Kapuzinertheaters gebracht. Denn dass Liebesbeziehungen entstehen und sich wieder verlieren, kann nicht zeitloser sein. mehr lesen / lire plus

FREDERIC FONTEYNE: Fonteyne filme l’amour

A travers cette histoire d’un adultère, co-produite par Samsa Film, Frédéric Fonteyne s’impose comme excellent directeur d’acteurs.

La force au coeur de la tempête: Elisa (Emmanuelle Devos) est prête à tout pour reconquérir son mari (Clovis Cornillac).

Après avoir séduit le Festival de Namur en 1997 avec le trop méconnu „Max et Bobo“, puis fait fantasmer en 1999 avec „Une liaison pornographique“, Frédéric Fonteyne revient à l’assaut des grands écrans avec l’adaptation du roman de Madeleine Bourdouxhe „La Femme de Gilles“ tourné en partie au Grand-Duché de Luxembourg et présenté en ouverture au dernier Festival du Film Francophone de Namur. „Quand j’ai lu le livre, j’ai été abasourdi par les personnages. mehr lesen / lire plus

AGNES JAOUI: Comme une image

A l’Utopia

Une adolescente mal aimée de son père égocentrique, une professeure de musique qui vit dans l’ombre de son mari écrivain, un milieu culturel parisien imprégné d’arrivisme. Agnès Jaoui signe ici une analyse très fine et touchante des relations modernes, que ce soit entre amants ou entre parents et enfants. Réalisatrice en même temps que protagoniste de cette comédie psychologique, elle donne une performance subtile, autant que la jeune Marilou Berry et Jean-Pierre Bacri. Un film qui donne à réfléchir sur les liens entre amour et économie. mehr lesen / lire plus

www.alter-europe.net: Europe, mon amour

„Européens ambitieux, nous proposons d’ouvrir le débat qui n’a jamais eu lieu en construisant le projet d’une Alter Europe“, peut-on lire dans un appel qui caractérise l’orientation du site www.alter-europe.net. Critiquer l’Europe telle qu’elle se construit au nom d’un idéal européen, voilà une approche bien rafraîchissante à l’heure de l’unanimisme pro-UE de la classe politique luxembourgeoise. Le site en question propose quelques textes et surtout des liens vers d’autres pages web cultivant une approche critique de l’Union européenne. Malheureusement „Alter Europe“ s’est quelque peu assoupi depuis le début de l’année. L’entrée la plus récente renvoie à EuropaNova, organisation qui fait figure de sous-marin de l’establishment dans la mare citoyenne. mehr lesen / lire plus

SELBSTVERBRENNUNG: Tragische Konsequenz

Rassismus? Inkompetenz? Die Ursachen der Selbstverbrennung einer afrikanischen Frau liegen auch im Selbstverständnis hiesiger Behörden, mit „schwierigen Fällen“ umzugehen.

Es habe keinen Grund gegeben „esou en Zauber ze maachen“. Das „Tageblatt“ zitierte am Mittwoch den beigeordneten Direktor der Handwerkskammer, der so jedwede Schuld an der tragischen Selbstverbrennung einer 44-jährigen geborenen Kongolesin am vergangenen Dienstag von sich wies. Es geht allerdings nicht darum, Schuldige zu finden, sondern zu verstehen, wie es zu einer solchen Verzweiflungstat überhaupt kommen konnte.

Wie sich aus dem Brief der betroffenen Frau an die KollegInnen vom „jeudi“ herausliest, war es eine für Luxemburg nicht untypische Aneinanderreihung teilweise widersprüchlicher und sich hinschleppender Entscheidungen verschiedener Behörden und Instanzen. mehr lesen / lire plus

BLUES: Das Klavier ist besoffen …

Tom Waits, „Real Gone“, Anti, 2004.

… deshalb lässt es Tom Waits auf seiner neuesten Platte „Real Gone“ lieber gleich zu Hause. Dafür ist sein Sohn Casey mit von der Partie und der darf hier die Plattenteller bedienen. Nachdem Waits auf seinen drei letzten Alben eher dem schwelgerischen Schönklang frönte, ist das vorliegende Album eine Rückkehr zum sprödem Blues von „Bone Machine“. Tom Waits hustet seine Beats durch einen Verzerrer, Brain scheint mit Fußtritten etwas zu Brei zu hauen (das Klavier?) und darüber serviert der Meister die alten Geschichten: von netten Mädchen, die zerstückelt in Mooren aufgefunden werden und unheimlichen Scheunen in denen die Krähen hausen. mehr lesen / lire plus

POP: Wilkommen im Orbit

R.E.M. „Around the Sun“, Warner Bros., 2004.

Bring on the keyboards: R.E.M. entdecken auf „Around the Sun“ mal wieder die Synthesizer. Nicht so extrem wie damals bei „Up“, aber weniger gitarren-lastig als frühere Werke ist die neue Platte schon. Michael Stipes Melodien bewegen sich traumwandlerisch und gleichzeitig zielsicher über Soundteppiche, die man sich vielleicht hie und da ein wenig luftiger gewünscht hätte. Autsch, denkt man bei manchem Song-Anfang, hier kommt Phil Collins, aber mit Titeln wie „Leaving New York“, „High Speed Train“ oder „The Outsiders“ sind R.E.M. natürlich über jeden Vorwurf der Seichtheit erhaben. Mit besserem Songwriting zwischen Alternativ und Mainstream kann zur Zeit keine andere Band dienen. mehr lesen / lire plus

ROCK: Die Muse küsst

Marianne Faithfull, «Before The Poisonª, Ministry O, 2004.

(vs) – Marianne Faithfull hat sich ihren Platz in der Rockgeschichte schon gesichert. In den 60er und 70er Jahren kannte man sie vor allem als drogensüchtiges Stones-Groupie, das kein gesellschaftliches Tabu ungebrochen ließ. Seit sie 1985 ihre Drogensucht endgültig hinter sich gelassen hat, bringt die heute 58-Jährige in unregelmäßigen Abständen gute und weniger gute Studioalben heraus. Mit „Before The Poison“ gelingt der Faithfull allerdings eine Scheibe, die über jede Kritik erhaben ist. Die meisten Songs stammen aus der Feder von Polly Harvey oder Nick Cave; es konnte also schon nicht mehr viel schief gehen. mehr lesen / lire plus

BANKEN: Prämien und Prinzipien

Gewerkschaften und Bankenvereinigung streiten darüber, wie hoch die Gewinne sind und welche Lohnerhöhungen tragbar wären. Das Problem Personalabbau wird dabei wenig thematisiert.

Erinnern Sie sich noch an die Werbekampagne Anfang 2001, mit den orangefarbenen Punkten an Bushaltestellen und in Zeitungsanzeigen? Ein gelungenes Teasing: Man rätselte, ob es bei der Werbung um einen neuen Mobilfunkanbieter, eine politische Partei oder eine linkskatholische Monatszeitschrift handele. Die Antwort war etwas enttäuschend: Die IMI Bank lancierte damals mit dieser Kampagne ihr E-Banking-Geschäft. Mitte 2004 fusionierte die IMI mit der San Paolo Bank. Am 1. September schloss die IMI Bank, seit 30 Jahren in Luxemburg ansässig, offiziell ihre Türen. mehr lesen / lire plus