Bildungs- und Hochschulpolitik: „Junge Menschen müssen gehört werden“

Seit Jahresbeginn hat die Unel (Union nationale des étudiant-e-s du Luxembourg) eine neue Zusammensetzung. Die woxx hat mit der frischgebackenen Sprecherin, Vicky Reichling, über das Praktikumsgesetz, Wohnraum für Studierende und politischen Aktivismus gesprochen.

Vicky Reichling ist Sprecherin der Unel und studiert zurzeit Physiotherapie in Eindhoven. (Foto: © Vicky Reichling)

woxx: Im letzten Jahr ließ die Unel vor allem mit Kritik am Praktikumsgesetz von sich hören. Werden Sie weiterhin an dem Thema dranbleiben?


Vicky Reichling: An dem Gesetz kritisieren wir nach wie vor, dass für Pflichtpraktika keine und für fakultative Praktika nur eine geringe Bezahlung vorgesehen ist. Bachelor- oder Masterabsolventen und -absolventinnen bekommen zurzeit bei einem Praktikum von ein bis drei Monaten ein Drittel vom nicht qualifizierten Mindestlohn, das sind ungefähr 600 Euro und das reicht einfach nicht. mehr lesen / lire plus

Unel stellt neue Spitze vor

Die Studierenden- und Schüler*innenorganisation Unel hat Ende letzten Jahres im Rahmen ihres jährlichen Kongresses ein neues Koordinationsteam gewählt und anschließend vorgestellt. 2019 werden demnach Vicky Reichling als Sprecherin, Sophie Née als Sekretärin und Estelle Née als Schatzmeisterin die Arbeit der Unel koordinieren. Die Organisation will nicht mehr in Arbeitsgruppen, sondern an konkreten Projekten arbeiten, zum Beispiel zur Frage der Praktika – die neue Gesetzgebung in dem Bereich beschäftigt die Studierenden ja schon länger. Außerdem will sich die Unel intensiver mit dem neuen Schulfach „Vie et Société“ und der Wohnraumproblematik beschäftigen. Auf dem internationalen Parkett vertritt die Unel die luxemburgischen Studierenden bei der Esu und die Schüler*innen bei der Obessu, beides europäische Dachorganisationen. mehr lesen / lire plus

Nationaler Bildungsbericht 2018: Und sonst so?

An der Universität Luxemburg wurden am 12. Dezember olle Kamellen verteilt. Von wem? Von der Uni und dem Bildungsministerium. Offiziell wurde der Nationale Bildungsbericht 2018 vorgestellt.

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Einer der Aufzüge im futuristischen „Learning Center“ auf Belval fährt nur ins erste Stockwerk. Und wieder runter. Blöd, wenn die Pressekonferenz zum Nationalen Bildungsbericht vom Script (Service de coordination de la recherche et de l’innovation pédagogiques et technologiques, des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend) und dem Lucet (Luxembourg Centre for Educational Testing, Universität Luxemburg) im zweiten Geschoss stattfindet. Am anderen Ende des Gebäudes. Ein verwirrender Start, der zu allem was folgte, passte. Das, was vom 205-seitigen Bildungsbericht vorgestellt wurde, gleicht einem Aufzug zwischen zwei Etagen. mehr lesen / lire plus

Liser-Studie: Zwei Fächer, viele Gründe

In einer rezenten Studie beschäftigt sich das „Luxembourg Institute of Socio-Economic Research“ (Liser) mit der Frage, wie sich die Leistungsunterschiede zwischen Schüler*innen mit und ohne Migrationshintergrund in der Grundschule und Sekundarstufe entwickeln. In einem Studienbericht gibt das Forschungsinstitut Antworten.

Forscher*innen des Liser haben anhand von unabhängigen Querschnittsstudien von PIRLS (2001, 2008), TIMSS (2007) und Pisa (2006, 2012), die Lesekompetenzen und die mathematischen Leistungen von Zehn- bis Fünfzehnjährigen untersucht – und Vergleiche zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund gezogen. Heraus kommen zwei zentrale Ergebnisse: Einerseits offenbart der Studie unterschiedliche Leistungsniveaus je nach Schulfach, andererseits zeigt sie Ungleichheiten zwischen den Ankunftsländern auf. mehr lesen / lire plus

Diversifizierung des Schulangebots: Zwischenfazit erwünscht?

2017 kündigte Bildungsminister Claude Meisch die Ausweitung des internationalen Bildungsangebots für das kommende Schuljahr an. Im September 2018 reklamierte die Deputierte Martine Hansen Zahlen – und musste rund zwei Monate auf eine Antwort warten.

Morgens, um halb sieben in Luxemburg: Die Fensterscheiben sind beschlagen, die Arme taub vom Festhalten, die Gesichter erhitzt. Von links schlägt einem ein Schulranzen ins Gesicht, von rechts die Haare der Stehnachbar*innen – der Bus platzt aus allen Nähten. Bleibt dafür genug Platz, grüßen sich die Schüler*innen mit Küsschen links, Küsschen rechts oder mit Handschlag. Dass einige von ihnen mit der Menschen-Presse auf Rädern unterwegs zum Unterricht an international anerkannten Gymnasien oder Europaschulen sind, ist anzunehmen – und die sorgten schon im September bei der Deputierten Martine Hansen für Fragezeichen. mehr lesen / lire plus

Langue luxembourgeoise
 : Branle-bas de combat


Dans l’enseignement secondaire, une guéguerre se prépare entre ancien-ne-s enseignant-e-s de luxembourgeois et futur-e-s diplômé-e-s de l’Uni, appelé-e-s à 
les remplacer.

Les nouvelles règles en matière de formation des enseignant-e-s de luxembourgeois vont-elles déboucher à terme sur un cours de civilisation, où sera enseignée la tradition de l’Hämmelsmarsch ? (Photo : Wikimedia Commons)

L’un des constats récurrents pour beaucoup d’enseignant-e-s de luxembourgeois, à chaque rentrée, est que leurs élèves ont tout oublié au cours de l’été de ce qu’on leur avait appris. Et quand bien même, oublier tout ce qu’on vous apprend demeure toujours un risque, et relève même chez certain-e-s d’un choix conscient, il semble que dans le cas de la langue luxembourgeoise – un peu comme pour les cours de chimie ou de mathématiques, par exemple – la raison pour laquelle l’enseigner ressemble bien souvent à un véritable travail de Sisyphe soit avant tout liée au manque d’occasions de se familiariser avec cette matière, avec cette langue donc à l’extérieur des cours. mehr lesen / lire plus

Meisch bedankt sich beim SEW

Am Dienstag veröffentlichte das Bildungsministerium die Zahlen zum Schulbeginn 2018/2019. Aus denen lässt sich der kontinuierliche Erfolg der internationalen Klassen an öffentlichen Schulen herauslesen: so gab es dieses Jahr 2.206 internationale Einschreibungen in den Grund- und Sekundarschulen, während es im Jahr seines Amtsantritts nur 385 gab. Anlässlich einer Pressekonferenz zum Schulbeginn am Donnerstag ging Bildungsminister Claude Meisch (DP) dann auf weitere Änderungen für dieses Schuljahr ein. Der „Lycée Edward Steichen“ in Clerf und die „École internationale“ in Mondorf werden ein erstes Mal ihre Tore aufmachen. Dazu kommen verschiedene Kompetenzzentren für Kinder mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten oder einer intellektuellen Frühreife. Zuvor hatte das Syndikat für Erziehung und Wissenschaften des OGBL (SEW) eine eigene Bilanz gezogen. mehr lesen / lire plus

„Unterschiedliche Schulen für unterschiedliche Schüler“

Die DP stellte am Dienstag den dritten Teil ihres Wahlprogrammes vor. Für die Liberalen gilt: Die Kontinuität und der Ausbau der schon eingeführten Reformen im Bereich Kinder und Zukunftschancen stehen an erster Stelle.

Anlässlich einer Pressekonferenz am Dienstag zur Vorstellung der DP-Wahlprogrammpunkte bezüglich der Bildungspolitik war der Spitzenkandidat der DP im Osten und Bürgermeister von Mondorf, Lex Delles, der von Beruf Grundschullehrer ist, voll des Lobes für die, unter der Leitung seiner Partei, eingeführten Reformen.

Diese seien heute nicht mehr wegzudenken. So wies er darauf hin, dass weder LSAP, noch CSV die Änderungen in ihren jeweiligen Wahlprogrammen in Frage stellen, sie im Gegenteil begrüßen und sogar weiter ausbauen möchten. mehr lesen / lire plus

Bildungspolitik: CSV plant kleine Änderungen

Am Montag stellte die CSV den zweiten Teil ihres Wahlprogramms vor. Darin geht es unter anderem um die Ziele in puncto Bildungspolitik. Angesprochen werden neben Hochschule, Forschung, Lehrer- und Berufsausbildung auch Bildungsinhalte und -methoden. Im Grundschulwesen plant die CSV unter anderem die „Bilans intermédiaires“ zu überarbeiten und eine kostenlose Hausaufgabenhilfe einzuführen. Im Sekundarunterricht sollen Praktika eingeführt werden, Lehrpläne einer laufenden Überarbeitung unterzogen werden, die frühzeitige Spezialisierung einer flexibleren Gestaltung weichen und es soll eher auf Schlüsselqualifikationen denn auf Wissensvermittlung gesetzt werden. Englischunterricht soll bereits ab der siebten Klasse eingeführt werden. In der Lehrer*innenausbildung soll das Referendariat in der Grundschule praxisgerechter gestaltet und der administrative Aufwand reduziert werden. mehr lesen / lire plus

Chômage : Baisse générale, mais pas chez les universitaires

(© Adem)

Selon un communiqué du Statec, le nombre de demandeurs d’emploi diminue de 4,2 % entre juin 2017 et juin 2018. Le nombre de demandeurs d’emploi résidents disponibles inscrits à l’Adem s’est établi à 14.482 fin juin. Un an plus tôt, il y en avait 638 de plus. En tenant compte des variations saisonnières, le Statec table sur un taux de chômage de 5,5 %.

Comme les mois précédents, la baisse ne profite pas aux demandeurs d’emploi diplômés de l’enseignement supérieur : il étaient 2.873 fin juin 2017 – exactement le même nombre qu’on retrouve pour juin 2018. Un phénomène non négligeable, car un demandeur d’emploi sur cinq se loge dans cette catégorie.

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Grundschule: Bald mehr Lehrkräfte

Gestern wurde in der Chamber die Reform des Grundschulgesetzes gestimmt. Diese sieht unter anderem die Verkürzung des Referendariats von drei auf zwei Jahre vor. Des Weiteren werden künftig auch Kandidat*innen zum „Concours“ zugelassen, die erst drei Jahre Erziehungswissenschaften studiert haben. Auch eine Öffnung des Berufsfeldes ist vorgesehen: So können innerhalb der nächsten fünf Jahre auch Absolvent*innen anderer Studiengänge Grundschulehrer*in werden. Mit diesen Änderungen reagiert das Bildungsministerium auf den akuten Lehrkräftemangel im Grundschulwesen. Der Beruf soll wieder attraktiver, der Zugang flexibler und leichter werden. Doch das Gesetzesvorhaben stand von Anfang an unter Beschuss von Seiten der Oppositionsparteien und des SEW/OGBL. So hagelte es auch in der gestrigen Chamberdebatte reichlich Kritik. mehr lesen / lire plus

Was bietet welche Schule?

Schüler*innen und ihren Eltern bei der Suche nach einer für sie geeigneten Sekundarschule helfen – das ist das Ziel der kürzlich vorgestellten Internetseite mengschoul.lu. In einer Schullandschaft, in der sich das Angebot konstant vervielfältigt, wird es immer schwieriger den für eine Entscheidung erforderlichen Überblick zu behalten. Darauf reagiert nun das Bildungsministerium: Mengschoul.lu gibt Orientierung über Profile, Sprach-, Nachhilfe- und Sportangebote, sowie technische Ausrüstung von sowohl privaten als auch öffentlichen Luxemburger Schulen. Auf der in französischer Sprache verfassten Internetseite lassen sich zudem Informationen über Berufsausbildungs- und BTS-Studiengänge (Brevet de technicien supérieur) finden. Um über die vielfältigen Angebote der öffentlichen Sekundarschulen zu informieren, lädt das Ministerium innerhalb der nächsten Wochen zu Informationsveranstaltungen in Mondorf, Luxemburg-Stadt, Diekirch und Esch/Alzette ein. mehr lesen / lire plus

Journée de l’éducation à la citoyenneté : dernier délai pour l’inscription

Après le « Zukunftsdësch politesch Bildung zu Lëtzebuerg » en 2015, le Zentrum fir politesch Bildung (ZpB) – créé en 2016 – organisera du 30 au 31 mai 2018 la première Journée de l’éducation à la citoyenneté au centre Prince Henri à Walferdange. L’objectif de cette journée consiste à réunir les acteurs travaillant dans ce domaine et à réévaluer les opportunités et les limites de l’éducation à la citoyenneté.

Le 30 mai à 18h30, Nora Back (secrétaire syndicale), Paulina Dabrowska (coordinatrice du Kannerbureau Wooltz), Marc Schoentgen (directeur du ZpB), Jean-Lou Siweck (journaliste) et Renée Wagener (historienne) participeront à la table ronde « Politesch Bildung zu Lëtzebuerg – Méiglechkeeten a Grenzen ».

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Reformen zum Nachteil der Schüler*innen?

Das Syndikat fir Erzéiung a Wëssenschaft (SEW) kritisiert kommende Reformen im Sekundarschulwesen sowie die mangelnde Dialogbereitschaft des Bildungsministers.

Mit erheblichen Änderungen im Sekundarschulwesen stiftet Bildungsminister Claude Meisch Chaos – dieser Meinung ist jedenfalls der SEW-OGBL. Die Kritik der Gewerkschaft gilt in erster Linie der geplanten Aufteilung in Basis- und Fortgeschrittenenkurse in den Fächern Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik. Vier Monate vor Schulanfang sei immer noch unklar, wie diese Kurse organisiert werden sollen. So sei beispielsweise noch nicht geklärt, ob die Differenzierung intern stattfindet, und Schüler*innen beider Kurse somit in einer Klasse unterrichtet werden, oder aber extern, also in verschiedenen Klassen. mehr lesen / lire plus

Unel kritisiert Stages-Gesetz

Die Studierendenvereinigung Unel befürchtet eine verstärkte Prekarisierung von Jugendlichen. Das geht aus ihrem Gutachten zum Stages-Gesetz hervor. Grundsätzlich sei es ein wichtiger Schritt, einen gesetzlichen Rahmen für Praktika zu schaffen. Der vorliegende Gesetzesentwurf, der von Arbeitsministerium und Acel ausgearbeitet wurde, verpasse jedoch die Chance, der Diskriminierung von Praktikant*innen entgegenzuwirken. Die Vereinigung kritisiert vor allem, dass obligatorische Praktika, also solche, die im Rahmen einer schulischen Ausbildung absolviert werden, nicht entlohnt werden müssen. Dies schaffe einen ungleichen Zugang zum Studium, hängt die Möglichkeit, ein unbezahltes Praktikum zu absolvieren, doch von den finanziellen Mitteln der Betroffenen beziehungsweise ihrer Familie ab. Ein Gesetz, das Arbeitgeber*innen auf Kosten junger Bürger*innen aus der Verantwortung ziehe, trage nicht zu einer gerechteren Gesellschaft bei. mehr lesen / lire plus

Öffentliche Schulen
: „Der aktuelle Lösungsweg ist der falsche“

Vergangene Woche startete der OGBL eine Kampagne gegen die Privatisierung Luxemburger Schulen. Wir haben mit Patrick Arendt, Präsident des SEW-OGBL, über gegenwärtige Entwicklungen und die Sinnhaftigkeit differenzierter Lernangebote gesprochen.

Sew-Präsident, Patrick Arendt, zeigt sich besorgt über gegenwärtige Entwicklungen 
im Schulwesen.
 (Foto: © privat)

woxx: Worum geht es bei Ihrer Kampagne?


Patrick Arendt: Wir haben festgestellt, dass durch die strukturellen Reformen von Herrn Meisch, die bereits unter Frau Delveaux begannen, die öffentliche Schule in den letzten Jahren geschwächt wurde. Die Autorität der öffentlichen Schule und die Lehrkräfte wurden von der Politik in Frage gestellt. Eltern haben das Gefühl, dass nichts mehr funktioniert und fangen an, sich nach Alternativen umzuschauen – auch wenn diese kostenpflichtig sind. mehr lesen / lire plus

Bildung: Privatisierung verhindern

„Die Schule steht nicht zum Verkauf!“ – so lautet der „Alarmruf an die Gesellschaft“ des OGBL . Öffentliche Schulen hätten einen klaren Auftrag: Allen Schüler*innen gleiche Erfolgschancen zu ermöglichen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Dies kann laut OGBL nur mittels eines qualitativ hochwertigen Schulsystems mit universellem Anspruch erreicht werden. Die aktuellen Reformen des Bildungsministeriums zielten hingegen auf eine Zersplitterung des Schulwesens. Minister Claude Meisch verspreche zwar eine Ausweitung des schulischen Angebots, dadurch erhöhe sich aber der Druck auf die Eltern, die richtige Wahl zu treffen. Die Diversifizierung des Angebots würde Schüler*innen und ihre Eltern zu Kund*innen werden lassen. Auch spricht sich die Gewerkschaft dagegen aus, in Lyzeen lediglich eine Sprache zu unterrichten, woraus sich eingeschränkte Optionen für Studien und Jobs ergeben würden. mehr lesen / lire plus

Meisch weiterhin unter Beschuss

SEW-OGBL kritisieren weiterhin die geplanten Maßnahmen zur Rekrutierung von Lehrkräften. Zurzeit liegt ein Gesetzesentwurf vor, der noch in diesem Frühjahr gestimmt werden und im kommenden Herbst in Kraft treten soll. Der Text sieht unter anderem vor, den Lehrer*innenberuf künftig auch für Absolvent*innen anderer Bachelorstudiengänge als denen der Erziehungswissenschaften zu öffnen. Zudem wird es möglich sein, eine Verkürzung des dreijährigen Referendariats um ein Jahr zu beantragen, wenn Praxiserfahrung während des Studiums nachgewiesen werden kann. Zwar ist der SEW damit einverstanden, dass es dringend an Notlösungen bedarf, kritisiert allerdings das Fehlen einer zeitlichen Begrenzung für manche der vorgesehenen Regelungen. Es müsse zum Beispiel „verhindert werden, dass Inhaber aller möglichen Bachelorabschlüsse bis in alle Ewigkeit Lehrer werden können“, so Präsident Patrick Adam. mehr lesen / lire plus

Weiterbildung: Praktika gesetzlich geregelt

Zeitlich begrenzt, entlohnt und stärker kontrolliert – der Gesetzesentwurf zu den Praktika für Schüler*innen und Studierenden sieht einige Änderungen vor.

Bisher waren Praktika in Luxemburg nicht gesetzlich geregelt. Das soll sich nun ändern. Am vergangenen Montag haben Arbeitsminister Nicolas Schmidt und der Präsident der Acel, Pol Lutgen, der Presse einen gemeinsam ausgearbeiteten Gesetzesentwurf vorgestellt. Praktika seien heutzutage unentbehrlich, um auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu haben, erklärte Schmidt einleitend. In Ländern wie Deutschland gebe es eine regelrechte Praktikumskultur, in Luxemburg solle dies nun auch in die Wege geleitet werden.

Die größte Neuerung: Fortan soll es auch möglich sein, ein Praktikum zu absolvieren, ohne an einer Schule oder Universität eingeschrieben zu sein. mehr lesen / lire plus

Universität
: Incorporated

Die PR-Abteilung der Uni Luxemburg kann zufrieden sein: Die Inthronisierung des neuen Rektors Stéphane Pallage und die gleichzeitige Unterzeichnung der Vierjahreskonvention mit dem Hochschulministerium lassen die Misstöne, die es im turbulenten Jahr 2017 gegeben hatte, vergessen.

Marc Hansen, Stéphane Pallage und Yves Elsen (vlnr): Ob sie miteinander „können“ wird für die weitere Entwicklung der Universität wesentlich sein. (Foto: woxx)

Die im Budgetjahr 2017 wegen grober Fehlkalkulationen notwendig gewordenen und dann in aller Eile durchgeführten Sparmaßnahmen und der im Anschluss erfolgte Rücktritt von Reiner Klump im Frühjahr hatten das Vorzeigeprojekt „uni.lu“ zu einem echten Sorgenkind werden lassen. Sehr zum Verdruss auch des zuständigen Ministers Marc Hansen, der sich gerade angeschickt hatte, die Reform des Uni-Gesetzes auf den Instanzenweg zu bringen. mehr lesen / lire plus