Webinar: Die Rolle der Sekundarschule in Krisenzeiten

Wie sollte zukunftsorientierter Unterricht aussehen? Der Mouvement écologique lädt am Mittwoch zu einem Online-Austausch über dieses Thema ein.

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Wenn es um die Vorbereitung auf gesellschaftliche Krisen geht, spielt der Bildungsbereich eine wichtige Rolle. Aber wird er dieser gerecht? Diese Frage steht am Mittwoch um 18 Uhr 30 anlässlich eines Zoom-Webinars im Fokus. Der Mouvement écologique richtet sich damit an Schüler*innen, Lehrkäfte und andere Akteur*innen aus dem Bildungsbereich. Ziel ist es, sich in lockerer Runde auf Augenhöhe darüber auszutauschen, wie Schulen mit Problematiken wie der Klimakrise umgehen (sollten) und das politische Engagement von Jugendlichen fördern können.

Die Thematik soll einer kritischen Beurteilung unterzogen werden: Werden die Schulen ihrem gesellschaftlichen Auftrag zurzeit gerecht und falls nicht: Woran scheitert es? mehr lesen / lire plus

Mobilität: Autosommer 2020

Luxemburgs wahrhaft provinzielle Lokalpolitik verschläft die Verkehrswende. Dabei wäre die Covid-19-Krise eine wunderbare Chance gewesen.

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Es hätte so schön sein können. Luxemburg hätte sich einreihen können in eine lange Liste von Städten und Regionen, die die Covid-19-Krise dafür nutzten, Mobilität neu zu denken. Brüssel, London, Berlin, Paris, New York, Bogotá und viele weitere Städte haben mit Pop-Up-Bikelanes zumindest eine temporäre Möglichkeit für den Radverkehr geschaffen, auch um den öffentlichen Transport zu entlasten. In Luxemburg-Stadt fuhren während des Lockdowns nachweisbar so viele Menschen wie noch nie zuvor mit dem Rad. Spezielle Maßnahmen, die dem Zweirad etwas mehr Platz gegeben hätten, wollte die Gemeinde – immerhin mitgeführt von der Autoversteher*innenpartei CSV – jedoch nicht realisieren. mehr lesen / lire plus

Klimaschutz und Naturschutz: it’s complicated!

Ein Drittel der CO2-Emissionen des Vereinigten Königreichs könnten von Naturräumen absorbiert werden, falls diese wiederhergestellt würden. Dies geht laut Guardian aus einem Bericht der NGO „Wildlife Trusts“ hervor, einem britischen Netz von Stiftungen, die sich dem Naturschutz widmen. Ob Feuchtgebiete, Grasland oder Wälder, die Biotope funktionieren als Kohlenstoffsenken, sind aber durch die Naturzerstörung und die Intensivierung der Landwirtschaft beschädigt. Eine Wiederherstellung würde auch dem Rückgang der Wildtierbestände entgegenwirken. Angesichts der doppelten ökologischen Krise durch Klimawandel und Massenaussterben ist die Möglichkeit, mit einem Maßnahmentyp auf beide einzuwirken, begrüßenswert. Dieses Klimaschutzpotenzial ist sicher nicht eins zu eins auf Luxemburg übertragbar, wo es wohl weniger außerordentliche Lebensräume gibt. mehr lesen / lire plus

Das Frühjahr 2020 war besorgniserregend warm und trocken

Der staatliche Wetterdienst AgriMeteo hat seinen Bericht über die letzten drei Monate veröffentlicht: Das Frühjahr 2020 war wärmer und trockener als üblich.

Dieses Frühjahr war nicht nur von der Covid-19-Pandemie geprägt, sondern auch von einer langanhaltender Trockenheit: Vom 22. März bis 27. April fiel in Luxemburg überhaupt kein Regen. Insgesamt waren die Monate März, April und Mai um 1,1 Grad Celsius wärmer als die Referenzperiode, also die Durchschnittswerte der Jahre 1981 bis 2010. Der Wetterdienst der Administration des services techniques de l’agriculture (Asta) schreibt in seinem Bericht ebenfalls, dass das Frühjahr „signifikant trockener“ gewesen sei als die Referenzperiode.

Die woxx berichtete bereits Anfang Mai über die langanhaltende Trockenheit und ihre Schäden für Land- und Forstwirtschaft. mehr lesen / lire plus

Votum Klima fordert Neuanfang und Systemwechsel

Die Plattform Votum Klima will eine Post-Covid-Welt mit besserem Klimaschutz und anderer Wirtschaftsweise.

Eigentlich sollte es gar nicht nötig sein, die Kernbotschaft noch einmal zu wiederholen: So weiterzumachen wie bisher ist nicht möglich. Die Plattform Votum Klima verkündete trotzdem am Freitagabend mittels Pressemitteilungen ihre Forderungen an die Regierung. In dem Dokument ist eigentlich nichts zu lesen, was nicht schon von vielen Teilen der Klima- und Umweltbewegung gefordert worden wäre: Nicht so weitermachen wie bisher, den „Green Deal“ der EU auf keinen Fall aufgeben, Ressourcen- und Energieverbrauch deutlich senken, den Klimaschutz gerecht gestalten und das Wirtschaftssystem umkrempeln.

Der Plattform gehören 23 Organisationen an, darunter mehrere große Bündnisse wie der Cercle de Coopération und die Conférence Générale de la Jeunesse du Luxembourg, aber auch die katholische Kirche – Votum Klima versammelt also große Teile der luxemburgischen Zivilgesellschaft. mehr lesen / lire plus

Dürre: Luxemburgischer Dustbowl

Die Trockenheit der letzten Wochen 
bringt große Probleme für Landwirtschaft und Wald. Ein Ausblick auf die künftige Normalität?

Langanhaltende Trockenheit schwächt nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch den Wald. Dadurch wird er anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. (Foto: piqsels)

Der letzte Monat war außergewöhnlich. Nicht nur, weil die Covid-19-Pandemie den Planeten fest im Griff hatte, sondern auch aus meteorologischen Gründen. Es war ungewöhnlich trocken. So trocken, dass die Landwirtschaft bereits um ihre Ernte zittert und mit Problemen in den Wäldern zu rechnen ist. Weltweit sind Warnungen vor nahenden Hungersnöten zu hören. Der Verdacht, dass die Trockenheit mit der Klimakrise in Verbindung steht, liegt nahe. mehr lesen / lire plus

Nutzpflanzen und CO2: Klimaschutz an der Wurzel

Um das Klima zu retten, könnten wir mehr Bäume pflanzen … auf Kosten der Landwirtschaft. Besser wäre, wenn Nutzpflanzen mehr Kohlenstoff fixieren würden.

Je tiefer die Wurzeln, desto mehr CO2 können sie binden.

Der globale CO2-Ausstoß muss drastisch verringert werden, um die voranschreitende Erderwärmung aufzuhalten. Da das aber bisher nicht klappt, braucht es zusätzliche Maßnahmen, um in die Atmosphäre gelassene Klimagase in großen Mengen dort wieder herauszuholen. Doch wie? Die Agrarforschung hat Antworten.

Bohrt tiefer!

Zumindest ein Teil der Lösung des selbstverursachten Klimaproblems liegt unter der Erde. Böden sind enorme Kohlenstoffspeicher, die mehr als dreimal so viel Kohlenstoff enthalten wie die Atmosphäre. mehr lesen / lire plus

État de la nation : Le climat, nouveau dada

Mauvais, le discours de Bettel ? Non, car le choix de le consacrer au climat était pertinent. Si, parce que, en dessous de la grandeur des formules, on devine la petitesse des politiques qui vont suivre.

Ne coulera point. Chantier de l’Olympic, sister-ship du Titanic. Quel avenir, quel modèle pour le Luxembourg ? (Photo: Robert John Welch, George Grantham Bain Collection, Library of Congress)

« Quand on a des visions, faut aller voir le médecin. » La fameuse boutade de Jacques Santer symbolise le manque d’éclat du CSV d’avant l’ère Juncker. L’ancien premier ministre par contre avait fait son miel des grandes visions. mehr lesen / lire plus

Folgen des Klimawandels: Kleine Sintfluten

Wenn die Erderwärmung das Klima trockener macht, wieso werden ihr dann auch die Rekordregenfälle angelastet? Wissenschaftliche Erklärungen im Vorfeld der Klimakonferenz, die Schlimmeres verhindern soll.

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Jascha Lehmann, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. (Foto: privat)

„Alarmstufe Orange“ wurde mehrfach im Spätfrühling und im Frühsommer dieses Jahres ausgerufen – der Wetterdienst Meteolux warnte damit vor heftigen Regenfällen im ganzen Land. Dennoch trafen die Überschwemmungen am 22. Juli die Einwohner der Gegend um die Weiße Ernz unvorbereitet und verursachten dramatische Schäden. Auch bei den Nachbarn herrschte um diese Zeit ungemütliches Wetter. Süddeutschland erlebte eine ganze Serie schwerer Gewitter. Diese sorgten für zahlreiche Sturzfluten innerhalb weniger Stunden. mehr lesen / lire plus

L’accord de Paris passé au crible : Confiance, défiance, espoir

Apprécier le véritable impact du résultat de la COP21 sera l’affaire des historiens. Mais dès maintenant, on décèle des faiblesses, aussi bien du côté de l’accord que de celui de ses critiques.

L’accord de Paris, un triomphe ? Action symbolique pour la fin des négociations, représentant la « ligne rouge » à ne pas franchir. (Photos : Raymond Klein)

L’accord de Paris, un triomphe ? Action symbolique pour la fin des négociations, représentant la « ligne rouge » à ne pas franchir. (Photos : Raymond Klein)

« Du fromage, on en reçoit d’ici une demi-heure, mais du cidre, il n’y en aura plus. » Dès vendredi, au Bourget, la logistique se montrait optimiste pour ce qui était de la conclusion d’un accord. J’ai opté pour une crêpe rien qu’avec des champignons et un coca. mehr lesen / lire plus

La société civile pour le climat : Qui a besoin de la COP21 ?

À Paris, la société civile mondiale s’affirme comme jamais auparavant. Mais face aux insuffisances des processus officiels, elle reste à la recherche d’une stratégie politique.

Au Centquatre, les militants ne doutent de rien. (Photo : Raymond Klein)

Au Centquatre, les militants ne doutent de rien. (Photo : Raymond Klein)

Où a lieu la conférence climatique ? À Paris, plus précisément au Bourget. On y a même construit une tour Eiffel d’une dizaine de mètres de haut. Mais ce n’est pas la vraie.

Tout comme la vraie conférence n’a pas lieu là-bas, mais un peu partout dans Paris – c’est du moins l’avis des militantes et militants de la société civile. La vraie COP21 se déroulait, par exemple, le week-end dernier, au Village mondial des alternatives à Montreuil : 30.000 personnes venues visiter des stands aux objectifs aussi divers que la vente de fromage ou la révolution mondiale. mehr lesen / lire plus