MUSEK?: Da-da-da

An enger Lëtzebuerger Musekslandschaft, déi sech ëmmer méi verrennt, tëscht Emo Screamo, Retro an Ego bekenne sech déi zwee Avantgardiste vu Plakeg oder Ugedoen couragéiert zum Dada.

Mam Kapp widdert d’Scheif: de Moogy Meyer an de René Lauer alias Plakeg oder Ugedoen.

„Du hues vergiess ze froen, wee vun eis de Plakegen ass a ween den Ugedoenen“, seet de René Lauer, eng Halschent vum Duo Plakeg oder Ugedoen um Enn vum Interview. Dat wéilten d’JournalistInnen nämlech ëmmer als éischt wëssen. „A mat der Zäit fällt eis guer keng domm Äntwert méi dorop an.“ Op hierem Internetsite www.plakeg.org proposéieren de René Lauer an de Moogy Meyer verschidden Interpretatioune vum Wuert – den déiwe Kär vun deem Konzept hunn se sech allerdéngs net getraut eraus ze schaffen. mehr lesen / lire plus

KINO: Entrückt

In „Der Untergang“ standen die Täter des Nazi-Regimes im Mittelpunkt – mit „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ widmet sich das deutsche Kino den WiderstandskämpferInnen.

Die Lage ist brenzlig: Sophie Scholl (Julia Jentsch) wird beim Verteilen von Flugblättern erwischt.

„Der Pianist“, „Taking Sides“, „Band Of Brothers“ – Filme über den Nationalsozialismus haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend von den großen epischen Erzählungen abgewandt und sich auf Augenhöhe mit einzelnen ProtagonistInnen begeben.

Auch das deutsche Kino hat diese Art des „story-telling“ vor einiger Zeit wieder entdeckt. Vorläufiger Höhepunkt: Der „Untergang“, bei dem sich der mikroskopische Blick jedoch viel mehr pornographisch als analytisch motiviert durchs Schlüsselloch des Führerbunkers bohrte, um dort, ganz nah bei Hitler und seinen Getreuen, die letzten Tage des tausendjährigen Reiches zu durchleben. mehr lesen / lire plus

F. GARY GRAY: Be cool

A l’Utopolis

On prend les mêmes et on recommence – la tentative de F. Gary Gray de donner une suite au très plaisant „Get Shorty“ est un échec. John Travolta a beau faire de son mieux (ce n’est pas beaucoup), „Be cool“ ne fonctionne pas. Même pas avec le soutien plus (Thurman) ou moins (De Vito ou Keitel) réussi d’autres stars. C’est long, les blagues sont lourdes et peu originales, les citations et les renvois à d’autres films sont inflationnaires. On rigole quand même de temps à autre. mehr lesen / lire plus

EXPOSITION PERMANENTE: L’art dans la rue

Nombreux/ses sont ceux et celles qui exigent que l’art cesse de se cantonner derrière les remparts des musées ou des galeries, dans lesquels les néophytes hésitent souvent à entrer par peur de voir leur manque de culture éclater au grand jour. L’exposition „Artstars“ a été la dernière manifestation en date à être critiquée pour son approche trop populiste. Et pourtant l’agence „51“ a voulu tenter
l’aventure: ici les oeuvres sont carrément jetées en pâture aux regards du premier venu qui passe devant l’espace d’exposition au 51, avenue de la Liberté à Luxembourg-Ville. La collection est permanente, même si elle est renouvelée quotidiennement. mehr lesen / lire plus

CENTRE DE SEJOUR PROVISOIRE: Provisorisch rausgeschmissen

Aktive Flüchltlingspolitik betreiben, heißt in Luxemburg vor allem eines: die Organisation der Ausweisungen optimieren. Nächster Schritt: ein Abschiebeknast.

Wenn jemand beschließt, seine Heimat zu verlassen und sein Glück woanders zu versuchen, mag er dies aus verschiedenen Gründen tun. Etwa, weil das Einkommen zu Hause gar nicht mehr oder nur noch unter der Existenzgrenze garantiert ist. Überlebensgefahr ist jedoch kein anerkannter Fluchtgrund – der so genannte Wirtschaftsflüchtling hat in der Europäischen Union keine Chance, Asyl zu bekommen. Dies und vieles mehr erfährt er oft erst, wenn er bereits Tausende Kilometer weit gereist ist und es kein Zurück mehr gibt.

Er stellt also im Ankunftsland einen aussichtslosen Asylantrag. mehr lesen / lire plus

CATTENOM: Gefährliche Liaison

Strom aus Cattenom, nein danke! So lautete jahrzehntelang das Credo der Luxemburger Energiepolitik. Der Boykott ist im liberalisierten Strommarkt kaum noch haltbar.

Strom aus Cattenom – todgefährlich! (Foto: Christian Mosar)

Die Firma Arcelor, früher Arbed, steht für den Industriestandort Luxemburg – verdienten doch in der Blütezeit der Stahlerzeugung Zehntausende von Menschen dort ihr Brot. Das Atomkraftwerk Cattenom ist eine tickende Zeitbombe vor den Toren des Großherzogtums – und bewirkte, dass schon vor der Tschernobyl-Katastrophe die meisten LuxemburgerInnen gegen Nuklearstrom waren. Wenn nun diese beiden Symbole durch eine Hochspannungsleitung verbunden werden sollen, muss das für Aufregung sorgen. Seit den Achtzigern, als die Atomzentrale gegen den Widerstand Luxemburgs errichtet worden war, herrschte ein politischer Konsens, aus Frankreich keinen Strom zu beziehen. mehr lesen / lire plus