Transition-Projekt Äerdschëff
: Einfach bauen


Faszinierend ist sie, die Idee eines Earthships, eines nachhaltig angelegten, autarken Gebäudes. Bei ihrer Umsetzung in Luxemburg werden Vernetzung und Partizipation beim Bauprozess im Vordergrund stehen.

Vorfreude auf das Earthship: das Architekturmodell. (Fotos: www.aerdscheff.cell.lu)

Bald werden hier Schulklassen die Pflanzungen besichtigen und NGOs Seminare veranstalten. Im geplanten Bistrotbereich im Wintergarten wird man Biowein trinken und den Fischen im Aquaponik-Aquarium zuschauen können. Eine Art neues alternatives Kulturzentrum soll nämlich in Redingen entstehen, gleich neben dem Atert-Lycée. Das ist aber nicht das Besondere an dem Projekt – und dass auf der anderen Seite ein Cactus-Supermarkt liegt, auch nicht.

Einzigartig ist die Bauweise des Gebäudes – wichtiger als seine künftige Verwendung. mehr lesen / lire plus

Erdschiff ahoi!

Brighton Earthship bei Stanmer Park, Brighton, East Sussex. (Foto: Flickr / Dominic Alves / CC-BY 2.0)

Brighton Earthship bei Stanmer Park, Brighton, East Sussex. (Foto: Flickr / Dominic Alves / CC-BY 2.0)

Für die Idee, mit der Natur zu bauen statt gegen sie, gibt es auch in Luxemburg ein Pilotprojekt. Das Centre for Ecological Learning Luxembourg (CELL) hat den Bau eines „Äerdschëffs“ initiiert. Erdschiffe („earthship“) sind Häuser, die aus Abfall, lokalen Materialien und Bauschutt errichtet werden und weder Strom- noch Wasseranschluss benötigen. Im Vordergrund steht weniger das Prinzip der Autarkie als vielmehr der Lernprozess der Rückbesinnung auf lokale und low-tech Ressourcen. Der Bauprozess selber ist als partizipatives Projekt gedacht.

Die Äerdschëff-Initiative wurde Ende Juli mit dem Etika-Preis ausgezeichnet. mehr lesen / lire plus