PASCAL WIROTH: Le temps des amours

Le temps des amours – Pascal Wiroth
Studio Nylon / Records Luxembourg

Mit Vogelgezwitscher beginnt die neue Le temps des amours von Pascal Wiroth. Der luxemburgische Gitarrist ist kein Unbekannter mehr – durch etliche Konzerte, bei denen er Stücke von Antonio Lauro, Augustin Barrios, Bach, Ferré, Brassens oder Hector Ayala sowie eigene Kompositionen interpretierte, hat er sich bereits einen Namen gemacht. Auf dem nun erschienenen Album hat Wiroth als Autor und Interpret vierzehn recht unterschiedliche Tracks zusammengestellt, die von schwermütigen, temperamentvollen, chansonartigen Stücken bis hin zu traditionellem Tanz- und Liedgut reichen. Hauptinstrument ist die akustische Gitarre, die vor instrumentellem Klangteppich oder zu den Gesangseinlagen gespielt wird. mehr lesen / lire plus

MONGWAI: Mr. Beast

Mogwai – Mr. Beast LP/CD, Pias/Rock Action, 15,55 €

Eine Prelude von über vier Minuten leisten sich die Könige des Brachial-Gitarrensounds von Mogwai auf ihrem neuen Album, um die HörerInnen auf die nachfolgenden vierzig Minuten vorzubereiten. Mr. Beast knüpft prinzipiell da an, wo das Quintett mit seinem letzten Studioalbum „Happy Songs For Happy People“ aufgehört hat. Mit dramatischer Wucht wird alles zertrümmert und zerschreddert, was der Gitarrenwalze in den Weg kommt. Dennoch bleibt auch Platz für ruhige Zwischentöne, Orgel- und Klavierharmonien, die versöhnlich-süß das Trommelfell streicheln, bevor mit Tracks wie „We’re No Here“ wieder alles kaputt gehauen wird. „Mogwai“ soll auf chinesisch angeblich so etwas wie „Geist“ oder „böse Seele“ bedeuten – und die wird hier auch einmal mehr entfesselt. mehr lesen / lire plus

Metal Hearts: Socialize

Metal Hearts – Socialize CD, 9,05 € www.suicidesqueeze.net

Was für eine Genre-Bezeichnung: Bedroom-Rock! Auch nach vielen Jahren fällt es schwer, die Retorten-Wörter zu akzeptieren, die sich manche KollegInnen zwecks Etikettierung musikalischer Stilrichtungen aus den Fingern saugen. Doch die Metal Hearts haben diesen Job gleich selbst übernommen, wohl um den Schaden möglichst gering zu halten. Tatsächlich ist Socialize ein Album, das sich nicht zuletzt für nachdenkliche Stunden im stillen Kämmerlein eignet. Bands wie Slint haben diese melancholisch-verregnete Stimmung beeinflusst, doch statt auf ein Schlagzeug wird auf einen Drumcomputer und einen cleanen Gitarrensound zurückgegriffen. Socialize ist bereits das zweite Album dier sympathischen Jungspunde aus Baltimore. mehr lesen / lire plus

WORLD: Alan Stivell

„Explore“, paru chez Keltia III, 14,50 €

Alan Cochevelou, de son vrai nom, débute dans la musique dès l’âge de 5 ans. C’est en 1967 qu’il choisit le nom d’Alan Stivell, qui signifie „source“ en breton. L’année 1972 sera l’année charnière. Son concert à l’Olympia déchaî ne le public présent dans la salle et les auditeurs qui l’écoutent en direct sur Europe 1. Son album live se vendra à 1,5 millions d’exemplaires. Les années 80 seront également synonymes de succès, ponctuées d’un Indie Award pour son CD „Harpes du Nouvel Age“ et une nomination aux Grammy Awards pour „Renaissance de la Harpe Celtique“. mehr lesen / lire plus

COUCHGRASS: King Camden Took a Brush and Drowned his Hair in Gasoline

„King Camden Took a Brush and Drowned his Hair in Gasoline“, CD-Buttek beim Palais und im Olliwood Skateshop, 12 €,

Dass die nationale „Mädchen-Combo“ Couchgrass um den Weltfrauentag ein neues Album rausbringt, könnte fast wie geplant wirken. Ist es aber nicht, und selbst wenn: Die Mädels und Jungs haben viel mehr zu bieten als emanzipatorische Schreikrämpfe. King Camden Took a Brush and Drowned his Hair in Gasoline ist ein vielschichtiges zweites Album geworden, auf dem man straighten Rock mit gelegentlichen Disco-Beats, Ausflügen in die Welt des Piano-Jazz und andere Eskapaden entdecken kann. Etliche Gastauftritte von befreundeten Solisten erweitern den musikalischen Horizont und sorgen für willkommene Abwechslung. mehr lesen / lire plus

CLAUDINE MUNO: Monsters

Claudine Muno and The Luna Boots. Monsters. 2006.
Op der Lay. www.thelunaboots.com

„… and I am not scared of all these monsters in your head / when they come out they look a lot like me“. In den Liedtexten von Claudine Muno geht es um die eigenen unberechenbaren Geister, Sehnsüchte, Ängste und Obsessionen. Sie singt über die Kälte und benutzt dafür das Synonym Alaska und singt über Pommerland, das abgebrannte Land der Sehnsucht. Claudine Muno hat eine Büchse der Pandora geöffnet und dies nicht nur stilistisch auf dem Cover der neuen CD Monsters. Claudine Muno bleibt sich treu und expandiert gleichzeitig: Während eine der ersten Aufnahmen „dancing bears“ (2002) noch eine Art solo unplugged Version mit Gesang und Guitare war, gründete sie 2004 anlässlich der Aufnahme der CD „Faith+ death+love“ die Luna Boots. mehr lesen / lire plus

POP: Neoangin

Nein, bei Neoangin handelt es sich nicht um Halsschmerztabletten, sondern um eine besondere Spielart des Elektropop, die von der kreativen Ein-Mann-Formation Jim Avignon lange Zeit nur über seine Website veröffentlicht wurde oder auf seinen Konzerten aus dem Koffer heraus zu erstehen war. Jim Avignon ist ein Globalplayer des Underground, immer unterwegs zwischen New York, Barcelona oder seinem Berlin-Stützpunkt – wobei er eher der Sehnsucht nach Abenteuer verpflichtet ist, als dem Wunsch nach Karriere. Seit 1997 hat er 5 CD`s unter dem Namen Neoangin veröffentlicht, für sein viertes Werk „A Friendly Dog in an Unfriendly World“ hat er sich ein eigenes Label mit Vertrieb gegönnt. mehr lesen / lire plus

FOLK: Dullemajik

CD und DVD sind jeweils für 20 € oder 21 € im Fachhandel erhältlich.

„Crèmeflütt, Merenkentaart, o wéi ass däi Möndchen zaart“, will man solche Komplimente vernehmen, sollte man sich die populären Liedertexte und Melodien von Dullemajik zulegen. Seit 1975 vertont das Musikensemble um Gründer Guy Schons Lieder und Tänze der vergangenen Jahrhunderte und dies vor allem in luxemburgischer Sprache. Eigentlich ist das Werk der Formation ein Phänomen und gleichzeitig ein Anachronismus zur heutigen Zeit. „Die Dullemajik bringt Volksmusik im Sinne des Wortes: nackte, kräftige Musik, die im Volk lebt“, so Michèle Thoma in einem CD-Begleittext über den Stil. Charakteristisch wird das Liedgut, indem anschauliche Anekdoten des ländlichen Lebens, Erotik von anno dazumal, sowie politische Kontexte als Spiegelbilder ihrer Zeit durch eine eigentümliche Instrumentierung vertont werden. mehr lesen / lire plus

SKA-PUNK: The Disliked

The Disliked, Fresh Trash, erschienen bei Ashcan Records. Im Fachhandel für 10€ erhältlich.

„The Disliked“, nennt sich eine neue luxemburgische Ska-Punk Combo, die soeben ihr erstes Album auf Ashcan Records veröffentlicht hat. Die „Fresh Trash“ betitelte Platte strotzt vielleicht nicht gerade vor originellem Songwriting, dafür ist sie aber erfreulich energiegeladen. Die insgesamt neun Titel schwimmen irgendwo zwischen klassischem Knüppelpunk und Ska-Passagen mit ruhigeren Einlagen. Aber auch rockigere Sounds fehlen nicht – ein paar Anleihen aus dem Heavy Metal stecken hie und da ihre hochgeföhnte Haarmähne heraus. Die raue Stimme des Sängers verleiht den Songs Authentizität. Das Ganze ist unterlegt mit einem subtilen Trompetenspiel, das der Musik der „Ungeliebten“ den letzten Schliff verpasst. mehr lesen / lire plus

Indie/Alternative: 31 KNOTS

31Knots – „Talk like Blood“, Own Records.

Vor knapp einem Jahr veröffentlichte das Luxemburger Label „Own Records“ als Vorbote zum im Oktober erschienenen neuen Albums Talk Like Blood ein EP-Kleinod The Curse of the Longest Day des Portland Trios „31 Knots“. Die Indie-Gruppe ist vielen spätestens nach der Tour mit „Q And Not U“ ein Begriff. Die neue Scheibe wird erneut von Own Records in Europa vertrieben. Zu hören sind eine Dutzend unkonventionelle Songs, die im Bereich des Art- und Indierock anzusiedeln sind. Hier verschmelzen Modest Mouse, alte Yes, Fugazi und Slint zu einem mitreißenden Stil-Cocktail. Eine wirklich außergewöhnliche und aufregende Band, die sicherlich sehr bald wieder durch europäische Städte touren wird. mehr lesen / lire plus

CHANSON: La Grande Sophie

La Grande Sophie La suite (AZ/Universal) 2005

Quatrième album risqué pour la Grande Sophie; après le succès du précédent. La suite tient-elle ses promesses? Oui, si on la prend pour ce qu’elle est: un album léger, proche des gens („les bonnes résolutions“), et résolument sympathique. Nettement plus rock and roll que le précédent, „La suite“ propose des arrangements plus banaux. La Grande Sophie se sauve par quelques textes drôles („psy, psychanaliste“), originaux („aujourd’hui on se marie“) et parfois tristes („Je ne changerai jamais“). A 36 ans, elle s’amuse des préoccupations de la génération célibattante: le psy, la première ride, le prince charmant. mehr lesen / lire plus

CLASSIQUE: Orchestre Philharmonique du Luxembourg

1 CD Timpani No 1C1090 (2005); 21 €

L’Orchestre Philharmonique du Luxembourg vient d’enregistrer en première mondiale ces oeuvres sous la direction d’Arturo Tamayo. Ce CD excelle par l’engagement exemplaire de tous les musiciens.Cadet du groupe des Six, Georges Auric (1899-1983), n’a jamais occupé le devant de la scène musicale comme Honegger, Poulenc ou Milhaud. Il se gaussait gentiment de ceux qui faisaient naî tre la musique à l’école de Vienne. Infatigable producteur pour la scène et l’écran, il a donné ses lettres de noblesse à la musique de film. Cocteau a évoqué cette plume: „qui déchire, troue et caresse le papier à musique“. mehr lesen / lire plus

MICHEL CLEES: Fremde Umarmungen

Michel Clees singt von verborgenen Gefühlen und Träumen. Eine faszinierende CD, doch die meisten Texte sind keine leichte Kost.

Lettres
Michel Clees & Ensemble
Editions Ultimo Mondo
Tel. 44 70 70
www.umo.lu

Diese CD kurz angespielt, und dann das Gefühl: Man muss sie zu Ende hören. „Herr Lehrer, ich umarme Sie, und möcht Sie fröstelnd nass zuküssen, damit Sie einmal nur die warme Zunge fühlen müssen, die sie so oft verboten haben“, rezitiert Michel Clees, mit näselnder Stimme und gerollten Rs, umrahmt von Gitarrenakkorden. Den Refrain singt er schneller, begleitet von Bratsche und Perkussion: „Ach Sie gelebtes Leben, ich hab Sie tief verehrt, …“ Befremdlich sind sie, die Texte von „Lettres“, der neu erschienenen CD des Escher Sängers und Autoren. mehr lesen / lire plus

CLAUDIA BOMBARDELLA: Remigration à l’italienne

Claudia Bombardella: Paesaggi Lontani, Radicimusic 109.

Sans lien familial avec l’ex-sportif luxembourgeois, Claudia Bombardella n’en est pas moins née de parents italiens à Luxembourg. Après l’Ecole européenne et le conservatoire, elle repart étudier en Toscane. Une fois terminées ses études, elle s’établit dans un domaine près de Florence pour faire de la musique „roots“ italienne et pour gérer son label de disques dénommé „Radicimusic“ (www.radicimusic.com). Un lien avec le Luxembourg subsiste: sa plaque d’immatriculation qu’elle vient renouveler chaque année. Sur son compact live Paesaggi Lontani elle déploie une voix agréable et une maî trise instrumentale parfaite. Chansons folk en habillage moderne, production parfaite et atmosphère décontractée font de ce disque un coup de c´ur durable. mehr lesen / lire plus

ROCK: Petites natures s’abstenir!

Une nuit, au détour d’un sombre croisement, le heavy metal des „Black Sabbath“ et le punk des „Stooges“ se sont rencontrés. La collision a donné Death from above 1979. Pour arriver à produire un volume sonore comparable, on s’attend à un groupe avec au moins trois guitaristes fortement électrisés. On n’est pourtant qu’en présence d’un duo, tout simplement … et canadien, soit dit en passant. Sebastien Grainger à la batterie et au chant et Jesse F. Keeler à la basse et au synthé ne font pas dans la dentelle. Un riff meurtrier chasse l’autre. La voix ne peut être que tiraillée pour pouvoir affronter le mur tonitruant que construisent les instruments. mehr lesen / lire plus