Lage der Nation: Der neue alte Weg

Aufregend war sie nicht, die Rede des Premiers. Doch die neuen Schwerpunkte und die aufschlussreichen Weglassungen kündigen eine politisch-taktische Wende an.

Staatsmännisch, modern, patriotisch. Xavier Bettel besichtigt das Militärmuseum
in Diekirch. (SIP / CHARLES CARATINI)

Wird Xavier Bettel uns jedes Jahr mit einem Luxemburg-ist-Tweet versorgen? „Luxemburg ist ein kleines Land mit einer großen Zukunft“, hatte es in der Rede zur Lage der Nation 2014 geheißen. Diesmal lautet der Leitsatz: „Luxemburg ist ein Land, wie kein anderes auf der Welt.“ Können solche, durchaus auf psychologische Wirkung abzielenden Aussagen im Zeitalter von Twitter und Facebook wirklich die rhetorische Kunst eines Jean-Claude Juncker vergessen machen? mehr lesen / lire plus

Référendum: Parlons-en !

À moins d’un mois et demi du référendum, les discussions autour des trois questions entrent dans une phase décisive. L’occasion de faire le point.

Il a enfin commencé, le grand débat autour du référendum du 7 juin. Plus un jour sans table ronde, prise de position ou communiqué de presse. Une des questions en particulier suscite des émotions : celle qui concerne le droit de vote des étrangers résidents. Si les partisans du oui, dont la majorité s’est regroupée dans la plate-forme « Migration et intégration » (Minté), ont beaucoup recours aux moyens les plus traditionnels du débat sociétal – conférences de presse, communiqués, prises de parole dans les médias -, les opposants à l’élargissement du droit de vote, regroupés autour d’un site internet, sont eux très actifs sur la Toile et les réseaux sociaux. mehr lesen / lire plus

WÄHLEN MIT 16: Einmal Vorreiter sein

Trotz strahlendem Sonnenschein, Champions-League und Osterferien war die Podiumsdiskussion der Jugendkonferenz (CGJL) am Mittwoch recht gut besucht.

Knapp zwei Monate vor dem Referendum sieht sich die CGJL in einer Klemme: Für die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre spricht sich nur etwa einer von drei Wahlberechtigten aus! Wie sich die betroffenen 16- und 17- Jährigen dazu positionieren, wurde bislang nicht erhoben worden. Als Indikator dienen die 18-24 Jährigen, die sich auch mehrheitlich gegen eine Herabsetzung aussprechen, wenn auch etwas knapper. Und: Junge männliche Erwachsene sind eher für das Wahlalter ab 16, junge Frauen mehrheitlich dagegen.

Das Argument, die Jugendlichen selbst seien gegen eine Herabsetzung des Wahlalters, kennt auch Eva Zeglovits. mehr lesen / lire plus

RÉFÉRENDUM: Pour trois fois rien

Contractuel ou consultatif ? Pour ou contre le droit de vote des étrangers ? Les contractions médiatiques autour du référendum et le niveau du débat actuel démontrent que cet exercice démocratique est définitivement mal parti.

Était-ce la faute au chauffage excessif de la petite salle ou aux contributions trop soporifiques des participants ? Toujours est-il que le débat sur le droit de vote des étrangers, mené en marge du Festival des migrations samedi dernier, a eu un effet plutôt anesthésiant sur l’audience où, après un quart d’heure d’échanges, au moins un tiers de la salle commençait déjà à piquer du nez. mehr lesen / lire plus

Nouveau forum : haro sur le référendum !

(lc) – La couverture du dernier numéro du magazine forum donne le ton : cette fois-ci, c’est au collectif « Richtung 22 » qu’a été confié le soin de fabriquer la « une ». Une organisation dont les positions sceptiques sur la façon dont le gouvernement envisage sa grande consultation consultative du peuple ne sont pas un secret. Dans l’intro au dossier, le journaliste du forum Laurent Schmit retrace l’histoire d’un référendum qui aurait dû engager un grand débat populaire, mais qui en fin de compte est devenu plutôt un alibi pour ne pas poser les questions qui fâchent – tout en critiquant le CSV dont les positions varient selon l’interlocuteur. mehr lesen / lire plus

EINWOHNERWAHLRECHT: Hürdenlauf

Die Debatte um das Referendum zeigt auch, wie wenig konsequent die Idee einer stärkeren Bürgerbeteiligung an wichtigen politischen Entscheidungen bislang umgesetzt wurde.

Es hätte eine Sternstunde des Luxemburger Parlamentarismus werden können: Für die Referendums-Debatte am Dienstag hatte das Chamber-Präsidium die Redezeit nach Modell 2 festgelegt und damit allen Gruppierungen davon etwas mehr als im Normalfall zugestanden. Das gab zwar den Rednern – Frauen kamen diesmal nicht zu Wort – die Gelegenheit, ihre bekannten Auffassungen etwas nuancenreicher darzulegen, doch nahmen nur die mandatierten Sprecher an der Debatte teil. Am Ende stand die Parteidisziplin dann doch über der Gewissensentscheidung der Einzelnen. Die – recht klassische – Frontlinie zwischen Rechts und Mitte-links blieb erhalten. mehr lesen / lire plus

CSV: Mutlos

Die CSV bleibt bei ihrem Nein zum Ausländerwahlrecht und verschafft damit dem anstehenden Referendum ungewollt eine zusätzlich Legitimation.

Das dreifache Nein der CSV zu den (übriggebliebenen) Referendums-Fragen kam zwar nicht unbedingt überraschend, doch hätten auch manche SympathisantInnen etwas mehr Mut von der – jetzt nicht mehr in der direkten politischen Verantwortung stehenden – „Volkspartei“ erwartet.

Dass am Montag 84 Prozent der Delegierten des CSV-Nationalrates sich einer Öffnung des allgemeinen Wahlrechtes für Nicht-Luxemburger – selbst einer an strenge Bedingungen geknüpften – versperrten, dürfte auch den Modernisierungsprozess, dem sich die Christlich-Sozialen unterziehen wollen, beeinträchtigen.

Von allen Seiten – also auch von der CSV – wird das Demokratie-Defizit, das sich durch die beständige Zuwanderung nicht-wahlberechtigter AusländerInnen zunehmend verschärft, anerkannt. mehr lesen / lire plus

RÉFÉRENDUM: Démocratie diluée

Débats court-circuités, questionnaires affaiblis… il ne reste plus grand-chose du renouveau démocratique, excepté un gouvernement qui a peur de ses propres promesses.

(©flickr_suxsieq)

D’abord, ce fut une histoire de formulation des questions du référendum. Pourtant, celui-ci constitue une des promesses électorales que le gouvernement de coalition s’apprête à honorer – probablement pas à cause de son courage extraordinaire, mais seulement parce qu’il perdrait la crédibilité qui lui reste s’il se reniait sur ce point. Puis, derrière toutes les tergiversations sur les mots à utiliser, on a vu ce qu’il en était vraiment : la volonté de diluer le potentiel de ces questions. mehr lesen / lire plus

VERFASSUNGSREFERENDUM: Diese Suppe ess‘ ich nicht!

Die CSV ist gegen das für Juni 2015 vorgesehene konsultative Referendum zur Verfassungsreform, das in ihren Augen als Druckmittel missbraucht wird um die verfassungsmäßige Mehrheit im Parlament auszuhebeln.

Hier geht es zur Wahl: Mehrsprachige Hinweisschilder zum nächsten Wahllokal. So etwas wird es mit der CSV in näherer Zukunft sicherlich nicht geben.

„Persönlich würde ich mich für die Wahlen von 2019 einer teilweisen Öffnung des Wahlrechts zugunsten der Nicht-Luxemburger, unter klar definierten Voraussetzungen, nicht versperren. Nach meinem Gefühl müsste sich eine solche Beteiligung aber auf das aktive Wahlrecht beschränken.(…) Eine solche Reform des Wahlrechts würde allerdings eine Änderung der Verfassung voraussetzen und könnte somit auch einem Referendum unterworfen werden.“

Diese Aussagen stammen weder von einem der aktuellen Regierungsmitglieder noch von den Fraktions- oder Parteivorsitzenden der blau-rot-grünen Koalition. mehr lesen / lire plus

L’Asti n’est pas contre le référendum

(da) – Suite à notre éditorial de la semaine passée sur la question du droit de vote pour étrangers, dans lequel nous avions insinué sa position négative par rapport à un référendum, l’Association de soutien aux travailleurs immigrés (Asti) tient à préciser qu’elle n’a, à aucun moment, pris position contre un tel plébiscite : « L’Asti prend acte de la volonté gouvernementale d’organiser une consultation populaire. Nous insistons pour que la formulation précise des questions du référendum soient connues au plus vite, afin de permettre un débat contradictoire et constructif au sein de la société civile. Dans ce cadre, il nous paraît primordial que le gouvernement et les partis de la coalition s’engagent dès maintenant activement avec des positions claires pour le droit de vote actif national pour non Luxembourgeois.  mehr lesen / lire plus

AUSLÄNDERWAHLRECHT: Stellung beziehen!

Angst und Zurückhaltung bestimmen bisher die Debatte um das Ausländerwahlrecht. Dabei wären klare Positionen wünschenswert.

Einen „Eiertanz“ habe die Conféderation génerale de la fonction publique (CGFP) aufgeführt, als bei ihrer Pressekonferenz die Frage des Ausländerwahlrechts zur Sprache kam, schrieb das Tageblatt am Dienstag. Man sei „nicht radikal dagegen“, habe Generalsekretär Romain Wolff verlauten lassen, und Ausländer könnten ja die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft nutzen, um zu wählen. Außerdem müsse das Wahlrecht für Ausländer zuerst auf europäischer Ebene eingeführt werden, wie bei den Europa- und Gemeindewahlen. Sollte es bei einem Referendum zu dieser Frage zu einem mehrheitlichen Ja kommen, so würde man sich dem nicht widersetzen. mehr lesen / lire plus