KANZLER-DEMONTAGE: Ich-AG in der Krise

Was Rot-Grün in Deutschland fehlt, ist vor allem ein Konzept. Doch weder ein Lügenausschuss noch eine „konservative Revolution“ kann den Deutschen auch nur einen Hoffnungsschimmer auf bessere Zeiten verheißen.

Wenig Hoffnung auf besinnliche Weihnachtstage dürfte dieser Tage der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hegen. Sollte tatsächlich der von der CDU geforderte Lügenausschuss noch dieses Jahr seine Arbeit aufnehmen, könnte es in der Winterpause zu wachrüttelnden Pressemitteilungen kommen.

Ein solcher Untersuchungsausschuss ist nicht nur ein Novum in der Geschichte des Bundestages. Die Idee zu dessen Einführung ist an Absurdität kaum zu übertreffen. Möglicherweise wird die SPD in den nächsten Wochen den glorreichen Einfall haben, eine ähnliche Instanz rückwirkend für die 16 Jahre lang amtierende Kohl-Regierung auf die Beine zu stellen. mehr lesen / lire plus

SCHULE: Mehr Geld für die Reichen

Die Privatschulen in Luxemburg sollen künftig mehr Geld vom Staat erhalten. Lehrergewerkschaften und Opposition laufen Sturm: Die Chancengleichheit und die Qualität der öffentlichen Schule seien in Gefahr.

Es sind illustre Namen, die den „Appel fir d’öffentlech Schoul“ bislang unterzeichnet haben: JournalistInnen, Anwälte, KünstlerInnen, SportlerInnen, GewerkschafterInnen des SEW, OGBL und der FGIL, Abgeordnete der Grünen und – nicht zuletzt – der LSAP, die den Stein überhaupt erst ins Rollen gebracht hat. Hintergrund des öffentlichen Protestes: der von Unterrichtsministerin Anne Brasseur vorgelegte Gesetzesentwurf Nr. 5029 zur Finanzierung der Privatschulen. „Ein gefährliches Gesetz“ sei das, warnte Ed Kirsch vom Lehrerverband FGIL auf einer Pressekonferenz am vergangenen Dienstag, „das unbedingt verhindert werden muss“. mehr lesen / lire plus

VERBRECHEN DER WEHRMACHT: Der totale Krieg

Die Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“, die zur Zeit in Esch zu besichtigen ist, beleuchtet die Frage ob die nationalsozialistische Wehrmacht eine „kriminelle Vereinigung“ war.

Als das „tausendjährige Reich“ nach zwölf zu langen Jahren am Boden, Deutschland in Scherben und Europa in Schutt und Asche lagen, installierten die Siegermächte des zweiten Weltkriegs in Nürnberg einen Strafgerichtshof. Auf der Anklagebank saß
die politische Elite der Nazis, sofern sie sich der Gerichtsbarkeit nicht durch Selbstmord entzogen hatte, führende Vertreter der Reichswirtschaft und die wichtigsten Angehörigen der Wehrmacht. Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel als Chef des
Oberkommandos der Wehrmacht etwa, der zusammen mit Generaloberst Alfred Jodl des „Wehrmachtführungsstabes“ schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt wurde, da man ihnen die „Ausarbeitung oder Ausführung eines gemeinsamen Plans“ mit dem Ziel, Verbrechen
zu begehen, vorwarf. mehr lesen / lire plus

Michel Munz et Gérard Bitton: Ah! Si j’étais riche

L’argent fait-il le bonheur? Dans „Ah! Si j’étais riche“, il y contribue du moins de manière habile et souvent comique.

Darrousin décroche la timbale

Qui n’a jamais prononcé, ne fusse qu’une seule fois, la phrase: „Ah! Si j’étais riche …“ Eh bien, pour Aldo, c’est chose faite. Il empoche le gros lot de dix millions d’euros au Lotto et son problème est réglé. Mais quel problème? Celui d’être
un minable représentant en produit capillaire et un homme malheureux en amour. D’ailleurs, ce n’est pas compliqué, sa femme lui a demandé le divorce. Marié sous la communauté des biens, il est tenu de partager ses gains avec sa femme sauf … s’il ne dit
rien. mehr lesen / lire plus

Klangwelten,Vergès sociocul, Dynamique sociale, Frauenzeitschrift, Steinkauz De Crem?

Klangwelten

Schon zum dritten Mal gastiert Oppermanns opulentes Mini-Festival der Kulturen der Welt in Düdelingen. Dies soll ein unvergessliches Erlebnis in der unermesslichen Welt der Klänge und auch ein überwältigendes visuelles Spektakel sein. Rüdiger Oppermann
ist ein Meister der keltischen Harfe, der begabte MusikerInnen aus aller Welt aufspürt und deren Klangwelten in sein eigenes Ensemble integriert. Seine Instrumente stammen teilweise aus der eigenen Werkstatt.

„African Heartbeat“ ist eine Gruppe von sieben Musikern aus Zentralafrika, die „archaisch-wuchtige Urklänge“ dank eines 4-Meter-Xylophons und einer Einton-Holztrompete erzeugt.

Diana Rosa ist ein Stimmwunder aus San Fransisco, die in die Fußstapfen von Meredith Monk und Laurie Anderson treten will. mehr lesen / lire plus

Zeitgenössisches: To be or not to be

(ik) – Unter dieser Shakespeare’schen Lebensfrage präsentieren 29 zeitgenössische europäische KünstlerInnen in der Galerie Clairefontaine ausgewählte Werke. Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen, sowohl was Stilrichtungen betrifft wie
mögliche Varianten des Themas: Abstrakte Gitterbilder in grün – grau – blau, wie die von Susanne Schmögner und Günther Förg, erinnern an ein gefangenes Ich.

Roland Schauls, der einigen schon bekannt sein dürfte durch seine „Porträt-Society“, hat für diese Ausstellung Porträts von Samuel Palmer, Auguste Rodin und Arnold Böcklin zur Verfügung gestellt: Als Ikonen werden die alten Helden
ironisch verehrt.

Der luxemburgische Maler Jean-Marie Biwer hat zwei knallige Exponate, „Ecce Homer“, beigetragen, schemenhafte, ausdruckslose Gesichter in grau-weiß auf neongrün und blutig rot auf rosa, die sich geradezu in die Netzhaut brennen. mehr lesen / lire plus

Gerechter Krieg: Luxemburg ein kleines feiges Land „full of crap“

Gerechter Krieg

(RK) – „My name is Joseph Papparelli and I want to go to war against Luxembourg.“ So steht es zu lesen unter www.wonderfulpie.com/war. Papparelli sei eine unabhängige Nation und Luxemburg ein kleines feiges Land „full of crap“ – voller Scheiße – irgendwo in Europa, das ekelerregende Menschenrechtsverletzungen begehe und sich weigere, Papparelli offiziell anzuerkennen. Die Site enthält Informationen über die Hintergründe des diplomatischen Streits, unter anderem Briefe an Luxemburgs Premier, an die Nato und an die EU. Unter „Top secret invasion plan“ wird die Strategie vorgestellt: Luxemburg zu einem Paria-Staat machen, dann via Ulflingen und Mertert einrücken und die Hauptstadt besetzen. mehr lesen / lire plus

REAKTION AUF CLESSE-KOMMENTAR: Parteinahme ohne Antisemitismus

Vergangene Woche hatte René Clesse in einem Kommentar den Boykott-Aufruf gegen israelische Agrarprodukte scharf kritisiert. Claude Grégoire antwortet auf den indirekt geäußerten Vorwurf des Antisemitismus.

Aus der Entfernung ist es immer schwierig, sich ein genaues Bild von einem blutigen Konflikt zu machen, womöglich ist es noch schwieriger, wenn man zu nahe ist. Trotz Propagandakrieg, mit ungleichen Mitteln, gibt es Medien und Journalisten, die versuchen, mutige und ehrliche Arbeit zu leisten und Fakten zu vermitteln.
Fest steht, dass es viele Tote unter der israelischen Bevölkerung gibt, meist Opfer der Selbstmordattentate, und dass die Menschen Angst und ein großes Sicherheitsbedürfnis haben. Auf palästinensischer Seite gibt es noch mehr Opfer, man braucht nur einen Blick auf die Statistiken von getöteten Kindern zu werfen. mehr lesen / lire plus