Im Stream: Succession

„Succession“ zeichnete sich bisher durch einen ungewöhnlichen Filmstil und spannende Figurendynamiken aus. Die ersten Folgen der neuen Staffel lassen Zweifel aufkommen, ob die Serie ihr beachtliches Niveau halten kann.

Ein idealer Zuschauerstandpunkt wie auf diesem Bild ist in „Succession“ eher die Ausnahme. (Copyright: HBO)

Eine Familie ringt um Macht. Genau genommen streitet Oberhaupt Logan Roy (Brian Cox) mit seinen Nachkommen um die Leitung des familienbetriebenen Medienimperiums Waystar-Royco. Doch auch ein anderer Kampf prägt das Leben der Roys: jener um die Gunst von Vater Logan.

„In ‚Succession’ geht es nicht nur um Generationenkonflikte und Machtkämpfe, sondern in erster Linie um menschliche Abgründe“, schrieben wir über die ersten beiden Staffeln dieser von Jesse Armstrong geschaffenen schwarzen Komödie. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Dorogie tovarishchi !

Dans son dernier film, Andreï Kontchalovski s’empare d’un épisode sanglant de répression en Union soviétique poststalinienne pour en tirer un drame psychologique brillant, dans un noir et blanc éclatant.

Le monde communiste bien organisé de Liouda s’écroule à la faveur d’un événement traumatique. (Photo : Potemkine Films)

Prix spécial du jury à la Mostra de Venise en 2020, « Chers camarades ! » raconte le massacre de Novotcherkassk, en 1962 : cette révolte dans une usine de locomotives, réprimée dans le sang, a été dissimulée pendant plusieurs décennies. Et à 84 ans, après une longue carrière protéiforme – il a tout de même tourné la superproduction d’action « Tango &  Cash » avec Sylvester Stallone, lors de sa période d’exil aux États-Unis !  mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: November 2021

Voluminöse Sámi-Musik

Die Musik der Sámi Nordeuropas hat einen ganz speziellen Charakter, der vor allem auf dem Gesangsstil des Joik beruht. Dessen Unterart, der südsamische Joik, wird nur noch von wenigen gepflegt. Diesen zu erhalten, hat sich Marja Mortensson zur Aufgabe gemacht. Die junge Musikerin, die nicht weit von Oslo entfernt beheimatet ist, hat innerhalb von nur fünf Jahren jetzt bereits ihr fünftes Album herausgebracht. Wie viele andere Musiker*innen ihres Volkes ist sie für musikalische Experimente offen. Seit einiger Zeit lässt sie sich von Daniel Herskedal auf der Tuba und der Bass-Trompete begleiten und hat auch schon mit einem Streichquartett aufgenommen. mehr lesen / lire plus

Games-Empfehlung: Neo Cab

Wie ist es, sich als eine der letzten menschlichen Taxifahrerinnen im Großstadtdschungel durchzuschlagen? Die Visual Novel „Neo Cab“ bietet einen Einblick in dieses Leben und ist dabei erstaunlich politisch.

Lina schlägt sich als Taxifahrerin durch. Bei jedem Gespräch stellt sich die Frage, ob sie ihre Meinung sagt und damit das Risiko einer schlechten Bewertung durch die Passagier*innen eingeht. (Grafik: Chance Agency)

Lina hat eigentlich genügend Gründe, optimistisch zu sein: Sie ist gerade dabei, aus dem Kaff Cactus Flats in die „automated city“ Los Ojos umzuziehen. Ihre beste Freundin Savy hat sich nach langer Funkstille wieder gemeldet: Die beiden wollen zusammenziehen. Doch nach einem kurzen ersten Treffen verschwindet Savy völlig von der Bildfläche. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Les Olympiades

Elles et il couchent, tâtonnent, se séparent, recommencent : Jacques Audiard filme la valse-hésitation sentimentale des jeunes adultes d’aujourd’hui dans le quartier parisien cinégénique des Olympiades. Cette bluette en noir et blanc sur fond de musique electro plaira surtout aux cinéphiles de la génération des personnages.

L’évaluation du woxx : X
Tous les horaires sur le site. mehr lesen / lire plus

Luxemburg: Malochen für die Miete

Wer in Luxemburg den gesetzlichen Mindestlohn verdient, drückt im Schnitt mehr als die Hälfte davon für die Miete ab. Heute Morgen vom Europäischen Gewerkschaftsbund veröffentlichte Zahlen zeigen, auf welcher Verzerrung die viel gelobte „Errungenschaft des luxemburgischen Sozialmodells“ (Xavier Bettel) basiert.

Braucht viel Geduld, wenn er seinen Entwurf für einen europäischen Mindestlohn umgesetzt sehen will: Nicolas Schmit, EU-Kommissar für Arbeit und soziale Rechte. (Foto: Paulius Peleckis / EU, 2021/ EC – Audiovisual Service)

Wer einen Lohn hat, der dem „sozialen Mindestlohn“ entspricht, reicht hierzulande mehr als die Hälfte davon gleich an den Vermieter weiter. In Luxemburg geht mit 51 Prozent der dritthöchste Anteil am gesetzlichen Mindestlohn innerhalb der gesamten EU für die Miete drauf – nur wer in Spanien (54 Prozent) und Bulgarien (53 Prozent) lebt, muss anteilig mehr fürs Mietwohnen investieren. mehr lesen / lire plus

Russische Söldner: Zurück in Afrika

Die russische „Gruppe Wagner“ ist eine der aktivsten internationalen Söldnertruppen. In der Zentralafrikanischen Republik und in Libyen soll sie Menschenrechtsverletzungen begangen haben.

Russland statt Frankreich: Demonstration gegen die französische Militärpräsenz in Mali anlässlich des 60. Jahrestags der Unabhängigkeit des einstmals unter französischer Kolonialherrschaft stehenden westafrikanischen Landes, am 22. September 2020 in Bamako. (Foto: EPA-EFE/H. Diakite)

Aktivurlaub unter sonnigem Himmel, fremde Länder und Sehenswürdigkeiten, Freunde finden und dabei noch Geld verdienen: Die russische „Gruppe Wagner“ wirbt auf ihrer Website mit dem verlockenden Slogan „Work and Travel“. Der Werbeclip endet ernüchternd: „Beunruhigend ist nur, dass man getötet werden kann. Aber wenn du getötet wirst, erfährst du es ja gar nicht. mehr lesen / lire plus

Roman über Belarus: Land im Tiefschlaf

Sasha Filipenkos in diesem Jahr auf Deutsch erschienener Roman „Der ehemalige Sohn” um einen belarussischen Jugendlichen, der zehn Jahre im Koma liegt und in einem unveränderten Land aufwacht, ist berührend und voll schwarzen Humors.

Das Buch beginnt wie ein klassischer Coming-of-Age-Roman: Der 17-jährige Franzisk, Spitzname Zisk, bedient sich einer List, um statt Cello zu üben, lieber mit den Freunden im Hof Fußball zu spielen. Doch seine Großmutter, bei der er aufwächst, lässt sich nicht übers Ohr hauen, sie hat den Schwindel längst durchschaut.

Und bald erkennen auch die Leser*innen, dass es in dem Roman „Der ehemalige Sohn” des belarussischen Schriftstellers Sasha Filipenko nicht in erster Linie um die Wachstumsschmerzen eines Teenagers geht, sondern vor allem darum, wie ein Land versucht, sich aus der Umklammerung eines unbenannten Diktators zu befreien. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #166 – Agenda-Revolutioun bei der woxx

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

An der woxx gouf et dës Woch eng gréisser Plënneraktioun – an zwar tëscht de Zeitungssäiten: elo fannen eis Print- a PDF-Lieser*innen eis Kalennersäiten an der Heftmëtt a net méi an engem separaten Agenda. Zu dësem Wiessel huet sech d‘ Ekipp vu der woxx e neit Konzept fir d’Kalennersäite mä och fir kulturell Bäiträg a fir hir Récksäit iwwerluecht. D’Tessie Jakobs a d’Isabel Spigarelli ginn de Hannergrënn vu dësen Ännerungen op der Gronn a erklären, wat nei ass.

De Podcast abonnéieren: mat Apple Podcasts (iTunes) / op Spotify / mat Android / per RSS. mehr lesen / lire plus

E Sonndeg, 7. November: RTL-Presseclub mat der woxx

Wäert d’Plagiatsaffär vum Xavier Bettel politesch Konsequenzen fir hien hunn oder wäert et der DP geléngen d’Affär bis d’Wahlen 2023 ze begruewen? Wéi schléit sech dee Kredibilitéitsverloscht op d’Covid-Krisegestioun néier? An op d’Debatt ëm d’Verfassungsreform ? Dat sinn d’Themen am Presseclub vun RTL de Sonndeg 7. November.

Invitéiert sinn d’Dani Schumacher vum Lëtzebuerger Wort, de Christoph Bumb vu Reporter.lu an de Richard Graf vun der woxx .

RDV fir de Presseclub um Sonndeg wéi gewinnt tëscht 11 an 12 live um Radio oder an Toun a Bild op rtl.lu. mehr lesen / lire plus

Referendumsdebatte: Luft holen, und durch

Referenden sind die Stresstests der parlamentarischen Demokratie. Schlecht vorbereitet können sie zwar ins Auge gehen, doch gänzlich darauf verzichten sollte man nicht.

Wer dieser Tage das Verfassungs- referendum mit Politiker*innen des politischen Mainstreams diskutiert, hört vielfach vom Frust, die sehr aufwändige und nicht immer sehr prickelnde Kärrnerarbeit des Parlaments würde nicht gewürdigt. Sie sei mit dem Aufruf zu einem Verfassungsreferendum sogar in Frage gestellt.

Bei der Vorstellung der Reform der Verfassung am 1. Oktober schienen sich die vier großen Parteien in Sachen Referendum noch einig: Die Stückelung des Reformvorhabens in vier Einzelgesetze und die „intensive“ Einbeziehung der Zivilgesellschaft während der Vorbereitung machten ein Referendum überflüssig. mehr lesen / lire plus

Arbeitsbedingungen auf Filmsets: Noch Job oder schon Ausbeutung?

Unter Luxemburger Filmtechniker*innen regt sich Protest an ihren Arbeitsbedingungen. Was sind die Vorwürfe? Und was sagen Produzent*innen und Filmfund dazu?

Foto: Creative Commons Zero – CC0

„En tant que régisseur, on se retrouve à travailler parfois 15/16h par jour en étant payé 100€ puisque on ne reçoit pas d’heures supplémentaires.“,„War Stagiaire an hu misse 17 Stonnen an engem Daag schaffen a gouf mol net bezuelt“, „Working with exhausted runners on set everyday. They get 4 hours of rest between shifts all week long.“

Aussagen wie diese sind seit Kurzem auf dem Instagram-Account btrs_luxembourg zu lesen. Filmtechniker*innen können hier anonym von ihren negativen Arbeitserfahrungen berichten. mehr lesen / lire plus

Leaders à la COP26 : Le grand blablabla

Le début de la conférence climatique à Glasgow peut donner l’impression que le monde progresse dans la lutte contre le réchauffement climatique. En regardant de plus près, il n’en est rien.

Discours d’ouverture : « Toutes ces promesses ne seront que du blablabla, et la colère et l’impatience du monde seront incontrôlables. » Boris Johnson serait-il vraiment l’alter ego de Greta Thunberg ? (British Prime Minister’s Office; OGL v.3)

Si la COP26 était un train… elle serait une rame des CFL. Fiabilité tout d’abord : le 31 octobre au matin, alors que la délégation officielle luxembourgeoise devait s’embarquer pour rejoindre Glasgow, les activistes de United for Climate Justice (U4CJ) l’ont attendue en vain sur un quai de la gare centrale pour lui remettre un vade-mecum climatique. mehr lesen / lire plus

EU-Chemikalienverordnung: Farbverbot unter der Haut

Durch die EU-Chemikalienverordnung werden bald Pigmente in beliebten Tätowierfarben verboten. Die Szene ist in Aufruhr, obwohl an Alternativen gearbeitet wird.

Tätowierer*innen fürchten, dass sie wegen der EU-Chemikalienverordnung Reach bald keine farbigen Tattoos mehr anbieten werden können. An Alternativen wird gearbeitet. (Foto: Marcelo Bragion/Pixabay)

„Ab Januar wird es nur noch Schwarz-Weiß-Tattoos geben!“ Solche und ähnliche Meldungen sind aktuell viel auf sozialen Netzwerken, allen voran Instagram zu lesen. Auf den Accounts, mittels derer Tätowierer*innen sonst ihre neusten Werke präsentieren und Motive vorstellen, die sie gerne stechen würden, ist viel Kritik an der EU-Chemikalienverordnung Reach zu lesen. Ab dem 4. Januar 2022 werden durch diese verschiedene Pigmente verboten, die in Tätowierfarben benutzt werden. mehr lesen / lire plus

Umgedreht: Schluss mit Kopfstand

Die woxx wendet das Blatt: Ab sofort muss niemand mehr kopfstehen, um unsere Kulturbeiträge zu entdecken, die in neuem Gewand daherkommen.

Copyright: CC BY Stefanie Eisenschenk ND 2.0

„Die woxx, geborene GréngeSpoun, mag den Wechsel“, hieß es im September 2007 anlässlich der Neugestaltung der woxx. Daran hat sich in den letzten vierzehn Jahren nichts geändert: Die woxx erfindet sich immer noch gerne neu – und verabschiedet sich jetzt vom damals eingeführten Wende-Prinzip. Darüber hinaus schafft sie mehr Raum für Rezensionen kultureller Produktionen, mischt ihre Kalenderseiten auf und verwandelt die Rückseite in eine Spielwiese für kreative Köpfe.

Eine Frage, die sich 2007 wie heute aufdrängt: „Warum und wozu schrecken wir unsere Leserschaft mal wieder mit Neuerungen auf?“ mehr lesen / lire plus

Forum 422: Mode

Diesen Monat dreht sich beim Magazin Forum alles um das Thema Mode. Welche Kleidung wir wann und wie tragen, ist nicht egal – der Spruch „Kleider machen Leute“ kommt nicht von ungefähr. Der vielschichtige Stoff wird von vielen Seiten abgewickelt: Von der Kritik an den Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion über ein Interview mit Influencer Yannick Schuhmacher bis hin zum Erfahrungsbericht der Luxemburger Meisterschneiderin Anne Bauler. Auch woxx-Journalistin Isabel Spigarelli ist mit einem Beitrag vertreten: Sie hat sich angeschaut, wie Haustiere zu Modeaccessoires degradiert werden und wie Modefirmen versuchen, ihnen teure Wintermäntel zu verkaufen. Wer die Geschichte der „Feelser blo Boxen“ noch nicht kannte, wird in dem Beitrag über die Textilproduktion in Fels einiges dazulernen. mehr lesen / lire plus

Médias : OpenLux à l’honneur

« Meilleure enquête collaborative avec plus d’un million de lectures uniques », c’est la catégorie dans laquelle le projet de journalisme d’investigation OpenLux a remporté un « EPPY Award ». Ces prix sont annuellement décernés dans le domaine du journalisme en ligne, divisés en une cinquantaine de catégories aussi diverses que « Best news/political blog », « Best ethnic news website » ou « Best sports video ». Les « EPPY Awards » sont organisés par « Editor & Publisher », magazine spécialisé consacré à l’industrie médiatique. Le projet OpenLux a été choisi car « bien conçu et élégant, avec un angle de vue intéressant ». mehr lesen / lire plus

„Ouni“ in der Bredouille

Für die Menschen, die hinter der Kooperative „Ouni“ stecken, muss 2019 ewig weit weg wirken. Damals verkündete der einzige Unverpackt-Laden Luxemburgs nämlich nicht nur stolz sein tausendstes Mitglied: Auch die Öffnung eines zweiten Ladens in Düdelingen stand kurz bevor. Die woxx berichtete (woxx.eu/ouni). Doch dann kam die Pandemie und sowohl die Filiale in der hauptstädtischen rue Glaesener als auch die erst seit drei Tagen geöffnete in Düdelingen mussten vorübergehend schließen. Der Grund: Wegen des Unverpackt-Konzepts konnten die Läden nicht die erforderliche sanitäre Sicherheit garantieren, wie etwa andere Lebensmittelgeschäfte. Die Läden beschränkten sich in diesen Wochen auf Take-out und Lieferservice. mehr lesen / lire plus

Musique classique : Vianden, terre de musique

Ce week-end aura lieu la deuxième édition des MusicDays de Vianden, un festival où l’on pourra retrouver l’ensemble Kammerata Luxembourg ainsi que deux autres formations venues de Belgique et de Suisse. Petit passage en revue de ce qui attend les mélomanes.

Kammerata Luxembourg sera au cœur des MusicDays de Vianden, « prêtant » quelques membres aux ensembles invités. (Photo : Bohumil Kostohryz)

C’est sur l’impulsion des Amis du château de Vianden et avec le soutien de nombreux partenaires qu’aura lieu à partir de ce vendredi un sympathique festival classique. L’ensemble Kammerata Luxembourg, dont le woxx a recensé en début d’année le dernier CD, y jouera un rôle prééminent dès la soirée d’ouverture ce vendredi à 19h30. mehr lesen / lire plus

Peinture : Me, myself and…

L’Institut Camões poursuit sa programmation automnale en invitant Nicoleta Sandulescu, qui vient présenter « Dans la maison du corps » : des « selfies » dessinés de l’artiste et de son « moi », lequel se démultiplie à travers les différents espaces d’une maison.

Nicoleta Sandulescu se met en scène et se réinvente dans une ribambelle de vignettes dessinées. (Photo : Nuno Lucas da Costa)

L’approche artistique de Nicoleta Sandulescu n’est aucunement narcissique, mais plutôt empreinte de sincérité dans une quête quasi ludique du « moi », frôlant par moments le sinistre. Ce qui n’est pas sans rappeler certains travaux de la peintre portugaise Paula Rego. mehr lesen / lire plus