Konflikt ums Baskenland: Chronologie des Stillstands

Fernando Aramburu hat mit „Patria“ einen Roman über die Folgen des Kampfes der baskischen Unabhängigkeitsbewegung Eta geschrieben. Er zeigt eindrucksvoll, wie der Terror der Separatisten die Gesellschaft im Norden Spaniens spaltete.

Die Angst herrscht in dem Dorf ohne Namen. Bis zum endgültigen Waffenstillstand ist es noch lange hin. Der Kampf der „Euskadi Ta Askatasuna“ (Eta), was für „Baskenland und Freiheit“ steht, ist für die einen ein Befreiungskampf, für die anderen der bloße Terror. Jahrzehntelang hat er die Politik und die Schlagzeilen der Zeitungen Spaniens genau wie die dortigen Abendnachrichten beherrscht, vor allem aber das Leben vieler Menschen gekostet. Und wenn er besonders blutig war, geriet er sogar in die Nachrichten der internationalen Medien. mehr lesen / lire plus

Table ronde : Comment l’image façonne l’actualité ?

Les lectrices et lecteurs du woxx le savent, l’expo « Hard Truths – An Exhibition of Prize Winning Photography from the New York Times », coorganisée par la Foundation for the Exhibition of Photography (une organisation sans but lucratif fondée en 2003 à Minneapolis) manque de profondeur. Malgré des photographies aussi spectaculaires qu’émouvantes sur des thèmes qui ont fait bouger l’actualité ces dernières années, que ce soit les crises au Venezuela, la guerre en Irak ou encore la répression aveugle aux Philippines sous le régime sanguinaire de Rodrigo Duterte, il manque un cadre dans lequel on pourrait classer le travail des photographes. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #030 – Ass d’Flichtlektür zu Lëtzebuerg sexistesch?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast een Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Ass de Faust ze sexistesch, fir en op Premieren ze liesen? D’Organisatioun Voix de jeunes femmes huet am Dezember en oppene Bréif publizéiert, an deem si ugereegt huet, d’Flichtlektür op den ieweschte Klassen am Lycée ze iwwerdenken. D’Reaktiounen hunn deelweis vun Zensur geschwat. D’woxx huet sech mam Thema beschäftegt an als éischt emol erausfonnt, datt déi Debatt voller Mëssverständnesser ass. De Joël Adami an d’Isabel Spigarelli schwätzen haut iwwert dat Thema, an diskutéieren ënnert anerem doriwwer, wat déi gréisste Baustelle bei dëser Flichtlektür sinn, a mat wéi enge Mëttelen ee kéint eng aner, besser Literaturvermëttelung ugoen. mehr lesen / lire plus

Debatte: EU-Freihandel versus Nachhaltigkeit

Fairtrade Lëtzebuerg und das Büro des Europäischen Parlaments in Luxemburg laden am 21. Januar zu einer Podiumsdiskussion über den Zusammenhang zwischen Freihandelsabkommen der EU und dem Streben nach ökologischer Nachhaltigkeit.

Die Europäische Union verhandelt derzeit mehr als ein Dutzend Freihandelsabkommen. Unter anderem Japan, verschiedene Ländern des Verbandes Südostasiatischer Nationen (ASEAN), sowie Mexiko und die Mercosur-Länder stehen auf der Liste. In der Debatte über mehr oder weniger Freihandel oder Protektionismus nimmt auch die Frage über eine nachhaltige Entwicklung immer mehr Raum ein. Es geht dabei nicht nur um rein ökologische Fragestellungen, auch Menschen- und Arbeitnehmerrechte sind in den Focus geraten.

Die federführenden Regierungen sagen sich entschlossen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die vielzitierten Sustainable Development Goals (SDG), erreichen zu wollen. mehr lesen / lire plus

Joseph Kayser: „De Mann, deen ëmmer laacht“

Joseph Kayser liefert mit „De Mann, deen ëmmer laacht“, eine der unangenehmsten literarischen Figuren 2018.

Editions Schortgen

Wer nach einer Abbildung für die Redewendung „unter die Gürtellinie gehen“ sucht, kann getrost auf ein Porträt von Clement S. zurückgreifen. Der überzeugte Junggeselle ist ein Korinthenkacker. Ein Beamten-Arschloch wie es im Buche steht: kleinkariert, gehässig und fies. Jede Provokation, jedes durch ihn verschuldete Unglück, jede Entrüstung über sein unmögliches Verhalten ringt ihm ein dreckiges Lachen ab. Er ist unsympathisch bis unausstehlich und wirkt in seiner Absurdität doch so real.

Joseph Kayser gelingt es einen authentischen Charakter zu konstruieren, der durch seine Infamie besticht. mehr lesen / lire plus

Pflichtlektüre: Heldinnen aus Druckerschwärze

In einem offenen Brief an das Bildungsministerium verlangt die „Voix de jeunes femmes“ (VJF) nach mehr Frau auf dem literarischen Lehrplan. Der Philosoph Norbert Campagna schlägt Alarm.

Die Pflichtlektüre für luxemburgische Abschlussklassen braucht Heldinnen und Frauenfiguren, die weder Sexobjekte noch Sündenböcke sind. (Foto: Pixabay)

Norbert Campagna zeigte sich im Dezember 2018 im „Tageblatt“ empört über den Brief der VJF, die er gleich im ersten Absatz mit dem „Conseil national des femmes du Luxembourg“ (CNFL) gleichsetzt. Missverständnis Nummer eins. Weitere folgen. Während die Jugendgruppe des CNFL eine egalitäre Überarbeitung des festgelegten Leseprogramms für die Abschlussklassen des „enseignement secondaire“ fordert, schreit Campagna Zensur und Fanatismus. mehr lesen / lire plus

Bildungs- und Hochschulpolitik: „Junge Menschen müssen gehört werden“

Seit Jahresbeginn hat die Unel (Union nationale des étudiant-e-s du Luxembourg) eine neue Zusammensetzung. Die woxx hat mit der frischgebackenen Sprecherin, Vicky Reichling, über das Praktikumsgesetz, Wohnraum für Studierende und politischen Aktivismus gesprochen.

Vicky Reichling ist Sprecherin der Unel und studiert zurzeit Physiotherapie in Eindhoven. (Foto: © Vicky Reichling)

woxx: Im letzten Jahr ließ die Unel vor allem mit Kritik am Praktikumsgesetz von sich hören. Werden Sie weiterhin an dem Thema dranbleiben?


Vicky Reichling: An dem Gesetz kritisieren wir nach wie vor, dass für Pflichtpraktika keine und für fakultative Praktika nur eine geringe Bezahlung vorgesehen ist. Bachelor- oder Masterabsolventen und -absolventinnen bekommen zurzeit bei einem Praktikum von ein bis drei Monaten ein Drittel vom nicht qualifizierten Mindestlohn, das sind ungefähr 600 Euro und das reicht einfach nicht. mehr lesen / lire plus

Presserentrée 2019: Rückbesinnung

Xavier Bettel nimmt einen zweiten Anlauf. Davon könnte auch die Reform der Pressehilfe profitieren.

Fotos : woxx

Es war zwar bereits der sechste Empfang der Presse- und Medienschaffenden von Premier- und Medienminister Xavier Bettel am vergangenen Mittwoch, aber reine Routine war er nicht. Ob es daran lag, dass er noch bis zum Wahlabend selber davon ausging, nicht als Premier bestätigt zu werden? Jedenfalls zeigte er eine Attitüde, die bei dem als beratungsresistent geltenden Politiker aufhorchen ließ: Er rief die Eingeladenen und sich selber dazu auf, sich mehr Zeit zu nehmen zur Rückbesinnung auf sich und das eigene Schaffen. Statt nur jedes Jahr bei einem „Patt“ ein Standbild eines Sektors zu machen, der sich in einem rasanten Umbruch befindet, gelte es, das Vertrauensverhältnis zwischen der Politik und ihren Wähler*innen und den Medien und ihrem Publikum mit Vorsicht zu behandeln und darauf zu achten, dass es nicht zerstört werde. mehr lesen / lire plus

Adem: Schluss mit der Warterei?

Die Agence pour le développement de l’emploi (Adem) krempelt um. Seit kurzem gilt ein neues Anmeldeverfahren für Arbeitssuchende. Es soll einfacher sein und Zeit sparen.

2014Adem

„Wir sind dabei eine Reihe von Dienstleistungen zu digitalisieren, weil wir einfach sehen, dass es ein Trend ist“, sagte Isabelle Schlesser, Direktorin der Adem, Ende des Jahres im Interview mit Françoise Keller auf Radio 100,7, „das ist einfacher so.“ Konkreter wurde sie damals nicht.

Gestern dann schon. Seit dem 9. Januar können Arbeitssuchende die Arbeitsagentur telefonisch oder per Online-Formular kontaktieren, um einen Termin zur Anmeldung bei der Adem zu vereinbaren. Sie werden anschließend per E-Mail oder Post informiert, wann und in welcher der sieben Adem-Agenturen ihre Anmeldung erfolgen kann. mehr lesen / lire plus

48 Stunden Republik in Luxemburg: Ein Rundtischgespräch

Vor exakt hundert Jahren wäre es um ein Haar um die Dynastie geschehen gewesen, denn das republikanische Fieber hatte das Großherzogtum gepackt. Wie es gelang, die revolutionären Massen zu bändigen, soll ein Rundtischgespräch erläutern.

Sie gehören wahrlich nicht zum offiziellen Geschichtskanon des Landes: Genauso wie die Kollaborateur*innen im Zweiten Weltkrieg sind die Aufständischen, welche nach dem Ersten Weltkrieg Luxemburg zur Republik machen wollten, den meisten Historiker*innen bisher fast keiner Erwähnung wert gewesen. Und das ist bedauerlich, denn nicht nur für Monarchiegegner*innen – die es auch heutzutage noch gibt – sollte diese Periode, in der für kurze Zeit schier alles möglich zu sein schien, von Interesse sein, zeigt sie doch auf, wie das erst aus Hungersnot und Krieg wieder auferstandene Land mit sich selbst und seiner Zukunft haderte. mehr lesen / lire plus

Spieglein, Spieglein an der Wand…

Pünktlich zum Jahresanfang erinnert uns der Journal daran, dass wir gut daran täten, abzunehmen. Dabei gibt es sinnvollere Vorsätze.

© Pixabay

„Ran an die Pfunde. Nach den Feiertagen: Wie wär’s mit einer Diät?“. Spätestens beim Lesen der Titelstory des Journals vom letzten Samstag wurden wir alle daran erinnert, dass es wieder einmal an der Zeit wäre, ein wenig abzuspecken. Im entsprechenden Artikel ruft uns die Autorin, Simone Molitor, in Erinnerung, dass „Übergewicht zu einem immer größeren Problem wird“ und wir den Grund für Übergewicht und Fettleibigkeit „alle nur zu gut kennen: zu wenig Bewegung, zu viel Ungesundes auf dem Tisch“.

Dass wir den Grund alle kennen ist eher unwahrscheinlich. mehr lesen / lire plus

Bande dessinée : Mon père est arabe

La récente parution du quatrième tome de « L’Arabe du futur » est l’occasion de passer en revue cette série qui raconte la jeunesse de l’auteur. Un récit de vie augmenté d’une dimension politique, voilà la recette du succès de cette bédé.

Comment peut-on être Arabe ? Au bout de quatre albums de « L’Arabe du futur », c’est la question qu’on se pose, en écho à la phrase de Montesquieu… du moins si l’on en reste au premier degré de lecture des aventures de Riad Sattouf. Parus entre 2014 et 2018, les 25 chapitres sortis à ce jour mettent notamment en scène le père du narrateur, d’origine syrienne. mehr lesen / lire plus

Réfugié-e-s : l’Irak, destination sûre ?

Alors que des associations comme Passerell ou le LFR s’émeuvent que les autorités continuent de renvoyer des « cas Dublin » en Italie – malgré le hype autour du « merde alors » d’Asselborn à Salvini – ou s’obsèdent à vouloir pratiquer des tests peu fiables sur les organes génitaux de réfugié-e-s se disant mineur-e-s, Fernand Kartheiser pense déjà plus loin. Se basant sur des déclarations du ministre allemand Heiko Maas et de son collègue irakien Mohammed Ali Alhakim selon lesquelles la sécurité de celles et ceux qui veulent retourner en Irak serait garantie, le député populiste de droite veut savoir combien d’Irakien-ne-s auraient trouvé refuge au grand-duché et s’il ne serait pas grand temps qu’ils retournent dans leur pays en ruines. mehr lesen / lire plus

Agrar-Atlas erschienen

Die deutsche Grünen-nahe Heinrich Böll-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz sowie Le Monde diplomatique den „Agrar-Atlas“ herausgebracht. Nach den Themen Kohle, Energie, Meere, Boden, Fleisch und Agrokonzerne widmet sich die Atlas-Reihe diesmal also der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) und ihrer Folgen für die Landwirtschaft. Wie gewohnt wird die Thematik anhand großer Karten, Infografiken und ergänzenden Texten erläutert. Behandelt wird unter anderem die Frage, welche GAP-Gelder wohin fließen; in welche Länder und in welche Betriebe. Den Direktzahlungen, die zu einem großen Teil an wenige Großbetriebe fließen, ist zum Beispiel ein ganzes Kapitel gewidmet. Aber auch die Bezahlung der Landwirt*innen, der Strukturwandel und der damit einhergehende Biodiversitätsverlust, der Einsatz von Pestiziden sowie die Opfer- und Täterrolle der Landwirtschaft beim Klimawandel werden erklärt. mehr lesen / lire plus

Avant-garde : Dans les bras de la mort

Mardi prochain aura lieu un événement pas comme les autres au Kinosch de la Kufa : épaulé-e-s par le Cotard Collective, les musicien-ne-s Judasz et Nahimana vont invoquer les « récits d’Outre-Monde ».

Judasz et Nahimana : un duo de choc pour choses spirituelles et avant-gardistes.

Quand un collectif s’inspire de Jules Cotard, c’est loin d’être innocent. Ce neurologue, d’ailleurs contemporain de Marcel Proust et suspecté d’avoir inspiré un des personnages d’« À la recherche du temps perdu », est connu surtout pour le syndrome qui porte son nom. Les personnes qui en sont atteintes sont persuadées qu’en réalité, elles sont déjà mortes depuis longtemps et qu’elles se baladent dans des corps en pleine putréfaction. mehr lesen / lire plus

OGBL : Objectif plein pouvoir

Le plus grand syndicat luxembourgeois veut… encore grandir lors des élections sociales de ce printemps. Lors du dévoilement de son programme, les ambitions étaient claires et hautes.

Pour une grand-messe, c’en était une : presque deux heures de conférence de presse ce mardi matin au siège de l’OGBL à Esch-sur-Alzette pour expliquer l’évidence – question syndicat et négociations avec le patronat ou le gouvernement, impossible de passer à côté de nous. C’est ce qu’a martelé le président André Roeltgen au début de la séance, au cours de laquelle toutes et tous les représentant-e-s des différents secteurs ont eu la parole pour expliquer plus en détail leurs revendications et prouesses respectives. mehr lesen / lire plus

Neue Verpackung, selber Inhalt?

Der neue Name des Ministeriums für Chancengleichheit wird von vielen Seiten gelobt. Doch ist er wirklich besser als der vorherige? Und was sagt er über mögliche Zielsetzungen des besagten Ministeriums aus?

© Wikimedia Commons

Wenn sich der Conseil national des femmes du Luxembourg (CNFL) mit einem Schreiben an die Regierung wendet, bedeutet das in den seltensten Fällen etwas Gutes. Die Stellungnahme des Rats zum Koalitionsabkommen liest sich deshalb überraschenderweise schon fast wie eine Lobeshymne. Anlass zur Freude gibt dem CNFL unter anderem die Namensänderung von „Ministerium für Chancengleichheit“ in „Ministerium für Gleichstellung zwischen Frauen und Männern“. Oder auf französisch: „Ministère de l’égalité entre femmes et hommes“. mehr lesen / lire plus

Pernille Fischer Christensen: Becoming Pippi

In der nicht aufhören wollenden Welle an Biopics, die seit einiger Zeit die Kinobildschirme fluten, sticht „Unga Astrid“ aus der Masse heraus – indem es sich über die reine Biografie hinwegsetzt und Universelles anspricht.

Wildes Herumtanzen in der muffigen schwedischen Provinz: Auch die junge Astrid Lindgren war schon… etwas anders.

Wie könnte ein Film über die weltbekannte Schöpferin von Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter besser beginnen als mit einer deftigen Gotteslästerung? Diese stößt die spätere Bestsellerautorin auf dem Rückweg vom sonntäglichen Kirchenbesuch in ihrer Heimatstadt Vimmerby (Provinz Småland) aus, nachdem die Predigt des lokalen Pastors sie wieder einmal fast zu Tode gelangweilt hat. mehr lesen / lire plus

Photographie : Portraits sans âge

La galerie Clairefontaine célèbre ses 30 années d’existence avec une exposition originale et bien sentie : sa propriétaire, Marita Reuter, a demandé au photographe luxembourgeois Marc Wilwert d’immortaliser connu-e-s et inconnu-e-s dans des portraits grand format.

En lançant sa galerie en 1988, Marita Reuter avait fait preuve d’un optimisme qui s’est confirmé au fil des ans. Elle passe alors commande au photographe allemand Ulay de saisir sur sa pellicule des Luxembourgeois-es pour en tirer les portraits. 1988, c’était l’année des Jeux olympiques de Séoul et la quatrième année du premier mandat de Jacques Santer comme premier ministre du grand-duché. Un autre temps, un autre Luxembourg. mehr lesen / lire plus

Haifaa Al Mansour : Mary Shelley

Au moins, c’est équilibré : avec un scénario aussi plat que les personnages sont fades, ce biopic rate toutes les occasions de gagner un tant soit peu en pertinence. Chapeau bas surtout pour Percy Bysshe Shelley, qu’on dirait tout droit sorti d’un nanar vampire pour adolescent-e-s en manque de romantisme kitsch.

Au Kinepolis Kirchberg. Tous les horaires sur le site.

L’évaluation du woxx : O mehr lesen / lire plus