Im Kino: Der goldene Handschuh

Fatih Akins „Der goldene Handschuh“ inszeniert ein stumpfes Gemetzel und vermeidet dessen Erklärung. Außer sein Publikum zu verstören, gelingt dem Film nicht viel.

Fatih Akins Adaptation von Heinz Strunk’s Roman exponiert nur oberflächliche Gewalt. (Fotos: © Warner Bros)

Mit „Der goldene Handschuh“ hat Fatih Akin vornehmlich Heinz Strunks gleichnamigen Roman über den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka verfilmt. Seine Inspiration scheint Akin allerdings ebenso sehr im als „torture porn“ verschrienen US-Horrorkino der 2000er gefunden zu haben. „Der goldene Handschuh“ mutet seinen Zuschauer*innen über beinahe zwei Stunden fast alles zu, insbesondere die ausgedehnte Misshandlung und Verstümmelung von Frauenkörpern. Zu Beginn hat Honka seinen ersten Mord bereits begangen und macht sich, nachdem er einen ordentlichen Schluck Korn genommen hat, daran, die Leiche zu beseitigen. mehr lesen / lire plus

Frollein Motte – Was ist eigentlich mit der Liebe los?

In dem Comic von Frollein Motte wird aus einem One-Night-Stand plötzlich Every-Night. Die woxx hat das Buch gelesen.

Eine junge Frau ist süchtig nach Tinder. Sie möchte nur das eine und keine ernste Beziehungen. Jedes Wochenende hat sie verschiedene One-Night-Stands. Aber eines Tages wird die One Night zur every-night. Sie verliebt sich kopfüber, obwohl sie das nie vorhatte, denn sie wollte nicht verletzt werden.

Trotzdem läuft eine zeitlang alles gut. Bis ihr Freund entscheidet, sie nicht als Teil seines Lebens haben zu wollen. Er hat entschieden, dass seine gedankliche Anwesenheit in der Beziehung seine Karriere stagnieren lässt. Die Protagonistin ist wieder ganz allein, ihr Frust wandelt sich ziemlich schnell in Wut, die sie positiv nutzt. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Spider-Man: Far from Home

Étonnamment retenu pour un teen movie, plutôt bien écrit, le film marque un retour à l’auto-ironie de Marvel qui fait du bien après les productions boursouflées récentes. Les parents qui y accompagneront leurs enfants ne bâilleront sûrement pas et se prendront à franchement rire parfois.

L’évaluation du woxx : XX
Tous les horaires sur le site. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Happy

Die vom auf Science-Fiction spezialisierten US-Sender SYFY produzierte Serie „Happy!“ ist nun auch auf Netflix gelandet. Nichts für schwache Nerven, aber für Fans abgedrehter Storyboards sicher ein Muss.

(© SYFY.com)

Wollte man „Happy!“ anhand von Referenzen aus der Filmgeschichte erklären , müsste man tief in der Schublade wühlen. Am treffendsten wäre wohl ein Vergleich mit dem John Carpenter-Klassiker „Big Trouble in Little China“ mit Kurt Russell in der Hauptrolle – nur dass in „Happy“ neben abgedrehten Kriminellen und rachsüchtigen Halbgöttern auch noch jede Menge LSD im Spiel ist.

So jedenfalls erklärt sich Nick Sax, ehemaliger Polizist, der dem Drogenrausch frönt und für die Mafia arbeitet, dass ihm eines Tages Happy – ein flauschiges hellblaues Einhorn – erscheint. mehr lesen / lire plus

Bilan parlementaire : Ça schtroumpfe pour les Bleus

Un parti démocrate plus que satisfait s’est présenté devant la presse ce lundi. Et le DP a toutes les raisons de l’être : sa vision politique domine la coalition, le mettant à l’abri des quiproquos idéologiques dont souffrent ses partenaires.

(© woxx)

C’est dans le décor feutré et aisé du restaurant Schéiss que les libéraux ont choisi de livrer leur bilan de la session parlementaire à la presse ce lundi midi. Présenté par leur chef de fraction Eugène Berger, l’exercice a été aussi court que plaisant. La saison parlementaire a été brève. Néanmoins, selon le député libéral : « Ce n’est pas la quantité, mais la qualité des projets de lois qui compte pour le DP. mehr lesen / lire plus

Vidéosurveillance : Dr François and Mr Bausch

L’extension de la vidéosurveillance dans la capitale est un des nombreux thèmes qui provoquent le symptôme de la langue fourchue chez les Verts. Il est donc étonnant qu’à présent le nouveau ministre de la Force publique la voie d’un œil critique.

Photo : woxx

Non, la police ne collecte pas que vos données, elle vous filme aussi. Du moins si vous avez le malheur – ou le bonheur – de travailler dans le quartier de la gare ou environs à Luxembourg-ville. Il se trouve que, comme pour les données compilées par la justice et la police, la base légale de ces enregistrements n’est pas toujours claire. mehr lesen / lire plus

Deutschland: Gefährliche Mischung

Die Bewegung der extremen Rechten könnte in Deutschland ihren Zenit überschritten haben. Doch gerade im Niedergang steckt die Gefahr einer fatalen Dynamik, wie auch der Mord an dem konservativen Politiker Walter Lübcke zeigt.

Die Rechte lebt von der Beschwörung des Niedergangs: „Die AfD ist die letzte evolutionäre, sie ist die letzte friedliche Chance für unser Vaterland“, drohte der AfD-Politiker Björn Höcke (Bildmitte) bereits 2017. (Foto: EPA-EFE/Clemens Bilan)

Der Neonazi Stephan E. hat den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) gestanden. Der Widerruf des umfangreichen Geständnisses am Dienstag sei wohl eher taktischer Natur, hieß es dem Rundfunksender „SWR“ zufolge aus Ermittlerkreisen. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 11: Gemetzel im Hühnerstall

Bislang hat uns der letzte linke Kleingärtner seinen Garten als Refugium und Ort des Friedens präsentiert. Wer diese Fantasie bewahren will, sollte heute lieber nicht weiterlesen: Diese Folge der Kolumne beginnt wie ein Splattermovie – und endet wie ein Kriegsfilm.

Von Hühnern und Hunden: Friedliche Koexistenz ist zwar durchaus möglich, hat aber beim letzten linken Kleingärtner nicht so gut geklappt. (Foto: Andrewburke100/CC BY-SA 4.0)

Was für ein Gemetzel. Der Nachbarshund dringt in meinen Garten ein, überwindet den Zaun zum Hühnergehege und die Dinge nehmen ihren tragischen Lauf. Ein Huhn wird sofort niedergestreckt, dem zweiten hängen nach hartem aber chancenlosem Kampf einige Innereien heraus, sodass es besser ist, es von seinen Qualen zu erlösen. mehr lesen / lire plus

Journée mondiale : Les coopératives pour un travail décent

Aujourd’hui se tient la Journée mondiale des coopératives –#CoopsDay. Une forme de société qui regagne en popularité, alors que chez nous elle a longtemps été considérée comme obsolète et est – de ce fait – régie par une législation insuffisante.

La Journée internationale des coopératives est célébrée chaque premier samedi de juillet depuis 1923. En 1995, elle est devenue une des journées mondiales reconnues par les Nations unies. C’est le Comité pour l’avancement et la promotion des coopératives dans le monde (Copac) qui organise le #CoopsDay, placé cette année sous le thème « Les coopératives pour un travail décent ». mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #053 – Iwwert Revenge Porn an Solidaritéit

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Ee Sex-Video dréint Ronnen op social media, virun allem op instagram. An dat ouni d‘Awëllegung vun der jonker Fra, déi dorobber ze gesinn ass. Mat hir gëtt de Geck gemaach, et gi Memes erstallt – mä zum Gléck gëtt et och eng grouss Solidaritéitswell. De Joël Adami an d‘Tessie Jakobs schwätzen dës Woch net nëmmen iwwert de konkrete rezente Fall, mä och allgemeng iwwert sexualiséiert Gewalt géint Fraen am Internet.

Dofir diskutéieren d‘woxx-Journalist*innen och d‘Fro, wisou sou dacks dem Affer d‘Schold gi gëtt a wat fir rhetoresch Strategien dobäi zum Asaz kommen. mehr lesen / lire plus

Frauenfußball-WM in Frankreich: Und der Ball rollt doch

Noch nie war der Frauenfußball so mediatisiert wie bei der Frauen-WM, die am Sonntag in Lyon zu Ende kommt: viel wurde über wie und warum Frauen eigentlich Fußball spielen geredet. Schöne Tore und spannende Spiele gab es auch.

Die Niederländerin Desiree Van Lunteren im Zweikampf mit der Schwedin Julia Zigiotti im Halbfinalspiel vom 3. Juli. Die Niederländerinnen zogen mit 1:0 ins Finale ein. (Foto: EPA-EFE)

Als ich vor 20 Jahren dem lokalen Fußballverein beitreten wollte, erklärte die Frau des damaligen Präsidenten meiner Mutter, dass ich donnerstags beim Training vorbeischauen könnte – sie meinte … zuschauen, nicht mittrainieren. Mädchen spielen doch keinen Fußball. mehr lesen / lire plus

Abitur-Nachprüfungen: Ergebnisse zu spät bekannt

Die Termine der Abitur-Nachprüfungen in Luxemburg überschneiden sich mit obligatorischen Einführungswochen an der Universität Luxemburg und mit den Bewerbungsfristen der Hochschulen im Ausland. Eine Besserung ist nicht in Sicht.

Viele Schüler*innen und das Schulpersonal packen so langsam die Koffer für den Sommerurlaub, da wird schon über die Abitur-Nachprüfungen im September und den Universitätsstart im Herbst debattiert. Der Anlass: Eine parlamentarische Anfrage des LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo, die bereits im Mai bei Bildungsminister Claude Meisch (DP) eintrudelte.

Der Abgeordnete bezieht sich darin auf den Jahresbericht 2018 des Ombuds Comité fir dʼRechter vum Kand (ORK). Dieser wurde im Februar 2019 kontrovers in der Abgeordnetenkammer diskutiert. mehr lesen / lire plus

HIV-Tests sollen zugänglicher werden

Mit verschiedenen Maßnahmen will das Gesundheitsministerium den Zugang zu HIV-Tests erleichtern.

© Rama / wikimedia.commons.com

Die Regierung denkt darüber nach, HIV-Selbsttests künftig gratis anzubieten. Das geht aus Etienne Schneiders Antwort auf eine parlamentarische Frage hervor. Es wäre ein weiterer Schritt hin zu einem verbesserten Zugang zu HIV-Tests.

Die Chamber beschloss im Juni, dass besagte Tests künftig in Apotheken und Supermärkten angeboten werden können, sodass kein Arztbesuch mehr nötig ist. In diesem Kontext hat sich der CSV-Abgeordnete Jean-Marie Halsdorf beim Gesundheitsminister nach Details erkundigt. Die Qualität der Tests gedenkt das Ministerium zu sichern, indem einzig solche zugelassen werden, die den europäischen und nationalen Anforderungen entsprechen. mehr lesen / lire plus

CSV und Verfassung: Zwei Sitze noch

Die CSV ist für die Verfassungsreform und auch dagegen. Zumindest soll das Paket wieder aufgeschnürt werden. Fragt sich für wie lange?

Foto: woxx

In der jüngsten Zeit lesen sich die Kommuniqués der CSV ein bisschen wie das Horoskop in der Tageszeitung: Etwas barock dahin geschrieben und mehr Fragen stellend als beantwortend, weiß am Ende keine*r was eigentlich genau passieren soll.

Zum Beispiel die neue Position der CSV „Fir eng nei Verfassung mat de Bierger“ in der einerseits der auch unter „maßgeblicher Beteiligung“ der Christsozialen ausgearbeitete Verfassungsreformtext „unterstützt“ wird. Gleichzeitig wird aber auch verlangt, den Prozess noch einmal aufzumachen: In einem konsultativen Referendum sollen eine Reihe noch zu erarbeitender Fragen den Bürger*innen vorgelegt werden. mehr lesen / lire plus

Sexualisierte Gewalt im Netz: „Ech sinn dat Meedchen um Video“

Nicht einvernehmlich veröffentlichte Sex-Videos sind eine Form digitaler Gewalt. Ein aktueller Fall aus Luxemburg zeigt, dass das entsprechende Bewusstsein dafür teilweise noch fehlt.

Viele wissen nicht, dass das Teilen nicht-einvernehmlich veröffentlichter Fotos und Videos eine Straftat ist. (© Mohamed Hassan/pxhere.com)

„Das Mädchen von Lloret ist einer von hundert Fällen, wo einfach die Privat- und Intimsphäre eines Mädchens wörtlich missbraucht wurden. Ich finde das widerwärtig und abstoßend.” Die Autorin dieses Satzes, Bianca Cerminara, eine feministische Aktivistin, hat vergangene Woche zusammen mit ein paar anderen Frauen eine eher ungewöhnliche Solidaritätskampagne auf Instagram ins Leben gerufen: Teilnehmende veröffentlichten Fotos von sich selbst mit Begleittexten wie „I am the girl in the video” und dem Hashtag #stopslutshaming. mehr lesen / lire plus

Série : Que reste-t-il de nos amours ? (1/10) : « Ce quartier ressemble au bassin minier »

Historienne et résidente dans le quartier de la gare depuis 1989, Antoinette Reuter ouvre le bal de notre promenade.

Photos : Paulo Jorge Lobo

Je me suis installée dans le quartier en 1989, mais je le connaissais déjà un peu, car ma tante y habitait, et enfant je venais en vacances chez elle. Je me souviens des beaux guichets de la poste, qui se trouvait alors dans la gare. Et de la laiterie, style fermette, au boulevard d’Avranches, où l’on pouvait acheter du lait et la merveille des merveilles à l’époque, du yaourt ! Ce quartier ressemble au Bassin minier, dont je suis originaire. mehr lesen / lire plus

„Menscheliewen retten ass kee Verbriechen!“

Unter diesem Motto rufen sieben Organisationen am Samstag zu einer Demo auf. Anlass gibt die nach wie vor dramatische Situation im Mittelmeer, wo seit Anfang des Jahres rund 600 Geflüchtete ertrunken sind. Die Organisationen prangern die mangelnde Hilfsbereitschaft der EU an: Indem sie weder Rettungsbote oder die finanzielle Unterstützung privater Organisationen wie Seawatch, noch sichere Einwanderungswege garantiere, entziehe sie sich jeglicher Verantwortung. Die Kritik richtet sich aber auch gegen Luxemburg: „Eis eréischt amësche wann d‘Leit bis lieweg an der EU ukomm sinn, geet net duer: Mir mussen déi honnerten Doudeger all Joers verhënneren!“ ist im Beschreibungstext des entsprechenden Facebook-Events zu lesen. mehr lesen / lire plus

Statec: Gratis Öffis gut fürs BIP

Der kostenlose öffentliche Transport wird billiger für den Staat als gedacht. Das hat das nationale Statistikinstitut Statec in einer Stellungnahme mitgeteilt. Dass künftig fast keine Fahrkarten mehr verkauft werden, senkt zwar die Einnahmen des Staates, sorgt aber für mehr Kaufkraft der Haushalte und senkt die Arbeitskosten der Betriebe – die Maßnahme finanzierte sich laut den Berechnungen des Statec also zum Teil selbst. Besonders profitieren dabei natürlich einkommensschwache Haushalte. Die sind laut Statec übrigens nicht so sehr von den steigenden Spritpreisen betroffen, denn viel Treibstoff kaufen vor allem Haushalte mit hohen Einkommen. Die Erhöhung sorgt allerdings für weniger Einkünfte beim Staat, da durch die höheren Treibstoffsteuern der Verkauf von Benzin und Diesel sinkt. mehr lesen / lire plus

Réunion OSCE au Luxembourg : paix ou guerre ?

Retrouver le dialogue et prévenir une guerre nucléaire, c’est ce que souhaite la Friddensplattform, qui s’adresse aux représentant-e-s parlementaires à l’OSCE.

Cliquez pour agrandir l’image ! (Source : OSCE CC BY-ND 4.0)

Acteur clé d’une nouvelle architecture de sécurité européenne, voilà le rôle que devrait jouer l’Organisation pour la sécurité et la coopération en Europe (OSCE) aux yeux de la Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg (FSPL). L’ONG a publié un communiqué de presse à l’occasion de la 28e session de l’Assemblée parlementaire de l’OSCE, qui a lieu du 4 au 8 juillet au Luxembourg. (Le texte du communiqué, en allemand, est inclus à la fin de l’article.)

La FSPL rappelle les mérites de l’OSCE dans la mise en place de politiques de détente entre États-Unis et Union soviétique durant la guerre froide. mehr lesen / lire plus

Linke Debatte: Logik eines Aufbruchs

Der Abgeordnete Marc Baum von Déi Lénk über Perspektiven linker Politik und wieso es seine Partei in Luxemburg nicht so einfach hat. Ein Beitrag zur Debatte über linke Aussichten in Luxemburg.

Marc Baum ist seit 2016 Abgeordneter von Déi Lénk im Parlament. Dass dies nicht genügt um eine linke Bewegung in Luxemburg in die Verantwortung zu bekommen, ist auch ihm bewusst – hält ihn aber nicht davon ab weiterzukämpfen. (© chd.lu)

woxx: Reicht es die bessere LSAP oder Grünen zu sein, um als linke Partei Bestand zu haben?


Marc Baum: Nein, das reicht auf keinen Fall. Und ich glaube, dass das, was uns von den Sozialdemokraten und Déi Gréng unterscheidet – zumindest in der Ausrichtung, die beide Parteien momentan haben –, ist, dass wir immer noch als Ziel haben, den Kapitalismus zu überwinden. mehr lesen / lire plus