UMWELT: Der Preis ist heiß

Nicht nur sozial, sondern auch ökologisch kompetent – mit einer neuen Kampagne wollen „Déi Lénk“ ihr Image erweitern. Zentrales Thema: Der Wasserpreis, der mittlerweile zum kommunalen Wahlkampfschlager avanciert ist.

Kommt die neue soziale Ordnung aus dem Wasserhahn?

„Wir sollten uns vor Augen halten, was ein junger Pfadfinder bei der Demo gegen Atomenergie vor einem Monat sagte: Es war die Losung Baden-Powells, dass wir unseren Kindern die Umwelt ein bisschen besser hinterlassen sollen, als wir sie vorgefunden haben,“ mahnte Justin Turpel von „Déi Lénk“, als seine Partei vor einigen Wochen die Kampagne „Fair fir d’Ëmwelt, fair fir de Mënsch“ lancierte. Ein holpriger Start für eine Öko-Kampagne, wenn ausgerechnet der britische Nationalist und „Mein Kampf“-Bewunderer bemüht wird. mehr lesen / lire plus

BEHINDERUNG / SEXUALITÄT: Gegen alle Vorurteile

Behinderte Menschen und Sexualität – nach wie vor ein Tabu. Statt es zu thematisieren und neue Wege, wie die Sexualassistenz, zu beschreiten, ziehen es die Verantwortlichen vor zu schweigen.

Einmal loslassen – für behinderte Menschen ist das Ausleben ihrer Intimität nicht einfach.

„Meine Einschränkungen in der Sexualität bestehen darin, daß ich nicht so einfach flirten kann, und dass ich nicht sehe, was mein Partner von mir will“, schreibt ein junger Mann, der als Vollblinder geboren wurde in einem Blog. Charlotte dagegen kam mit einer spinaler Muskelatrophie auf die Welt. Wegen des fortschreitenden Muskelschwunds wurde ihr eine Lebenserwartung von nicht mehr als einem halben Dutzend Jahren vorausgesagt. mehr lesen / lire plus

NORWEGEN: Rosen gegen die Rassisten

Die Anschläge in Oslo und Utøya waren nicht die ersten rechtsextremen Gewalttaten in der norwegischen Geschichte. Doch über Neonazis und das etablierte rechtspopulistische Milieu wird in den Medien des Landes kaum diskutiert.

Gedenken ohne Reflexion? Nach den Anschlägen in Oslo und Utøya verhalten sich einige Kommentatoren so, als sei Norwegen von außen angegriffen worden.

Wo immer man dieser Tage in Norwegen hingeht, wird man an den 22. Juli erinnert. Mit Kerzen, roten Rosen, Zeitungsausschnitten und Kondolenzbüchern gedenkt man des Bombenanschlags von Oslo und der Morde auf der Insel Utøya. Dass rote Rosen bei den spontanen und offiziellen Gedenkfeiern im Land zum Symbol für die Trauer wurden, hat jedoch nicht nur damit zu tun, dass sie das Symbol der Arbeiderpartiet (AP) sind. mehr lesen / lire plus

Aktiv gegen Cattenom

Nicht sitzen bleiben, sondern aktiv werden, denn sich engagieren bedeutet auch sich bewegen. Und Bewegung wird an diesem Sonntag, dem 7. August ab 12 Uhr groß geschrieben: So lädt die „Internationale Aktionsgemeinschaft gegen das AKW Cattenom“ unter dem Motto „Bewegungsnachmittag Atomkraft – Nein Danke!“ zu einem Rundkurs Perl-Schengen-Contz-Sierck-Perl ein. Dabei sind alle Formen von Fortbewegungsmitteln erlaubt, ob Läufer, Skater, Radfahrer und das Einsteigen ist jederzeit und von überall her möglich. Die „Internationale Aktionsgemeinschaft gegen das AKW Cattenom“ scheint mit dieser Aktion an frühere Proteste gegen das Atomkraftwerk Cattenom anzuknüpfen. Jedenfalls zeigen die großen Anti-AKW-Demos in Deutschland, die letztlich zum Ausstieg aus der Kernenergie geführt haben, dass durch Präsenz auf der Straße vieles erreicht werden kann. mehr lesen / lire plus

Endstation Schengen

Was hindert uns daran, ein stärkeres, sichereres und wohlhabenderes Europa zu schaffen? Die Ausländer, so die Antwort der niederländischen Regierung. Vor drei Monaten unterbreitete sie den EU-Partnern ihre Absicht, im Namen eines besseren Europas alle Ausländer abzuschieben, welche das Sozialsystem „übermäßig“ beanspruchten, sowie solche die sich schwerer oder wiederholter Vergehen schuldig machten. Der Vorschlag stieß auf Kritik, unter anderem seitens der Justizkommissarin Viviane Reding, doch nun scheint die niederländische Gemeinde Vaals ihn teilweise umzusetzen. Das Webzine Euractiv berichtet, die Gemeindeführung wolle keine weiteren Aufenthaltsgenehmigungen mehr für das Sozialsystem belastende Immigranten erteilen. Pikantes Detail: Vaals liegt nur 25 Kilometer von Maastricht entfernt, wo 1992 eines der wichtigsten europäischen Abkommen unterzeichnet wurde. mehr lesen / lire plus

ARCELOR-MITTAL: Noir charbon

Il y a quelques semaines Arcelor-Mittal se vantait de sa « good governance » et affirmait produire du « safe substantial steel ». Or, les derniers plans du géant de l’acier démontrent que ce n’est que du maquillage.

Dans ses brochures multicolores, Arcelor-Mittal a bien sûr tout intérêt à se mettre en avant comme employeur responsable non seulement de ses produits, mais aussi de ses employés ainsi que de l’environnement. Les idées vertes semblent avoir définitivement trouvé le chemin vers les étages supérieurs des chefs d’entreprise, et il est vrai qu’aucune industrie – et a fortiori aucun leader du marché – ne peut ignorer les implications environnementales de sa production. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Leben im Gehege

Auch wenn Rilkes „Panther“ durchaus allegorisch interpretiert werden kann, bleibt er das wohl bekannteste literarische Manifest gegen die Haltung wilder Tiere. Der Panther, den Rilke hier beschrieb, vegetierte in der
Ménagerie du Jardin des Plantes in Paris, dem ältesten heute noch bestehenden wissenschaftlich geführten Zoo der Welt. Hegen und pflegen statt gefangen halten, Tierschutz und Arterhaltung sind die Ziele, die sich Zoos in aller Welt auf die Fahnen geschrieben haben wollen, und am Ende werden kleine, niedliche Eisbären in der vermeintlichen Obhut des Menschen zu Symbolen des Klimawandels.

Dem Tier in unserer nahen Umwelt wird hingegen kein Platz eingeräumt, nicht den Wölfen in Mecklenburg, schon gar nicht einem Problembären in Bayern und nicht einmal dem umsorgten Rotwild, das nur aus Angst zum Waldbewohner geworden ist und dafür seinen eigentlichen Lebensraum auf offenen Wiesen aufgegeben hat. mehr lesen / lire plus

BERNARD ROSE: Mr Vice

Le biopic sur Howard Marks alias « Mr Nice » – un des narcotrafiquants les plus connus de la planète – passe comme une bonne latte d’un joint fraîchement roulé : stimulant et ouvrant des horizons nouveaux.

La belle vie de narcotrafiquant peut se muer en un enfer à chaque instant…

En fait, Howard Marks est dès le début de sa vie une figure extraordinaire, quelqu’un qui a tout pour réussir. Malgré ses origines modestes dans le prolétariat « welsh » – la région des mines du charbon, où selon lui « il y avait plus de pubs que d’églises et plus de mines que d’écoles » – il est un élève extrêmement doué. mehr lesen / lire plus

INDIE/ ROCK: Unendliche Weiten

Manche sagen, jedes Klischee enthält ein Körnchen Wahrheit. So ist es auch mit „Wild Beasts“, deren Musik genauso weitgreifend und schön ist wie der Lake District, aus dem die Band stammt. Aber wie es Klischees so an sich haben, ist die ganze Wahrheit viel komplexer. Und wo das Klischee aufhört, fängt für „Wild Beasts“ erst alles an.

2002 schlossen sich die Schulfreunde Hayden Thorpe, Sänger und Gitarrist, und Ben Little, ebenfalls Gitarrist, zu dem Duo „Fauve“ zusammen, aus dem zwei Jahre später durch Beitritt des Schlagzeugers und Sängers Chris Talbot das Trio „Wild Beasts“ wurde. Im gleichen Jahr nahmen sie ihre erste, selbst-betitelte EP auf. mehr lesen / lire plus

AFGHANISTAN: Le dernier carré

L’engagement militaire luxembourgeois aux côtés des puissances occidentales n’est guère mis en question. Difficile d’admettre que l’intervention en Afghanistan a été un échec et qu’il faut en tirer les conséquences.

« Le Luxembourg reste jusqu’en 2014, comme prévu », voilà ce qu’expliquait il y a quelques semaines le ministre de l’armée Jean-Marie Halsdorf en réaction à l’annonce faite par la Belgique de réduire ses troupes en Afghanistan. Position confirmée par une réponse écrite à une question parlementaire publiée cette semaine.

Cet enthousiasme ne surprend guère, car depuis dix ans, le Luxembourg fait figure d’élève modèle dans la grande croisade occidentale contre le terrorisme et pour la civilisation. mehr lesen / lire plus