Uganda: „Wir haben langen Atem bewiesen“


1323Interglobal

War vor der Vertreibung durch die ugandische Regierung Schulleiter der Primärschule in Kitemba: Peter Baleke Kayiira, Sprecher der Vertriebenen aus Mubende. (Foto: fian.be)

woxx: Sie waren gerade in Hamburg. Hat Sie die Neumann Kaffee Gruppe (NKG) in der Hafen-City zum Cappuccino eingeladen?


Peter Baleke Kayiira: Nein. Obwohl ich bereits mehrmals in Hamburg war, hat mich die NKG noch nie zum Kaffee eingeladen. Auch dieses Mal war sie nicht bereit, mich zu treffen.

Die NKG behauptet, es hätten auf dem Gebiet der heutigen Kaweri-Kaffeeplantage höchstens 50 Familien beziehungsweise 600 Personen gelebt. Können Sie die Lage im Bezirk Mubende vor der Vertreibung 2001 beschreiben?
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Économie sociale et solidaire
: Wirtschaften ohne Gewinnzweck


Am vergangenen Freitag hat die Regierung eine Gesetzesvorlage für die „sociétés à impact sociétal“ verabschiedet – und hinkt der Entwicklung einmal mehr etwas hinterher.

Minister Nicolas Schmit, Statec-Direktor Serge Allegrezza und Uless-Präsident 
Robert Urbé: Nach jahrelangen Vorarbeiten wird die „économie sociale et solidaire“ aus der Grauzone herausgeführt. (Foto: MTESS)

Minister Nicolas Schmit, Statec-Direktor Serge Allegrezza und Uless-Präsident 
Robert Urbé: Nach jahrelangen Vorarbeiten wird die „économie sociale et solidaire“ aus der Grauzone herausgeführt. (Foto: MTESS)

Luxemburg mag das Land der kurzen (Behörden-)Wege sein. Bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen – einmal von den Regularien des Finanzplatzes einmal abgesehen – tun wir uns aber oft schwer, dem gesellschaftlichen Wandel gerecht zu werden. Das gilt auch für die „économie sociale et solidaire“ (ESS), also jene Bereiche der Volkswirtschaft, die wirtschaftliches Handeln mit sozialen Zielsetzungen verbinden. mehr lesen / lire plus

Direktion von „Hëllef Doheem“ unter Druck

Die MitarbeiterInnen von „Hëllef Doheem“ traf die Nachricht Anfang Juni wie eine kalte Dusche: Von einem Tag auf den anderen kündigte der Pflegedienst an, im Rahmen allgemeiner Sparmaßnahmen 90 Beschäftigte zu entlassen. Die Folge waren Unverständnis und laute Proteste, die bei der Direktion jedoch bisher auf taube Ohren stießen. OGBL und LCGB preschen nun voran und versuchen mit allen Mitteln, einen Sozialplan zu verhindern – freilich sind ihre Aktionen nicht immer aufeinander abgestimmt. Schon meinen das Luxemburger Wort wie auch andere Medien in den unterschiedlichen Vorgehensweisen der beiden Gewerkschaften ein „Zerwürfnis“ ausgemacht zu haben: OGBL und LCGB verfolgten im Hintergrund unterschiedliche Strategien, zumal der LCGB verstärkt auf einen politischen Dialog setze. mehr lesen / lire plus

Tumult um TTIP in Straßburg

Zuerst sollte nicht mehr abgestimmt werden und dann wurde plötzlich sogar die gesamte Debatte vertagt: Das Thema um das Handelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) lässt auch im Straßburger Europaparlament die Gemüter hochkochen. Schuld ist Änderungsantrag 115 (von über 200), der einen Positionswechsel der Sozialdemokraten (S&D) zu den besonders hitzig debattierten Schiedsgerichten (ISDS) markiert. Noch vor zwei Wochen hatte sich eine Mehrheit im Handelsausschuss des Parlaments für das Prinzip solcher Instanzen ausgesprochen. Danach verkündete der Vorsitzende dieses Ausschusses Bernd Lange (SPD) jedoch, ISDS sei tot. Das Chaos war perfekt. Er sei unter anderem von Business-Europe auf Schlupflöcher aufmerksam gemacht worden, so Lange am Mittwoch im Parlament. mehr lesen / lire plus

Europäischer Bürgerdialog: Energie-Chat

Kann uns ein EU-Kommissar von Cattenom befreien? Leider nein, aber er kann mit uns über Cattenom dialogieren. Und über Themen wie chinesische Solarpanels und intelligente Stromnetze.

1323n Tweet INTENET 40 CROPAm Eingang für jeden Teilnehmer ein „voting device“, auf dem Balkon ein Techniker vor einem Laptop, drinnen drei Kameras, die das Geschehen filmen, und hinter der Bühne eine Riesenleinwand, auf der nebeneinander das Live-Video und die neuesten Tweets angezeigt werden. Ein Kongress der Piratenpartei? Keineswegs. Es ist die EU-Kommission auf der Suche nach Bürgernähe. Beim Europäischen Bürgerdialog am vergangenen Montag ging es um die Energie-Union; es referierten, in bequemen Stahlrohrsesseln sitzend, der zuständige EU-Kommissar Maroš Šefčovič und der luxemburgische Wirtschaftsminister Étienne Schneider. mehr lesen / lire plus

Forum: Luxemburg als Kleinmacht

Technisch gelungen und humorvoll zugleich ist das Cover der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Forum: das leicht verfremdete Konterfei des Außenministers in Verbindung mit dem Dossier-Titel „Global Player“. Thema ist nämlich die Außenpolitik, und gleich der erste Beitrag ist dem „Phänomen Jean Asselborn“ gewidmet. Ein zweiter geht dann – noblesse oblige – auf die Rolle des Großherzogs ein. Die Sicht von Diplomaten, Managern und sogar Künstlern auf die Außenpolitik wird ebenfalls vorgestellt. Als einer der wenigen Beiträge, die grundsätzliche Fragen ansprechen, sei das Interview mit dem Politikwissenschaftler Sebastian Wolf hervorgehoben. Die Redaktion verweist auf Dossiers zu ähnlichen Themen, hat dabei aber wohl Claude Weys weitsichtigen Beitrag zum Norwegischen Modell in der Nummer 189 übersehen. mehr lesen / lire plus

L’ordre public contre les migrants

Ces dernières années, la Cour de justice de l’UE a amplement démontré sa tendance à interpréter les lois européennes de manière très libérale dans le domaine économique et social. Désormais, elle s’affiche comme particulièrement illibérale dans le domaine sociétal, notamment en matière de droits fondamentaux. Après une affaire tranchée en défaveur du droit d’asile pour les déserteurs (woxx 1308) et une autre en défaveur de la protection des données (woxx 1315), voici que la Cour passe sur le corps de droits fondamentaux tels que l’égalité devant la loi et la présomption d’innocence. Deux personnes « séjournant illégalement » aux Pays-Bas – des migrants, dirions-nous – avaient été renvoyées dans leurs pays d’origine sans délai de retour volontaire. mehr lesen / lire plus

CNFP : Le gouvernement trop optimiste ?

Créé en juillet 2014 et vraiment opérationnel depuis février de cette année, le Conseil national des finances publiques (CNFP) vient de publier sa première « Évaluation des finances publiques » dans le contexte du Programme de stabilité et de croissance pour la période 2015-2019. Présidé par le PDG e.r. de SES-Astra et ancien haut fonctionnaire Romain Bausch, cet organe « indépendant » a vocation à jeter un regard critique sur les finances publiques, tant sur l’exercice en cours qu’à moyen et à long terme. L’indépendance a cependant ses limites, car le conseil fait complètement siennes les grilles d’analyse de la Commission européenne. mehr lesen / lire plus

Nach dem Referendum: Rücktritt wäre Rückschritt

CSV und ADR verlangen Konsequenzen nach dem konsultativen Referendum – bis hin zum Rücktritt der gesamten Regierung. Ein Schritt in Richtung mehr Demokratie wäre das allerdings nicht.

Dass die gegenwärtige Koalition sich sogar beim eigenen Wahlpublikum nicht unbedingt beliebt macht, ist nach mehreren Umfragen, den Europawahlen im letzten Jahr und spätestens seit dem Referendum am vergangenen Sonntag nicht mehr anzuzweifeln.

In den ersten Monaten hatten die Koalitionäre es noch einigermaßen hinbekommen, ihr Vorhaben über die eigene Anhängerschaft hinaus zu „verkaufen“. Der Premier erfreute sich durchaus einer gewissen Beliebtheit. Die CSV, die ihren alten Meister noch nicht ganz hatte loswerden können, verharrte im „Motzeck“ und im demoskopischen Tief. mehr lesen / lire plus

Enseignement secondaire : Dans l’impasse

Face au risque d’une grève dans l’enseignement secondaire, Claude Meisch s’attaque frontalement aux syndicats.

(Photo : FLICKR/JEROMEG111)

(Photo : FLICKR/JEROMEG111)

Claude Meisch en a marre des syndicats de profs. C’est du moins ce qu’il a laissé entendre mercredi, lors d’une conférence de presse au sujet du conflit dans l’enseignement secondaire, qui l’oppose au SEW, à l’Apess et à la Féduse. Mardi, la conciliatrice chargée de rendre possible un compromis entre les deux parties avait constaté l’échec de la procédure. Après la dernière séance de conciliation – qui s’était soldée par une proposition de compromis (woxx 1318) à soumettre au vote de tous les professeurs -, des divergences quant au compte rendu de la séance avaient émergé (woxx 1321). mehr lesen / lire plus

Le jour d’après : Onde de choc


Le référendum de dimanche a été un tremblement de terre politique : les électeurs se sont prononcés massivement contre les trois propositions du gouvernement. Un début d’analyse.

Les résultats de dimanche, expression d’un repli identitaire ?

Les résultats de dimanche, expression d’un repli identitaire ?

Sans aucun doute, personne ne s’était attendu à ça. Oui, il était probable que le non allait l’emporter. Oui, il était même probable qu’il allait l’emporter massivement. Mais 78 pour cent ? Les Luxembourgeois se sont décidés massivement contre le droit de vote pour les résidents étrangers, le droit de vote facultatif à partir de 16 ans et la limitation des mandats ministériels.

D’innombrables questions se posent maintenant : était-il trop tôt pour poser la question du droit de vote des étrangers ? mehr lesen / lire plus

Excuses officielles : « Actes fautifs »

Dans sa résolution prise à l’unanimité, la Chambre des députés a reconnu les souffrances infligées à la communauté juive et s’est excusée. Pourtant, cet acte se heurte toujours au mythe national qui, entre les lignes de la résolution, fait de la résistance.

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Heinrich Himmler dans les rues de la capitale luxembourgeoise en 1940.

Ce ne furent pas les grandes pompes pour ces excuses officielles du parlement luxembourgeois envers la communauté juive, concernant la collaboration des autorités luxembourgeoises au début de l’occupation nazie. Et pour cause : si les députés étaient unanimes pour ce premier débat sur la résolution dérivée du rapport Artuso, la deuxième session, dédiée aux conclusions à tirer du référendum de dimanche, avait rendu l’atmosphère particulièrement pesante. mehr lesen / lire plus

Interview: „Bis heute hat es eine Geschichtsverfälschung gegeben“

Im Gespräch mit der woxx äußert sich der Präsident des Jüdischen Konsistoriums, Claude Marx, zur offiziellen Entschuldigung des Parlaments und erläutert, wieso diese öffentliche Stellungnahme einen Meilenstein darstellt.

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Claude Marx, Jahrgang 1934, ist seit 2014 Präsident des Jüdischen Konsistoriums in Luxemburg. Er überlebte den Zweiten Weltkrieg im Untergrund in Frankreich.

woxx: Die Frage einer institutionellen Mitschuld Luxemburgs an der Shoa ist dank des Artuso-Berichts, der am 10. Februar öffentlich vorgestellt wurde, erstmals offiziell gestellt worden. In zahlreichen Kommissionssitzungen haben sich Mitglieder der Chamber mit den Inhalten des Berichts befasst. Ist nach so vielen kleinteiligen Debatten nicht die Luft raus? Und ist es nicht geschmacklos, eine Entschuldigung in derselben Sitzung auszusprechen, in der über den Ausgang des Referendums diskutiert wird?
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Rotondes
 : Round One

Ce weekend, ça tourne rond à Luxembourg-ville : l’ouverture des Rotondes marque la naissance d’un nouveau centre culturel digne de la capitale.

Une nouvelle galaxie culturelle est née dans la capitale.

Une nouvelle galaxie culturelle est née dans la capitale.

Enfin ! Après huit longues années d’attente, de remises à zéro du compteur budgétaire, d’âpres luttes dans les coulisses et de compromis trouvés à la dernière minute (woxx 1318), les Rotondes ouvrent leurs portes avec une grande fête qui va durer du samedi au dimanche. Même si on devrait plutôt parler d’une rotonde un tiers – agrémentée de quelques préfabriqués. Mais laissons les fâcheux détails de côté un instant et réjouissons-nous du fait que le goudron frais est en train de sécher entre les bâtiments et que le site sera fin prêt pour la grande ouverture. mehr lesen / lire plus

Kollektivausstellung: Phantomschmerzen

Video-Schau, Klang- und Rauminstallation – die Ausstellung „Phantom of Civilisation“ im Casino präsentiert die Ausdrucksvielfalt dreier taiwanesischer Künstler auf eindrucksvolle Weise.

1323expoZeitgenössische Kunst und Urbanität zu vermischen, ist schon fast ein alter Hut. Wie viele Einzel- oder Gruppenausstellungen es zu diesem Thema in den Museen und Kunstforen Europas und der Welt schon gegeben hat, weiß wohl niemand so genau. Und trotzdem hat es das Casino mit „Phantom of Civilisation“ fertiggebracht, dieses Themenspektrum auf erfrischende und klare Art neu zu beleuchten. Es mag daran liegen, dass die drei ausgestellten Künstler – Fujui Wang, Chi-Tsung Wu und Goang-Ming Yuan – aus Taiwan stammen und sicher einen anderen Blickwinkel auf Landschaften und Städte haben. mehr lesen / lire plus