EXPO: Kriegsspuren in Öl

Die Arbeiten von Ronald Ophuis sind dokumentarisch anmutende Öl-Porträts, die ausnahmslos die Folgen von Krieg und Gewalt widerspiegeln. Beklemmend, aber auch voyeuristisch, erzeugen sie Eindrücke, die lange nachwirken.

Für sich selbst sprechen sollen offenbar die Ölbilder des niederländischen Malers Ronald Ophuis. Seine Werke, rund ein Dutzend, überwiegend Porträts, werden zurzeit in einer überschaubaren Ausstellung in der Galerie Bernard Ceysson gezeigt. Die sieht sich damit am Puls der Zeit, hat sie sich doch auf die Fahnen geschrieben, die zeitgenössische Malerei zu begleiten. Zu sehen sind Gesichter, in die die Kriege des vergangenen Jahrhunderts ihre Spuren gekerbt haben. Die Opfer des Massakers von Srebenica, des Genozids in Ruanda und anderer Gewalt-?ereignisse sind die Sujets des 1968 in den Niederlanden geborenen und in Amsterdam wirkenden Malers, dessen Handschrift man kunsthistorisch mit etwas gutem Willen zwischen Géricault, Delacroix und Manet verorten könnte. mehr lesen / lire plus

BRIAN DE PALMA: Craquelures

Dans « Passion », Brian de Palma se livre à la réécriture de « Crime d’amour », le dernier film d’Alain Corneau, décédé en 2010. Le réalisateur fait pourtant bien plus qu’une simple adaptation pour le public américain.

Leur attirance va s’avérer mortelle.

Jusqu’où peut-on pousser un être humain avant qu’il ne craque ? Et est-ce que le commerce mondialisé qui opère à des vitesses surhumaines n’est pas justement le responsable de tant de misère humaine ? Ces deux questions sont au centre aussi bien de « Passion » que de « Crime d’amour » – le legs cinématographique d’Alain Courneau qu’il acheva peu avant sa disparition.

L’histoire débute sur un ton banal : deux femmes, Isabelle et sa supérieure Christine, que la première admire de toute son âme, travaillent dans une boîte de communication basée à Berlin et opérant à un niveau international. mehr lesen / lire plus

MUSIQUE: La dame aux oiseaux

Saxophoniste et professeure au Conservatoire depuis peu, la jeune musicienne Anaïs Lorentz va présenter son premier disque « Run, Sing and Fly » jeudi prochain. Rencontre avec une passionnée de la musique et des oiseaux.

L’ornithologie musicale en personne : Anaïs Lorentz.

Le rendez-vous a lieu dans un petit bistrot charmant de Luxembourg-Ville au cours d’un de ces rares après-midi ensoleillés auxquels on a eu droit cette semaine. Anaïs Lorentz, une jeune femme pétillante, parle certes vite et beaucoup, mais tout de même sans qu’on puisse lui prêter des airs de fausse modestie, si communs à certains artistes. Et cela même si elle enchaîne les rencontres avec la presse ces derniers temps, pour promouvoir son premier album « Run, Sing and Fly » qu’elle vient d’enregistrer avec la pianiste Kae Shiraki. mehr lesen / lire plus

IRAN: Ein verlorener Kampf

Das iranische Regime hat im vergangenen Jahrzehnt in verschiedene Konflikte im Nahen Osten eingegriffen, um in der Region an Einfluss zu gewinnen. Doch die Durchsetzung der eigenen Machtansprüche erweist sich vielfach als schwierig, vor allem in Syrien.

Armee Gottes: Offiziell Teil der iranische Armee, sind die Revolutionsgarden (Pasdaran) in Wahrheit eine militärische Parallelstruktur, die über eigene Unternehmen und daher auch über eine unabhängige ökonomische Basis verfügt. Sie sind der Aufrechterhaltung des islamischen Systems verpflichtet, dessen Ausdehnung dem Verständnis des Regimes nach nicht auf die Grenzen nationaler Souveränität reduziert ist.

Wer weiß, ob die Tränen echt waren, aber das Bild war bezeichnend: Gramgebeugt saß Qasem Soleimani, der Chef der al-Quds-Einheit, bei der Trauerfeier für den Revolutionswächter Hassan Shateri. mehr lesen / lire plus

BERLINALE 2013: Aus dem Osten viel Neues

Mit seiner 63. Folge platzierte sich das deutsche Filmfest mal wieder da, wo es sich am liebsten sieht: bei den politischen Festivals. Und die Jury begeisterte sich in diesem Jahr offenbar vor allem für das Kino aus dem europäischen Osten.

„Child’s Pose“ ist der große Gewinner der 63. Berlinale – eine beklemmendes Bild aus dem Inneren der rumänsichen Gesellschaft.

Der Festivaldirektor der Berlinale, Dieter Kosslick, hatte für die 63. Internationalen Filmfestspiele ein abwechslungsreiches Programm angekündigt. Zahlreiche Independentproduktionen sollten sich in einem fairen Wettkampf mit Großproduktionen messen. Dabei war zu bemerken, dass Zentraleuropa und Asien auf dem Vormarsch sind – und die Liste der Preisträger zeigt, dass es tatsächlich die Oststaaten sind, die die diesjährige Berlinale bestimmt haben. mehr lesen / lire plus

EU-VERFASSUNG: Die nächste kommt bestimmt!

Ein Buch über die linken Debatten zur europäischen Verfassung gewinnt eine neue Aktualität. Eurokrise und institutionelle Reformen werfen erneut die Frage nach den europapolitischen Zielen auf.

Deutsch-französischer Streit, britische Austritts-Drohung, schwierige Verhandlungen über den langfristigen Haushalt – die europapolitische Tagesaktualität könnte vergessen lassen, dass auf dem Höhepunkt der Krise ehrgeizige politische Ziele den Politikern ins Auge gefasst wurden: Die EU sollte stärker zusammenwachsen und dabei sozialer und politischer werden.

Gemeinsam dagegen

Die kühnsten Befürworter eines föderalen Europa forderten einen Konvent, der, wie Anfang des vergangenen Jahrzehnts, einen neuen europäischen Vertrag ausarbeiten sollte. Die Kommission und der Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy legten immerhin im Dezember „Roadmaps“ vor, die ein eigenständiges EU-Budget und neue wirtschaftspolitische Aufgaben vorsahen. mehr lesen / lire plus

EUROPÄISCHE LINKE: Mosaik der Strategien

Fast zehn Jahre nach der Verfassungsdebatte verfügt die Linke immer noch nicht über eine europapolitische Strategie. Zwar ist sie, wie in Frankreich, stärker geworden, doch die Positionen der einzelnen Parteien bleiben widersprüchlich.

Waren die Anhänger des Nein wirklich nur souveränistische Dinosaurier? Ein Teil der Linken hofft auf das Ableben der EU, doch ein anderer setzt auf das Aussterben der Nationalstaaten.

„Abzuwarten bleibt, wem diese Hoffnung nützt“, mit diesen Worten schließt das nebenstehend besprochene Buch, ein skeptisches Echo auf die Erklärung der PCF-Vorsitzenden am Tag nach dem französischen Referendum: „Heute erhebt sich große Hoffnung.“ Zwar wurde durch das französische Nein das Prestige der EU-Institutionen dauerhaft erschüttert, doch die Festschreibung des neoliberalen Kurses im Vertrag von Lissabon konnte nicht verhindert werden. mehr lesen / lire plus

ÉCONOMIE: Les 99,9 pour cent

Arcelormittal, Cargolux ou la collaboration avec le Srel, le ministère de l’Economie est au centre de l’actualité du moment. Entretien avec Etienne Schneider, l’homme aux commandes.

Etienne Schneider est ministre de l’économie depuis le 1er février 2012 suite à la démission de son prédécesseur, le socialiste Jeannot Krecké, dont il fut également le secrétaire de fraction.

woxx : Dans le contexte de ce qui vient de se passer à Liège et en France avec Arcelormittal – et au vu de la situation luxembourgeoise qui n’est pas vraiment meilleure – une question se pose : A partir de quand un gouvernement doit-il cesser de faire confiance à un entrepreneur qui brise ses promesses si souvent ? mehr lesen / lire plus

SYNDICALISME: Lutte des classes reloaded

La crise financière pousse-t-elle le monde syndical dans la crise ? Malgré sa force numérique, le syndicalisme luxembourgeois, à l’instar de bien d’autres, doit faire face à des défis conséquents. C’est l’objet de la table ronde que le woxx organise ce mardi.

A l’heure de la mondialisation libérale, l’appel de Marx dans son manifeste est plus actuel que jamais.

En 2008, lors du déclenchement de la crise financière capitaliste, un petit pays d’Europe fut sévèrement touché : l’Islande. En quelques semaines, le niveau de vie chuta brutalement. Résilients, les habitants de l’île volcanique, habitués aux conditions extrêmes, ont su s’en sortir : en virant leur gouvernement et en le remplaçant par une coalition de gauche, en rédigeant une nouvelle constitution, et en disant « ekki » (« non ») au remboursement des banques. mehr lesen / lire plus

NAHRUNGSMITTELAUTONOMIE: Eigene Ressourcen

Interview mit Henry Saragih, Generalsekretär des internationalen Bauernverbandes „La Via Campesina“.

Henry Saragih

Das Hauptanliegen von „Via Campesina“ ist die Nahrungsmittelautonomie. Was meint der Begriff?

„Nahrungsmittelautonomie ist ein Grundrecht. Alle sollten die Möglichkeit haben, eine Politik zu machen, die ihren lokalen Lebensmittelmarkt schützt. Das heißt für die Kleinbauern, dass sie ihre eigene Nahrung herstellen und auf ihre Ressourcen zurückgreifen. Sie haben ein Recht auf einen fairen Preis auf ihrem nationalen Markt. Eigentlich meint es, dass wir ein Recht darauf haben, unsere eigene Nahrung herzustellen, und darauf, unsere Ressourcen selbst zu nutzen.“ 

Was macht „Via Campesina“, um die Autonomie von Kleinbauern zu stärken und diese vor dem Zugriff der Industrie zu schützen? mehr lesen / lire plus

AMÉRIQUE LATINE: De progrès en progrès

A l’instar de ses homologues de gauche du continent, le président de l’Equateur a été réélu haut la main. Malgré les difficultés, la gauche latino amplifie son soutien populaire.

Rafael Correa est redevenu président de l’Equateur. Redevenu, en effet, car il avait demandé à l’Assemblée qu’elle le libère de ses fonctions à partir du 15 janvier afin d’éviter qu’il y ait confusion entre son mandat de chef d’Etat et son statut de candidat à sa propre réélection. Ce n’est peut-être qu’un détail, mais il illustre bien l’originalité de ces mouvements de gauche qui ont été portés au pouvoir dans un grand nombre de pays d’Amérique latine depuis la fin des années 1990. mehr lesen / lire plus

SUIZIDPRÄVENTION: Arbeit kann tödlich sein!

Die Zahl der Suizide steigt weltweit. In Luxemburg ist Selbstmord die erste Todesursache bei Erwerbstätigen. Wer dem Druck im Unternehmen nicht standhält, bleibt auf der Strecke …

… before it kills you

Ein erfüllender Job ist ein Ideal, nach dem die meisten Menschen in unseren modernen Leistungsgesellschaften streben. Sich selbst zu realisieren, ist heute, wo die physische Strapaze der Arbeit dem psychischen Stress gewichen ist, mehr denn je zum Leitmotiv geworden. Zahlreiche Studien zeigen, dass, wer einer sinnstiftenden Arbeit nachgeht, mit der er/sie sich identifizieren kann, meist auch leistungsfähiger ist. Doch wer hat ihn schon, den Traumjob? Leistungsdruck, Mobbing und Konkurrenzkampf sind Begleiterscheinungen, die in den westlichen Wohlstandsnationen fast schon als normal hingenommen werden. mehr lesen / lire plus

BOMMELEEËR: De Kapp am Rondel

Le procès auquel plus personne ne croyait commencera bien la semaine prochaine – sauf si MeVogel réussit à le repousser. Après des décennies de chasse à l’homme, le voile sera enfin levé sur le, ou les, Bommeleeër. Mais veut-on vraiment savoir ?

Quelques jours avant le début du procès du siècle, la presse semble prise par une fièvre contagieuse. La maladie : vendre du papier – ou des clics sur internet – avec du réchauffé, du presque nouveau et peut-être même l’un ou l’autre scoop. En tout cas, si l’ancien sous-officier dégotté par RTL dit vrai et que l’armée luxembourgeoise a bien participé à des manoeuvres « Stay Behind », certaines personnes, comme l’ancien premier ministre Jacques Santer, devraient passer un mauvais quart d’heure lors de leur témoignage. mehr lesen / lire plus

The Srel stays behind the Bommeleeër

Les travaux de la commission d’enquête sur le Srel ne devraient pas être clôturés, comme l’a suggéré son rapporteur, François Bausch. C’est en tout cas l’avis du député Serge Urbany dans un courrier qu’il a adressé ce jeudi au président de la commission, Alex Bodry. Urbany s’appuie sur le reportage diffusé mercredi soir sur RTL faisant témoigner un ancien sous-officier de l’armée confirmant, sous couvert d’anonymat, que les différents services de sécurité participaient aux manoeuvres dites « Oesling 1984 » destinées à organiser la « résistance » dans l’éventualité d’une occupation par les troupes du Pacte de Varsovie. Ce sous-officier établit également le lien entre ces manoeuvres et les explosions dans le cadre de l’affaire « Bommeleeër ». mehr lesen / lire plus

Längst überfällige Reform

Manchmal, zugegeben selten, lässt sie einen doch aufatmen, die deutsche Rechtsprechung. Etwa als es nun um die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare ging, um eben solche Rechte, die seit Jahr und Tag für Mann und Frau selbstverständlich sind. Letzte Woche hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe endlich das Adoptionsrecht reformiert und das obwohl sich Bundeskanzlerin Merkel bis zuletzt zierte. Das Verbot von Zweitadoptionen verstoße gegen das Grundgesetz, entschied der erste Senat einstimmig. Ja wieso sollten denn auch zwei Väter oder Mütter nicht genau so gut oder besser sein, als die klassischen heterosexuellen Bilderbucheltern? Aus Sicht der Fachverbände spricht jedenfalls nichts dagegen. Nun will auch Luxemburg in absehbarer Zeit nachziehen. mehr lesen / lire plus