Transition Days Festival: Von Komposthaufen und Drachen

Das Team der Transition Days 2021 lädt zum dreitägigen Festival der Nachhaltigkeit ins Carré in Hollerich ein. Auf dem Programm: Nicht nur Grünzeug, sondern auch Konferenzen, Spielzeit und Geschenke.

Neben Workshops, Konferenzen und Konzerten können die Besucher*innen des Transition Days Festival auch lokale Produzent*innen auf ihrem Stand besuchen. (Copyright: PeaceAdvocatePhotography)

Das Centre for Ecological Learning Luxembourg (Cell) wird seinem Namen am kommenden Wochenende gerecht: Im Rahmen der Transition Days 2021 stellt das Zentrum ein Festival zu Nachhaltigkeit, Bildung und Kultur auf die Beine. Dabei versteht das Cell mehr unter Nachhaltigkeit als Komposthaufen und die Wiederverwertung von Gemüseabfall. Auch wenn es zu beiden Themen Workshops gibt: „Composter avec des vers de terre“ und „Peindre et teindre à partir de plantes et déchets de légumes“. mehr lesen / lire plus

Domopoétique : Foyer de création

Après « Domopoetic Works » fin 2017, la galerie Simoncini offre une nouvelle carte blanche au couple Pierre Joris-Nicole Peyrafitte. Leurs « Actions/travaux karstiques » se déploient sur les trois étages du lieu, proposant une exploration écologique de la vie domestique au moyen de peintures, textes et vidéos.

Une vue de la « Canopée », au premier étage de la galerie Simoncini. (Photos : Céline Delayer)

Alors que les préparatifs s’achèvent, que les derniers micros sont connectés, que les caméras sont branchées, le ciel s’assombrit soudain. L’orage approche ; le début de la performance d’ouverture de l’exposition aussi. Des trombes d’eau s’abattent sur la ville, et puis tout se calme avant que Pierre Joris et Nicole Peyrafitte entament leur dialogue d’un étage à l’autre par haut-parleurs interposés. mehr lesen / lire plus

Im Kino: The United States vs. Billie Holiday

Queerbaiting, eine unplausible Liebesgeschichte und ein zu starker Fokus auf Drogenkonsum: Kritikwürdig ist an Lee Daniels Film „The United States vs. Billie Holiday“ einiges. Zum Glück macht Hauptdarstellerin Andra Day vieles davon wett.

Immer wieder landet Holiday wegen Fletcher vor Gericht, behält ihn aber dennoch in ihrem engsten Umfeld. (Foto: Ascot Elite Entertainment Group)

Beim Durchlesen der Rezensionen zu „The United States vs. Billie Holiday“ ist mehrheitlich Enttäuschung herauszulesen. Beklagt werden je nach Artikel unterschiedliche Mängel. Während es den einen im Film zu wenig um Holidays Einfluss auf die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung geht, wird anderen zufolge ihre stilprägende Gesangstechnik vernachlässigt. Noch andere wiederum bedauern, dass Holidays Beziehungen zu Frauen größtenteils ausgeklammert werden. mehr lesen / lire plus

Notre conseil de série : Le Serpent

La série Netflix « Le Serpent », retraçant le parcours sanglant de Charles Sobrahj en Asie, emmène le public dans un monde et une époque bien révolus – et pourtant si proches.

Attention, ne vous fiez pas aux apparences disco-cool : Charles Sobrahj est ce qu’on qualifierait aujourd’hui de personnage toxique. (© Netflix)

Que ce soit à Bangkok, Hong Kong ou ailleurs sur les routes de l’Asie, le procédé du Serpent est toujours le même. Il commence par séduire ses victimes, de jeunes hippies occidentaux-ales attiré-e-s par l’exotisme et l’envie de s’ouvrir tous les chakras qui leur restent, il devient leur confident dans un monde qui leur est inconnu, les amène aux meilleures fêtes et leur fait prendre les meilleures drogues. mehr lesen / lire plus

Eselsohren und Salatköpfe

Eigentlich ist er derjenige, der Neuerscheinungen rezensiert: der luxemburgische Literaturkritiker Jérôme Jaminet. Im März hat er sein Buch Ein Wort in Esels Ohr. Aufzeichnungen“ veröffentlicht. Das Cover resümiert den Inhalt.

COPYRIGHT: Capybarabooks

Don’t judge a book by its cover“, lautet eine oft zitierte Redewendung. Das gilt allerdings nicht für Ein Wort in Esels Ohr. Aufzeichnungenvon Jérôme Jaminet, denn das Cover vermittelt einen guten Eindruck dessen, was einen zwischen den Buchdeckeln erwartet: Eine Gestalt mit Salatkopf, rotem Pullunder und Möhre in der Hand reitet einen braunen Esel auf Sprungfedern. Klingt verspielt? Auch ein wenig zusammenhanglos und kurios? mehr lesen / lire plus

Protection des données : la CNPD tâte sa gâchette

C’est une première : la Commission nationale pour la protection des données (CNPD) vient de publier 18 de ses décisions prises suite à ses enquêtes. Elle n’a cependant presque pas fait de mal aux contrevenants.

Ce sont les confrères de Paperjam qui ont découvert cette nouveauté en premier : une nouvelle page sur le site de la CNPD où celle-ci annonce ses « premières décisions sur l’issue d’enquêtes ». Un peu plus tard, la commission a elle-même envoyé un communiqué de presse à travers l’extranet du gouvernement (ce qui est un peu bizarre pour une autorité indépendante), faisant la même annonce. mehr lesen / lire plus

Kleine Schritte im Kampf gegen Gewalt an Schulen

Künftig sollen in den Schulen Daten über Missbrauchsfälle erhoben werden. Ob es zur Implementierung des seit langem geforderten Child Protection Officers kommen wird, ist noch unklar.

© pxfuel.com

Ab dem kommenden Schuljahr wird erfasst, aus welchen Gründen Schüler*innen Schulpsycholog*innen aufsuchen. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Die grünen Abgeordneten Djuna Bernard und François Benoy hatten von Bildungsminister Claude Meisch (DP) und Gleichstellungsministerin Taina Bofferding (LSAP) wissen wollen, wie in Zukunft gegen sexualisierte Gewalt an Schulen vorgegangen werde.

Zum Anlass nahmen Bernard und Benoy einen offenen Brief, über den die woxx vor sechs Wochen berichtete. Darin hatten zwei ehemalige LCD-Schülerinnen gefordert, in Bildungsinstitutionen konsequenter bei der Prävention von und Reaktion auf Missbrauchsfälle(n) vorzugehen. mehr lesen / lire plus

Armee-Fahrzeuge: Karneval der Tiere

Luxemburgs Armee auf Einkaufstour: Nach Flugzeugen und Satelliten soll jetzt Ersatz für die gepanzerten Fahrzeuge Humvee und Dingo beschafft werden. Eine Pressekonferenz wurde einberufen, um das Warum zu erklären, nicht aber das Was.

Mit mir ist nicht zu spaßen! Belgischer Griffon.
(Wikimedia; Ger Dekker; CC BY-SA 2.0)

Die Luxemburger Armee bekommt in den nächsten Jahren neue Kampffahrzeuge, das kündigte der zuständige Minister François Bausch auf einer Pressekonferenz am 2. Juni an. Als Grund wurde unter anderem angeführt, dass derzeit zwei verschiedene Fahrzeugtypen im Einsatz sind, was die Logistik erschwert. Die „Humvees“ (High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle, HMMWV) bieten zudem keinen ausreichenden Schutz vor Sprengfallen, wie sie in Afghanistan und in Mali gegen westlichen Trupen eingesetzt werden. mehr lesen / lire plus

Wer ist hier genmanipuliert?

In Luxemburg ist der Anbau oder die Haltung von genmanipulierten Organismen (GMOs) verboten. Neue Techniken zur Genmanipulation machen die Regulierung jedoch schwer. Das bereitet nicht nur der EU-Kommission, sondern auch der Luxemburger Regierung Kopfzerbrechen.

Golden rice (rechts im Bild) wird oft als Beispiel für die Vorteile von GMOs herangezogen, da damit Vitaminmängel vorgebeugt werden sollen. (Foto: CC-BY International Rice Research Institute)

Die Haltung der Regierung ist klar: GMOs sind in der Luxemburger Landwirtschaft nicht erlaubt und den Konsument*innen sollten möglichst auch keine Lebensmittel, die GMOs enthalten, zugemutet werden. Die EU-Richtlinie, nach der es möglich ist, GMOs zu verbieten, stammt allerdings aus dem Jahr 2001. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : L’étreinte

Malgré des situations dont on ne peut guère vanter l’originalité, le film parvient à se distinguer par le regard qu’il porte sur une veuve cinquantenaire dans une société où l’âge devient peu à peu un handicap. Un rôle sur mesure pour Emmanuelle Béart, qui remplit son contrat avec des accents de néoadolescente perdue.

L’évaluation du woxx : XX
Tous les horaires sur le site. mehr lesen / lire plus

Online-Ausstellungen: Pos, Penisse und Federboas

Das Projekt „Boys! Boys! Boys!“ stellt in seinen Online-Ausstellungen queere und schwule Fotografie in den Mittelpunkt. Der virtuelle Besuch lohnt sich trotz einger Kritikpunkte.

COPYRIGHT: Florian Hetz/BILDQUELLE: mannschaft.com

Was ist das Lieblingsmotiv eines Kunstprojekts mit dem Namen „Boys! Boys! Boys!“? Männer. Doch was heißt es, ein Mann zu sein? Die Londoner Kunstgalerie Little Black Gallery wirft mit „Boys! Boys! Boys!“ einen Blick auf queere und schwule Fotografie. Hinter und vor der Linse stehen Männer. Die Online-Ausstellungen sind ein absolutes Muss für Liebhaber*innen des Kultfotografen Robert Mapplethrope oder des litauischen Künstlers Arnoldas Kubilius.

Der amerikanische Fotograf Matthew Finley kommt den beiden mit seinen Werken nahe. mehr lesen / lire plus

„Mäin éischt Null Offallbuch“: Individualisierung für die Kleinsten

Mit einem Bilderbuch richtet sich die Ëmweltberodung an Kinder. Durch die Geschichte von Betti und Litti sollen sie lernen, wie man Abfall richtig trennt. Dabei fällt die Botschaft hinter das zurück, was in den 1990er-Jahren vermittelt wurde.

Betti und Litti sind zwei Fantasiewesen, die ein wenig wie Maulwürfe mit Hörnern aussehen. An Bettis Hörnern sind schöne Blätter, weil sie sich um die Umwelt kümmert. Litti hingegen verschmutzt seinen Garten und die Natur, deswegen hat er all seine Blätter verloren. Das ist die – bereits ziemlich fragwürdige – Ausgangssituation von „Mäin éischt Null Offallbuch“, das vom Verein Ëmweltberodung Lëtzebuerg herausgegeben wurde.

Im weiteren Verlauf des Bilderbuches zeigt Betti Litti, wie man Abfall richtig trennt, wiederverwertet und entsorgt. mehr lesen / lire plus

Un Statec optimiste

Après une récession modérée en 2020, le service des statistiques de l’État s’attend à un net rebond en 2021.

« La croissance sous injection », tel est le titre de la note de conjoncture 1-2021 que vient de publier le Statec aujourd’hui. Après un recul net de 1,3 % du PIB en 2020 comparé à celui de 2019, le service des statistiques de l’État se montre se montre franchement optimiste quant à la future évolution. Non seulement le coup à assumer en 2020 était moins important qu’annoncé au moment de l’arrivée de la pandémie, mais le Statec constate aussi que « celui-ci apparaît peu prononcé en comparaison européenne ». mehr lesen / lire plus

La pandémie coûterait plus d’un milliard aux communes

Le ministère de l’Intérieur et le Syndicat des villes et communes luxembourgeoises (Syvicol) ne font pas la même analyse de l’impact de la pandémie sur les finances communales.

Lors d’une conférence de presse, la ministre de l’Intérieur, Taina Bofferding (LSAP), a fait le point vendredi passé sur la situation des finances communales suite à la Covid-19. « Même si 2020 peut être qualifiée d’année exceptionnelle, la situation globale des finances communales – après un an de pandémie – est bien meilleure qu’initialement redouté ! », se fait-elle citer dans un communiqué de presse diffusé par ses services. Elle se réfère au « dashboard » des finances communales présenté à la même occasion. mehr lesen / lire plus

Impôt minimal global : L’heure de vérité s’approche

La décision du G7 le weekend dernier d’aller vers un impôt minimal de 15 % pour les multinationales pourrait changer la donne pour le Luxembourg. Si elle ne veut pas être prise de court, la politique nationale ferait mieux d’abandonner tout double discours et d’affronter l’avenir.

Les relations entre les Luxembourgeois-e-s, la politique et « leur » place financière, fondée par des avocat-e-s d’affaires, ont longtemps été marquées par une harmonie ignorante. La classe politique ne s’en est pas trop mêlé tant que l’argent continuait de couler et que l’image du pays n’en souffrait pas trop. Après les scandales Luxleaks, l’attitude a définitivement changé, et la coalition est passée à l’offensive avec des campagnes de branding et l’invention du mantra du « level-playing field ». mehr lesen / lire plus

Onlinekonferenz: Mehr Biodiversität und Umweltschutz mit der Landwirtschaft

In einer kürzlich veröffentlichen Studie wurde erneut der schlechte ökologische Zustand Luxemburger Grünlandhabitate festgestellt. Am Donnerstag, dem 10. Juni präsentieren die Autor*innen die Ergebnisse und Lösungsansätze.

Die Situation ist dramatisch: Rund 68 Prozent der natürlichen und naturnahen Habitate in Luxemburg sind in einem unzureichenden oder schlechten Erhaltungszustand, Tier- und Pflanzenwelt leiden darunter und viele Feldvögel sind vom Aussterben bedroht, manche auch komplett verschwunden. Schlimmer noch: Die Förderungen für die Landwirtschaft, die dieser Entwicklung eigentlich entgegenwirken sollten, haben nichts verbessert. So lässt sich die Studie resümieren, die das Observatoire de l’Environnement Naturel beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl Deutschland) und dem Institut für Agrarökologie und Biodiversität (Ifab) in Auftrag gegeben hat. mehr lesen / lire plus

Vogelgeschrei aus Österreich

Die Band Buntspecht ging am 4. Juni mit ihrer neuen EP „Paradies“ an den Start. Die erzählt zwar wie schon ihre vorangehende Alben unter anderem Tiergeschichten, kann musikalisch aber nicht ganz mithalten.

COYPRIGHT: Buntspecht

Wenn im Paradies Musik von Buntspecht läuft, lässt es sich dort aushalten. Es sei denn, man steht nicht auf tanzbaren Folk-Punk und Weltmusik auf Deutsch. Für alle, die was dafür übrig haben, lohnt es sich jedoch in die EP „Paradies“ rein zu hören. Die sechsköpfige Band aus Österreich, die sich auf ihrer Website als „betrunkene Seiltänzer aus Wien“ beschreibt, bleibt ihrem Stil treu: Es gibt Tiergeschichten, absurde Liebeshymnen und jede Menge musikalischen Lärm. mehr lesen / lire plus

Lateinamerikas Rechte: Das Paradox der Mittelschicht

Ein Sammelband analysiert die länderübergreifende Rechtswende auf dem lateinamerikanischen Subkontinent. Zu den Erkenntnissen zählt auch die Einsicht, dass die dortige Linke teils Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden ist.

Mit Pedro Castillo hatte während des Präsidentschaftswahlkampfes in Peru kaum jemand gerechnet. Doch der Grundschullehrer und Gewerkschaftler siegte im ersten Wahlgang am 11. April mit 18,9 Prozent der Stimmen und tritt nun in der Stichwahl am 6. Juni gegen Keiko Fujimori an, die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori (siehe dazu unseren Artikel „Zerreißprobe für die Demokratie“ in der woxx 1634). Ein Sieg der Kandidatin der Rechten und Favoritin, die im April auf 13,4 Prozent gekommen war, würde einen Trend bestätigen, den die beiden Herausgeber des Buches „Rechtswende in Lateinamerika“, der Politikwissenschaftler und Romanist Patrick Eser sowie der Romanist Jan-Henrik Witthaus, als Ausgangspunkt für die in dem Band versammelten Aufsätze genommen haben. mehr lesen / lire plus

Erfolgreiche Fahrraddemo: Mehr als 500 Teilnehmer*innen

Wir publizieren Eindrücke der Fahrraddemo am heutigen Samstag in Luxemburg-Stadt. Über 500 Teilnehmer*innen demonstrierten für eine sichere Fahrradinfrastruktur in der Hauptstadt. Darüber hinaus machten sie ihr Unverständnis für den Versuch des Schöff*innenrates, das Demonstrationsrecht einzuschränken, deutlich.

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Erpressung per Internet: Game Over

Ein Hackerangriff auf ein Pipeline-System schränkte für einige Tage die Benzinversorgung in den USA ein. Vor allem dank der Kryptowährung Bitcoin etabliert sich eine hochprofitable Form der organisierten Kriminalität.

Gegen Cyberattacken richten klassische Sicherheitsvorkehrungen nichts aus: Mitte Mai hatten Hacker das größte US-amerikanische Pipeline-System für raffinierte Ölprodukte lahmgelegt. (Foto: EPA-EFE/Jim Lo Scalzo)

Mitte Mai ging in Teilen der USA der Sprit aus. 87 Prozent der Tankstellen in Washington, D.C., saßen auf dem Trockenen, Autobesitzer kauften panikartig Benzin, die Fluggesellschaft „American Airlines“ musste Flugpläne wegen Treibstoffmangels ändern. Der Benzinpreis stieg auf den höchsten Stand seit 2014, umgerechnet knapp 66 Eurocent pro Liter. mehr lesen / lire plus