LITTERATURE: „Et schreiwt een ëmmer sech selwer“

A 82 ans, le poète luxembourgeois Emile Hemmen a toujours suivi sa propre voie, en dehors des tendances.

Lorsqu’on lui demande s’il a l’impression que tous les aspects de son travail artistique ont été abordés au cours de l’interview, si tout a été dit, Emile Hemmen hausse les épaules: „Vous savez, une conversation ne se termine jamais vraiment.“ Il tient néanmoins à ajouter sa définition personnelle de la poésie: „La poésie est l’image inachevée d’une plénitude qui nous est refusée.“ Constat amer, dirait-on, mais l’écrivain ne le voit pas de cet oeil. Car ce côté inachevé est pour lui également la promesse d’une ouverture. mehr lesen / lire plus

T42: Ende offen

Von der Schülerband zu Familienvätern: Nach 15 Jahren hängt T42 endgültig die Instrumente an den Nagel. Aber ein neues Projekt steht bereits in den Startlöchern.

Eric Falchero und John Rech

„Wir sind nicht cool“, sagt Philipp Seymour Hoffmann in Cameron Crowes Film „Almost Famous“ zu einem viel zu netten milchbärtigen Jungen, der unbedingt mit den großen Rockstars rumhängen möchte. Dieses Gefühl, nicht wirklich cool zu sein, kennt John Rech nur zu gut. Von der ersten Stunde an stand der Düdelinger bei den Folk-Rockern T42 hinter dem Mikrofon, löste in den Neunzigern in Luxemburg eine regelrechte Fanhysterie um seine Person aus und musste doch von Seiten der KritikerInnen immer wieder Schelte einstecken. mehr lesen / lire plus

BLUES: Amos Lee

Pour faire court, on pourrait dire qu’Amos Lee, c’est Norah Jones au masculin: même maison de disques (Blue Note), même personnel et même approche minimaliste en ce qui concerne les arrangements. C’est d’ailleurs Lee Alexander, le bassiste de Jones, qui a produit le premier album d’Amos Lee, qui porte le nom de l’artiste. Et si vous croyez entendre la voix de la chanteuse, vous n’hallucinez pas, elle signe effectivement les deuxièmes voix et joue du piano. Les puristes vont reprocher à ce disque un manque de profondeur ou d’originalité, car c’est vrai que Lee se contente de cuisiner les bonnes vieilles recettes du blues et cela avec des ingrédients allégés. mehr lesen / lire plus

POP: Tanita Tikaram

Tanita Tikaram wurde als One-Hit-Wonder abgehakt, nachdem ihre Karriere nach dem ersten großartigen Album „Ancient Heart“ gehörig ins Stottern geriet. Was kaum jemand weiß: Die 36-jährige Britin hat weiter regelmäßig CDs produziert, von denen aber lediglich ihre treuen Fans Notiz nahmen. Mit ihrer sechsten Platte „Sentimental“ setzt Tikaram noch einmal zum Come-back an. Aber diese lahme Mischung aus Jazz und Italo-Pop kann wirklich niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. War ihre dunkle Altstimme in den Achtzigern eine willkommene Abwechslung inmitten des Synthiepop-Einerleis, so stößt die Sängerin beim Versuch, sich sinnlich zu geben, überdeutlich an ihre Grenzen. Die Songs klingen alle gleich, die Texte sind nichtssagend und austauschbar, die Arrangements gepflegt aber uninspiriert. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Röntgenblick

Sind wir alle nur Marionetten und ist das Leben nichts als eine gigantische Kulisse? Die junge Fotografin Jessica Theis wirft einen Blick hinter die Fassaden.

Zur Abwechslung vor der Linse: die Fotografin Jessica Theis.

Ein gemütlich-altmodisches Wohnzimmer mit einem dunkelgrünen Stoffsofa. An der Wand hängen bunte Ölgemälde. Auf dem Tisch mit dem weißen Spitzendeckchen liegt ein Stück Alufolie. Eine ältere Dame sitzt nach vorne gebückt – sie zieht sich eine Linie Koks in die Nase.

Kein Sorge, das Foto aus Jessica Theis‘ Serie „Generationen“ ist nicht echt. Die Dame saß lediglich Modell für die Abschlussarbeit der 24-jährigen Fotografin. „Ich habe sie nach einer Theatervorstellung kennen gelernt“, erzählt Theis. mehr lesen / lire plus

ROCK: Biolay décoiffé

Dire qu’avec son nouvel album „A l’origine“ Benjamin Biolay a découvert le rock, comme l’ont fait certain-e-s journalistes français-es, serait sans doute exagéré. Mais il est vrai que cet opus décoiffe plus que ses prédécesseurs. Certes le chansonnier flotte toujours dans une espèce de mélancolie existentialiste („Mon amour m’a baisé“ ou „Mes peines de coeur“) – le mal de vivre est cependant contrebalancé par des arrangements moins élégants et plus rugueux. A écouter absolument: la chanson-titre „A l’origine“ dans laquelle l’auteur Biolay aligne les trouvailles („A l’origine les poules étaient des nuggets“), et le très beau „Dans mon dos“. Parmi les invité-e-s, on note Françoise Hardy pour le duo „Adieu triste amour“ et une chorale enfantine qui procure un peu d’innocence à un disque merveilleusement désabusé. mehr lesen / lire plus

RICHARD LINKLATERS: Before Sunset

Eine Liebesgeschichte für ZynikerInnen: Richard Linklaters Sequel zum Kultfilm „Before Sunrise“ ist rundum gelungen. Ethan Hawke und Julie Delpy schlüpfen zum zweiten Mal in die Rolle des amerikanisch-französischen Liebespaares Jesse und Céline. Fans des ersten Teils dürfen diesen Nachschlag nicht verpassen. Und das Schöne ist: Das Ende bleibt wieder einmal offen. mehr lesen / lire plus

JACQUES AUDIARD: De battre mon coeur s’est arrêté

A l’image de son titre sophistiqué, „De battre mon coeur s’est arrêté“ est un film qui prend mille détours pour faire oublier qu’il ne va nulle part.

Plus torturé qu’artiste: Romain Duris dans la peau d’un pianiste raté.

Avec toutes les cigarettes que fument les personnages (masculins) dans le dernier opus de Jacques Audiard, il y a de quoi ressortir de la salle de cinéma avec un cancer du poumon, rien qu’à les regarder. „De battre mon coeur s’est arrêté“ est un western urbain: nicotine, whisky, sang qui gicle, combat à mains nues, machos peu recommandables qui trompent leur femme avec des bimbos – tout est là. mehr lesen / lire plus

JEANNY KRATOCHWIL: Hinter den Kulissen

Fast jedes Mal, wenn sich in Luxemburg der Vorhang hebt, ist sie mit von der Partie. Und trotzdem bleibt die Bühnenbildnerin Jeanny Kratochwil am liebsten im Hintergrund.

Draufgängerin mit Realitätssinn: Jeanny Kratochwil arbeitet seit zwanzig Jahren als selbstständige Bühnenbildnerin.

Wer es gewohnt ist, vor allem hinter den Kulissen zu arbeiten, der fühlt sich im Rampenlicht oftmals nicht so richtig wohl. Jeanny Kratochwil liebt das Theater und ihren Beruf, aber auf die Bühne drängt es sie nicht. Höchstens am Premierenabend, wenn auch das Team ausnahmsweise auf die Bretter darf, um sich zu verbeugen.

Dem Theaterpublikum fällt es in der Regel kaum auf, das Bühnenbild. mehr lesen / lire plus

MUSEK?: Da-da-da

An enger Lëtzebuerger Musekslandschaft, déi sech ëmmer méi verrennt, tëscht Emo Screamo, Retro an Ego bekenne sech déi zwee Avantgardiste vu Plakeg oder Ugedoen couragéiert zum Dada.

Mam Kapp widdert d’Scheif: de Moogy Meyer an de René Lauer alias Plakeg oder Ugedoen.

„Du hues vergiess ze froen, wee vun eis de Plakegen ass a ween den Ugedoenen“, seet de René Lauer, eng Halschent vum Duo Plakeg oder Ugedoen um Enn vum Interview. Dat wéilten d’JournalistInnen nämlech ëmmer als éischt wëssen. „A mat der Zäit fällt eis guer keng domm Äntwert méi dorop an.“ Op hierem Internetsite www.plakeg.org proposéieren de René Lauer an de Moogy Meyer verschidden Interpretatioune vum Wuert – den déiwe Kär vun deem Konzept hunn se sech allerdéngs net getraut eraus ze schaffen. mehr lesen / lire plus

FOLK: Andrew Bird: The Mysterious Production of Eggs

Andrew Bird, The Mysterious Production of Eggs, Fargo Records, 2005.

„Nicht so üppig wie Rufus Wainwright, nicht so zerbrechlich und depressiv wie Elliott Smith, nicht so sparsam wie Jack Johnson und nicht so tot wie Jeff Buckley“, schrieb ein Kritiker auf Amazon.de über Andrew Birds CD „The Mysterious Production of Eggs“. Damit wäre alles gesagt und doch nichts verraten. Eins ist sicher: Bird ist ein ganz Großer, einer von den Songwritern, die einfachste Melodien in atemberaubende Songs verwandeln und dabei nie abgegriffen klingen. Seine Stimme ist kantig genug, damit die ZuhörerInnen aufhorchen. Trotz tieftrauriger Lyrik darf hin und wieder gegrinst werden. mehr lesen / lire plus

ROCK: The Convertibles

The Convertibles, Rock’n’Roll delux, 2005, 18 €. www.convertibles.lu

Als Live-Band haben sich die Convertibles hier zu Lande mittlerweile einen beachtlichen Ruf eingespielt. Wo auch immer das Quintett um Sänger Ralf „Alvis“ Haas auftaucht, ist Stimmung angesagt. Rock’n’Roll-Klassiker in traditioneller Manier gespielt und mit Mut zum Klischee dargeboten. Keine falsche Scheu vor Glitzerhemden und blank polierten Schuhen. Jetzt gibt es unter dem Titel „Rock’n’Roll delux“ den Nostalgie-Trip auch zum Mitnehmen. 21 Songs sind auf dem Album, darunter zwei eigene Kompositionen „Bad Cat“ und „Cripple Rock“, das bereits in Andy Bauschs „La Revanche“ zu hören war. So schmissig wie auf der Bühne kommt das Ganze auf CD leider nicht herüber. mehr lesen / lire plus

GROOVE: DJ Sermeq

DJ Sermeq, Smoke_over_Ground, 2004.

Dj Sermeq heißt mit bürgerlichem Namen Claude Michels und teilt sich mit Unki Unkelhäusser das Mikrofon in der Sendung „Bloe Baaschtert“ auf Radio Ara. Dort sorgt er dafür, dass einheimische Produktionen jeder Couleur über den Äther laufen. Selbst bleibt er jedoch lieber unerkannt. Mit seiner ersten Solo-Platte „Smoke_over_Ground“ beweist er Mut zum Eklektizismus. Ausladende Ambient-Stücke wie „From Greenland“ stehen neben Titeln wie „The Way Down“ mit seinen hämmernden Techno-Beats. Auch wenn der Trend in der Elektro-Szene derzeit eher in Richtung Minimalismus zu gehen scheint, so scheut DJ Sermeq nicht vor opulenten Synthie-Arrangements zurück, die stellenweise durch sehr kalte Klangfarben irritieren. mehr lesen / lire plus

RAYMOND „METTI“ WEIRIG: Imperfections sublimes

Galerie Clairefontaine, jusqu’au 15 avril

Les portraits de Raymond „Metti“ Weirig sont déconcertants et grotesques autant que tendres et enjoués. Les personnages humains ou à la limite du phantastique, interpellent par leur franchise et souvent par leur nudité difforme. Les tableaux de l’exposition qui se tient actuellement à la Galerie Clairefontaine sont moins mornes et tourmentés que les précédents travaux de l’artiste. On trouve dans les tableaux une luminosité évidente; les personnages sont apaisés et souriants. „Metti“ ne juge pas les corps non conformes à l’esthétisme tyrannique et en proie au vieillissement et aux imperfections; il les sublime dans leur beauté flagrante. mehr lesen / lire plus

MUSIK: Kollektiv geht’s besser

Das Kollektiv Schalltot setzt sich seit 1998 für die Belange der alternativen Musikszene in Luxemburg ein. In der Broschüre „Do the Evolution“ schreiten sie zur Bestandsaufnahme.

Die Gratis-Broschüre „Do the Evolution“ ist
in Plattenläden erhältlich. Weitere Infos www.schalltot.lu

Von dem altmodischen Grammophon im Logo des „Schalltot Collective“ darf man sich nicht in die Irre führen lassen. Seit sechs Jahren hat sich die Gruppe um Sacha Schmitz, Marc Nickts, Claudio Pianini, Luciano Lippis und Emile Hengen (v.l.n.r. – Antonio Martija fehlt) zum Sprungbrett für junge Alternativ-Bands gemausert. In der Brasserie „911“ in Belvaux und vorher im
„Marignan“ in Athus organisieren sie regelmäßig Konzerte mit angesagten Vertretern der internationalen Independent-Szene, wie zum Beispiel Honey for Petzi, immerhin Schützlinge von Nirvana-Produzent Steve Albini, aber auch mit nationalen Bands, meistens Richtung laut bis düster

„Wir müssen die Blockaden in den Köpfen niederreißen“, sagt Marc, im Namen des Kollektivs zum Interview abkommandiert. mehr lesen / lire plus