Schon gestreamt? Dickinson

Die auf Apple TV veröffentlichte Serie „Dickinson“ verbindet historische Fakten mit Surrealismus und Anachronismen. Das Resultat ist so schräg wie berührend.

© Apple TV

Da denkt man zunächst, man habe es mit einem trockenen, historischen Drama zu tun, um dann festzustellen, dass „Dickinson“ davon nicht weiter  entfernt sein könnte. Die im November von Apple TV veröffentlichte, zehnteilige Serie erzählt äußerst humorvoll und stilisiert vom Leben der US-amerikanischen Dichterin Emily Dickinson. Diese wurde 1830 geboren, erst posthum wurden sämtliche ihrer 1.800 Gedichte publiziert.

Die Serie setzt in Dickinsons Jugend an. Während sich ihre Mutter (Jane Krakowski) nach Kräften bemüht, einen geeigneten Ehemann für sie zu finden, setzt sie selbst ganz andere Prioritäten: Sie will eine etablierte Schriftstellerin werden und nichts liegt ihr ferner als Ehe- und Hausfrau zu werden. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? W. – eng lëtzebuergesch Webserie

Mit „W.“ hat Luxemburg eine neue Webserie: Ein Drama um Entführungen, erzählt in kurzen Folgen von unter zehn Minuten. Die erste Folge macht neugierig. Wann und wie es weitergeht, ist ungewiss.

W.-webserie

Die luxemburgische Webserie „W.“ des Drehbuchautors und Filmproduzenten Frédéric Zeimet ist ein Snack. Snack, weil die Folgen jeweils zwischen fünf und zehn Minuten dauern. Das Team selbst vermarktet sie als Zeitvertreib für alle, die zwischendurch ein paar Minuten übrig haben. Dabei wirft die erste Folge „C.“ Fragen auf, die einen über den Toilettengang oder die Zugfahrt hinaus beschäftigen dürften.

Eine junge Frau steht im Wald. Sie weiß zunächst weder wo noch warum. mehr lesen / lire plus

Best of 2010er: TV- und Streaming-Serien (1/3)

Anlässlich der sich ihrem Ende zuneigenden 2010er-Jahre wirft die woxx einen Blick zurück auf die besten TV- und Streaming-Serien.

© HBO

Die 2010er-Jahre haben gezeigt, dass die Serienlandschaft mit „The Sopranos“, „Mad Men“ und „Breaking Bad“ längst nicht an ihrem Höhepunkt angelangt ist. Welche Serien haben in diesem Jahrzehnt unsere Sehgewohnheiten auf den Kopf gestellt? Welche haben uns am meisten mitgerissen, berührt oder erfreut? Bei diesem Rückblick handelt es sich natürlich nicht um eine Hitliste aller ausgestrahlten Serien. Und die Autorin ist sich bewusst, dass sie sich Perlen wie „BoJack Horseman“, „Halt and Catch Fire“, „Tuca & Bertie“ oder „Borgen“ unbedingt noch anschauen muss. mehr lesen / lire plus

Best of 2010er: TV- und Streaming-Serien (2/3)

Anlässlich der sich ihrem Ende zuneigenden 2010er-Jahre wirft die woxx einen Blick zurück auf die besten TV- und Streaming-Serien. Im Folgenden der zweite Teil unseres Best-ofs.

Zur Erinnerung noch mal die Kriterien, nach denen die Liste erstellt wurde: Es wurden einzig fiktionale Serien berücksichtigt, die nach dem 31. Dezember 2009 angelaufen sind und bei denen es sich nicht um eine Mini-Serie handelt. Auf eine Hitparade wurde bewusst verzichtet, je nach Tageslaune würde diese wahrscheinlich sehr unterschiedlich ausfallen.

Orange is the New Black (2013 – 2019)

© Netflix

Als „Orange is the New Black“ 2013 erstmals über die Bildschirme flimmerte, bot sich den Zuschauer*innen ein seltener Anblick: Dutzende Figuren mit unterschiedlichen sozio-ökonomischen Hintergründen, sexuellen Orientierungen, Hautfarben und Körperformen. mehr lesen / lire plus

Best of 2010er: TV- und Streaming-Serien (3/3)

Anlässlich der sich ihrem Ende zuneigenden 2010er-Jahre wirft die woxx einen Blick zurück auf die besten TV- und Streaming-Serien. Im Folgenden der dritte Teil unseres Best-ofs.

Zur Erinnerung noch mal die Kriterien, nach denen die Liste erstellt wurde: Es wurden einzig fiktionale Serien berücksichtigt, die nach dem 31. Dezember 2009 angelaufen sind und bei denen es sich nicht um eine Mini-Serie handelt. Auf eine Hitparade wurde bewusst verzichtet, je nach Tageslaune würde diese wahrscheinlich sehr unterschiedlich ausfallen.

Atlanta (2016- )

© FX

Mit schier unerschöpflicher Kreativität vermittelt Autor, Regisseur, Schauspieler und Musiker Donald Glover die von Rassimus geprägte Lebensrealität seiner in Atlanta lebenden Hauptfiguren. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Unbelievable

Eine neue Netflix-Serie stellt sexualisierte Gewalt in den Fokus und weiß trotz einiger Mängel zu überzeugen.

Beth Dubber/Netflix

Auf den ersten Blick scheint „Unbelievable“ aus der MeToo-Bewegung hervorzugehen, die im Herbst 2017 ihren Anfang nahm. Dabei begannen die Vorbereitungen für die achtteilige Netflix-Miniserie bereits früher. Die Serie beruht auf einem Fall, der sich im Jahr 2015 in Nordamerika ereignete, als zwei Ermittlerinnen unabhängig voneinander in ihrem jeweiligen Distrikt Vergewaltigungsvorwürfen nachgingen – zunächst nicht wissend, dass sie den gleichen Täter suchten. Nachdem die Ähnlichkeit der Fälle offensichtlich wurde, entschlossen sie sich, die Untersuchung gemeinsam zu bestreiten. Darauf basierend zeigt „Unbelievable“ wie die Polizistinnen Karen Duvall (Merritt Wever) und Grace Rassmussen (Toni Collette) alles daran setzen, gemeinsam den Vergewaltiger vun Marie (Kaytlin Dever), Amber (Danielle McDonald) und zahlreichen weiteren Frauen zu fassen. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Succession

Die HBO-Serie erzählt von einer Familie, die dem reichsten Prozent dieser Welt angehört – und lässt dabei an niemandem ein gutes Haar übrig.

© HBO / variety.com

Urlaub auf der Yacht, Familienausflüge mit dem Hubschrauber, riesige Anwesen in den Hamptons, Dinner über Dinner mit Hummer, Fettammer und Champagner – auf den ersten Blick kommt „Succession“ wie eine Serie von vielen daher, die ein Leben im Luxus glorifizieren. Mit jeder Szene entpuppt sich das Familiendrama jedoch zunehmend als das Gegenteil: Es dekonstruiert den schönen Schein, bis man nur noch fassungslos den Kopf schütteln kann. „Succession“ ist eine Geschichte über Ultra-Reiche, die sich gegenseitig bekriegen, über ein von Vetternwirtschaft verpestetes Unternehmen, aber auch über die Inkompetenz mancher der einflussreichsten Menschen dieser Welt. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Happy

Die vom auf Science-Fiction spezialisierten US-Sender SYFY produzierte Serie „Happy!“ ist nun auch auf Netflix gelandet. Nichts für schwache Nerven, aber für Fans abgedrehter Storyboards sicher ein Muss.

(© SYFY.com)

Wollte man „Happy!“ anhand von Referenzen aus der Filmgeschichte erklären , müsste man tief in der Schublade wühlen. Am treffendsten wäre wohl ein Vergleich mit dem John Carpenter-Klassiker „Big Trouble in Little China“ mit Kurt Russell in der Hauptrolle – nur dass in „Happy“ neben abgedrehten Kriminellen und rachsüchtigen Halbgöttern auch noch jede Menge LSD im Spiel ist.

So jedenfalls erklärt sich Nick Sax, ehemaliger Polizist, der dem Drogenrausch frönt und für die Mafia arbeitet, dass ihm eines Tages Happy – ein flauschiges hellblaues Einhorn – erscheint. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? The Bold Type

„The Bold Type“ präsentiert uns eine Light-Version von Feminismus. Damit ist die Serie vielen anderen dieses Genres aber immer noch um Längen voraus.

© Phillippe Bosse/Freeform

Liest man sich Rezensionen über die Serie „The Bold Type“ durch, merkt man schnell, wie weit die Reaktionen auseinander gehen. Die einen feiern sie als „exactly the feminist show we need right now“, andere kritisieren sie als oberflächlich und unrealistisch. Bustle geht sogar so weit, den darin präsentierten Feminismus als gefährlich zu bezeichnen.

Beide Ansichten sind nachvollziehbar, wenn auch etwas zu verallgemeinert . „The Bold Type“ bietet eine ganz spezifische Art von Feminismus: größtenteils feel-good und auf erfolgreiche, normschöne cis-Frauen zentriert. mehr lesen / lire plus

Neon Genesis Evangelion: Kampfroboter und Identitätskrisen

Der Anime Neon Genesis Evangelion ist nun auf Netflix verfügbar. Was den japanischen Zeichentrick zum Klassiker macht und wieso man ihn gesehen haben sollte.

Einer der Kampfroboter, die in der Kultserie Neon Genesis Evangelion eine große Rolle spielen – zumindest solange, bis die Psyche der Hauptcharaktere wichtiger wird. Ab Freitag ist die Serie auf Netflix verfügbar. (Foto: Netflix/Gainax)

Ein gigantisches Monster steigt aus dem Meer und bewegt sich von der japanischen Küste in Richtung Tokio. Die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte versuchen mit allen militärischen Mitteln, es zu besiegen, doch sie sind nicht erfolgreich. Selbst der Einsatz der stärksten konventionellen Bombe stoppt den Riesen nur für wenige Stunden, bis er seinen Zerstörungsfeldzug fortsetzt. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Killing Eve

Phoebe Waller-Bridges Serie „Killing Eve“ hätte ein durchschnittlicher Spionage-Thriller werden können, wären da nicht die hervorragend gespielte Villanelle und ihr erotisch aufgeladenes Katz-und-Maus-Spiel mit der Agentin Eve Polastri.

© BBC America / Lunion.fr

„I came to Killing Eve for Sandra Oh – I wasn’t prepared for Jodie Comer“, dieser Tweet bringt auf den Punkt, was wohl viele andere Zuschauer*innen über die BBC-America-Serie „Killing Eve“ denken. Dem könnte man hinzufügen, dass vermutlich einige die Serie wegen ihrer homoerotischen Untertöne aufsuchten; womit aber wohl die wenigsten gerechnet haben: Dass die sexuelle Anziehung zwischen den beiden Figuren nicht nur angedeutet, sondern sehr explizit ist. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Queer Eye

Die Netflix-Serie „Queer Eye“ ist eine erfrischende Abwechslung in einer von toxischer Männlichkeit geprägten Gesellschaft. Die in der Serie zulässige Bandbreite des Geschlechtsausdrucks geht aber nur so weit, wie sie sich in neoliberale Muster einfügen lässt.

© Netflix

Nur wenige aktuelle Serien stellen derart radikal in Frage, was es heißt, im 21. Jahrhundert ein heterosexueller Mann zu sein, wie es „Queer Eye“ tut. Die Prämisse der Reality-Serie ist denkbar einfach: Pro Folge geben fünf schwule Männer je einem heterosexuellen cis Mann ein umfassendes Make-over. Die Gruppe der Berater, in der Serie „Fab Five“ genannt, setzt sich zusammen aus Fashion Designer Tan, Koch Antoni, Frisör Jonathan, Innendesigner Bobby und Life-Coach Karamo. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Love, Death & Robots

Die blutige Science-Fiction-Anthologie von Netflix bietet zwar kurzweilige Unterhaltung, jedoch nur wenige Perlen.

© Netflix

Fernsehserien haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem Medium hinentwickelt, das im gleichen Atemzug mit Blockbustern genannt wird. Eine Tatsache, die sicherlich auch mit steigenden Budgets und dem Siegeszug der Streamingplattformen zu tun hat. Kurzfilme sind dahingegen immer noch nicht im Mainstream angekommen – was vermutlich damit zu tun hat, dass sie sich nicht sonderlich gut vermarkten lassen.

Allerdings gibt es einen Trick, mit dem auch kurze Formate zu den Zuschauer*innen kommen: Eine Anthologie von unzusammenhängenden Filmen, die zwar alle ein ähnliches Thema behandeln, sonst jedoch nichts miteinander zu tun haben. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Atypical

Seit dem Erscheinen der Netflix-Serie „Atypical“ im August 2017 scheiden sich an ihr die Geister. Die einen loben ihre einfühlsame Darstellung einer Person mit Autismus, die anderen finden gerade ebenjene Figur misslungen. Ob einem „Atypical“ gefällt oder nicht, hängt letztlich davon ab, wonach man Ausschau hält.

Wenn Sam sich überfordert fühlt, weiß ihre Schwester Casey genau wie sie ihm helfen kann.

Die Präsenz einer Figur mit Behinderung in einer Mainstream-Serie ist an und für sich ungewöhnlich. Dass es sich dabei, wie im Fall der Netflix-Serie „Atypical“, sogar um den Protagonisten der Serie handelt und dieser auf eine Weise dargestellt wird, die dem Publikum Autismus näher bringt, ohne ihn aber darauf zu reduzieren, ist schlichtweg beeindruckend. mehr lesen / lire plus

Fernsehserie: Böse sind immer die anderen

Mit ihrem Fokus auf toxische Männlichkeit und moderne Technologien greift die Fernsehserie „You“ sehr aktuelle Debatten auf. Statt ein klares Urteil zu sprechen, lässt sie jedoch zu viel Interpretationsspielraum.

„You“ regt uns dazu 
an, uns ein Happy End 
für Joe und Beck zu wünschen. (© melty)

Ein sensibler Buchladen-Besitzer namens Joe Goldberg (Penn Badgley) lernt eine angehende Schriftstellerin namens Guinevere Beck (Elizabeth Lail) kennen und fühlt sich umgehend zu ihr hingezogen. In der Absicht, sie besser kennenzulernen, beginnt er sie und ihr Umfeld zu stalken, sowohl off- als auch online. Die Prämisse der Serie „You“, die seit Dezember auf Netflix geschaut werden kann, ist eher ungewöhnlich. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Sex Education

Auf den ersten Blick als typische High-School-Dramedy im Stil von „Freaks and Geeks“ angelegt, begeistert die neue Netflix-Serie „Sex Education“ durch progressive, sex-positive Inhalte und nunanciert gestaltete Figuren.

© PressFrom

Im Zentrum der Serie steht Otis (Asa Butterfield), der als Sohn einer Sex-Therapeutin (Gillian Anderson) für einen 16-Jährigen ungewöhnlich gut aufgeklärt ist. Als seine Mitschülerin Maeve (Emma Mackey) Wind davon bekommt, überredet sie ihn, an der Schule Sex- und Beziehungsberatung anzubieten. Otis, der selbst noch nie Sex hatte und nicht einmal masturbiert, zögert zunächst, doch ein Projekt mit Maeve, für die er insgeheim Gefühle hegt, wirkt allzu verlockend.

Die Ratschläge, die Otis gibt, betreffen längst nicht nur Sexualpraktiken und Beziehungsprobleme. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? The Haunting of Hill House

Sowohl Familiendrama als auch Horrorserie, ist „The Hauting of Hill House“ nicht nur äußerst gruselig, sondern stellt auch auf berührende Weise dar, was es heißt, von seiner Vergangenheit verfolgt zu werden.

© Radio VL

Es gibt Serien, die umso beeindruckender sind, weil sie im Grunde recht unscheinbar daherkommen. Eine solche ist „The Haunting of Hill House“. Die Netflix-Serie, die Mitte Oktober erschienen ist, erzählt die Geschichte einer siebenköpfigen Familie, die einen Sommer in einem riesigen Anwesen namens Hill House verbrachte. Eines nachts setzte der Familienvater Hugh (Henry Thomas) seine fünf Kinder ins Auto und floh mit ihnen, ohne jemals wieder zum Hill House zurückzukehren. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Sharp Objects

Qualitativ hochwertige Serien liefen einst nur in den Monaten zwischen September und Mai an. Dank dem verstärkten Aufkommen von Streaming-Plattformen gibt es mittlerweile aber auch in den Sommermonaten einige Perlen zu entdecken. Eine davon ist die achtteilige HBO-Serie „Sharp Objects“.

© whats-on-netflix.com

Wie so viele Filme und Serien, beginnt „Sharp Objects“ mit der Ermordung eines Teenagers. Schauplatz ist die Kleinstadt Wind Gap, Missouri. Ein weiteres Mädchen wird vermisst. Ob wohl ein Zusammenhang besteht? Das soll Reporterin Camille Preaker (Amy Adams) herausfinden. Jahre zuvor hatte sie ihren Heimatort verlassen – nun kehrt sie aus professionellen Gründen zurück und zieht vorübergehend wieder bei ihrer Familie ein, die aus ihrer Mutter Adora (Patrica Clarkson), ihrem Stiefvater Alan (Henry Czerny) und ihrer Halbschwester Amma (Eliza Scanlen) besteht. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? The Handmaid’s Tale

Kontrollierte Sexualität, repressive staatliche Mittel, höchst ungleiche Machtverhältnisse – alles Problematiken unserer Gesellschaft. In der Fernsehserie „The Handmaid’s Tale“ werden sie konsequent zu Ende gedacht. Das Resultat ist grausig.

© pipocamoderna.com.br

Auf dem gleichnamigen Roman von Margret Atwood basierend entwirft die erste Staffel von „The Handmaid’s Tale“ ein dystopisches Gesellschaftsbild: Nach einem Staatsstreich haben fundamentalistische Christen in den USA die totalitäre, patriarchale Republik Gilead gegründet. Aufgrund von Umweltverschmutzung und atomaren Katastrophen sind die Geburtenraten dramatisch zurückgegangen. Als göttliche Strafe für lasterhafte Sexualität gedeutet, wird daraufhin ein reaktionäres Familienmodell eingeführt. Die wenigen noch fruchtbaren Frauen, sogenannte Handmaids, werden gezwungen für systemtreue Paare Kinder zu gebären. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Lost

„Lost“ ist eine Serie, die ihr Publikum bis heute zugleich frustiert, verwirrt und in helle Begeisterung versetzt. Das war nur möglich, weil das Team dahinter bereit war, große Risiken einzugehen.

© TV Movie

In den Prozess des Serienmachens sind stets derart viele Menschen und Entscheidungen involviert, dass es im Grunde jedes Mal wie ein kleines Wunder wirkt, wenn das Resulat ein Erfolg ist. Oft wird erst im Nachhinein  deutlich, wie sehr ein Werk in seiner realisierten Form nur deshalb möglich war, weil genau jene Menschen zu genau jenem Zeitpunkt an das Projekt glaubten und alles daran setzten, es zu verwirklichen. Dieser Eindruck einer Anneinanderreihung von Zufällen, aus denen am Ende ein Allzeit-Klassiker hervorging, ist bei nur wenigen Serien so dominant wie bei „Lost“. mehr lesen / lire plus