DEMANDEURS D’ASILE: Surenchère

Avec la réduction drastique des allocations pour les demandeurs d’asile, le gouvernement frôle le racisme institutionnel et jette de l’huile sur le feu d’un débat sociétal qu’il ne maîtrise pas.

C’est bien la première mesure d’austérité concrète décidée par le gouvernement luxembourgeois. Et tout naturellement, il frappe les plus faibles : les demandeurs d’asile. Une catégorie sociale qui ne peut pas se défendre et qui se trouve au beau milieu d’un débat de société sur le racisme et l’accueil des réfugiés, dans lequel, paradoxalement, ils n’ont pas non plus le droit d’intervenir, car d’autres le font déjà à leur place.

Concrètement, que vont apporter ces réductions? mehr lesen / lire plus

ÖFFENTLICHE BAUTEN: Wunderpille PPP?

Public Private Partnership – besonders in Zeiten klammer Staatskassen ist das Modell in aller Munde. Doch hilft es der öffentlichen Hand wirklich aus der Klemme?

Exzellent, weltoffen, innovativ? Die Hamburger Elbphilharmonie gilt als mahnendes Beispiel für ein schlecht angelegtes PPP-Vorhaben. Zurzeit herrscht dort teilweiser Baustopp, die Kosten übersteigen die Planungen um ein Vielfaches.

Ein rotes Tuch am roten Freitag? In der am heutigen Freitagabend von „déi Lénk“ organisierten Veranstaltung dürfte es spannender werden, als das doch etwas langweilig anmutende Thema der „Public Private Partnerships“ erwarten lässt. Der Vortragsredner Philip Breuer sieht sich nämlich nicht als Gegner des PPP-Prinzips. Der Luxemburger Bauingenieur, dessen Diplomarbeit von 2006 den Titel „Entwicklung von Risikoprofilen für PPP-Projekte im öffentlichen Hochbau am Beispiel von Schulen“ trägt, behauptet von sich, der Problematik neutral gegenüberzustehen. mehr lesen / lire plus

SELTENE-ERDEN-VERSORGUNG SICHERN: Claims und Chemie

Weil die Seltenen Erden für Hightech so wichtig sind, werden Erkundungsprojekte unternommen und Recycling-Verfahren entwickelt. Europa soll künftig nicht mehr so stark von Importen abhängen.

Ran ans Praseodym! Zerlegter Nickel-Metallhydrid-Akku, enthält Seltene Erden.

Dysprosium, Lanthan, Neodym, Samarium, Yttrium – Metalle wie diese werden als Seltene Erden bezeichnet. Sie stecken in Computern, LCD-Bildschirmen und Digitalkameras, aber auch in „grünen“ Technologien wie Windkraftanlagen, Elektroautos oder Energiesparlampen. Im Jahr 2010 senkte China seine Seltene-Erden-Ausfuhren, woraufhin die Preise auf den Rohstoffmärkten explodierten. Kein Wunder, werden doch 97 Prozent der begehrten Metalle im Reich der Mitte gefördert.

Dieses Monopol ist ein Problem ? dass es allerdings ein hausgemachtes ist, unterstreicht nachdrücklich Jens Gutzmer vom Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie im sächsischen Freiberg: „Wir haben es zugelassen, von einem Land abhängig zu sein. mehr lesen / lire plus

AVANTGARDE KABARETT: Ahhhh Freak out! Le Freak c’est chic…

Freaks faszinieren, weil sie von Normen abweichen. Das tun auch die Tiger Lillies – und das nun schon seit 22 Jahren. Müde ist der Sänger der Tiger Lillies aber noch lange nicht.

Es ist alles so schön bunt hier – Die Tiger Lillies haben immer Kostüme und Schminke bei ihren Shows dabei.

Der Jahrmarkt hat eine jahrhundertealte Tradition. Jahrmärkte waren nicht nur als volkswirtschaftliche Multiplikatoren bedeutsam, da sie die umliegenden Bauernschaften mit Vieh und Agarerzeugnissen versorgten und dem örtlichen Handwerk neue Absatzchancen ermöglichten – sie erfüllten auch die wichtige soziale Funktion einer lokalen Nachrichtenbörse. Außerdem wurde auf ihnen das Unterhaltungs- und Sensationsbedürfnis der Bevölkerung befriedigt. mehr lesen / lire plus

UNGARN: Neue Regeln im Orbit Orbán

Mit Jahresbeginn sind in Ungarn eine neue Verfassung und weitere umstrittene Gesetze in Kraft getreten. In Ungarn und im europäischen Ausland befürchten viele eine Gefährdung der Demokratie.

Die Kritik an der ungarischen Regierung ist mittlerweile nicht mehr auf das umstrittene Mediengesetz beschränkt: Protestaktion im Europäischen Parlament am 19. Januar 2011
(Im Vordergrund Daniel Cohn-Bendit und Rebecca Harms von den Grünen).

Zehntausende demonstrierten in der vergangenen Woche auf den Budapester Straßen und forderten die „Republik Ungarn“ zurück. Denn aus dem offiziellen Namen des Landes ist der Zusatz „Republik“ gestrichen worden. „Der Name unseres Vaterlandes ist Ungarn“, steht in der neuen Verfassung, die seit dem 1. mehr lesen / lire plus

POP: Dury Junior kocht fröhliche Suppe

Baxter Dury, der Sohn des genialen Joy Division-Sängers Ian Dury, ist aus dem schweren Schatten der Vergangenheit herausgetreten und geht nun eigene, sehr interessante Wege.

Hat seinen Ödipus im Griff: Baxter Dury.

Wenn der Name Baxter Dury fällt, wird immer im gleichen Atemzug auch der seines berühmten Vaters, dem Rock’n’Roller Ian Dury. Ähnlich wie bei anderen Sprösslingen noch bekannterer Musiker, seien es die Lennons oder Marleys dieser Welt, erwartet man, dass sie sich musikalisch von ihrer Herkunft absetzen, aber gleichzeitig ähnliche Höhen erreichen wie ihre Eltern.?Das 2011 erschienene Album „Happy Soup“ zeigt, dass sich Baxter Dury mit seinem dritten Album endlich von diesem Bann gelöst hat. mehr lesen / lire plus

AKI KAURISMÄKI: Un havre d’humanité

« Le Havre » n’est ni un documentaire sur la métropole normande, ni une énième oeuvre de réalisme social. C’est une fable sur l’humanité, sur son absurdité mais aussi son altruisme sur fond du drame subi par les réfugiés clandestins.

Face-à-face entre le bon et la brute. Mais aucun des deux n’est un truand.

Evidemment, le fait que le film ait été réalisé par Aki Kaurismäki, nous avait complètement échappé. Bref, il n’est pas étonnant qu’au début, l’on soit quelque peu décontenancé. Car au bout de cinq minutes, l’on ne peut faire l’impasse sur un certain nombre d’éléments désuets : le phrasé des acteurs, les policiers circulant en R16, les bus pas vraiment plus modernes ou la musique sortant d’un juke-box du bistrot du coin. mehr lesen / lire plus

PEINTURE: Le peintre de la crise

A la galerie Clairefontaine, la nouvelle année débute sur une note politique. « Observed », comme le jeune peintre viennois Stylianos Schicho a baptisé son exposition, est un retour aux sources de la peinture expressionniste et politique des années 1920. Dans quelques-uns de ses tableaux, on se sent proche des fantaisies morbides d’un Otto Dix par exemple. Pourtant, les oeuvres de Schicho se distinguent sur quelques points de celles de ses ancêtres.

D’abord, on voit que le 20e siècle est passé par là : le pop-art bien sûr, mais aussi le manga japonais et les nouvelles technologies. Alors que sa facture reste très classique, Schicho introduit discrètement des éléments dérangeants dans ses compositions. mehr lesen / lire plus

FRONT SYNDICAL: Cent balles ?

Dénoncer les mesures gouvernementales pour mieux renoncer ensuite en échange de compensations, les syndicats ont l’habitude. Mais les arrangements à l’amiable seront de plus en plus difficiles.

Plus de trois semaines après la décision gouvernementale de moduler l’indexation des salaires jusqu’en 2014, un front du refus syndical vient enfin de se mettre en place. Dès avant Noël, le woxx avait estimé que les mesures décidées fragilisaient le principe de l’indexation des salaires et franchissaient plusieurs lignes rouges des syndicats. Les premières réactions des concernés avaient néanmoins été relativement discrètes. Il a fallu attendre mercredi dernier pour entendre le « Front syndical contre la modulation de l’index » marquer son « profond désaccord » avec le texte de loi en cours d’adoption, le dénonçant comme une « réforme structurelle menant à une dévalorisation définitive des salaires et des pensions ». mehr lesen / lire plus

DEMOKRATISCHE PARTEI: Neues Jahr, fromme Vorsätze

Die DP will im kommenden Jahr Reformen im Sozialbereich, in der Schule, der Arbeitsmarktpolitik sowie bei gesellschaftspolitischen Dossiers vorantreiben. Und die Wirtschaftsförderung soll ohne Schuldenbelastung, aber auch ohne Austeritätspolitik auskommen.

„Das vergangene Jahr war ein Jahr voller Turbulenzen. Fukushima hat uns gezeigt, dass Atomkraft keine Energie der Zukunft ist, der arabische Frühling hat das Verlangen von Millionen junger Menschen nach mehr Demokratie offenbart, die Euro- und Schuldenkrise hat ganze Gesellschaften an den Rand des Ruins gebracht“, resumierte DP-Generalsekretär Fernand Etgen diese Woche anlässlich des Neujahrsempfangs der demokratischen Partei. „Finanziell dürfen wir nicht die gleichen Fehler begehen wie andere Länder: Schulden machen, Defizite anhäufen und die Bevölkerung in der Illusion lassen, dass das nichts Schlimmes sei – das ist definitiv der falsche Weg.“ mehr lesen / lire plus

Antibiotika im Hähnchenfleisch

In Deutschland sind in 11 von 20 untersuchten Proben von Hähnchen-fleisch antibiotikaresistente Keime gefunden wurden, wusste die deutsche Presse dieser Tage zu berichten. Diese Erreger können im Zuchtbetrieb und später bei der Zubereitung des Fleisches auf den Menschen übertragen werden und zur Bildung von Resistenzen gegen lebensrettende Medikamente führen. In einer dringenden Anfrage fordert der Europaapgeordnete Claude Turmes die EU-Kommission jetzt auf, konkrete europaweite Regelungen zu unterbreiten, mit denen der prophylaktische Einsatz von Antibiotika in der Viehzucht stufenweise eingestellt wird. Zudem wünscht er sich eine stärkere Kontrolle der Verschreibung von Antibiotika in der Tierzucht. „Die EU-Kommission steht aus Gründen des Gesundheits- und Tierschutzes in der Pflicht, Antibiotika in der Tierzucht zu verbieten. mehr lesen / lire plus

Frieden-City gegen Sarkozy-Tax

Das bei Liberalen beliebte Kostendeckungsprinzip auf Banken anwenden? Angesichts der krisenbedingten volkswirtschaftlichen Schäden würde die Branche das kaum überleben. Doch selbst ein kleiner Beitrag, wie die von Brüssel, Paris und Berlin gewünschte Finanztransaktionssteuer (FTT, woxx 1131) ist den mittlerweile wieder selbstbewusst auftretenden Bankiers zu viel. ABBL-Direktor Jean-Jacques Rommes erklärte gegenüber dem Journal, man sei „gegen die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die nicht auf dem G-20 Gipfel beschlossen worden ist“. Das sieht Finanz- und Finanzplatzminister Luc Frieden genauso: Die Börsengeschäfte würden dann eben in der Londoner City getätigt statt in Luxemburg. Offiziell aber sind EU-weit nur Schweden und Großbritannien gegen die FTT. Sollte über eine solche Steuer innerhalb der Eurozone diskutiert werden, so sähe es nicht gut aus, wenn Luxemburg ein Veto einlegen würde. mehr lesen / lire plus

La planète Arcelor-Mittal sous attaque

Ce fut une des nouvelles les plus intéressantes de ce début janvier : la filiale belge du réseau de hackers « Anonymous » – qui a déjà piraté plusieurs grandes firmes et aidé Wikipedia – s’en est prise au géant de l’acier. Malgré les annonces d’Arcelor-Mittal, qui assurait être préparé à d’éventuelles attaques, l’action menée en représailles contre la fermeture de la sidérurgie liégeoise a porté ses fruits. Son site internet est resté bloqué pendant plusieurs heures affichant uniquement le logo d’Anonymous et ses revendications, ainsi que plusieurs liens menant vers des listings internes du groupe, le plus souvent des adresses mail et des numéros de téléphone. mehr lesen / lire plus

Quand la délation dérape

La police s’est adressé cette semaine aux rédactions avec une « requête inhabituelle ». Il s’agit d’une prière de rectification portant sur la publication dans certains médias d’un homme qui aurait fait un usage illicite d’une carte de crédit déclarée volée dans la nuit du 9 au 10 mars 2011. Or cette fois-ci, c’est la boulette : suite à un « mauvais fonctionnement technique de l’infrastructure bancaire » (c’est-à-dire un décalage de l’horaire chronométrique), c’est un parfait innocent dont la photo a été transmise. Bien que la police eût publié une demande de rectification à ce sujet (au mois d’octobre !), celle-ci aurait été largement ignoré. D’où le rappel. mehr lesen / lire plus

Lux-Privat agiert gegen Feministinnen

Luxemburgs einzige Yellow-Press-Vertreterin „Lëtzebuerg-Privat“ hat es neuerdings auf Feministinnen abgesehen. Das Blatt, das regelmäßig mit Nacktfotos von Frauen auf seiner Coverseite aufwartet, fühlte sich wohl von der Kampagne des Cid-Femmes gegen sexistische Werbung in Luxemburg getroffen, denn es verunglimpfte eine hauptamtliche
Mitarbeiterin des Frauendokumentationszentrums. Grund: Der Cid-femmes hatte doch tatsächlich im Herbst Klage bei der nationalen Werbe-Ethikkommission gegen eine besonders üble Anzeige eingereicht. Man kann sich tatsächlich die Frage stellen, ob Lëtzebuerg-Privat nicht selbst gegen Artikel 6 des Mediengesetzes verstößt, laut dem die Programminhalte u.a. die in Luxemburg gültigen internationalen Konventionen (etwa die CEDAW-Konvention gegen die Diskriminierung von Frauen) respektieren müssen. mehr lesen / lire plus

Meine erste Richtigstellung

Die Neujahrsrede des Premiers anlässlich des Presseempfangs war noch nicht ganz verhallt, da regnete es schon wieder Fehler in den Redaktionen des kleinen Großherzogtums. Doch für einmal nicht zum Nachteil der woxx, die sich ja auch hin und wieder irrt, sondern für den mächtigen Gegner, den schwarzen Lochder hiesigen Presselandschaft, dem Luxemburger Wort. Und das kam so: Am vergangenen Montag begab sich ein woxxie in die Ecole de Commerce et Gestion um dort an einem Rundtischgespräch mit Schülern teilzunehmen. So weit, so gut. Sehr verwundert war er aber als er tags darauf den Bericht in den Lokalspalten des bischöflichen Blattes las. mehr lesen / lire plus