REFUGIÉS: Fièvre rafleuse

La récente expulsion de Nigérians met en colère tout en laissant perplexe. Si même ceux-ci ne remplissaient pas les conditions pour rester, c’est à se demander ce que le gouvernement entend par intégration.

Nicolas Schmit nous fera-t-il regretter Luc Frieden ? Si nombre de militant-e-s des droits des réfugié-e-s  avaient peut-être cru entrevoir une lueur d’espoir dans la création, en 2004, d’un ministère de l’immigration, attribué à un ministre socialiste, ils doivent certainement en revenir. C’est que le ministre délégué à l’immigration se distingue, ces derniers temps, non seulement par une intransigeance toute « friedenesque », mais aussi par une politique insensée.

Que penser en effet de l’expulsion de ces citoyens nigérians, il y a maintenant deux semaines, qui, à l’exception d’un, n’avaient vraiment rien à se reprocher, au contraire même ? mehr lesen / lire plus

KLIMAWANDEL: Trumpf im Ärmel

Um den Klimawandel aufzuhalten, müsste jeder Akteur seine besten Karten ins Spiel bringen. Der Versuch, klüger zu sein als die anderen, könnte für alle böse enden.

Survival of the fittest – Bootskauf als Antwort auf die Klimabedrohung?

Dienstag, 13. März 2008. Eine Chamber-Sitzung wie viele andere. Orientierungsdebatte zum Klimapaket der EU-Kommission. Umweltminister Lucien Lux übt den Spagat. „Nichts zu tun angesichts des Klimawandels, würde die Basis für den künftigen Wohlstand schädigen (…) der Klimaschutz ist auch eine Chance (…). Wenn wir jetzt die Hände in den Schoß legten, müsste man uns später dafür einsperren…“

Während es weltweit notwendig ist, einen Pro-Kopf-CO2-Ausstoß von unter zwei Tonnen jährlich zu erreichen, ist es in Luxemburg unmöglich, zwanzig Tonnen zu unterschreiten. mehr lesen / lire plus

IMMIGRATION: Rédemption militante

Ce dimanche, Acácio Pinheiro, vice-président de la Confédération des communautés portugaises au Luxembourg, participe à une conférence à la Fête des migrations, ensemble avec Miguel Portas, député européen. Le woxx retrace la vie de cet ancien voyageur devenu militant.

« Il reste toujours des choses pour lesquelles il faut lutter. Baisser les bras, c’est un peu comme mourir. »
Acácio Pinheiro, militant syndical, associatif et politique, n’est pas un résigné.

Acácio Pinheiro a longtemps traîné avec lui une mauvaise conscience. « Je le reconnais, je n’ai pas honte de le dire, j’étais assez proche du régime, inconsciemment », dit-il. Acácio est né en 1951 dans une famille de paysans du centre-nord du Portugal, dans un petit village « anonyme », comme il dit. mehr lesen / lire plus

DJ: Schatten-DJ und Schneide Chemiker

Die zwei DJ-Größen DJ Shadow und Cut Chemist aus Kalifornien präsentieren im Atelier die Früchte ihrer kreativen Arbeitsgemeinschaft in Form ungewöhnlicher Mash-Ups. Ausschließlich bewaffnet mit 45er Vinylplatten vermischen sie Genres und Epochen zu einem spannenden musikalischen Cocktail.

Ungewöhnliche Beats
von extravaganten Musikern.

Josh Davis, besser bekannt als DJ Shadow, ist für Kenner der Beat und Breakszene kein unbeschriebenes Blatt. Zusammen mit DJ Krush spielte er Ende der 90er Jahre eine entscheidende Rolle bei der Geburt des Trip-Hops. Mit seinem Debütalbum „Endtroducing“ setzte Davis 1996 einen musikalischen Meilenstein; die Einflüsse von Old-School, Hip-Hop sowie Jazz und Funk wusste er zu einem originellen und individuellen Stil zu kombinieren. mehr lesen / lire plus

TIM BURTON: Scharfe Klinge, schiefe Töne

Tim Burton ist zurück, mit einem rührenden Splatter-Musical. „Sweeney Todd: the Demon Barber of Fleet Street? lehrt Bartträger und Ausspanner das Grauen!

Das perfekte Service-Angebot: Einmal rasieren und dann der Familie als Fleischpastete vorgesetzt werden.

Tim Burton und Johnny Depp sind seit Jahren ein eingespieltes Team: Den drei letzten Filmen des Kultregisseurs hat Depp sein Talent beigesteuert, und scheint im neuesten Werk sogar dessen Gestalt anzunehmen. Überraschungen bleiben trotzdem nicht aus, denn Burton benutzt zum ersten Mal literweise Filmblut und Depp entdeckt seine Freude am dramatischen Gesang.

Benjamin Barker segelt, nach fünfzehnjähriger Zwangsarbeit in Australien, zurück nach London. Der besessene Richter Turpin (brilliant gespielt von Alan Rickman) hatte Barkers kleine Familie zu seinem Eigentum gemacht, nachdem er den unschuldigen Barbier ganz einfach auf einen anderen Kontinent entsorgt hatte. mehr lesen / lire plus

PHOTOGRAPHIES: Pas d’histoires

L’exposition « Demandeurs d’avenir » de Tim Battin n’est peut-être pas la plus originale d’un point de vue thématique, mais photographier des demandeurs d’asile sans les réduire à des histoires ou des drames est un exploit qui mérite le respect.

 En effet, la petite salle de la galerie Terre Rouge au beau milieu de la Kulturfabrik eschoise, ne dégouline pas de sang et de larmes. Par contre, on a droit à des images où l’on peut entrevoir des yeux vides, ou simplement des salles vraiment vides. Sur certaines autres photos, il faut regarder plusieurs fois pour voir qu’il y a un homme ou seulement son bout de pied sur l’image. mehr lesen / lire plus

THEATER: Vor- und Gegenmacht

Der Berliner Sven Rücker hat gemeinsam mit der luxemburgischen Theatergruppe Independent Little Lies Schillers „Die Räuber“ neu adaptiert und in „Die Terroristen“ umbenannt. Im woxx-Gespräch bezieht er Stellung zu Terror, Theater und der Notwendigkeit, der medialen Bilderflut wieder Herr zu werden.

Ist kein Terrorist, beschäftigt sich aber gerne damit: Sven Rücker.

woxx: Wir wollen mit einem Rätsel beginnen: „Das Ende dieses Projekts zeigt, dass wir auf diesem Weg nicht durchkommen konnten. Aber es spricht nicht gegen die Notwendigkeit und Legitimation der Revolte.“ Von wem kann das Zitat stammen? Und: hat die Person Recht?

Sven Rücker: Ich würde auf Michel Foucault tippen, aber ich bin mir nicht sicher. mehr lesen / lire plus

Kulturkadaver

+++ Wie der imposante Bauch eines Walfischs ragt die so genannte „bulle“ in die große Aula des ehemaligen Ciné Cité-Gebäudes. Sie ist das architektonische Herzstück des Entwurfes, mit dem das Architekturbüro „Beng“ das Rennen für die Umnutzung des letzten Kinogebäudes zum „centre socio-culturel“ in Luxemburg-Stadt gewonnen hat. Den Stand dieser Umbauten zu bewundern, diese Gelegenheit bot letzte Woche erstmals die „association luxembourgeoise des ingénieurs, architectes et industriels“. So beinhaltet die „bulle“, das schwebende Raumkonstrukt bestehend aus Stahlträgern, ein tontechnisch gut ausgestattetes Auditorium, das rund 160 Personen Platz bietet. Es gilt als Ergänzung zu den eher kleineren Veranstaltungsräumen des Cercle. Daneben enthält das neue „centre socio-culturel“ auf der ersten Etage eine Lounge, die multifunktionell nutzbar sein soll sowie die Stadtbibliothek. mehr lesen / lire plus

ITALIEN: Die Angst der Patriarchen

Auch in Italien tobt der Kulturkampf, und der Abtreibungsparagraf wird vehement in Frage gestellt. Die Proteste dagegen sind erschreckend defensiv.

Hannibal Lecter beim Totentanz: Plakat der christlichen Miliz in Rom gegen das Recht auf Abtreibung.

Einem feministischen Slogan vergangener Tage zufolge sollte das erste und das letzte Wort den Frauen gehören. Doch in Rom ergriffen am 8. März vier Männer die Gelegenheit dazu. Einerseits die Vorsitzenden der drei großen italienischen Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL. Sie hatten zum 100. internationalen Frauentag zur gemeinsamen Demonstration aufgerufen. In den von den Organisationen bereitgestellten Bussen waren jedoch nicht die in den Festtagsreden bedauerten prekär beschäftigten „jungen Frauen und Mütter“ und erst recht nicht die im Nachsatz erwähnten Migrantinnen in die Hauptstadt gereist, sondern vor allem altgediente Mitglieder, viele Pensionäre, mehr Männer als Frauen. mehr lesen / lire plus

PROSTITUTION: Erziehung der Freier

Mit ihrem Gesetzesentwurf will Lydie Err nicht die Prostitution an sich, sondern die Freier verurteilen – und zwar zu gemeinnützigen Arbeiten.

Lydie Err: Die Nachfrage nach Prostitution sanktionieren, nicht das Angebot.

Aus zwei wird eins. Der neue Gesetzesvorschlag zur Prostitution, der diese Woche von der LSAP-Deputierten Lydie Err vorgestellt wurde, bezieht Elemente aus gleich zwei Modellen zur Regelung der Sexarbeit ein – nämlich dem schwedischen und dem holländischen. Das luxemburgische Modell soll den Prostituierten auch weiterhin die Möglichkeit bieten, sich bei der „caisse des indépendants“ sozial abzusichern, ohne sich deshalb outen zu müssen. Dies sei der Nachteil der liberalen Prostitutionsgesetzgebungen in Holland und Deutschland, wo Prostitution als normaler Beruf anerkannt wird und die Prostituierten sich für ihre Sozialversicherung auch offiziell als solche registrieren lassen müssen. mehr lesen / lire plus

Viel Schwein, viel Schaden

Nun ist es amtlich: Der Schaden durch Wildschweine ist in Luxemburg besonders groß – weil die Wilddichte besonders hoch liegt. Eine Studie von Laurent Schley und Ady Krier von der Forstverwaltung schätzt, dass es 2006 acht Mal mehr Wildschweine in Luxemburg gab als 1971 – in der gleichen Zeit stieg der Wildschaden doppelt so schnell, um 1.600 Prozent. Die statistische Auswertung ergab, dass beide Variabeln stark zusammenhängen. Beim Tauziehen um ein neues Jagdgesetz dürfte diese Studie den JagdkritikerInnen Munition liefern: Die Autoren haben festgestellt, dass die Schäden sehr ungleichmäßig verteilt sind. Mit anderen Worten, bestimmte Jagdpächter schießen zu wenig und füttern zu viel. mehr lesen / lire plus

Alternatives internationales, au Kosovo et ailleurs

C’est par un schéma de vache à dépécer que la couverture du numéro de mars d’Alternatives internationales représente la politique agraire de l’Union européenne (PAC). Le sujet fait l’objet d’un dossier de 18 pages, présentant les enjeux essentiels du réexamen de la PAC que les 27 pays réexamineront cette année. Un second dossier traite des mesures à prendre à l’égard de dictatures. Il présente des exemples et analyse les pour et les contre de sanctions internationales. Deux articles traitent du Kosovo, sujet hautement actuel, et ce de manière informative et impartiale : y est présentée l’histoire des peuplements et son instrumentalisation politique par les deux côtés, et nous apprenons que contrairement aux Bosniaques, l’identité albanaise kosovare est linguistique et non religieuse. mehr lesen / lire plus

Bullenschutz

Polizei und Presse, ein Zusammenspiel, das nicht nur in Luxemburg nicht immer zur Zufriedenheit aller funktioniert. „Wegen verschiedener Vorkommnisse, die ein gestörtes Verhältnis einzelner Polizeiorgane zu Journalisten erkennen ließen“, werden jetzt an sämtliche anerkannten JournalistInnen spezielle Erkennungsmarken ausgegeben, die sie während „Ereignissen, bei denen sowohl die Polizei als auch die Presse berufshalber im Einsatz sind“ tragen sollen. Die Polizei verspricht, die TrägerInnen der Plaketten nicht mit Knüppel oder gar Knarre aufs Korn zu nehmen, während die MedienvertreterInnen sich verpflichten, den Deontologiekodex der Luxemburger Presse zu respektieren. Dazu müssen sie ihren Presseausweis in eine Art transparenten Scheckkartenhalter stecken und sich das Ganze um den Hals hängen. mehr lesen / lire plus

ARBEITSLOSIGKEIT: Weiblich, alt und lang andauernd

Im Januar 2008 war die Zahl der Arbeitslosen etwas niedriger als ein Jahr zuvor. Eine gute Nachricht, die allerdings nicht darüber hinweg täuschen sollte, dass der Sockel der Arbeitslosigkeit weiterhin sehr hoch liegt.

Erstmals seit Oktober 2001 steigt die Arbeitslosigkeit nicht weiter an. Doch der Graben zwischen kurzfristig vermittelbaren Arbeitssuchenden und Langzeitarbeitslosen wird tiefer.

Die guten Nachrichten, die von der Direktion der „Administration de l’Emploi“ (Adem) und Arbeitsminister Biltgen am vergangenen Montag vermeldet werden konnten, stammten nicht aus dem eigenen Hause. Zur alljährlichen Pressekonferenz waren die Bilanzen vom statistischen Amt Statec aufbereitet worden. Wichtigste Nachricht: Der Luxemburger Arbeitsmarkt boomt. So wurden 2007, nach provisorischen Schätzungen, etwa 316.400 Arbeitsstellen in Luxemburg gezählt. mehr lesen / lire plus

ATOMSTROM: Fata Morgana

Die Risiken der Kernkraft sollten nicht verharmlost werden, ihre so genannten Chancen dagegen schwinden bei realistischer Betrachtung dahin. Das jedenfalls sind die Schlussfolgerungen zweier von den Grünen eingeladener Experten.

Ist der als CO2-frei gepriesene Atomstrom die Antwort auf den Klimawandel? Am vergangenen Donnerstag stellten auf Einladung des grünen Europaabgeordneten Claude Turmes zwei internationale Experten interessante Studien zur Atomkraft vor. Dabei wurde deutlich, dass mit dem gelben Strom viele Probleme einher gehen, dass er aber kaum viel zur Verhinderung des Klimawandels beitragen kann.

Eberhard Greiser wies auf die Ergebnisse einer Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK) hin. Er war Mitglied eines externen Expertengremiums, das die von Mainzer WissenschaftlerInnen angefertigte Studie begleiten sollte. mehr lesen / lire plus

Forteresse en détresse

Dommage collatéral d’une politique culturelle qui ne s’intéresse qu’au prestige au lieu d’investir dans des contenus, le musée de la forteresse ou « Musée op den dräi Eechelen » comme il s’appelle apparemment, est entré dans la ligne de mire de la Cour des Comptes. Le bilan que dresse l’honorable institution est catastrophique : après plus d’une dizaine d’années de travaux, de rénovations, de changements de concepts, de noms et de têtes, le musée n’est toujours pas prêt à ouvrir ses portes, faute de contenu et concept. Alors qu’il devrait s’intéresser à la culture et l’identité nationale luxembourgeoise selon les vœux pieux de la secrétaire d’Etat, le musée voisin du Mudam risque d’entrer dans l’histoire de l’art comme le seul musée vide du monde. mehr lesen / lire plus

ADR nimmt AHL Huckepack

Die Obamania hat hierzulande auch rechtskonservative Kreise erfasst. „Zusammen werden wir einen Wechsel herbeiführen, an den man glauben kann“, so der Präsident der Luxemburger Männervereinigung (AHL), Fernand Kartheiser, in Anlehnung an den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten, als er seine Beweggründe für ein Zusammengehen mit der ADR erläuterte. Verteidigung der individuellen Freiheiten, Stärkung des Rechtsstaates sowie der Einsatz für Gleichheit von Mann und Frau und die Zurückweisung jedweder Ideologie nannten Vertreter beider Gruppierungen als gemeinsamen Nenner. Außerdem gelte es, durch ein Zusammengehen die „Opposition zu stärken, statt sie zu schwächen“. Die AHL verzichtet auf eigene Listen, während die ADR – sofern die zuständigen Organe der Partei zustimmen – einzelne AHL-Mitglieder mit auf die Wahllisten nimmt. mehr lesen / lire plus

Pannes de démarrage

Décidément, il semble que le Centre pour l’égalité de traitement (CET) connaisse de sérieuses difficultés pour prendre son envol. Comme nous l’avions déjà relaté dans un numéro précédent (voir woxx 932), il avait fallu deux séances au parlement pour le doter d’un président et trois pour compléter le groupe de ses membres. La nomination de Patrick de Rond, président de la Conférence nationale de jeunesse et membre du CSV, avait fait grincer quelques dents. Dans un premier vote, la candidature du président de l’Asti, Serge Kollwelter, avait été écartée par les représentant-e-s du peuple. Ce fut finalement Raymond Remakel, membre du LSAP, qui perdit le vote face à Patrick de Rond. mehr lesen / lire plus