Serie: What the facts?!
 (4): Für jeden eine Wahrheit


Politik beruht auf der Bereitschaft, zuzuhören, die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen und anderen entgegenzukommen. Die Erosion dieser Offenheit erzeugt das Gefühl, in einem post-truth-Zeitalter zu leben. Teil IV unserer Serie über das „Postfaktische“.

Verteidigt den Universalismus: Der Publizist Kenan Malik. (Foto: Wikimedia)

Gefälschte Nachrichten. Alternative Fakten. Post-truth-Politik. Diese drei Themen beherrschen die derzeitigen Diskussionen. Sie sind verbunden mit der Sorge darüber, wie wir zwischen wahren und falschen Behauptungen unterscheiden können, und sie alle sind dem Anschein nach mit der Wahl von Donald Trump zum US-amerikanischen Präsidenten verknüpft. Trumps Wahlsieg wurde in den Augen vieler von einer Welle gefälschter Nachrichten begünstigt. Seine Neigung zu lügen, wie beispielsweise über die Anzahl der Zuschauer bei seiner Amtseinführung, wurde von seiner Beraterin Kellyanne Conway zur Akzeptanz „alternativer Fakten“ umgedeutet. mehr lesen / lire plus

Bolivien
: Evos Bastion bröckelt

El Alto heißt die am schnellsten wachsende Stadt Lateinamerikas. Aus der verrufenen Zuwandererstadt oberhalb von La Paz ist ein quirliger Handelsplatz geworden. Hier findet sich auch eine Machtbasis von Evo Morales. Doch unumstritten ist der Präsident längst nicht mehr.

Plattform für Gesellschaftskritik: das autonome Kulturzentrum „Compa“ im Stadtviertel 
„Ciudad Satelite“. (Fotos: Knut Henkel)

Mit dem Rücken zum Tal hat man sie montiert – eine Statue in der traditionellen Kleidung „Chola Aymara“. Mitten auf der Plaza Ballivián steht die Ikone, „Bombím“ (Melone) auf dem Kopf, ins Umhängetuch „Manta“ und den Faltenrock „Pollera“ gehüllt. Die weibliche Figur steht auf einer Weltkugel, von wo aus sie die „Wiphala“, die Flagge der indigenen Bevölkerung schwenkt. mehr lesen / lire plus

Sprachen: Ideal vs. Realität

Die sprachpolitischen Maßnahmen des Erziehungsministeriums stoßen weiter auf Kritik. PraktikerInnen bezweifeln die Umsetzbarkeit der Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt.

Neben dem Bildungswesen ist der Arbeitsmarkt wahrscheinlich der Bereich, in dem die Auswirkungen der Vor- und Nachteile der Luxemburger Mehrsprachigkeit am stärksten ersichtlich werden. Am vergangenen Dienstag hatte die „Gréng Stëftung“ deshalb AkteurInnen aus Pflege, Handel und Wirtschaft sowie, aus der Politik, den Abgeordneten Claude Adam zu einer Podiumsdiskussion über die hiesige Sprachensituation eingeladen.

Das Französische überwiegt in allen Bereichen des Arbeitsmarktes als Umgangssprache, machte der Sprachsoziologe Fernand Fehlen einleitend klar. Jedoch nicht ohne Konkurrenz: das Englische ist ebenfalls präsent und gewinnt zunehmend an Bedeutung. mehr lesen / lire plus

EU-Flüchtlingspolitik: Die meisten Mitgliedstaaten liefern nicht

Laut EU-Umverteilungsprogramm müssten bis September noch über 80.000 Flüchtlinge aus Italien und Griechenland auf andere Mitgliedstaaten verteilt werden. Beim aktuellen Tempo würde dieses Ziel erst in zehn Jahren erreicht.

(Foto : European Union)

Die Stellungnahmen des für Migration zuständigen EU-Kommissars Dimitris Avramopoulos zur Umverteilung der Flüchtlinge in der EU sind seit Monaten nahezu wortgleich. „Die Mitgliedstaaten müssen liefern“, ist einer seiner Standardsätze, „es muss mehr getan werden“, lautet ein anderer, und für gewöhnlich folgt dann ein Aufruf, der an die Dringlichkeit der Situation erinnert. „No more excuses“ („Keine Ausreden mehr“), so seine Formulierung diese Woche, als er am Rande des Treffens der zuständigen EU-Minister in Brüssel vor die Presse trat. mehr lesen / lire plus

Findel: Freifahrschein in die Lärmfalle

Die Politik in Sachen Findel dürfte als eine der größten der mit der grünen Regierungsbeteiligung verbundenen Enttäuschungen in die Geschichte eingehen. Der im März vorgelegte Aktionsplan gegen den Flughafenlärm bestätigt, dass François Bausch für einen blindwütigen Ausbau des Findels ohne Rücksicht auf Nebenwirkungen steht (siehe auch woxx 1305 und 1363). Der Mouvement écologique kritisiert in einer Stellungnahme, dass der Aktionsplan nicht den EU-Vorgaben entspricht und keinen Beitrag zur Reduzierung der Lärmbelastung darstellt; die „procédure publique“ müsse deshalb ein zweites Mal durchlaufen werden. Vor allem das „Fehlen einer langfristigen Strategie“, an der man den Willen zur Berücksichtigung der Lärm-Gesundheitsschäden messen könnte, führt in den Augen der NGO dazu, dass der Aktionsplan „de facto ein Freifahrschein für den Flughafenbetreiber“ ist. mehr lesen / lire plus

Réforme de la police : la CCDH rappelle à l’ordre

Au moins depuis les attentats en France, on est bien conscient que les socialistes aussi peuvent craquer pour l’autoritarisme. Il semble que cette tendance soit en train de se propager au Luxembourg. Entre un Alex Bodry qui rêve d’invoquer l’état d’urgence pour loger des réfugiés et un Étienne Schneider dont la réforme de la police ouvre de nouvelles dimensions, difficile de choisir. Pourtant, cette réforme vient d’être durement critiquée par la Commission consultative des droits de l’homme (CCDH). Après les avis des différents parquets, c’est à la CCDH de mettre en cause les nouveaux droits qu’accorderait cette réforme à la police « administrative » (ce qui désigne la police « normale », par opposition à la police judiciaire). mehr lesen / lire plus

Oxfam (re)met en cause le Luxembourg

Depuis 2015, toutes les banques européennes sont forcées de publier leurs bénéfices engrangés dans tous les pays où elles se sont implantées. C’est le fameux « country-by-country reporting », qui pour le moment ne vaut que pour les institutions bancaires. L’ONG Oxfam – avec le réseau Fair Finance Guide International – s’est procuré la première récolte de ces données pour en faire une analyse précise et inédite, puisque avant on n’en disposait pas. Et, grande surprise, c’est encore une fois le Luxembourg qui, avec l’Irlande, compte parmi les mauvais élèves. Ainsi, le grand-duché ne représente que 0,5 % des effectifs des banques analysées, mais réussit à cumuler 5,5 % des bénéfices (4,9 milliards d’euros, soit autant que le Royaume-Uni, l’Allemagne et la Suède réunis). mehr lesen / lire plus

Kommission sagt Nein zu Gratis-Interrail

Er wollte mit seinem Vorschlag wohl Punkte bei Europas Jugend sammeln: Martin Weber, Chef der konservativen Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europaparlament und Mitglied der deutschen CSU hatte Gratis-Interrail-Tickets für alle 18-Jährigen EU-Bürger gefordert. Mit seiner vergangenen Herbst präsentierten Idee hatte er es denn auch in die Schlagzeilen, und nicht nur in Deutschland, gebracht. Skeptiker fragten sofort: Wer soll das bezahlen? Aus Brüssel kam diese Woche die Antwort: niemand. Stattdessen schlägt die Kommission, die wohl ihrem Ruf als nicht immer ganz praxisnahe Behörde gerecht werden wollte, ein kompliziertes Ersatzprogramm vor. Nicht die geschätzten 2,3 Milliarden Euro, die Webers Vorschlag gekostet hätte, will Brüssel nun investieren, bloß 2,5 Millionen ist der Institution die Gratis-Mobilität von Europas Jugend wert. mehr lesen / lire plus

Genmais-Zulassungen: Ball erneut im Feld der Kommission

Über die Zulassung von neuen Genmaissorten gibt es in der EU unterschiedliche Meinungen. Derzeit sind es jedoch vor allem die sich eines Standpunkts enthaltenden Länder, die eine Entscheidung blockieren. Als am Montag im Expertenausschuss für das sogenannte Komitologie-Verfahren über die Erlaubnis von vier neuen Sorten abgestimmt wurde, gab es erneut überhaupt keine Mehrheit, weder für noch gegen eine Zulassung; Luxemburg hatte jeweils gegen eine solche gestimmt. Dem Verfahren nach muss in einem solchen Fall die Kommission entscheiden. Brüssel würde jedoch diese undankbare Rolle gerne abgeben und hat eine Reform des Verfahrens vorgeschlagen. „Diese Reform wurde jedoch von Rat und Parlament noch nicht angenommen“, sagte am Dienstag ein Sprecher der Kommission und bedauerte, dass die Kommission, „nicht das Privileg hat“, sich bei einer Abstimmung zu enthalten. mehr lesen / lire plus

Tram
 : Le jour 
le plus long

Ne rencontrant plus guère d’opposition politique, le tram sera non seulement en service dès la fin de l’année, mais verra aussi son réseau s’étendre plus rapidement que prévu.

L’intérieur des rames a connu quelques modifications, suite aux remarques récoltées lors de la présentation de la maquette 1:1 fin 2015. (Photos et illustrations : Luxtram SA)

Quand, le dimanche 10 décembre de cette année, les CFL appliqueront l’horaire d’hiver, rien ne sera plus comme avant. Sauf imprévu, ce même jour, la gare du Pfaffenthal sera mise en service et avec elle le funiculaire entre le faubourg et le plateau du Kirchberg pour créer alors le pôle d’échange « Pfaffenthal-Kirch-
berg (Pont Rouge) ». mehr lesen / lire plus

Trump et le climat : Mauvais présage

Les effets directs du décret présidentiel anticlimat sont limités. Mais les forces à l’œuvre en faveur d’énergies plus propres suffiront-elles pour contrecarrer les facteurs qui poussent les émissions de CO2 à la hausse ?

(Photo : Phprevet, CC-BY-SA 4.0)

Annoncer la fin d’une guerre ne vaudra pas à Donald Trump le prix Nobel de la paix. En effet, c’est à la « guerre contre le charbon » que le président des États-Unis va tenter de mettre fin à travers un décret – pas de quoi susciter l’enthousiasme de l’opinion publique mondiale. Contrairement à son prédécesseur Barack Obama qui avait raflé le prix en question grâce à son beau discours de 2009 sur le désarmement nucléaire – discours d’ailleurs suivi d’aucune avancée concrète par la suite. mehr lesen / lire plus

Marine Le Pen
 : Peut-elle devenir présidente ?

Marine Le Pen peut-elle remporter l’élection présidentielle ? Improbable mais pas impossible, sous certaines conditions.

La prochaine présidente de la République ? (Photos : © Blandine Le Cain)

Le pire peut arriver. C’est la conclusion qu’il faut tirer de l’élection de Donald Trump, le 8 novembre 2016. Contre toute attente et à l’encontre de ce que prédisaient quasiment tous les sondages, les États-Unis ont choisi le milliardaire vociférant, raciste et misogyne plutôt que la représentante de l’establishment démocrate Hillary Clinton. Même, si, il est vrai, cette dernière a récolté deux millions de voix de plus que son adversaire, Trump a su faire usage des aléas du système électoral américain et devenir le 45e président des États-Unis d’Amérique. mehr lesen / lire plus

Conférence-débat : Agroécologie

Sur invitation de l’ASTM et de SOS Faim, Silvia Pérez-Vitoria donnera une conférence sur « l’agroécologie, un outil de transformation sociale ».

(Photo : CC0 Public Domain)

Aujourd’hui, aucun État, aucune politique publique ne donne la priorité aux agricultures paysannes. Pourtant, redonner toute leur place aux paysans contribue à la création d’emplois. Les savoirs et savoir-faire paysans enrichissent notre vision du monde et de la nature, luttent contre les pertes de diversité biologique et culturelle et prodiguent une autre occupation de l’espace et des rapports villes-campagnes. Tels sont, entre autres, les propos de Silvia Pérez-Vitoria qui est l’invitée de l’ASTM (Action Solidarité Tiers Monde) et de SOS Faim, le vendredi 5 avril à 12h15 au Centre culturel Altrimenti (Centre Convict). mehr lesen / lire plus

Freikarten für Kinepolis

Das „Rebranding“ der Utopolis-Kinos auf Kirchberg und Belval nimmt seinen Lauf. Gut anderthalb Jahre nachdem die Kinepolis Group SA die Luxemburger Kinokette geschluckt hat, werden die KinozuschauerInnen nach und nach an die neue Namensgebung gewöhnt. Ab dem 5. April werden die Online-Reservierungen über den Kinepolis-Server abgewickelt. Die Internetpräsenz utopolis.lu wird dann automatisch auf kinepolisluxembourg.lu weitergeleitet. Zeitgleich wird die „movie card“ und die „family card“ der europaweit operierenden Kinokette eingeführt. Die Säle werden umbenannt, lediglich das Utopia auf Limpertsberg darf seinen angestammten Namen behalten. Die Säle auf Kirchberg kommen in den Genuss der „Cosy Seat“ genannten, besonders breiten Sonderbestuhlung (gegen Aufpreis), und es wird einen „Laser ULTRA“-Saal geben mit besonderer Laserprojektion und einem performanten Dolby-Atmos Tonsystem. mehr lesen / lire plus

Country/Blues: Minimalismus zum Anfassen


Zwei Stimmen mit Bass und Gitarre – das Singer-Songwriter Duo Textor & Renz lädt dazu ein, am Samstag im gemütlichen „De Gudde Wëllen“ seinen minimalistischen Blues zu entdecken.

Zwei Männer mit Kontrabass und Gitarre … kein Chinese dabei.

Zu ihren wichtigsten Einflüssen zählen legendäre Figuren wie Johnny Cash und Neil Young. Henrik von Holtum alias Textor singt und zupft den Kontrabass, Holger Renz singt ebenfalls und spielt Gitarre. Wort und Musik stehen in einem spannenden Verhältnis zueinander: Den Hörer erwartet musikalisches Storytelling der feineren Art.

Denn im Geschichtenerzählen hat Textor schon sehr früh Erfahrungen gesammelt. Als er 13 Jahre alt war, nahm der junge Henrik von Holtum seinen Künstlernamen an und legte zusammen mit seinem Jugendfreund Sascha Klammt („Quasi Modo“) den Grundstein zu einer erfolgreichen Karriere im Deutschrap. mehr lesen / lire plus