EU-Wahlen: Wenig Einsen und viele Nullen

Wie soll die europäische Netz- und Digitalpolitik aussehen? Dafür, dass es um die Zukunft der Wirtschaft geht, sind die Parteien erstaunlich schweigsam.

Linux ist – auch – ein Waschmittel. In erster Linie steht der Name jedoch für ein quelloffenes Betriebssystem. Sollte die EU solche frei verfügbare Software und ihre Entwickler*innen fördern? (Foto: public domain)

Auch dreißig Jahre nach der Erfindung des World Wide Webs und über ein Jahrzehnt nach der Markteinführung von Smartphones scheint es so, als wäre dieses Internet und überhaupt alles, was irgendwie mit Computern zu tun hat, immer noch „Neuland“ für viele Politiker*innen. Das Schlagwort Digitalisierung darf zwar in keiner Wahlkampfrede fehlen, aber die Inhalte, die sich dahinter verstecken, sind oft unklar. mehr lesen / lire plus

Jugendparteien gegen Copyrightdirektive

Alle im EU-Parlament vertretenen luxemburgischen Parteien haben ihre Ablehnung zur vorliegenden Fassung der neuen EU-Copyrightdirektive kundgetan. Dennoch wiederholen vier Jugendparteien ihren Aufruf, dagegen zu stimmen.

Foto: CC-BY Hanna Prykhodzka

Luxemburgs Parteinachwuchs zeigt in den letzten Tagen ungewohnte Einigkeit. Anfang letzter Woche riefen sechs Jugendparteien zum Klimastreik auf, am Freitag beschäftigte sie das Thema Urheberrechtsreform. Eigentlich gibt es innerhalb der luxemburgischen Parteienlandschaft einen breiten Konsens, dass die Reform in der vorliegenden Fassung abzulehnen ist. Dennoch hielten es CSJ, déi jonk Gréng, JDL und JSL für nötig, die luxemburgischen EU-Abgeordneten noch einmal dazu aufzufordern, gegen die umstrittene Direktive zu stimmen.

Die Nachwuchspolitiker*innen betonen, dass ein modernes Urheberrecht, das eine gerechte Entlohnung von Künstler*innen und Autor*innen garantiert, ihnen am Herzen liegt. mehr lesen / lire plus

Netzpolitik: Ausgefiltert

In Luxemburg gibt es einen Konsens gegen die umstrittene Copyright-Reform. Doch das heißt nicht, dass die Politiker*innen das Netz verstanden haben.

Foto: ARLOUK / Pixabay

Die EU-Urheberrechtsreform erhitzt die Gemüter und spaltet. Gegner*innen werden pauschal als willige Marionetten von Internetgiganten wie Google bezeichnet, Befürworter*innen als alte Menschen, die das Netz nicht verstehen. Diese Dynamik zieht sich über den ganzen Kontinent. Den ganzen Kontinent? Nein, ein kleines Großherzogtum trotzt der Spaltung und zeigt einen unerwarteten Konsens. Alle im Europaparlament vertretenen Parteien haben angekündigt, gegen die Reform zu stimmen. Das ist von Seiten der CSV schon überraschend, zur DP passt es eigentlich auch nicht wirklich. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #031 – Cybermobbing an Terrorübungen

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast een Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Dës Woch presentéieren de Fréderic Braun, de Luc Caregari an d’Isabel Spigarelli iech zwee Themen. Engersäits de Problem vum Cybermobbing. Wärend scho länger bekannt ass, datt Mobbing ee Problem a Schoulen, och zu Lëtzebuerg, ass, ginn et néi Elementer. Dëse Mobbing gëtt net nëmmen an der Schoul, mä och a soziale Medien oder per Messenger als sougenannte Cybermobbing praktizéiert, sou datt d’Affer kaum nach entkomme kënnen. D’woxx war an eng Schoul kucken, déi aus engem akute Fall eraus ee Projet dozou lancéiert huet. mehr lesen / lire plus

EU-Copyrightdirektive: EFF ruft zu E-Mails an Étienne Schneider auf

Die neue EU-Copyrightdirektive sorgt weiterhin für Aufregung. Kurz vor der Abstimmung im Europäischen Rat rufen NGOs dazu auf, den luxemburgischen Wirtschaftsminister anzuschreiben.

Wikimedia Deutschland protestierte beim SPD-Parteitag im Dezember 2017 gegen Upload-Filter. (Foto: CC-BY-SA Christian Schneider)

Die geplante Copyrightdirektive, die offiziell „Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt“ heißt, ist höchst umstritten: Für die einen ist es die einzige Möglichkeit, Kunst- und Kulturindustrie sowie den Journalismus am Leben zu erhalten, für die anderen wird sie das Internet, so wie wir es kennen, zerstören. Die woxx hat beide Seiten bereits beleuchtet: in Droits d’auteur
 : Pas de 
droit chemin
 und in Droit d’auteur-e : Filtrer n’est pas créer. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #030 – Ass d’Flichtlektür zu Lëtzebuerg sexistesch?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast een Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Ass de Faust ze sexistesch, fir en op Premieren ze liesen? D’Organisatioun Voix de jeunes femmes huet am Dezember en oppene Bréif publizéiert, an deem si ugereegt huet, d’Flichtlektür op den ieweschte Klassen am Lycée ze iwwerdenken. D’Reaktiounen hunn deelweis vun Zensur geschwat. D’woxx huet sech mam Thema beschäftegt an als éischt emol erausfonnt, datt déi Debatt voller Mëssverständnesser ass. De Joël Adami an d’Isabel Spigarelli schwätzen haut iwwert dat Thema, an diskutéieren ënnert anerem doriwwer, wat déi gréisste Baustelle bei dëser Flichtlektür sinn, a mat wéi enge Mëttelen ee kéint eng aner, besser Literaturvermëttelung ugoen. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #029 – Algorithmen mat Viruerteeler

All Woch bidd d’woxx Iech an hirem Podcast een Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

No enger klenger Paus iwwert Feierdeeg ass d’woxx am néie Joer erëm do. Net nëmme mat enger Print-Editioun, mä och mat engem Podcast. Nieft engem Iwwerbléck iwwert déi aktuell Nummer schwätzen de Luc Caregari an de Joël Adami mir dës Woch iwwert de Phänome vum algorithmic bias, also Algorithmen, an deenen sech Viruerteeler verstoppen. Et gëtt erklärt, wéi dat zustane kënnt a wisou grad Machine Learning dovunner betraff ass. Nieft e puer Beispiller wéi deem vun Amazon, déi hirt Astellungsverfaaren duerch kënschtlech Intelligenz méi séier maachen wollten oder dem éisterräicheschen Arbeitsamt, kucke mir, wat dat fir déi  lëtzebuergesch Digitaliséierungsstrategie bedeit. mehr lesen / lire plus

Netzpolitik: Algorithmen mit Vorurteilen

Über die Gefahr von vermeintlich neutralen Computern, die in wichtige Entscheidungsprozesse eingreifen.

Bunte Lichtinstallationen sind ein Teil der Hacker*innenkonferenz 35C3 gewesen – Vorträge über die Gefahren von Algorithmic Bias ein anderer. (Foto: Yves Sorge)

Algorithmen, die Dinge für uns sortieren, sind allgegenwärtig, zum Beispiel auf sozialen Netzwerken. Ob es wirklich sinnvoll ist, dass die Neujahrswünsche der Tante zum dritten Mal in der eigenen Facebook-Timeline auftauchen, weil sie so viele „Likes“ haben, darüber machen sich wohl die wenigsten Gedanken. Als die automatische Gesichtserkennung von Google, die dazu gedacht ist, Fotos besser ordnen zu können, schwarze Menschen als „Gorillas“ bezeichnete, gab es jedoch völlig zurecht einen Aufschrei. mehr lesen / lire plus