Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: Hand drauf

Wer als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Luxemburg gelangt, genießt besondere Rechte. In manchen Fällen muss aber zunächst einmal das Alter überprüft werden. Die Methoden, mit denen das geschieht, sind nicht unumstritten.

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Bei Altersfeststellungen wird in Luxemburg vor allem auf Röntgenaufnahmen der Hand zurückgegriffen, die anschließend mit Referenzbildern verglichen werden. (Foto: David Corry)

„Was macht Luxemburg im Fall von sogenannten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, bei denen medizinische oder andere berechtigte Zweifel bestehen, ob sie überhaupt noch minderjährig sind?“, wollte der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser in einer parlamentarischen Anfrage vom vierten September von der Regierung wissen.

„Das Asylgesetz sieht die Möglichkeit vor, im Fall von Zweifeln an der Minderjährigkeit eines Jugendlichen eine medizinische Untersuchung durchzuführen“, heißt es in der Antwort der Regierung. mehr lesen / lire plus

Streitbarer Außenseiter
: Kurt Hiller, der Logokrat


Schon im deutschen Kaiserreich war er ein mutiger Vorkämpfer gegen die Diskriminierung der Homosexuellen: Der Linkssozialist und Radikalpazifist Kurt Hiller. Nun erinnert eine wissenschaftliche Biographie an den in Vergessenheit geratenen Publizisten.

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Eckte mit seiner radikalen Fortschrittlichkeit auch im „neuen“ Deutschland weiter an: der Intellektuelle Kurt Hiller. (Foto: Internet)

„Es gleich zu sagen: ein besonderer Freund der Schriftengattung Selbstbiographie bin ich nicht.“ Mit diesem Satz eröffnete Kurt Hiller 1969 den ersten Teil seiner zweibändigen Autobiographie. Dass er sich trotz aller Vorbehalte dennoch entschloss, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, war dem Willen geschuldet, „hier endlich Deutschland zu unterbreiten: meine Erlebnisse in Hitler’s Hafthöllen“.

Auf die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit in Deutschland konnte Hiller damals nicht mehr hoffen. mehr lesen / lire plus

Inklusion: Ein Leitfaden

Die UN-Behindertenrechtskonvention legt fest, dass gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein Menschenrecht ist. Um sie umzusetzen, muss sich auch Luxemburg Instrumentarien geben.

(Foto: Pixabay)

(Foto: Pixabay)

„Inklusion“ ist en vogue, auch wenn nicht jeder den Leitbegriff mit Inhalt zu füllen vermag, der mehr eine Gesellschafts-Utopie als die Realität beschreibt. Bis wir in einer Gesellschaft leben, in der die Teilhabe aller gesichert ist, ist es ein weiter Weg. Und doch wird auch in Luxemburg mehr und mehr für das Thema sensibilisiert. So veranstaltete Info-Handicap in diesen Wochen unter dem Motto „Goinclusive“ gleich mehrere Konferenzen. Zwei fanden am Abend des 9. November statt: eine im LTPES mit Betroffenen, die andere, ausgetragen von der Menschenrechtskommission (CCDH) mit dem Präsidenten der Lebenshilfe Österreichs, Germain Weber und der am CHL tätigen Kinder-Psychologin Nora Wurth. mehr lesen / lire plus

Éducation précoce : Des pistes à explorer

Le ministère de l’Éducation nationale et l’université ont présenté les résultats d’une étude sur l’éducation précoce. Un bon début qui ne livre pas des réponses à toutes les questions.

(Photo : Internet)

(Photo : Internet)

L’évaluation de l’éducation précoce par les différentes parties prenantes serait généralement positive : voilà la conclusion du ministre de l’Éducation Claude Meisch. Il avait invité, avec l’unité de recherche Inside de l’Université du Luxembourg, à la présentation des résultats d’une étude sur le sujet.

« Nous avons essayé d’assembler un mélange de différentes perspectives et de différentes personnes », a expliqué le professeur Dieter Ferring, directeur d’Inside.

L’étude dont il a présenté les résultats est subdivisée en quatre « sous-études » : une analyse des données secondaires sur l’éducation précoce, une analyse exploratoire se basant sur les perspectives des différents acteurs, une analyse qualitative approfondie sous forme de groupes d’échange avec ces mêmes acteurs et une évaluation sur base d’échelles d’évaluation prédéfinies. mehr lesen / lire plus

EU-Afrika-Erpressungsgsgipfel

Bekämpfung der Fluchtursachen, Rückführung von Flüchtlingen, Kampf gegen Menschenschmuggler … In dieser Reihenfolge wollen die EU und die afrikanischen Staaten den am Donnerstag in La Valetta beschlossenen „Aktionsplan“ abarbeiten. Zum ersten und wesentlichsten Punkt wurde eigentlich nichts festgehalten. Das wäre zum Beispiel eine von Fairness geleitete Handelspolitik, die u. a. darauf verzichtet, den Westafrikanern die letzten Fischbestände vor ihren Küsten wegzufischen. Oder ein Verzicht auf die Economic Partnership Agreements, die die schwachen afrikanischen Wirtschaften zu einer weitgehenden Öffnung ihrer Märkte zwingen. Neues Geld gibt es zwar, aber vor allem für den „Kampf gegen illegale Migration“, also z. B. für Rückführungsabkommen. Die afrikanischen Staaten verpflichten sich, illegal in die EU eingereiste Landsleute zurückzunehmen. mehr lesen / lire plus

BCEE-Leaks / Code of Conduct : ça revient !

Alors que dans l’affaire des BCEE-Leaks (woxx 1344) les premières conséquences commencent à se faire sentir – des perquisitions ont notamment été effectuées en Allemagne et les enquêteurs espèrent des retombées allant jusqu’à plusieurs centaines de millions d’euros – le magazine allemand « Der Spiegel » a pu mettre le grappin sur des documents d’une autre qualité, toujours concernant la place financière luxembourgeoise. Ce sont exactement ces documents que la Commission européenne a essayé de retenir devant les ardeurs de la commission spéciale « taxe » – les protocoles du « Code of Conduct Group », établi en 1998 et en charge de veiller à ce qu’aucune concurrence malsaine ne s’établisse entre les États membres. mehr lesen / lire plus

Changer l’Europe ? Mieux vaut oublier la politique !

Anert Europa » (« Une autre Europe »), tel est le mot d’ordre d’une « journée d’organisation » qui se tiendra samedi 14 novembre. « Anert Europa », c’est aussi le nom que s’est donné un regroupement d’organisations de jeunesse de gauche, dont les Jeunes Verts, Jonk Lénk, les Jeunesses socialistes, mais aussi l’Unel, Richtung22 et les organisations de jeunesse du Landesverband et de l’OGBL. Un regroupement qui s’est créé à la suite des événements en Grèce et dont le but proclamé est une Europe plus sociale et plus démocratique. Samedi, ce seront des sujets aussi divers que les membres d’« Anert Europa » qui seront abordés. mehr lesen / lire plus

OGBL: Karrieren aufwerten!

Einen heißen November hatte der OGBL der Regierung versprochen (woxx 1338). Bisher scheint die größte Gewerkschaft des Landes ihr Versprechen zu erfüllen: Zum einen wurde in dieser Woche eine „Aktionswoche“ des Gesundheits- und Sozialsyndikats mit vier Protestaktionen vor verschiedenen Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen sozialen Einrichtungen durchgeführt. Ziel der Aktionen war es, die volle Umsetzung der Gehälterreform im öffentlichen Dienst im Gesundheits- und Erziehungssektor, und dementsprechend die Aufwertung der Karrieren des Personals, durchzusetzen. Am 24. November gehen die Verhandlungen über die Kollektivverträge für Privatbedienstete im öffentlichen Gesundheits- und im Erziehungsbereich in die erste Runde. Zum anderen plant der OGBL, seiner Forderung nach einem „Sozialpaket“ mit einer angekündigten Demonstration am 26. mehr lesen / lire plus

Wir sind Transition!

1345kusstories of transition Papst werden die Luxemburger vielleicht nie werden und die Tour de France haben sie bereits viereinhalb Mal gewonnen. Doch darüber, in der Transition-Veröffentlichung zur COP21 aufzutauchen, dürfen sie sich uneingeschränkt freuen. Noch dazu ist „Transition Luxemburg“ das größte der ausgewählten Projekte, wenn man die Größe an der „lokalen Bevölkerung“ misst – und von den Lokalwährungen absieht. Große Unternehmungen sind in dem kleinen Land auch nötig – schließlich ist man auch bei den CO2-pro-Kopf-Emissionen Spitzenreiter. Ausgewählt wurden die Projekte vom Transition-Gründer Rob Hopkins persönlich. Statt den TeilnehmerInnen der COP21 eine weitere Liste mit Forderungen zu unterbreiten, hat er „21 Stories of Transition“ zusammengestellt. mehr lesen / lire plus

Verkehrspolitik verkehrt: Zurück zum Auto!

Die alternative Verkehrspolitik hat manches erreicht. Doch Busspuren und Fahrradwege sind nur dann attraktiv, wenn sie ein zügiges Vorankommen ermöglichen. Zurzeit leider Fehlanzeige.

Chinesische Verhältnisse? Fußgänger und Radfahrer im Stau. (Foto: lm)

Chinesische Verhältnisse? Fußgänger und Radfahrer im Stau. (Foto: lm)

Niemand mag Baustellen. Sie lärmen, sie stinken und vor allem: Sie behindern den Verkehr. Mittelfristig sollen die Arbeiten, die in diesen Monaten die Hauptstadt lahmlegen, mit dazu dienen, die Lebensqualität zu verbessern. Aber aktuell sind sie ein gräßlicher Störfaktor: die Vorbereitungen für die Tramtrasse von Kirchberg zum Hauptbahnhof, die Umgestaltung des ehemaligen Busbahnhofs Centre Hamilius etc. Nun würde man eigentlich erwarten, dass die Unannehmlichkeiten, die solche Baustellen den Autofahrern bereiten, viele veranlassen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder sich per Rad oder zu Fuß zur Arbeit zu begeben. mehr lesen / lire plus

Débat sur la COP21 : Pragmatiques jusqu’au cou

Comment lutter contre le réchauffement climatique ? Un peu d’accord global, beaucoup de dynamiques locales et plein de questions sans réponse, c’est le bilan de la table ronde de mardi dernier.

Sainte Hillary, veillez sur nous pauvres pécheurs climatiques, et sauvez notre monde du réchauffement fatidique ! Claude Turmes se résigne à la prière, Brice Lalonde rédige un appel au secours. On est foutus. (Photo : lm)

Sainte Hillary, veillez sur nous pauvres pécheurs climatiques, et sauvez notre monde du réchauffement fatidique ! Claude Turmes se résigne à la prière, Brice Lalonde rédige un appel au secours. On est foutus. (Photo : lm)

« Copenhague a été un succès. » Brice Lalonde sait comment attirer l’attention du public, lui qui a été candidat écologiste à l’élection présidentielle en 1981, ministre de l’Environnement dans des gouvernements de gauche, puis conseiller régional élu sur une liste de droite et enfin conseiller de l’ONU en matière de développement durable. mehr lesen / lire plus

Midi littéraire du Citim : O outro lado do paraíso

1345webexcluÀ l’occasion du Festival du film Brésilien, l’écrivain Luiz Fernando Emediato est en visite au Luxembourg. Il présentera son livre  « O outro lado do paraíso » (« L’autre côté du paradis ») pendant le prochain midi littéraire du Centre d’information Tiers Monde (Citim), puis assistera le lendemain à la projection de son adaptation au cinéma réalisée par André Ristum en 2014.

Dans « O outro lado do paraíso », un garçon de 12 ans raconte les aventures de son père, un rêveur idéaliste, durant les années 1960 au Brésil. À la recherche d’une vie meilleure, la famille déménage à Brasília, une ville alors en pleine construction. mehr lesen / lire plus

Rétention des données
 : Obsession


Alors qu’en Allemagne la réintroduction de la rétention des données s’est au moins accompagnée de débats dans la société civile, le grand-duché ne semble pas préoccupé par la cimentation du contrôle total.

L’un a dû rempiler, l’autre n’y a même pas pensé : Heiko Maas et Félix Braz, respectivement ministre de la Justice allemand et luxembourgeois. (Photo : SIP)

L’un a dû rempiler, l’autre n’y a même pas pensé : Heiko Maas et Félix Braz, respectivement ministre de la Justice allemand et luxembourgeois. (Photo : SIP)

Le 8 avril 2014, la Cour de justice de l’Union européenne (CJUE) au Kirchberg délivre un véritable coup de tonnerre. Dans son arrêt – connu désormais sous le nom de « Digital Rights » – elle déclare la directive européenne sur la conservation des données invalide. mehr lesen / lire plus

Musiktherapie: „Musik erreicht jeden“

Dass Musik eine heilende Wirkung hat, ist seit langem erwiesen. Der „Europäische Tag der Musiktherapie“ am 15. November gibt der Luxemburger Vereinigung „GML“ und dem Europäischen Dachverband „EMTC“ Gelegenheit, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

Lieber auf den Gong einschlagen als auf die Schwester.

Lieber auf den Gong einschlagen als auf die Schwester.

„Was halten Sie von Musik?“ fragt ein Arzt einen Alzheimer-Patienten im Film „Alive Inside“. „Mein Herz schlägt für Musik. Ich liebe Musik“, antwortet der. Der Dokumentarfilm zeigt, wie Musikstücke bei dementen Menschen starke Gefühle auslösen, wie sie Erinnerungen wecken. Musik aktiviert mehr Synapsen im Gehirn, regt umfassender an als alles andere, so die unmissverständliche Botschaft. „Jeder Mensch braucht Stimulation von außen – vom Kindesalter an bis ins hohe Alter“, erklärt ein Arzt im Film. mehr lesen / lire plus

Neue Musik
: Surprise-Festival

Spektakuläres neben Grundsolidem, so lautet das Erfolgsrezept der „Rainy Days“, des alljährlichen Festivals für Neue Musik der Philharmonie. Dieses Jahr hat man die Veranstaltung unter das Motto „Suspense“ gestellt.

1345eventGroßer Saal der Philharmonie, Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 94, 2. Satz, Andante. Die Streicher spielen ein einfaches, rythmisches Thema an. Die Spannung steigt, schließlich heißt die Sinfonie „mit dem Paukenschlag“ – bald muss er kommen. Wiederholung, diesmal mit Pizzicati untermalt, immer noch leise – da! Die meisten Zuhörer zucken leicht zusammen – auf der letzten Note des letzten Takts, ein Fortissimo gegen den Schlag, gerade dann, wenn man es nicht mehr erwartet. mehr lesen / lire plus