Welt-Aids-Tag: Luft holen, weitermachen

35 Millionen Menschen sind bis heute an den Folgen von Aids verstorben. Die Zahlen sind rückläufig. Ein Grund zum Aufatmen, ist das nicht.

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Unter dem Slogan „Connais ton status!“ beteiligt Luxemburg sich an dem 30. Welt-Aids-Tag. 2018 steht der Aktionstag im Zeichen der Prävention, der Früherkennung und der medizinischen Behandlung von HIV. Alles längst „supposé connu“? Jein. Wer denkt, dass der Großteil der Weltbevölkerung ausreichend über die Krankheit, HIV-Tests und Behandlungsmöglichkeiten informiert sei, täuscht sich.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das „Centre européen de prévention et de contrôle des maladies“ (ECDC) gehen davon aus, dass rund 75 Prozent aller Aids-Infizierten nichts von ihrer Krankheit wissen. mehr lesen / lire plus

HIV: Zahl der Neuinfektionen gestiegen

Laut Bericht der Aids-Beobachtungsstelle haben sich 2017 mehr Menschen mit dem HI-Virus angesteckt als in den Jahren davor.

© wikipedia

101 Menschen – davon 74 Männer und 27 Frauen – haben sich im Jahr 2017 mit dem HI-Virus infiziert. Das geht aus dem Jahresbericht des Comité de surveillance du SIDA, des hépatites infectieuses et des maladies sexuellement transmissibles hervor. Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl leicht an; in den letzten 15 Jahren hat sie sich mehr als verdoppelt. Besonders betroffen sind die 26- bis 35-Jährigen. Noch im vergangenen Jahr zeigte sich das Gesundheitsministerium von den steigenden Zahlen alarmiert und hatte angekündigt, sowohl den Kampf gegen als auch die Sensibilisierung für HIV-Ansteckungen zu verstärken – mit nur mäßigem Erfolg. mehr lesen / lire plus

Sexualerziehung
: Lernen, „Nein“ zu sagen

Zur HIV-Prävention gehört weit mehr als nur Informationen über Verhütungsmethoden zu vermitteln. In unserem vierten und letzten Interview zum Thema Sexualerziehung haben wir mit Claudia Pedroso über den ganzheitlichen Ansatz der 
HIV-Berodung gesprochen.

Die Mitarbeiterin der 
HIV-Berodung Claudia Pedroso ist graduierte Erzieherin. (© HIV-Berodung)

woxx: Im Bereich der Sexualerziehung wird immer mehr getan. Trotzdem tun sich viele immer noch sehr schwer mit der Thematik. Wie sollte darauf reagiert werden?


Claudia Pedroso: Selbst junge Eltern haben heutzutage noch sehr viele Hemmungen, mit ihren Kindern über Sexualität zu sprechen. Es darf deshalb nicht erwartet werden, dass Eltern sich darum kümmern. Aus diesem Bedarf heraus wurde der nationale Plan „Promotion de la santé affective et sexuelle“ ins Leben gerufen, der Sexualerziehung für jede Institution vorschreibt und Methoden dafür festlegt. mehr lesen / lire plus

Sexualerziehung
: Wie sag ich’s meinem Kind?


Sexualität, Pubertät, Gender, sexuelle Orientierung – Themen, die zum Feld der sexuellen und affektiven Erziehung gehören, gibt es zahlreiche. Eine angemessene Heranführung ist besonders in jungen Jahren wichtig. Was wird in Luxemburg in diesem Bereich geleistet? Was klappt, wo besteht Nachholbedarf? Im Rahmen einer Interview-Serie haben wir Vertreter*innen einiger zuständiger Strukturen dazu befragt. Das erste Gespräch fand mit Isabel Scott vom Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle, kurz Cesas, statt.

Isabel Scott arbeitet seit April 2017 beim Cesas. (© privat)

woxx: Wie sollte Sexualaufklärung im weitesten Sinne im Idealfall ablaufen?


Isabel Scott: Die Weltgesundheitsorganisation hat 2011 das Dokument „Standards für Sexualaufklärung in Europa“ publiziert. mehr lesen / lire plus

HIV-Prävention: „Sécher ënnerwee“

Die HIV-Berodung feiert ihren 30. Geburtstag mit einer Sensibilisierungskampagne und einer Konferenz im September.

HIV Berodung

Welche Körperflüssigkeiten können das HI-Virus von Mensch zu Mensch übertragen? Blut? Spucke? Vaginalflüssigkeit? Mit welchen Methoden kann man sich schützen? Diese Fragen können immer noch viele Menschen nur ungenügend beantworten. Darauf reagiert die HIV-Berodung nun mit der Aufklärungskampagne „Sécher ënnerwee“. Anlass dazu gibt aber nicht nur der gesellschaftliche Informationsbedarf: Die Organisation, die sich anfangs noch Aids-Berodung nannte, feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Teil der Kampagne sind neben Plakaten und Gadgets auch eine Konferenz am 20. September in der Brasserie des Arquebusiers. In Luxemburg leben 1.100 Menschen mit dem HI-Virus. mehr lesen / lire plus

Neuer HIV-Aktionsplan tritt in Kraft

Nachdem die Zahl der Neuinfektionen 2016 leicht angestiegen ist, gehen das Gesundheitsministerium und seine Partner nun verstärkt gegen das Virus vor.

(© torange.biz)

Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember hat die Luxemburger Regierung den nationalen Aktionsplan gegen HIV 2018-2022 verabschiedet. Dieser sieht einige neue Maßnahmen vor. So zum Beispiel das Projekt „Safe Tattoo“ oder der verstärkte Einsatz sozialer Medien und Apps in Sensibilisierungskampagnen. Am ersten April startete ein Pilotprojekt, in dessen Rahmen Risikogruppen die Möglichkeit zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP, Pre-Exposure Prophylaxis) bekommen. Dabei handelt es sich um ein antiretrovirales Medikament, das präventiv eingenommen werden kann, um einer Ansteckung vorzubeugen. Das Gesundheitsministerium zieht in Erwägung, das Mittel auf dem luxemburgischen Markt einzuführen. mehr lesen / lire plus

Welt-Aids-Tag

Am heutigen Freitag, den 1. Dezember findet zum 29. Mal der Welt-Aids-Tag statt. Vor allem der Sensibilisierung gewidmet, gibt der Tag auch Anlass zum Ausdruck von Solidarität mit HIV-Infizierten.

Der Kampf gegen HIV-Infektionen hat auch im Jahr 2017 nicht an Dringlichkeit verloren. In Luxemburg leben zur Zeit 1.065 Personen mit dem Virus. Im letzten Jahr kam es zu 98 Neuinfektionen – ein trauriger Rekord, wie Lydia Mutsch im August auf einer Pressekonferenz kommentierte. Zu diesem Anlass war der Jahresbericht 2016 des Comité de surveillance du Sida vorstellt worden. Das Gesundheitsministerium setzt nach wie vor auf Präventionsmaßnahmen, vor allem bei Risikogruppen, aber auch bei der breiten Bevölkerung (woxx 1438). mehr lesen / lire plus

HIV: Zu viele Neuinfektionen

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist die Zahl der HIV-Neu- infektionen in Luxemburg gestiegen. Das Gesundheitsministerium will nun darauf reagieren.

(Bild: Wikimedia Commons)

„Wir können keine positive Bilanz ziehen“, so Gesundheitsministerin Lydia Mutsch auf einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Der Jahresbericht 2016 des Comité de surveillance du SIDA verzeichnet einen traurigen Rekord: Im letzten Jahr kam es zu 98 HIV-Neuinfektionen. 2015 waren es noch 94 gewesen. 75 Neuinfizierte waren Männer, 25 Frauen. Besonders betroffen sind die 26 bis 35-Jährigen.

39 Personen haben sich durch heterosexuellen, 32 durch homo- oder bisexuellen Geschlechtsverkehr angesteckt. Während nach wie vor Sexualkontakte die Hauptursache der Verbreitung sind, lässt sich seit 2014 eine Zunahme der Infektionen durch intravenösen Drogenkonsum feststellen. mehr lesen / lire plus