EU BATTLE GROUP: Jouera ? Jouera pas ?

Après leur entraînement intensif, les soldats luxembourgeois et l’ensemble de l’EUBG sont prêts à participer à des matches au niveau mondial. Or la « dream team » risque de passer six mois sur le banc de touche.

Jouer à la guerre pour mieux la faire. Exercice-spectacle des soldats de l’EUBG lors du VIP Day.

« Ça s’utilise comment ? » Le jeune soldat luxembourgeois sourit : « On peut se servir du Sophie soit monté sur le Dingo, soit séparément. » Sa main recouverte d’un gant informe pointe en direction d’un trépied sur lequel est montée une grande caméra reliée à plusieurs fils. Sophie, c’est le nom du « système optique », Dingo, le nom du nouveau véhicule blindé luxembourgeois destiné aux opérations de « recce », de reconnaissance. mehr lesen / lire plus

WAHLKAMPF-KONGRESS: Grün ist die Richtung

Gestritten wird auf grünen Kongressen nur noch selten, schon gar nicht wenn, wie diesmal, ein Wahlerfolg abzusehen ist. Darüber reden, was nach diesem kommt, mochte kaum jemand – doch die Eventualität einer schwarz-grünen Koalition lässt die Köpfe schwirren.

„Das Centre de rétention ist nichts Fortschrittliches, dabei ist Fortschritt das, wofür ich mich bei Déi Jonk Gréng engagiere.“ (Paul Matzet und Meris Sehovic)

Was erwartet der Journalist einer alternativen Wochenzeitung, der sich auf einen grünen Parteikongress begibt? Wird sich bestätigen, dass aus der einst linksradikalen politischen Strömung eine Öko-DP geworden ist? Oder sind Déi Gréng unter dem Eindruck der Krise des Wirtschaftssystems wieder stärker nach links gerückt? mehr lesen / lire plus

OSTDEUTSCHLAND: Landgrabbing in Europa

Seit der Weltwirtschaftskrise im Jahre 2008 bringen Regierungen, Konzerne und „Finanzinvestoren“ weltweit fruchtbares Ackerland in ihren Besitz, um es zur Produktion vor allem von Agrarrohstoffen (Mais, Raps, Zuckerrüben) oder als Spekulationsobjekt zu nutzen.

Das Augenmerk richtet sich dabei in erster Linie auf Afrika bzw. die Schwellenländer des globalen Südens. Doch hat der Run aufs Ackerland auch schon Europa erreicht, insbesondere Ostdeutschland, einen bislang wenig beachteten Posten in dieser globalen Entwicklung.

Ostdeutschland ist zum Spielball von Spekulanten geworden. Denn die dortigen Agrarflächen sind noch vergleichsweise billig, konkurrieren vorteilhaft mit denen in Westdeutschland bzw. in Westeuropa. Besonders begehrt sind die ehemaligen LPGs (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften – vergleichbar den Kolchosen in der Sowjetunion) mit ihren riesigen Flächen. mehr lesen / lire plus

JORDANTAL: The Glorious Land

Wasser gibt es im Westjordanland eigentlich ausreichend, weshalb die Exportlandwirtschaft ein profitables Geschäft ist. Vom Wassersegen ausgeschlossen sind die palästinensischen Bauern, die ihre Felder wegen der Besatzung nicht bewässern können. Ein Reisebericht.

Im Hintergrund: Die Ziegenherde der Rashidehs. Die Mischtröge dienen zur Herstellung von Lehmziegeln. Die Aktivisten vom „Jordan Valley Solidarity Movement“ wollen hier ein neues Haus für die Rashidehs bauen. Eigene Wasserinfra-strukturen sind nicht erlaubt.

Die Straße von Nablus ostwärts in Richtung Jordan führt durch eine hügelige, karge Landschaft. Es ist Anfang April, bis November wird es nur noch selten regnen und die Temperatur tagsüber nicht selten auf 40 Grad Celsius ansteigen. mehr lesen / lire plus

FLÜCHTLINGE: In Oostende dreht sich der Wind

Noch gibt es in Oostende weniger Kontrollen als in Calais: die belgische Hafenstadt ist der neue Hotspot, um unerkannt nach England zu kommen. Doch auch hier will man nun gegen Flüchtlinge vorgehen.

Den Transitmigranten auf der Spur: Beamte des britischen Zoll untersuchen im Hafen von Oostende einen LKW mittels elektronischer Sonden.

Elektrozäune lügen nicht. Nicht an einem Ort wie diesem, und schon gar nicht, wenn sie in sieben engen Reihen gespannt sind, die sich über dreihundert Meter Länge die Böschung der Brücke entlang ziehen. Unten fahren die LKW vorbei auf die Fähre. Manche halten hier, wenn sie früh dran sind, noch einmal an. mehr lesen / lire plus

FLÜCHTLINGSHEIM DON BOSCO: Luxemburgs offene Wunde

Das Asylbewerberheim auf dem Limpertsberg ist die erste Anlaufstelle für Menschen, die in Luxemburg einen Asylantrag stellen. Wenngleich sich die Bedingungen unter der Zuständigkeit des Roten Kreuzes merklich gebessert haben, bleibt das Don Bosco doch ein störender Fleck in der umgebenden Wohlstandslandschaft.

Gos Seidi hat es mit seiner hochschwangeren Frau und seiner einjährigen Tochter bis nach Luxemburg geschafft. Er will einfach nur Ruhe.

„Um Lampersbierg sinn och fei Leit si wunnen hanner feine Mauren ? di beschte Schoulen ginn et hei“ singt Serge Tonnar in seinem Lied „Kossovomoss“ ? und „oben am roten Berg gleich neben dem Cours Universitaire, da ist jetzt wohl ein Ghetto, das ist so gar nicht elitär“, heißt es weiter. mehr lesen / lire plus

MAROKKO: Feminismus mit vielen Facetten

Dem König sei Dank verbesserte sich vor sieben Jahren die Situation der Frauen in Marokko vor dem Gesetz. Dafür kämpfte vor allem die Frauenbewegung. Ihre Bilanz der Reform ist gemischt. Und auf die Frage, was heute Feminismus ist, gibt es im Land der Gegensätze viele Antworten.

Säkular, islamisch, islamistisch.
Marokkos Frauen kennen viele Welten. Ihre Frauenbewegungen auch.

Assisa glaubt nicht mehr ans Heiraten. Und nicht mehr an die Männer. „Sie nehmen die Ehe nicht ernst“, sagt die junge Marokkanerin mit fester Stimme. Weder Wehleid noch Abscheu sind in ihren Zügen zu erkennen. Dabei hätte sie dazu jeden Grund. Assisa sitzt uns in einem kleinen Büroraum im Untergeschoss des „Centre Tilila“ gegenüber und schildert ihre grausamen Ehe-Erfahrungen. mehr lesen / lire plus

GROSSREGION: Bahn-Renaissance

Mit ihrem Buch „Auf die Schiene mit der Großregion“ plädieren Reinhard Klimmt und Werner Ried für den Ausbau des Schienennetzes der Großregion. Eine theoretische und praktische Begegnung.

Tendenz: rückläufig. Die Großregion hat prinzipiell viel Schienenpotenzial wie die handgemalte Wandschmuckkarte von 1891 im ehemaligen Direktionsgebäude der Pariser Gare de l’Est zeigt. Leider wurde in den letzten Jahren mehr Schiene ab- als aufgebaut.

Der prasselnde Regen hat sich in dicke weiße Schneeflocken verwandelt. Während die Temperatur weiter unter null Grad Celsius sinkt, steigt die unbehagliche Vorahnung in mir auf, dass meine bevorstehende Busfahrt von Saarbrücken nach Luxemburg nicht einfach werden wird. Als mein Mitbewohner mir per SMS mitteilt, dass in Luxemburg alles im Schneechaos steckt, beschließe ich endgültig, die Buchvorstellung in der Villa Europa in Saarbrücken schon kurz vor ihrem Ende zu verlassen, um noch sicher einen Bus nach Luxemburg zu erwischen. mehr lesen / lire plus

DADAISTISCHES ENSEMBLE: „Volle künstlerische Freiheit“

Im September nahm das neu gegründete Atelier Protégé de l’Art Visuel et de la Scène der Ligue HMC „Collectif DADOFONIC“ seine Arbeit auf. Wichtigster Grundsatz des vierzehnköpfigen Künstlerensembles: den Fähigkeiten jedes Einzelnen gerecht zu werden.

Zwischen virtuosem Tanz und Akrobatik. Probe mit bunten Fahnen.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Diesen Zauber zu halten oder zumindest den Anspruch, seinem Job mit Begeisterung nachzugehen und diesen Enthusiasmus aufrechtzuerhalten ist die Kunst ? auch für die DarstellerInnnen des gerade gegründeten „Collectif DADOFONIC“. Ihr Job ist es, Theater zu spielen und magische Momente zu schaffen. Am Beginn stand die Idee von der Gründung einer inklusiven Darsteller-Gruppe. mehr lesen / lire plus

ARCHITEKTUR: Begegnung mit Baukunst

Die 12. Architekturbiennale steht unter dem Motto „Leute treffen Architektur“ – so breit und weltläufig, wie dieses Leitmotiv angelegt ist, so vielfältig sind die architektonischen Interpretationen.

Unprätentiös. Der russische Pavillon zeigt eine Videoinstallation in alten Gemäuern.

Während am Canal Grande und rund um den Markusplatz die Luft förmlich steht, weht durch die Werfthallen der Arsenale und durch die weitläufigen Giardini in diesem Jahr ein frischer Wind. Die 12. Architekturbiennale hat ihre Tore geöffnet und präsentiert sich weltoffen. „Leute treffen sich in Architektur“ lautet das Motto, das die Direktorin der größten Architekturausstellung, Kazuyo Sejima, ausgegeben hat. Ein zugängliches Leitmotiv, das den Akzent der diesjährigen Biennale auf Begegnung setzt. mehr lesen / lire plus

AUTOINDUSTRIE: Der lange Todeskampf

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass das Opelwerk im belgischen Antwerpen schließen soll – wenn sich nicht schnell ein Investor findet. Die Beteiligten, seit Jahren in Sorge um ihren Arbeitsplatz, schwanken zwischen Frust, Hoffnung und Apathie.

Pochen auf Solidarität über die Grenzen hinweg: Opel-Arbeiter aus Deutschland und Belgien vor dem von Schließung bedrohten Werk in Antwerpen.

Sommer 2000. Paul Oste, 41, macht Familienurlaub in Frankreich, als er einen Anruf erhält. Seine Mutter meldet sich aus Belgien mit einer Hiobsbotschaft: das Opel- Werk in Antwerpen, wo ihr Sohn seit 18 Jahren arbeitet, soll geschlossen werden. Paul Oste, Bandarbeiter, der die Einstellungen von Brems- und Benzinleitungen kontrolliert, ist ein nüchterner Typ. mehr lesen / lire plus

TUNISIE: Retour en arrière

En pleine saison estivale où les Européens déferlent dans les usines à touristes tunésiennes, le woxx revient sur l’histoire d’une pied-noire réinstallée dans l’ancienne colonie française.

Dans les rues d’Akouda : l’impression de nonchalance est trompeuse. D’une manière ou d’une autre, tout le monde s’affaire.

Le ressac des vagues sur les côtes méditerranéennes écrit une partie de l’histoire de l’humanité. Ce va-et-vient incessant de cette eau roulante qui donne l’impression de vouloir s’échapper de son bassin pour retourner finalement à son point de départ : ce sont ces peuples qui n’ont cessé d’y transiter depuis des siècles, de façonner non seulement une région du monde, mais un des berceaux de la civilisation humaine des plus déterminants. mehr lesen / lire plus

LIFESTYLE: „Do gitt der zréck, well dir kritt eppes zréck?

In der Radio-Reklame fordert Bonny, das Eichhörnchen, zu den Klängen von „De Jangeli fiirt den Houwald erop“ die Kundschaft auf, „aktiv an der Kopperatiiv“ zu werden. Zugegeben, nicht gerade taufrisch, das Werbekonzept. Aber beim „Eisebunner-Konsum“ lockt gerade der biedere Charme vergangener Jahrzehnte. Ode an einen Supermarkt.

Ein Nachmittag in Bonneweg Nord. Energisch schiebt eine Frau einen Einkaufswagen der „Coopérative“ aus
einem Hauseingang. Beladen ist er mit Altpapier, ihr Ziel ist wohl der Papiercontainer. Die kreative Nutzung von Supermarkt-Caddies ist seltener geworden, kommt aber in dem populären Viertel immer noch vor.

Ich bin auf dem Weg zu eben diesem Supermarkt, dem ich seit mehr als einem Jahrzehnt die Treue halte. mehr lesen / lire plus

JUGENDHAUS: Scratch your life

Ein Treffpunkt für Jugendliche und ein Ort, den Jugendliche mitgestalten sollen: Das ist das Jugendhaus.

Besser sich beim Kickerspiel austoben, als auf der Straße.

„Les jeunes d’aujourd’hui veulent en profiter, ils veulent qu’on les lâche, car ils veulent souffrir. Leurs vies sont faites, ne riment à rien et tous restent au lit chaque matin. Ils veulent continuer dans leur délire (…) ils gardent aussi une place pour leurs jours de stress, ça les aide à remonter la pente à toute vitesse.“

Dieses Lebensgefühl, ausgedrückt in sattem Sprechgesang, untermalt von kräftigen Beats und dem Gejaule vom Sampling, ist das Thema eines der Stücke auf der CD „Mix it up“. mehr lesen / lire plus