Im Kino: Wheel of Fortune and Fantasy

In seinem neusten Film lässt der japanische Filmemacher Ryusuke Hamaguchi Figuren mit undurchsichtigen Motiven aufeinandertreffen. Mit durchwachsenem Ergebnis.

Was verbindet diese Frauen? 
Etwa eine gemeinsame Vergangenheit? (© Sister Distribution)

Zufälle, Imaginiertes und Merkwürdiges – in Ryusuke Hamaguchis neustem Film ist der Name Programm. Genau genommen handelt es sich bei „Wheel of Fortune and Fantasy“ um drei aufeinanderfolgende, unzusammenhängende Kurzfilme. Der erste, „Magic (Or Something Less Assuring)“, handelt von Meiko (Kotone Furukawa), die im Gespräch mit ihrer besten Freundin Tsugumi (Hyunri) verblüfft feststellt, dass es sich bei deren neuen Flamme ausgerechnet um ihren – Meikos – Ex-Freund handelt. Tsugumi lässt sie darüber im Ungewissen, noch am selben Abend sucht sie jedoch ihren Ex auf, den sie seit zwei Jahren nicht gesehen hat. mehr lesen / lire plus

Integration: „Einen Schneeballeffekt verhindern“

Je länger der Krieg in der Ukraine währt, desto größer wird die Notwendigkeit einer langfristig ausgerichteten Integrationspolitik. Wir haben mit Sérgio Ferreira, dem politischen Beauftragten der Association de Soutien aux Travailleurs Immigrés (Asti), über vergangene Fehler und aktuelle Herausforderungen gesprochen.

„Viele Fragen bleiben offen. Das zum Beispiel in puncto Arbeitsmarktzugang.“ – Im Gespräch mit der woxx plädiert Sérgio Ferreira von der Asti für intensive, praxisorientierte Sprachkurse für Flüchtlinge. (© bomdia.lu)

woxx: Wie gut ist Luxemburg zurzeit aufgestellt, um die Integration ukrainischer Flüchtlinge zu meistern?


Sérgio Ferreira: Nicht gut genug. Das liegt zum einen natürlich daran, dass wir uns aktuell in einer absoluten Ausnahmesituation befinden. mehr lesen / lire plus

Interoperabilität im Metaversum: Widersprüchliche Ansage

Im Metaversum soll das Ein- und Ausloggen der Vergangenheit angehören. Nutzer*innen können stattdessen plattformübergreifend dieselben Avatare, Währungen und Wertgegenstände nutzen. Was bedeutet das für die Tech-Riesen und ihre Machtansprüche? Teil vier unserer Artikelreihe über das Metaversum.

Decentraland verfügt aktuell über 25.000 aktive Nutzer*innen. (Copyright: Apache License 2.0/Eibriel/wikimedia)

Seit Facebook sich im Oktober 2021 umbenannte und den Aufbau eines Metaversums zur Konzernpriorität erklärte, ist das öffentliche Interesse an diesem potenziellen Evolutionsschritt des Internets so groß wie nie. „Potenziell“ deshalb, weil es zurzeit eigentlich noch gar nicht existiert. Bis es so weit ist, schätzen Expert*innen, wird wohl noch mindestens ein Jahrzehnt vergehen.

In den vergangenen Monaten hat die woxx diese Entwicklung im Rahmen einer Artikelreihe aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. mehr lesen / lire plus

Luxemburgische Asylpolitik: Durchwachsene Bewertung

Bezüglich Unterbringung, Arbeits-marktzugang und Wartezeiten messen Asylbehörden mit zweierlei Maß. Der Flüchtlingsrat fordert, die für ukrainische Flüchtlinge geltenden Prozeduren, auch auf Asylbewerber*innen auszuweiten.

Geschätzte vier Millionen Menschen sind bisher vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet. Etwas mehr als 4.000 davon haben in Luxemburg einen Antrag auf temporären Schutz gestellt, rund 1.000 wurde er gewährt.

Wie die Organisationen, aus denen sich der Lëtzebuerger Flüchtlingsrot zusammensetzt – darunter Asti, Clae, Passerell und Médecins du Monde – diese Woche mitteilten, kam es am 25. März zu einem Treffen mit dem Office national de l’accueil (Ona) und der Direction de l’immigration. Um die täglichen Fragen von aus der Ukraine geflohenen Menschen beantworten zu können, müssten sie – die Organisationen – bestmöglich über „gegenwärtige Praktiken“ informiert sein, begründet der LFR die Unterredung. mehr lesen / lire plus

Am Bistro mat der woxx #186 – D’Ennerbréngung vu Flüchtlingen a Gaaschtfamilljen

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Säit e puer Wochen gëtt d’Vermëttlung tëscht Persounen, déi aus der Ukrain geflücht sinn a Familljen, déi se bei sech doheem ophuele wëllen, vun der Caritas an der Croix-Rouge géréiert. D’Organisatioun vun dëser Prozedur ass komplex, eng Erfollegsgarantie gëtt et net. An eiser Podcastfolleg vun dëser Woch erzielt d’Tessie Jakobs dem Isabel Spigarelli wéi et vorgaangen ass mat senge Recherchen zu deem Thema – a firwat et net liicht war, Äntwerten op déi vill Froen ze kréien, déi sech stellen.

Krisenmanagement: Chaos der Zuständigkeiten

Als Artikel über Ukrainer*innen in luxemburgischen Gastfamilien geplant, wurde die woxx bei ihrer Recherche vor allem mit Instanzen konfrontiert, die darauf hofften, dass jemand anderes unsere Fragen beantworten würde.

Nick Youngson CC BY-SA 3.0 Alpha Stock Images

„Caritas Luxembourg et la Croix-Rouge luxembourgeoise, avec le soutien du Ministère de la Famille, de l’Intégration et à la Grande Région et en collaboration avec l’Office national de l’accueil (ONA), ont mis en place un dispositif de mise en relation des personnes fuyant la guerre en Ukraine avec les résidents luxembourgeois désireux de leur proposer, gracieusement, un hébergement ou un accueil en famille“, ist seit einigen Wochen auf den Internetseiten von Caritas und Croix-Rouge zu lesen. mehr lesen / lire plus

Private Beherbergung geflüchteter Menschen aus der Ukraine: „We make it up as we go“

Seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs am 24. Februar haben zahlreiche Familien in Luxemburg sich bereit erklärt, ukrainische Geflüchtete bei sich zu beherbergen. Seit Anfang März wird die entsprechende Vermittlung von Caritas und Croix-Rouge organisiert. Wir haben mit Marc Crochet, Generaldirektor der Caritas, über seine Erfahrungen der letzten Wochen gesprochen.

„In Sachen private Beherbergung von Geflüchteten gilt meines Erachtens: Il ne faut pas confondre urgence et précipitation“: 
Marc Crochet von der Caritas legt Wert auf eine geordnete Prozedur. (Copyright: Caritas)

woxx: Die Caritas organisiert jetzt seit rund einem Monat die Vermittlung zwischen potenziellen Gast-
familien und ukrainischen Geflüchteten. Wie ist Ihre vorläufige Bilanz?
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Verbesserungsbedarf bei Geburtenbetreuung

Innerhalb Europas gibt es große Qualitätsunterschiede bei der Gesundheitsversorgung von Müttern und Neugeborenen – und in allen untersuchten Ländern Verbesserungsbedarf. Das ist das Ergebnis einer Studie des internationalen Forschungsnetzwerks Imagine-Euro, das vom Institut Burlo Garofolo im italienischen Triest koordiniert wird, einem Kollaborationszentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Fragen wurden auf Basis der WHO-Qualitätskriterien für Geburten ausgearbeitet und an zwölf europäische Länder geschickt. Insgesamt nahmen 21.027 Personen an der Befragung teil, die zwischen März 2020 und März 2021 ein Kind zur Welt brachten. 62 Prozent der befragten Frauen mit Wehen gaben an, dass sie während oder nach der Geburt nicht von einer Person ihrer Wahl begleitet werden durften. mehr lesen / lire plus

Auf Apple TV: Severance

Teils Arbeitsplatz-Satire, teils Thriller- und Horrorserie ist „Severance“ das sowohl inhaltlich als auch visuell beeindruckende Erstlingswerk des Drehbuchautors Dan Erickson.

Anfangs ist Helly weitaus skeptischer als Mark. (Copyright: Apple TV)

Wie würde wohl eine möglichst erfolgreiche Trennung von privatem und professionellem Leben aussehen? Etwa: Sich bei der Arbeit ungeachtet der privaten Sorgen völlig auf die zu erledigenden Aufgaben konzentrieren und während des Feierabends den Arbeitstag gedanklich hinter sich lassen zu können? In „Severance“ (auf deutsch: Trennung) wird auf eine recht radikale Methode zurückgegriffen, um dieses Ziel zu erreichen: Ein Hirnimplantat verhindert, dass sich die Mitarbeiter*innen der Firma Lumen am Arbeitsplatz an ihr Privatleben erinnern können – und umgekehrt. mehr lesen / lire plus

Kinder: Mitbestimmung steigert Wohlbefinden

Das Wohlbefinden der in Luxemburg lebenden Acht- bis Zwölfjährigen ist seit 2019 stabil geblieben. Das ist das Ergebnis des ersten nationalen Kinderberichts, welcher seit Dienstag vorliegt und in Zusammenarbeit von Universität Luxemburg, Liser und der Eberhard Karls Universität Tübingen entstanden ist. Der Bericht besteht aus zwei komplementären Studien: einer Felduntersuchung im Bereich der non-formalen Bildung einerseits, und einer Befragung von Acht-, Zehn- und Zwölfjährigen andererseits. Letztere Studie erfolgte in zwei Etappen: Die erste Befragung wurde vor, die zweite während der Pandemie durchgeführt. Das Vorurteil, dass in Kindertagesstätten das Wohlbefinden von Kindern grundsätzlich beeinträchtigt sei, ließ sich in den Beobachtungssequenzen nicht bestätigen. mehr lesen / lire plus

Diskriminierung im Metaversum: Im Keim ersticken

Das Metaversum existiert zwar noch nicht wirklich, die Skepsis darüber, ob es so inklusiv sein wird, wie die Tech-Branche Glauben macht, ist allerdings jetzt schon groß. Dritter Teil unserer Serie zum Metaversum.

In der Tech-Branche arbeiten mehrheitlich weiße Männer. Das schlägt sich auch im Design virtueller Welten nieder. (CC0 Public Domain/pxhere)

Eine Welt, in der alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben, in der niemand diskriminiert wird, eine Welt ohne Geschlecht, Hautfarbe und Klassenunterschiede: Eine solch utopische Sichtweise des Internets teilen heutzutage wohl nur noch die wenigsten. Doch mit dem zunehmenden Hype um das Web3, auch unter dem Namen Metaversum bekannt (woxx 1670), tauchen sie wieder auf. mehr lesen / lire plus

Streiken für die Energiewende

„Time until next Action: 7 Days“ war am Donnerstag auf der Internetseite von Youth for Climate Luxembourg zu lesen. Am 25. März soll also wieder gestreikt werden. Los geht’s um 14 Uhr vor dem Finanzministerium auf der Place Clairefontaine. Motto diesmal: #PeopleNotProfit. Klickt man sich durch die Homepage, findet man nähere Infos dazu: Im Fokus der Kritik stehen Gas-, Erdöl- und Kohleunternehmen. „We need to act right now to stop burning fossil fuels and ensure a rapid energy revolution with equity, reparations and climate justice at its heart.“ Homepage-Besucher*innen werden anschließend dazu aufgerufen, Youth for Climate auf Social Media zu folgen, sich der Bewegung anzuschließen oder sich in irgendeiner anderen Weise zu engagieren: Durch eine Reduktion des eigenen CO2-Fußabdrucks, den Verzicht auf Fleisch- und Milchprodukte oder eine Spende an eine Umwelt-NGO. mehr lesen / lire plus

Stand-up-Comedy: Taylor Tomlinson: Look at You

Psychische Gesundheit und Kindheitstraumata: In ihrem neusten Netflix-Special spricht Komikerin Taylor Tomlinson ernstere Themen an als sonst. Dabei gelingt es ihr, einen leichten Tonfall beizubehalten.

In ihrem neuen Netflix-Special wagt sich Tomlison an viele ungemütliche Themen heran. (Copyright: Netflix)

Fans von trockenem Humor und Stand-up-Comedy sind schon zu bedauern. Nicht, dass die beiden nicht zusammengingen. Doch entscheiden sich erstaunlich wenige Comedians für diese Art von Humor. In der Tat will „deadpan comedy“, wie diese Art der Comedy auf Englisch heißt, gelernt sein. Viele Pointen der Komikerin Tig Notaro zum Beispiel würden schlicht nicht funktionieren, wenn sie sie mit minimal mehr Emotionen vorbrächte. mehr lesen / lire plus

Feministische Rückschritte: Mein Name ist Hase

Wenn in puncto Genderungleichheit dieselbe Energie, die in Ablenkungsmanöver und Schuldzuweisungen fließt, dem konkreten Umsetzen von Maßnahmen zugutekäme, wäre die Gesellschaft zweifelsohne schon ein wenig gerechter.

© MEGA

„Wie sollen wir jemals Geschlechtergerechtigkeit erreichen, wenn fast alle wichtigen Positionen mit weißen Männern besetzt sind?“ Diese Aussage – wahrscheinlich mehr Provokation als ernst gemeinte Frage – fiel am Montag im Konferenzraum des Luxembourg Lifelong Learning Center in Esch-Belval. Die Frage aus dem Publikum richtete sich dabei an ein mehrheitlich männliches Panel, zu welchem mit Jean-Paul Olinger, Zentralsekretär der Union des entreprises luxembourgeoises (UEL), und Sylvain Hoffman, Direktor der Handelskammer, zwei Männer in zentralen Positionen zählten. mehr lesen / lire plus

Auf DVD: Memoria

In „Memoria“ werden die Zuschauer*innen dazu angehalten, genau hinzusehen und sich dabei auf verschwimmende Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Leben und Tod einzulassen.

In Weerasthakuls Film steht vor allem das Hinhören und Hinsehen im Vordergrund. (Fotos: © Kick the Machine Films, Burning, Anna Sanders Films, Match Factory Productions, ZDF-Arte and Piano, 2021)

Dunkel und still beginnt die erste Szene von „Memoria“. Abgesehen von Vorhängen ist im Bildrahmen nicht viel zu erkennen. Als dann jedoch ein dumpfer Knall ertönt, kommt Bewegung auf. Der Standpunkt der Kamera bleibt unverändert, nun ist jedoch die Silhouette einer Person zu erkennen. Sie scheint von dem zuvor erwähnten Geräusch geweckt worden zu sein und sitzt nun aufrecht in ihrem Bett. mehr lesen / lire plus

Auf Disney+: Pam & Tommy

Trotz einiger Schwächen lohnt es sich, in die Miniserie über das erste geleakte „Celebrity Sex Tape“ der Geschichte hineinzuschauen.

Mit Schrecken müssen Lee und Anderson feststellen, dass ihr priavat aufgenommenes Sexvideo vervielfacht wurde. (Erin Simkin/Hulu)

Es gibt wohl wenige Hollywoodstars, die in den 1990er-Jahren so viel negative Presse erhielten wie Pamela Anderson. Noch heute ist das Bild, das viele von ihr haben, von den Ereignissen der damaligen Zeit geprägt. Während der öffentliche Diskurs rund um sogenannte „Celebrity Sex Tapes“ heutzutage, MeToo sei Dank, nuancierter geführt wird, stößt die Empathie in Andersons Fall oftmals an ihre Grenzen. Mögliche Gründe dafür gibt es viele. mehr lesen / lire plus

Sexismus am Arbeitsplatz: Umfrage legt Handlungsbedarf offen

Wie viele Frauen wurden an ihrem Arbeitsplatz bereits Opfer von Sexismus oder sexueller Belästigung? Die entsprechende Datenlage in Luxemburg ist dürftig. Mit einer Studie versucht der OGBL nun Licht ins Dunkel zu bringen.

Copyright: OGBL

Wenn es um Geschlechterdiskriminierung am Arbeitsplatz geht, stehen meist Aspekte wie Einstellungs- und Aufstiegschancen sowie Lohnunterschiede im Fokus. Weniger Aufmerksamkeit erhält dagegen der Arbeitsalltag. Das Thema ist in der Tat heikler, beruhen Statistiken doch auf dem subjektiven Empfinden von Betroffenen.

Vor Kurzem ist die entsprechende Datenlücke in Luxemburg jedoch etwas kleiner geworden: Um sich einen Überblick über das Ausmaß von Sexismus am Arbeitsplatz zu verschaffen, hat OGBL Equality, die Untergruppe der Gewerkschaft, die sich mit Geschlechtergerechtigkeit befasst, nämlich Ende 2021 bei ihren weiblichen Mitgliedern eine Umfrage durchgeführt. mehr lesen / lire plus

Facebook und das Metaversum: Slippery Slope

Meta, zuvor als Facebook bekannt, versucht sich neu zu erfinden – oder zumindest nach außen hin diesen Anschein zu erwecken. Internationale Wettbewerbsbehörden schauen indes genau hin. Zweiter Teil unserer Serie zum Metaversum.

Eher gruselig als vielversprechend: 
Der neue Werbespot von Meta. (Screenshot aus dem Meta-Werbespot „Old Friends, new Fun“ auf Youtube)

Seit Facebook im Oktober seinen Namen in „Meta“ änderte, eine beta-Version seiner virtuellen Arbeitsplattform Workroom Horizons freigab und in einem 77-minütigen Youtube-Video seine Vision für ein Metaversum vorstellte, ist es um den Konzern auffallend ruhig geworden. Zwar veröffentlicht Meta-Geschäftsführer Mark Zuckerberg seither beinahe täglich einen Facebook-Post, der vage auf das geplante Metaversum hindeutet, zu konkreten Schritten ist es jedoch bisher nicht gekommen. mehr lesen / lire plus

Anhebung der Schulpflicht

Als „Pflaster statt Lösung“ bezeichnet der OGJ, die Jugendsektion des OGBL, die Anhebung der Schulpflicht am Mittwoch in einem Schreiben. Sie kritisieren damit den entsprechenden, am Dienstag von Bildungsminister Claude Meisch (DP) angekündigten Gesetzentwurf. Mit diesem Schritt – Meisch zufolge eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen den frühzeitigen Schulabbruch – versuche der Minister lediglich, sich seiner Verantwortung zu entziehen: Die Statistiken zu Schulabbrüchen würden dann sinken, ohne dass die Qualität des aktuelles Bildungssystems verbessert worden wäre. Zudem widerspricht der OGJ Meischs Aussage, dass ein Anheben der Schulpflicht die Wahlmöglichkeiten der Jugendlichen erhöhe. Dies stimme schon alleine deshalb nicht, weil Unter-18-Jährige, die aktuell einer Arbeit nachgingen, mit Inkrafttreten des Gesetzes dazu verpflichtet seien, diese gegen ihren Willen wieder aufzugeben. mehr lesen / lire plus

Stand-Up: River Butcher: A Different Kind of Dude

Seit Beginn der Pandemie wurde Komiker River Butcher geschieden und outete sich als trans. Das und vieles mehr thematisiert er in seinem neuen Stand-up-Special. Trotz ernster Themen bleibt der Ton durchgehend leicht.

Copyright: River Butcher

Das neue Comedy-Special von River Butcher verlangt etwas Geduld. Zumindest für diejenigen, die von professionellen Komiker*innen mehr als lahme Pandemie-Witze erwarten. Wer aber innerhalb der ersten beiden Minuten der Verlockung widerstehen kann, das nächste vom Youtube-Algorithmus vorgeschlagene Video anzuklicken, wird belohnt: mit queerem, originellem und vor allem witzigem Inhalt.

Im Laufe des insgesamt 34-minütigen Videos wird der Eindruck verstärkt, dass der verhältnismäßig uninspirierte Einstieg wohl weniger auf einen Mangel an Ideen als vielmehr auf eine bewusste Strategie zurückzuführen ist. mehr lesen / lire plus