Im Kino: The Green Knight

Eine Geschichte über einen von König Artus‘ Rittern, die völlig ohne Kampfszenen und mit nur wenig Dialog auskommt? Das ist die Version von „The Green Knight“, die David Lowery uns mit diesem surrealistischen Fantasy-Film präsentiert.

„The Green Knight“ lässt offen, welche von Gawains Interaktionen real und welche imaginiert sind. (Fotos: © Ascot Elite Entertainment Group)

Man kommt nicht umhin beeindruckt zu sein von dem Mut, den Filmemacher David Lowery mit „The Green Knight“ an den Tag legt. Denn zu entziffern, an welche Zielgruppe sich der 130 Minuten lange Film richten soll, fällt auch nach angestrengtem Nachdenken schwer. Während der Trailer einen actionbepackten Sommerblockbuster erwarten ließ, ist das Endprodukt alles andere als das: Der im Mittelalter spielende Fantasy-Film enthält keine einzige Kampfszene, es gibt wenig Dialog, der Rhythmus ist langsam, keine der Figuren regt zur emotionalen Anteilnahme an, das Ende bleibt offen. mehr lesen / lire plus

Tier im Auto bei Hitze: Wird genug sensibilisiert?

Foto: pxfuel

Laut luxemburgischem Gesetz ist es verboten, ein Tier in einem Transportmittel zurückzulassen, wenn dadurch dessen Wohlbefinden bedroht ist. Dennoch muss die Polizei deswegen immer wieder intervenieren: 2019 fünfmal und seither noch ein weiteres Mal. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Gusty Graas (DP) hervor. Wie der befragte Agrarminister, Romain Schneider (LSAP), erklärte, umfasst das entsprechende Gesetz von 2018 zwei Aspekte: Strafbar ist demnach nicht nur das Einsperren eines Tieres in einem Transportmittel, sondern auch die unterlassene Hilfeleistung durch Dritte. Wer ein Tier in Gefahr sieht, so heißt es im Gesetz, muss diesem im Rahmen des Möglichen helfen. mehr lesen / lire plus

Debatte
: Stirbt das Kino?


Die Art, wie und wann Filme geschaut werden können, befindet sich im steten Wandel. Dass diese Entwicklung besonders das Kino existenziell bedroht, lässt sich zurzeit jedoch nicht bestätigen.

48 Jahre nach dem Drehstart wurde Orson Welles’ letzter Film vor ein paar Jahren fertiggestellt – und ging dann auf Netflix unter. (Copyright: Netflix)

Als im Frühjahr 2020 in vielen Teilen der Welt die Kinos ihre Türen schließen mussten, befürchteten viele Kulturpessimist*innen schon das Schlimmste: Die Pandemie gebe der ohnehin schwächelnden Kinoindustrie den Gnadenstoß. Knapp anderthalb Jahre später steht fest, dass dem nicht so ist. Die Zuschauer*innen wagen sich zurück in die Säle, die Zahlen der Neuabos bei Streamingportalen stagnieren. mehr lesen / lire plus

Olivia Wilde: Booksmart

Mit ihrem Überraschungserfolg „Booksmart“ brachte Filmemacherin Olivia Wilde 2019 eine feministische und queere Variante des Partyfilms heraus – dank cleverer Dialoge, Schauspieler*innen in Höchstform und einem mitreißenden Soundtrack einer der besten Coming-of-Age Filme der letzten Jahre. Ins reguläre Kinoprogramm schaffte er es nie, dafür kann er jetzt auch in Luxemburg gestreamt werden.

Bewertung der woxx: XXX

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Im Kino: Sweat

Mit „Sweat“ zeichnet der schwedische Filmemacher Magnus von Horn das intime Porträt einer einsamen Influencerin. Vor allem die Hauptdarstellerin weiß zu überzeugen.

Die meiste Zeit kommuniziert Sylwia via Social Media mit ihren Fans. Nur bei Workout-Sessions ist sie zum Greifen nah. (Quelle: Lava Films Publicity)

Sylwias (Magdalena Kolesnik) Alltag ist von morgens bis abends durchgetaktet: Workout-Sessions, kalorienarme Mahlzeiten, Fitnessstudio, Termin im Nagelstudio, Sponsorengeschenke auspacken, Fananfragen beantworten. Das meiste davon dokumentiert sie mithilfe ihres Smartphones – muss sie auch, denn Sylwia ist eine sogenannte Fitness-Influencerin.

Es geht dabei um wesentlich mehr als Kraft- und Ausdauertraining. Für ihre Fans ist Sylwia eine Art Lebenscoach. mehr lesen / lire plus

Im Stream: Never Have I Ever

Auf den ersten Blick ist „Never Have I Ever“ eine gewöhnliche US-amerikanische Teenkomödie. Allerdings stammen die Hauptfigur und ihre Familie und die Serie ist nicht an stereotypen Darstellungen interessiert. Auch die zweite Staffel ist sehenswert.

Foto: Isabella B. Vosmikova/Netflix

Keine der Figuren in „Never Have I Ever“ ist das, was man im ersten Moment erwarten könnte. Hauptfigur Devi (Maitreyi Ramakrishnan) ist zwar Jahrgangsbeste, ein braves Mädches ist sie dennoch nicht: Immer wieder bringt sie sich und andere durch ihre impulsiven und egoistischen Entscheidungen in Schwierigkeiten. Zudem hat Devi zwar Minderwertigkeitskomplexe, wenn es aber darum geht, Schulschwarm Paxton (Darren Barnet) zu umwerben, ist sie an Hartnäckigkeit und Selbstbewusstsein nicht zu übertreffen. mehr lesen / lire plus

Rechte von nicht-binären und intersex Menschen nicht prioritär

Nicht-binäre und intergeschlechtliche Menschen werden in Luxemburg nach wie vor benachteiligt. Wann treten die im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen in Kraft?

Die Intersex-Flagge wurde von der „Organisation Intersex International Australia“ entworfen. Die Farben Gelb und Lila wurden gewählt, um die „gegenderten“ Farben rosa und blau zu vermeiden. Der Kreis symbolisiert Ganzheit.

Laut Koalitionsvertrag sollen nicht-lebensnotwendige Genitaloperationen an intergeschlechtlichen Minderjährigen per Gesetz verboten werden. Auch über die Einführung eines dritten Geschlechtseintrages im Personenregister solle nachgedacht werden, heißt es.

Weder das Verbot noch der dritte Geschlechtseintrag sind bisher Realität geworden, was Nathalie Oberweis von déi Lénk zu einer entsprechenden Nachfrage veranlasste. In einer gemeinsamen Antwort verweisen Justizministerin Sam Tanson (déi Gréng), Familienministerin Corinne Cahen (DP) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) auf ein Avant-Projet de loi hin, der besagte Operationen verbieten und noch in diesem Jahr vorliegen soll. mehr lesen / lire plus

Im Stream: The Good Fight

Trotz kleinerer Schwächen kann „The Good Fight“ auch in der fünften Staffel ihr beachtliches Niveau halten. Die für die Anwaltsserie charakteristischen Bezüge zur politischen Aktualität bleiben auch in der Post-Trump-Ära spannend.

Copyright: CBS

Von einer Serie, die seit vier Jahren läuft und noch dazu ein Spinoff einer anderen Serie ist, erwarten sich die meisten wohl keine hohe Kunst. Obwohl „The Good Fight“ dieser Beschreibung entspricht, konnte sie ihr hohes Niveau seit der ersten Folge halten.

Wie auch schon die Vorgängerserie „The Good Wife“ steht auch im Spinoff eine Anwaltskanzelei im Zentrum. Zu Beginn der ersten Folge begleiten wir Diane Lockhart (Christine Baranski), die, nachdem sie ihr gesamtes Vermögen verloren hat, bei einer fast ausschließlich afroamerikanischen Großkanzlei unterkommt. mehr lesen / lire plus

Abstammungsrecht: Viele offene Fragen

Die Reform des Abstammungsrechts befindet sich seit 2013 auf dem Instanzenweg. Die zahlreichen „oppositions formelles“, die der Staatsrat letzte Woche einlegte, deuten darauf hin, dass es noch eine ganze Weile dauern könnte, bis die Gesetze der Chamber zur Abstimmung vorliegen.

Das Abstammungsrecht soll die Rechte von Kindern stärken, die aus einer künstlichen Befruchtung, anonymen Geburt oder Leihmutterschaft hervorgegangen sind. Bis zur Abstimmung in der Chamber wird es aber noch dauern. (photostockeditor.com)

Nach vier Jahren Stillstand kam Ende letzter Woche endlich wieder Bewegung in die Reform des Abstammungsrechts. Gleich zwei Gutachten legte der Staatsrat vor: einmal zum „Projet de loi portant réforme du droit de la filiation“ und einmal zum „Projet de loi portant organisation de l’accès à la connaissance de ses origines dans le cadre d’une adoption ou d’une procréation médicalement assistée avec tiers donneurs“. mehr lesen / lire plus

Gynäkologische Gewalt: Sind Maßnahmen geplant?

Der Kampf gegen Gewalt bei der Geburtshilfe wird vor allem durch zwei Faktoren erschwert: fehlende Definitionen und mangelhafte Statistiken. Das Spektrum der Praktiken, die darunterfallen können, ist groß und reicht von unzureichender Kommunikation und taktlosen Kommentaren bis hin zu ungerechtfertigten oder schlecht durchgeführten medizinischen Eingriffen. Obwohl die Problematik sowohl dem Gesundheitssektor als auch der Politik bekannt ist, hält sie sich hartnäckig, was die Abgeordnete Nathalie Oberweis (déi Lénk) zu einer entsprechenden Nachfrage ans Gesundheitsministerium veranlasste. Sie fragte nach den Mitteln, die sich die Regierung geben wolle, um das Problem in den Griff zu bekommen, und ob geplant sei, Menschen, die ein Kind geboren haben, künftig systematisch nach eventuellen Gewalterfahrungen zu befragen. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Titane

Auch wenn der brutale Horrorstreifen von Julia Ducournau eine allegorische Sinnesebene vermissen lässt, so ist die Originalität von „Titane“ doch beachtlich. Das fand auch die Jury in Cannes, die Ducournau am Wochenende mit der Goldenen Palme auszeichnete.

Seit einem Autounfall hat Alexia eine spezielle Beziehung zu Autos und das nicht nur wenn sie, wie hier, auf diesen tanzt, um männliche Zuschauer zu unterhalten. (© Agora Films )

Nach einem Autounfall wird Alexia als Kind (Adèle Guigue) eine Titanplatte in den Kopf eingesetzt. Neurologische Schäden seien nicht ausgeschlossen, so die Einschätzung des behandelnden Arztes. Er lag wohl nicht falsch: Als Erwachsene ist Alexia (Agathe Rousselle) alles andere als durchschnittlich. mehr lesen / lire plus

Im Stream: Ted Lasso

Ted Lasso, der Protagonist der gleichnamigen Serie, wird als Pendant zu toxischer Männlichkeit gefeiert. Aber ist er das wirklich?

Copyright: Apple TV

Der Anklang, den die Apple TV Serie „Ted Lasso“ bisher fand, ist einzigartig: Egal mit wie vielen Zuschauer*innen man redet oder wie viele Rezensionen man liest – es ist schwer auch nur einen einzigen Menschen zu finden, der die Serie nicht mag. Auch wenn sich die Gründe dafür unterscheiden, so sind sich doch alle einig : „Ted Lasso“ zeigt, wie die Welt sein könnte, wenn alle etwas mehr Mitgefühl füreinander aufbringen würden. Sie wird als Feeld-good-Serie schlechthin gewertet.

Ausgangspunkt von „Ted Lasso ist eine Scheidung, um die es im weiteren Verlauf nur am Rande geht. mehr lesen / lire plus

Abstammungsrecht und Accès aux origines: Planning familial kritisiert Gesetzentwürfe

Noch in dieser Legislaturperiode will die Regierung das Abstammungsrecht und den Accès aux origines gesetzlich regeln. In einem Gutachten hat der Planning familial nun Stellung zu den beiden Gesetzentwürfen bezogen. Neben einigen Anregungen gibt es auch viel Kritik.

Der Gesetzesentwurf zum Accès aux origines polarisiert nicht nur in der Politik und der breiten Bevölkerung: Auch Organisationen sind in einigen Punkten gespalten, wie das Gutachten zeigt, das der Planning familial diese Woche veröffentlichte.

Uneinigkeit herrscht im Vorstand der Organisation bezüglich der Frage, ob im Rahmen einer künstlichen Befruchtung Spermien- oder Eizellenspenden anonym sein sollten oder nicht. Der vorliegende Gesetzesentwurf sieht vor, dass Kinder, die mithilfe einer Drittspende gezeugt wurden, die Identität der Spenderin oder des Spenders erfahren dürfen. mehr lesen / lire plus

Berufseinstieg von Flüchtlingen: „Der Ball liegt nun bei Minister Kersch“

Nachdem zwei Projekte der Asti beendet wurden, stellt sich die Frage, wie es mit der Integration von Geflüchteten und Migrant*innen in den luxemburgischen Arbeitsmarkt weitergeht. Im Koalitionsprogramm wurden zwar entsprechende Maßnahmen angekündigt, passiert ist bisher jedoch wenig.

„Mir musse Brécke bauen fir op den Aarbeschtmarché eranzekommen.“ Diesem am Montag von Laura Zuccoli geäußerten Vorsatz versucht die Asti nachzukommen – zumindest bis vor kurzem als sich zwei, zu diesem Zweck ins Leben gerufene Pilotprojekte, beendet wurden. Die Projekte Connections, Connections4work und Luxwow richteten sich an Menschen, die weder den luxemburgischen Arbeitsmarkt noch die entsprechenden Bewerbe-Prozeduren kennen oder eine der Landessprachen beherrschen. mehr lesen / lire plus

Nutri-Score: Wer braucht schon Kalorien?

Die Informationskampagne zum Nutri-Score klammert die Schwächen des Systems nicht aus. Dennoch wird verschleiert, dass es undurchsichtig ist und eine gefährliche Botschaft für Menschen mit Essstörungen reproduziert.

© Marco Verch / flickr

Seit wenigen Wochen dürfen luxemburgische Unternehmen das Kennzeichensystem Nutri-Score verwenden. Dieses gibt Konsument*innen Aufschluss über die Nährwertqualität verarbeiteter Lebensmittelprodukte. So lautet jedenfalls die offizielle Beschreibung der Regierung. Das Verbraucherschutzministerium startete am 5. Juli seine aus Flyern und Videos bestehende Aufklärungskampagne über den Nutri-Score. Kurz und knapp wird den Konsument*innen erklärt, worum es sich bei der Kennzeichnung handelt: Ein fünfstufiges Ampelsystem, das Produkte anhand von Buchstaben und Farben einordnet. Ein dunkelgrünes A markiert Produkte, die „günstig für eine gesunde Ernährung“ sind, ein rotes E dagegen solche, die „ungünstig für eine gesunde Ernährung“ sind. mehr lesen / lire plus

Genderbinarität im Sport: Fair für wen?

Bei den diesjährigen Olympischen Spielen wird erstmals eine offen lebende trans Frau antreten. Angesichts der anhaltenden Diskriminierung, die trans und intergeschlechtliche Elitesportler*innen erfahren, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Caster Semenya darf zwar 
noch gegen Frauen antreten, 
aber nicht mehr in 400m-, 
800m-, und 1500m-Rennen – 
ihren Spezialgebieten. (Mara Xingjin/Wikimedia Commons)

Sadie Lipton, eine professionelle Schwimmerin befindet sich vor Gericht. Der Grund: Weil ihr bei der Geburt das männliche Geschlecht zugeordnet wurde, wird ihr abgesprochen, gegen Frauen antreten zu dürfen. Auch wenn ihre Testosteronwerte seit über einem Jahr ausreichend niedrig seien, um gegen Frauen antreten zu dürfen, so das Argument, so habe sie doch die „männliche Pubertät“ durchlaufen. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Petite Maman

Wie wäre es wohl gewesen meine Mutter zu kennen als sie noch ein Kind war? Oder meine Oma als sie noch jung war? In „Petite Maman“ wirft Céline Sciamma diese Fragen nicht nur auf, sondern spielt das Szenario mittels einer faszinierenden Charakterstudie durch.

Die Mutter ist zwar nicht mehr da, dennoch fühlt sich Nelly ihr näher als jemals zuvor. (© Pyramide Films)

Auf den ersten Blick hat Céline Sciammas neuster Film nicht viel mit ihrem vorangegangenen gemein: „Portrait de la jeune fille en feu“ zeigt die heimliche Liebe zwischen zwei Frauen im 18. Jahrhundert. „Petite Maman“ dagegen spielt im Hier und Jetzt und handelt von einer Achtjährigen, die einen abrupten Verlust durchlebt. mehr lesen / lire plus

Im Stream: Princess Charming

„Princess Charming“, die welweit erste lesbische Dating-Show, hält nicht nur an Genderbinarität, sondern auch an einer skurrilen Definition von Monogamie fest. Sehenswert ist sie dennoch.

TVNOW/René Lohse

Mit „Princess Charming“ lief am 25. Mai zum ersten Mal eine Dating-Sendung dieser Art an: Anders als bei Formaten wie „The Bachelor“ buhlen die Kandidatinnen hier nicht um einen Mann, sondern um eine Frau namens Irina. „Prince Charming“, das schwule Pendant dazu, lief bereits 2019.

Das Format bringt nicht nur Sichtbarkeit für lesbische und bisexuelle Personen: Die Kandidat*innen präsentieren ein breites Spektrum an Weiblichkeit, Gea identifiziert sich als nicht-binär. Dennoch könnte die Sendung durchaus queerer sein, politische Gesprächsthemen sind, wie für solche Formate leider üblich, selten. mehr lesen / lire plus

Planning fordert Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch von Minderjährigen gänzlich abzuschaffen

Schon seit vielen Jahren laufen die Diskussionen um eine mögliche Verlängerung der Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch. Langsam wird es konkreter, doch reicht die bloße Verlängerung aus?

Mit vier Motionen und einem Gesetzesvorschlag befeuerte die CSV diese Woche die Diskussion in puncto Verjährungsfrist von sexuellem Missbrauch. Die Forderung bezieht sich auf Sexualstraftaten gegenüber Minderjährigen: Ab ihrer Volljährigkeit soll die Verjährungsfrist nicht schon nach 10, sondern erst nach 30 Jahren ablaufen.

Das Planning Familial begrüßt die Initiative – allerdings gehe sie nicht weit genug. In ihren Augen müsse die Verjährungsfrist gänzlich abgeschafft werden. In einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben erklärt das Zentrum warum: Aus Selbstschutz verdrängten Opfer die Taten oft, es könnten Jahrzehnte vergehen, bevor sie sich daran erinnerten, was ihnen in der Kindheit widerfahren sei: „Quand elles retrouvent la mémoire des violences sexuelles qu’elles ont subies, il est souvent trop tard pour porter plainte.“ mehr lesen / lire plus

Frauengerechte Mobilitätspolitik: Mehr als sichere Radwege

Lange Zeit lautete das Ziel von Verkehrsplanung: Möglichst effizient mit dem Auto von der Wohnung zum Arbeitsplatz gelangen. Im Interesse von Fürsorgepersonen – meist Frauen – ist das nicht.

Während Männer meist zwischen Zuhause und Arbeit hin- und herpendeln, legen Frauen häufiger Wegeketten zurück. (Creative commons Lizenz: CC-BY-SA 4.0)

Frauen gehen mehr zu Fuß und greifen öfter auf den öffentlichen Transport zurück als Männer. Diese wiederum greifen verstärkt auf Auto, Fahrrad, Sharing-Dienste zurück. Sind Fahrradinfrastrukturen sicher, fahren Frauen allerdings genau so viel Rad wie Männer. Solche Genderdifferenzen wurden überall auf der Welt festgestellt – auch in Luxemburg. Nur selten fließen solche Erkenntnisse jedoch in Verkehrs- und Städteplanung ein. mehr lesen / lire plus