Spanien: Auferstanden aus Ruinen

Die sozialistische PSOE gewinnt die Wahlen in Spanien mit einem Kandidaten, der vor dem politischen Aus stand – wohin geht nun die Reise?

Der amtierende spanische Premierminister und Generalsekretär der spanischen Arbeiterpartei (PSOE), Pedro Sanchez, grüßt nach dem Wahlsieg seine Anhänger*innen vor dem Hauptquartier der Partei. (Foto: EPA-EFE/JuanJo Martin)

Wie ein Popstar trat Pedro Sánchez am Wahlabend vor die feiernde Menschenmenge in Madrid: Nach elf Jahren gelang es wieder einem Sozialisten in Spanien, entgegen dem europäischen Trend, eine Wahl zu gewinnen und dabei mit Galizien und Madrid zwei Hochburgen seiner konservativen Konkurrenten sowie das Doppelte an Parlamentssitzen zu erringen. Ganz im europäischen Trend lag jedoch die Wahl der mit zehn Prozent der Wählerstimmen ins Parlament einziehenden Vox – es ist das erste Mal seit dem Ende der Diktatur, dass eine rechtsextreme Partei mehr als einen Sitz einnimmt. mehr lesen / lire plus

USA: Der explosive Bericht

Der sogenannte Mueller-Bericht und ein Memo aus dem US-Justizministerium belegen vielfältige russische Versuche, Einfluss auf die Republikanische Partei und das Umfeld Donald Trumps zu nehmen. Zwar hatte Justizminister William Barr versucht den Mueller-Bericht schönzureden, doch spätestens seit er sich am Dienstag weigerte vor dem Kongress auszusagen, ist seine Interpretation nicht mehr haltbar.

Am Karfreitag trat der US-amerikanische Justizminister William Barr mit seinen Stellvertretern vor die Presse, um den Eindruck zu verbreiten, der Bericht des Sonderermittlers Robert Mueller habe Donald Trump und seine Regierung darin vollumfänglich entlastet. (Foto EPA-EFE/Erik S. Lesser)

Wie der US-amerikanische Justizminister William Barr den Veröffentlichungstermin des sogenannten Mueller-Berichts gewählt hat, ist nicht bekannt. mehr lesen / lire plus

Tanja Duprez (Déi Gréng): „Neue Ideen für die Zukunft Europas verbreiten“

Tanja Duprez kandidiert bereits das zweite Mal für eine Wahl. Die 23-jährige Politikstudentin interessiert sich vor allem für Umweltthemen.

Foto: Déi Gréng

woxx: Wieso haben Sie sich bei Déi Gréng engagiert? 


Tanja Duprez: Ich habe vor zwei Jahren eine Reportage über Wasserverschmutzung gesehen und mich gefragt, wie es sein kann, dass so etwas überall auf der Welt existiert und die betroffenen Menschen keine Hilfe erhalten. Ich hatte damals keine Berührungspunkte mit der luxemburgischen Politik und wusste nicht so recht, wo und wie ich mich engagieren könnte. Ich habe mich dann auf der Website von Déi jonk Gréng über deren Positionen informiert. mehr lesen / lire plus

Medien: 25 Jahre Tag der Pressefreiheit

Am 3. Mai 1994 wurde der erste von der Unesco initiierte Tag der Pressefreiheit abgehalten. Auch in Europa, nehmen die Sorgen der Medienschaffenden zu. Sie werden Thema einer öffentlichen Debatte am kommenden Montag sein.

Foto: Public domain

Als Gutenberg den Buchdruck erfand und die Buchproduktion revolutionierte und somit verbilligte, legte er gleichzeitig den Grundstein für die Entstehung der modernen Wissensgesellschaft. Einen nächsten Quantensprung stellten automatisierte Setzmaschinen dar. Sie machten aktualitätsbezogene Presseprodukte möglich, die in wenigen Stunden und in hohen Auflagen an eine wachsende Zahl von Leser*innen weitergegeben werden konnten. Auch die ersten Etappen der Digitalisierung im Pressewesen, wie etwa das Desktop-Publishing, also das Layout ganzer Zeitungen am Bildschirm, machten die Produktion von Zeitungen immer erschwinglicher: Das Geld, das den Verlagen zukam, konnte in die Qualität der journalistischen Arbeit investiert werden – sofern nicht die Rendite der Eigentümer*innen im Vordergrund stand. mehr lesen / lire plus

Wahlprogrammanalyse Asylpolitik: Tunnelblick

An der Asylpolitik scheiden sich in den EU-Wahlprogrammen luxemburgischer Parteien die Geister: Die einen basteln am Grundgerüst, die anderen kämpfen gegen die Fluchtursachen. Dabei kommen viele Aspekte zu kurz – und die CSV vergreift sich im Ton.

In puncto Asylpolitik haben manche luxemburgische Parteien einen Tunnelblick. Für die Mehrheit ist ein vereintes Europa das Licht am Ende des Tunnels. Die ADR tritt hingegen für souveräne Staaten und das Asylrecht als nationale Kompetenz ein. (Foto: pexels.com)

Von den meisten Parteien gibt es zur europäischen Asylpolitik nur Positionen zu allgemeinen Fragen. So fällt der Abschnitt zum Thema bei der DP und der LSAP überraschend kurz aus. mehr lesen / lire plus

Protection des données : Listes protégées

Une question parlementaire de l’ADR permet de soulever le problème du respect de la sphère privée de la part du gouvernement et des communes en matière de listes électorales.

Illustration : Mémorial

En amont de toute élection, les partis en lice sont dans une fièvre communicative – tout est bon pour toucher des électeurs-trices potentiel-le-s. Mais vu que les budgets et le temps imparti sont tous les deux limités, mieux vaut ne pas trop gâcher d’énergie et essayer de cibler juste. Il faut donc éviter le plus possible de communiquer avec un public qui, de toute façon, ne votera pas pour votre formation politique. mehr lesen / lire plus

Smartwielen: Informiert Entscheiden

Auch zu den Europawahlen gibt es wieder eine Entscheidungshilfe von Smartwielen. Diesmal sogar mit europäischer Dimension.

Ob am Smartphone, Tablet oder Computer: Smartwielen.lu bietet einen niederschwelligen Zugang zur Politik. Daraus können sich komplexe Diskussionen entwickeln. (Foto: ZpB)

Zehn Parteien treten in Luxemburg zur EU-Wahl an, insgesamt stehen 60 Kandidat*innen auf dem Wahlzettel. Wer eine gut informierte Wahlentscheidung treffen will, kann neben der Lektüre der Wahlprogramme und der Werbematerialien der Parteien auch auf die Medienberichterstattung zurückgreifen. Sich in der Informationsflut zurechtzufinden, ist jedoch nicht immer so einfach. Welche Themen ausführlich besprochen werden, ist oft den zufälligen Launen der Tagespolitik und der medialen Konjunktur unterworfen. mehr lesen / lire plus

La terre est ronde… comme une tomate ?

La mondialisation, un sujet abstrait et rébarbatif ? Ce n’est pas une fatalité – pour preuve, le film « L’empire de l’or rouge », qui aborde le sujet à travers l’industrie de la tomate. Le film nous dévoile qu’une bonne partie des tomates consommées proviennent aujourd’hui… de Chine. Il raconte aussi l’histoire de la délocalisation d’une usine de ketchup du Canada vers la Chine, et explique comment du concentré de tomate chinois est transformé en sauce tomate « italienne ». Tout cela sur base de surexploitation d’une main-d’œuvre bon marché, que ce soit en Chine, en Californie ou en Italie. « L’histoire de la tomate d’industrie et sa division internationale du travail contemporaine nous offrent un récit inattendu mettant à nu la complexité de notre monde », résume l’invitation à la projection du film, organisée par Etika, Attac, la Cinémathèque et le CIGL d’Esch. mehr lesen / lire plus

Forum 329: Europa wählt

Dreieinhalb Wochen vor den Wahlen widmet sich das Monatsmagazin Forum mit einem umfassenden Dossier dem Thema Europapolitik. Im Interview spricht Politikwissenschaftlerin Léonie de Jonge über Rechtspopulismus, die geringen Erfolgschancen einer „nationalistischen Internationalen” und die Notwendigkeit, sich mit berechtigtem EU-Skeptizismus auseinanderzusetzen. Die doppelte Sprache, die Luxemburg spricht, je nachdem ob es um die Verteidigung der Grundrechte oder die nationaler Wirtschaftsinteressen geht sowie die große Krise, in der sich das Europäische Projekt momentan befindet, stehen in einem Interview mit dem ehemaligen Sonderberater am luxemburgischen Außenministerium, Victor Weitzel, im Fokus. In einem Text mit dem Titel „Von der Glaubensgemeinschaft zur Machtmaschine“ geht der Publizist Pierre Lorang auf die Entwicklung der Europäischen Volkspartei von einem Projekt gleichgesinnter Christdemokrat*innen hin zu einem „Gemischtwarenladen”, dessen Angebot von christlich-sozial bis völkisch-nationalistisch reicht, ein. mehr lesen / lire plus

World-Musik: Die explosive Form bulgarischer Roots

Wenn am 3. Mai die junge bulgarische Gruppe Oratnitza in Luxemburg auftritt, kann man eine hochinteressante musikalische Mischung aus uralter Balkantradition und Moderne entdecken.

Die Kerntruppe von Oratnitza besteht aus Hristiyan Georgiev (Gesang, bulgarische Kaval-Flöte, Melodika, Keyboard), Georgi Marinov (Didgeridoos, Dudelsack), Petar Yordanov (Cajon, Tupan-Trommel) und Ivan Gospodinov (Gesang). Die Gruppe wurde 2009 als Quartett gegründet und hat nach 2012 und 2016 jetzt ihre dritte Platte „Alter Ethno“ (Fusion Embassy Label) herausgebracht, auf der sie wieder bulgarische Roots in eine zeitgemäße Form gebracht hat. Sie nennt das „Bulgarian Ethnobass“. Neben einigen Gastmusikern mit Beatboxing und Saxophon präsentieren sie auf der aktuellen CD auch ihre beiden neuen ständigen Bandmitglieder. mehr lesen / lire plus

Exposition collective : Folie collective

Le collectif Cueva s’est récemment trouvé un nouveau lieu pour laisser libre cours à la créativité de ses artistes : l’ancien dépôt d’un grand magasin d’électroménager a été transformé en musée éphémère.

Photos : woxx

La rue des Jardins n’est pas la plus connue ni la plus courue de la ville d’Esch-sur-Alzette. Malgré quelques belles vieilles maisons qu’on trouve du côté de son croisement avec l’avenue de la Gare, elle devient assez vite le décor parfait pour un film d’horreur, policier ou d’action – avec ses lampadaires qui pendent au milieu de la rue et ses façades ternes de dépôts des grands magasins de la rue de l’Alzette qui court en parallèle. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Mid90s

In seinem dokumentarisch anmutenden Jugenddrama über eine Gruppe von Skatern gelingt es Jonah Hill nicht, mehr als nur einen oberflächlichen Eindruck dieses Milieus zu vermitteln.

Fuckshit und Fourth Grade verbringen jeden Tag mit Skaten und Filmen. (Foto: Filmcoopi Zürich AG/outnow.ch)

„Der Hauptgrund, weshalb ich Filme mache, ist, um klassische Männlichkeitsbilder in Frage zu stellen. In den 90ern bedeutete Männlichkeit in den USA, auf keinen Fall Gefühle zu zeigen oder verletzlich zu sein. Das galt als ‚weiblich’ oder, Gott bewahre, als ‚schwul’“. Mit diesen Worten beschrieb Jonah Hill auf der Berlinale im Februar seinen Erstlingsfilm „Mid90s“. Als Setting, um Männlichkeit zu erforschen, hat er das Skater-Milieu gewählt. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Escapada

La caméra à l’épaule, plutôt que faire vibrer l’audience à l’unisson des personnages, fait juste « style » dans un film où les tensions familiales autour d’un héritage sont bien faciles à apaiser et l’opposition des modes de vie simpliste. Pourtant, on a envie d’aimer ces personnages que la réalisatrice sait rendre attachants.

L’évaluation du woxx : XX
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Dans les salles : Raoul Taburin

Pour adapter Sempé, il aurait fallu une réalisation plus poétique, sans voix off agaçante, et une distribution plus juste. Le film est sans aucun doute un hommage, mais aussi l’exemple d’une adaptation dispensable d’un bon livre. Restent quelques moments épars où la magie fonctionne ; les enfants apprécieront.

L’évaluation du woxx : X
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