Suchergebnis für: Luftqualität

Klimaanalyse: Rettungsboot für die Wärmeinsel

Eine Simulation zeigt, wie sehr Hitze die Bevölkerung Luxemburgs belastet. Der Bericht weist auch Maßnahmen auf, die im städtischen Raum für Abkühlung sorgen könnten.

Besonders in Luxemburg-Stadt ist die bioklimatische Situation oft ungünstig. (Grafik: GEO-NET & LIST)

Die Klimakrise kommt. Wer die letzten Berichte des Weltklimarates IPCC ernst nimmt, muss fest damit rechnen, dass die Temperaturen steigen werden. Damit wird auch immer deutlicher, dass wir unsere Umgebung anpassen müssen. Diese Woche wurde eine Klimaanalyse veröffentlicht, die zeigt, dass besonders in Luxemburg-Stadt Maßnahmen erforderlich sind.

Die Studie mit dem Titel „Klimaökologische Situation in Luxemburg“ wurde von der deutschen Umweltconsulting-Firma Geo-Net und dem Luxembourg Institute of Science and Technology (List) für die Umweltverwaltung erstellt. mehr lesen / lire plus

Serbien nach den Wahlen
: „Präsidialdemokratie mit autoritären Tendenzen“

Serbien hat gewählt, und der Politikwissenschaftler Vujo Ilić war als Wahlbeobachter aktiv. Die woxx hat mit ihm über die Wahlkampfthemen, die Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine und verwirrende Signale seitens der EU gesprochen.

Die Wahlen in Serbien 
waren frei, aber nicht fair, 
meint der Belgrader Politikwissenschaftler Vujo Ilić. (Foto: medium)

woxx: Am 3. April fanden in Serbien Präsidentschafts-, Parlaments- und, unter anderem in Belgrad, Kommunalwahlen statt. Serbiens amtierender Präsident Aleksandar Vučić beziehungsweise das von seiner nationalkonservativen Serbischen Fortschrittspartei (SNS) angeführte Parteienbündnis erhielten jeweils die meisten Stimmen. Mit Ihrer NGO „CRTA“ haben Sie die Wahlen beobachtet. Wie war der Tag für Sie?
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Dicke Luft: Weltweite Gesundheitsgefährdung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am 4. April alarmierende Zahlen zur Luftverschmutzung. 99 Prozent der Menschen weltweit atmen Luft, die den Kriterien der WHO nicht genügt. Die Zahl der Messstationen ist stark gestiegen, sodass die WHO auf Zahlen aus über 6.000 Städten zurückgreifen konnte. Das Ergebnis ist erschreckend: So gut wie überall sind die Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte zu hoch. Die Ergebnisse der WHO-Auswertung zeigen allerdings auch, dass Umweltschutz und Gesundheit auch eine Frage der globalen Gerechtigkeit sind: In reicheren Ländern ist die Luftqualität besser. Während Städte in ärmeren Ländern mit sehr hohen Feinstaubwerten geplagt sind, ist es in reicheren Regionen der Erde eher das Stickstoffdioxid, das ein Problem darstellt. mehr lesen / lire plus

Dicke Luft in Deutschland

Deutschland hat nicht genug getan, um das Niveau der Luftqualität in seinen Städten zu verbessern oder wenigstens zu erhalten. Zu diesem Schluss kam der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstagmorgen. Konkret ging es um die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2), die zwischen 2010 und 2016 „systematisch und anhaltend überschritten“ wurden. In ganzen 26 Städten und Ballungsräumen wurden die Jahresgrenzwerte getoppt, in den Ballungsräumen Stuttgart und Rhein-Main zusätzlich noch die Stundengrenzwerte. Deutschland hatte argumentiert, die Richtlinien der EU für Dieselfahrzeuge seien nicht streng genug, um die Grenzwerte einhalten zu können, weshalb das Land sich selbst nicht in der Schuld sah. Der EuGH ließ dieses Argument nicht gelten: Zum einen seien nicht nur solche Fahrzeuge für NO2-Emissionen verantwortlich, zum anderen hätte Deutschland den EU-Richtlinien zum Trotz weitere Gegenmaßnahmen ergreifen müssen, was jedoch nicht passiert sei. mehr lesen / lire plus

Neuer Klimapakt: Think global, pact local

Die Neuauflage des Klimapakts soll den Gemeinden mehr Möglichkeiten geben, die Klimakrise lokal zu bekämpfen. Doch die Einführung verzögert sich.

Die Zertifizierung im Rahmen des Klimapaktes nennt sich „European Energy Award“ und wird in Form eines Preises verliehen. So wie hier in physischer Form geschah das das letzte Mal 2019. (Foto: myenergy/Studion Photography)

Anfang der letzten Woche, am 2. März 2021, lud der Mouvement écologique zu einer Präsentation und Diskussion über den nationalen Energie- und Klimaplan. Redner*innen waren Carole Dieschbourg und Claude Turmes (beide Déi Gréng). Für die beiden zuständigen Minister*innen ein Heimspiel sollte man meinen. Wer den Chat der Onlinekonferenz las, wurde jedoch eines Besseren belehrt. mehr lesen / lire plus

Umweltpolitik auf dem Prüfstand: Öko-Musterschüler Luxemburg?

In einem Bericht über die Umweltpolitik stellt die OECD Luxemburg grundsätzlich gute Noten aus. Probleme gibt es vor allem im Natur- und Artenschutz: Das kleine Land ist viel zu fragmentiert.

Naturschutzgebiete wie der Ellergronn in Esch sind wichtig, aber wenn sie nicht durch ökologische Korridore verbunden werden, können bedrohte Arten sich nicht wieder verbreiten. Eine Tatsache, die auch die OECD an Luxemburgs Umweltpolitik bemängelt. (Foto: CC-BY-SA 3.0 Zinneke/Wikimedia)

„Luxemburg hat viele Fortschritte gemacht. Nicht nur im Management natürlicher Ressourcen, sondern auch beim Engagement in internationalen Organisationen und europäischer Kooperation.“ Rodolfo Lacy, Chef der OECD-Umweltdirektion, war voll des Lobes auf die luxemburgische Umweltpolitik. mehr lesen / lire plus

Aktionspläne gegen Lärm und Luftverschmutzung (3/3): Warum Tempolimits sinnvoll wären

Sowohl bei den Plänen für Lärmschutz als auch beim Programm gegen Luftverschmutzung fristen Tempolimits ein Nischendasein. Dabei wären sie eine einfache und effektive Maßnahme, um beide Probleme zu bekämpfen.

Foto: CC-BY-SA Manfred Sauke/wikimedia

In den Niederlanden wurde am 27. Oktober, ein allgemeines Tempolimit von 30 km/h in Siedlungsgebieten beschlossen. Eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit innerorts ist in vielen Ländern eine langjährige Forderung von Aktivist*innen, aber auch der Wissenschaft. Die Vorteile liegen auf der Hand: Für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen gestaltet sich der Verkehrsraum so sicherer. Außerdem werden die Emissionen von Lärm und Schadstoffen dadurch gedrosselt.

In dem „programme national de lutte contre la pollution atmosphérique (NAPCP)“ fehlt ein Verweis auf Geschwindigkeitsbegrenzungen gänzlich, in dem Aktionsplan gegen Straßenlärm auf vielbefahrenen Straßen ist die Möglichkeit zumindest erwähnt. mehr lesen / lire plus

Aktionspläne gegen Lärm und Luftverschmutzung (1/3): Vier mal Lärmschutz

Die Umweltverwaltung hat vier Pläne für den Lärmschutz in Luxemburg ausgearbeitet. Die Bürger*innen können nun ihren Senf dazugeben.

Ergebniss der Lärmmessungen an Luxemburgs vielbefahrenen Straßen. Screenshot: Geoportail.lu

Lärm ist vermutlich jene Art von Umweltverschmutzung, die am ehesten unterschätzt wird. Vor allem durch den Straßenverkehr entsteht in Ballungsgebieten ein beständiger Lärmpegel, der ernsthafte gesundheitliche Auswirkungen haben und krank machen kann. Zug- und Flugverkehr sorgen ebenfalls für eine unangenehme Geräuschkulisse.

Alle fünf Jahre müssen die Aktionspläne gegen Lärm überprüft werden. Das ist auch 2020 wieder der Fall gewesen, Nun stehen vier Pläne zur Begutachtung bereit. Sie behandeln unterschiedliche Themenbereiche: Flugverkehr, Schienenverkehr, Autobahnen und das Ballungsgebiet Luxemburg-Stadt. mehr lesen / lire plus

Méco gegen Fage (1/3): Umweltauflagen, aber welche?

Für „überfällige Entscheidungen im Sinne einer langfristigen, nachhaltigen Politikgestaltung“ plädiert der Mouvement écologique in seiner Stellungnahme zum Fage-Debakel. Im ersten Teil unserer Analyse geht es um die vorgeschlagene Reform der Umweltgesetzgebung.

Die Ressourcen Wasser und Luft werden nicht nur durch die Industrie belastet. (Wikimedia; Jacek Halicki; CC BY-SA 4.0)

Die Joghurtfabrik wird nicht gebaut, die Welt ist wieder in Ordnung. Für manche Gegner*innen des Fage-Projekts mag sich mit dem Rückzug der griechischen Firma das Thema erledigt zu haben, nicht aber für den Mouvement écologique. In seiner am vergangenen Freitag vorgestellten Stellungnahme unterstreicht er, dass dieser Fall „symbolhaft steht für weitaus tiefgreifendere Probleme in der heutigen Politikgestaltung und im Speziellen das Spannungsfeld Ökonomie-Ökologie“. mehr lesen / lire plus

Welt-Orang-Utan-Tag: Gründe des Verschwindens der größten Menschenaffen-Gattung

Der 19. August ist der Welt-Orang-Utan-Tag. Zu diesem Anlass veröffentlicht die woxx einen Leser*innenbrief der Orang Utan Help Lëtzebuerg asbl.

Am 19. August ist der Welt-Orang-Utan-Tag. (Foto: pxhere.com)

Diese Primatengattung aus der Familie der Menschenaffen teilt 97 Prozent der DNA mit dem Menschen – im indonesischen bedeutet Orang „Mensch“ und Hutan „Wald“ – Orang-Utans sind also „Waldmenschen”. Die rothaarigen Menschenaffen sind die größten auf Bäumen lebenden Tiere der Erde. Mehr noch als alle anderen Primaten sind sie an ein Leben in den Baumkronen angepasst. Wird der Regenwald zerstört, verlieren die Orang-Utans ihre Nahrungsgrundlage und ihren ganzen Lebensraum. Ein Orang-Utan wird in der Wildnis im Schnitt 50 Jahre alt. mehr lesen / lire plus

Videospiele: Mehr Spiele für die einsame Sofainsel

Videospiele mit Langzeitmotivation sind eine gute Methode, um die Zeit während des Kontaktverbots totzuschlagen. Die woxx stellt weitere Spiele vor, die zum langen Zocken einladen.

Wer gestreamte Theaterstücke oder virtuelle Ausstellungen zu fad findet, kann sich mit einem Medium auseinandersetzen, bei dem der Bildschirm und Interaktivität kein Zufall der Pandemie, sondern Teil der Erfahrung sind. Die folgenden Spiele bieten alle langen Spielspaß und motivieren, einige Stunden mit ihnen zu verbringen. Unsere Zusammenstellung berücksichtigt Spieler*innen jeder Erfahrungs- und Altersklasse.


Darkest Dungeon


Auf den ersten Blick wirkt Darkest Dungeon wie ein klassisches Rollenspiel mit Fantasy-Setting: Abenteurer*innen werden in Wälder, Verliese und Ruinen geschickt, um dort gegen Monster zu kämpfen und Schätze zu erbeuten. mehr lesen / lire plus

Covid-19 und Ökologie: Das wahre Virus

Sind wir Menschen ein Virus, das den Planeten bedroht, und Covid-19 die Rache der Natur? Solche Ideen sind nicht nur unsinnig, sondern richtig gefährlich.

Illu: Covert

In vielen Ländern der Welt bestehen derzeit Ausgangsverbote, die wirtschaftliche Aktivität wird auf ein Minimum zurückgefahren. Das hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf die natürliche Umwelt. An Orten, an denen die Luft durch Autoauspuffe und Fabrikschlote stark verschmutzt war, hat sich die Luftqualität verbessert. Aus Llandudno in Wales sind Fotos von wilden Ziegen zu sehen, die munter durch die menschenleeren Straßen spazieren. Die angeblichen Delfine in den Kanälen Venedigs waren eine Falschmeldung, die dennoch enthusiastisch geteilt wurde – das Wasser ist angesichts des ausbleibenden Bootverkehrs in der Lagune jedoch klarer geworden. mehr lesen / lire plus

Corona rettet Klima, oder?

Die guten Nachrichten zuerst: Ja, die aufgrund der Corona-Epidemie verhängten Ausgangsbeschränkungen haben in China dazu geführt, dass in vielen Städten wieder blauer Himmel zu sehen ist. Die Luftqualität hat sich dementsprechend verbessert, ein Phänomen, das sich auch in anderen betroffenen Gebieten beobachten lässt. Und: Laut CarbonBrief.org hat sich der CO2-Ausstoß Chinas im vergangenen Monat um über ein Viertel verringert. Die schlechte Nachricht: Je nachdem welche Konjunkturmaßnahmen Beijing ergreift, wird – wie nach der Finanzkrise – der CO2-Ausstoß mittelfristig wieder stark steigen, wie BBC.com berichtet. Unter dem Eindruck massiver sozialer Not könnte die Regierung in der Tat versucht sein, statt selektiv vorzugehen, einfach alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Wirtschaft anzukurbeln. mehr lesen / lire plus

Luftqualität in der Großregion gesunken

Das sozioökonomische Forschungsinstitut Liser hat die Luftqualität in der Großregion mittels Satellitendaten untersucht und dabei festgestellt, dass die Konzentration von Stickstoffdioxid (NO2) gestiegen ist. Die Forscher*innen betonen, dass Bodenmessstationen, wie sie nach europäischem Recht vorgeschrieben sind, nicht ausreichten, um die grenzüberschreitende Verschmutzung zu erfassen. Ausgewertet wurden Daten des europäischen Sentinel-5P-Satelliten über der Großregion und darüber hinaus. Größere Städte wie Brüssel, Lüttich, Namur und Saarbrücken weisen hohe NO2-Konzentrationen auf, allerdings ist auch der Straßenverkehr zwischen Luxemburg und Metz aus dem Weltraum heraus als Verschmutzung zu erkennen. Daran, dass am Wochenende weniger Verschmutzung und zu Beginn und Ende der Schulferien Peaks zu beobachten sind, lässt sich herauslesen, dass die Verschmutzung aus dem Straßenverkehr stammt. mehr lesen / lire plus

Einsamkeit: Alleine unter Tausenden

Luxemburger*innen sind einsamer als andere EU-Bürger*innen. Besonders ältere Menschen leiden unter sozialer Isolation.


Foto: Jeswin Thomas (Pexels)

Mit ihrer parlamentarischen Anfrage an Familienministerin Corinne Cahen spricht die CSV-Abgeordnete Diane Adehm ein wichtiges Thema an: Einsamkeit in Luxemburg. Einer rezenten Eurostat-Umfrage zufolge führt Luxemburg die traurige Spitze der EU-Länder an: 2015 gaben rund 13 Prozent der über 16-Jährigen an, niemanden zu haben, den sie in Notsituationen um Hilfe bitten könnten. Das ist ein Ausdruck von Einsamkeit, sei er nun objektiv oder subjektiv begründet. Der EU-Durchschnitt lag bei 5,9 Prozent. Am häufigsten betroffenen sind Menschen im Alter von 65 bis 74 Jahren: In Luxemburg sind es 16,4 Prozent, auf EU-Ebene lediglich 7,4 Prozent. mehr lesen / lire plus

Kohlekraftwerke verpesten weltweit die Luft mit Schwefeldioxid

In Westeuropa ist Schwefeldioxid aus der öffentlichen Diskussion weitestgehend verschwunden. Ein Bericht von Greenpeace zeigt, dass in anderen Regionen der Luftschadstoff immer noch ein Problem ist – und vor allem die Kohlekraft verantwortlich ist.

Das saarländische Kraftwerk Bexbach ist mit für Schwefeldioxid-Verschmutzung über Luxemburg verantwortlich. Foto: CC-BY-SA MadKong

Auf der von der Umweltschutzorganisation veröffentlichten interaktiven Karte ist halb Luxemburg gelb eingefärbt. Bedeutet das etwa, dass die Schwefeldioxid (SO2)-Werte hierzulande gefährlich hoch sind? Die NGO hat Satellitendaten der Nasa analysiert, um die weltweite Belastung mit Schwefeldioxid darzustellen. Dabei wird klar, dass auch in Europa noch viele Kohlekraftwerke den Schadstoff in die Luft blasen. mehr lesen / lire plus

Strenge Messvorgaben für Luftqualität bestätigt

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Mittwoch, dem 26. Juni, eine recht strenge Auslegung der Messvorgaben für Luftqualität bestätigt, besonders was die Auswertung der Messdaten betrifft. Um ein Überschreiten der zulässigen Grenzwerte festzustellen, reichen laut den Richter*innen nämlich die Messwerte einer einzigen Station. Es sei hingegen nicht zulässig, den Mittelwert von mehreren Stationen in Betracht zu ziehen, um eine Überschreitung festzustellen. Grundsätzlich hielt der EuGH fest, dass die betreffende EU-Richtlinie klare und detaillierte Vorgaben macht, die angeben, an welchen Orten Messstationen aufgestellt werden sollen, an die sich die Mitgliedstaaten halten müssen. Außerdem sei es Unionsbürger*innen möglich, die Einhaltung dieser Regeln gegenüber ihrer Staaten einzuklagen. mehr lesen / lire plus

Luftqualität: Was tun für bessere Luft?

Städte und ihre Bewohner*innen 
leiden unter schlechter Luftqualität. Ein Bericht der Europäischen Umweltagentur zeigt Lösungswege auf.

Die Messstation an der Place Churchill dient auch zur Information. Ob neben der vielbefahrenen Straße viele Menschen verweilen, ist aber eher ungewiss. (Foto: CC-BY-SA Cayambe/Wikimedia)

In Madrid laufen Ermittlungen gegen eine Transportfirma, vier Menschen werden verhaftet. Der Grund sind nicht etwa Schmuggel oder illegale Beschäftigungspraktiken, sondern: Luftverschmutzung mit Vorsatz. Am 27. März machte Europol per Pressemitteilung darauf aufmerksam. Die Firma hatte in 30 Lastwägen sogenannte „Emulatoren“ eingebaut. Diese Geräte sorgten dafür, dass die Firma auf die teure Instandhaltung der Abgasnachbehandlung verzichten konnte.

790.000 vorzeitige Tote im Jahr, beinahe doppelt so viele wie bisher angenommen. mehr lesen / lire plus

Luftverschmutzung tödlicher als bisher angenommen

Auch wenn einige deutsche Lungenärzt*innen nun vermutlich starken Reizhusten bekommen: Die Luftverschmutzung in Europa ist womöglich tödlicher als das bisher angenommen wurde. Zu dieser Schlussfolgerung kommt ein wissenschaftliches Paper eines internationalen Forschungsteams, das im renommierten „European Heart Journal“ veröffentlicht wurde. Die Forscher*innen haben ein neues Modell erarbeitet, mit dem die Auswirkungen von Feinstaub, Stickdioxid und Ozon berechnet wurden. Resultat: 2,2 Lebensjahre würden Europäer*innen im Schnitt durch die Auswirkungen schlechter Luftqualität verlieren. Die Forscher*innen haben außerdem ausgerechnet, dass durch einen Wechsel weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energiequellen die Lebenserwartung in Europa um 1,2 Jahre steigen würde. Der Kampf gegen den Klimawandel wäre also auch eine höchst effiziente Gesundheitsmaßnahme. mehr lesen / lire plus

Luftschadstoffe: Atemlos durch den Verkehr

Sind Luftschadstoffe eigentlich gar nicht so gefährlich? Eine Gruppe von Ärzt*innen in Deutschland behauptet das – und setzt dabei auf altbekannte Muster, um Zweifel zu säen.

Gefahr aus dem Auspuff: Luftverschmutzung ist laut WHO das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in der EU. (Foto: Pixabay)

In Deutschland tobt eine Kontroverse um Grenzwerte für Luftschadstoffe. Es handelt sich aber nicht etwa um eine Bürger*innenbewegung, die angesichts des Dieselskandals fordert, die beteiligten Automobilkonzerne zur Rechenhaft zu ziehen. Stattdessen sind es etwas mehr als 100 Lungenärzt*innen, die die aktuell gültigen Grenzwerte in Frage stellen und eine wissenschaftliche Neubetrachtung fordern. Federführend ist dabei Dieter Köhler, der als ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) durchaus Renommee hat. mehr lesen / lire plus