Ärztlicher Kontrolldienst: Ist da jemand?

Der Personalmangel beim Contrôle médical de la sécurité sociale macht sich an mehreren Fronten bemerkbar. Der Minister für Soziale Sicherheit, Romain Schneider, wiederholt unbefriedigende Erklärungen.

Wer käme auf die Idee sich nach einem urologischen Eingriff von Neurolog*innen untersuchen zu lassen? Vermutlich niemand. Genau das kann aber passieren, wenn Arbeitnehmer*innen nach fünfwöchiger Krankschreibung zum Contrôle médical de la sécurité sociale (CMSS) bestellt werden. So beschreibt es der CSV-Abgeordnete Jean-Marie Halsdorf in einer parlamentarischen Anfrage an den Minister für Soziale Sicherheit, Romain Schneider. Seine Vermutung stimmt – der Minister kann es erklären.

Zwar weise der CMSS inzwischen Fachexpert*innen in verschiedenen medizinischen Bereichen auf, wie etwa in der Kardiologie oder der Traumatologie, doch sei es unmöglich jeden medizinischen Bereich abzudecken. mehr lesen / lire plus

Einsamkeit: Alleine unter Tausenden

Luxemburger*innen sind einsamer als andere EU-Bürger*innen. Besonders ältere Menschen leiden unter sozialer Isolation.


Foto: Jeswin Thomas (Pexels)

Mit ihrer parlamentarischen Anfrage an Familienministerin Corinne Cahen spricht die CSV-Abgeordnete Diane Adehm ein wichtiges Thema an: Einsamkeit in Luxemburg. Einer rezenten Eurostat-Umfrage zufolge führt Luxemburg die traurige Spitze der EU-Länder an: 2015 gaben rund 13 Prozent der über 16-Jährigen an, niemanden zu haben, den sie in Notsituationen um Hilfe bitten könnten. Das ist ein Ausdruck von Einsamkeit, sei er nun objektiv oder subjektiv begründet. Der EU-Durchschnitt lag bei 5,9 Prozent. Am häufigsten betroffenen sind Menschen im Alter von 65 bis 74 Jahren: In Luxemburg sind es 16,4 Prozent, auf EU-Ebene lediglich 7,4 Prozent. mehr lesen / lire plus

Porträt: Mäi léiwen Dan … (1/4)

Den Auteur ass viru kuerzer Zäit aus der Zeitung gewuer ginn, datt e Kolleg, e Frënd aus Kandheet a Jugend net méi ass. An dëser Serie reflektéiert hien iwwer deen onnéidegen Dout a wéi d’Gesellschaft mat Ausgeloossenen ëmgeet.

Eng vun den läschten Fotoen vum Dan sengem Facebookprofil. (© Facebook)

Kapitel 1: Den Tränteler

Mäin léiwen Dan, och wann d’Cappellettië vum Bei an d’rout Zooss vum Favaro waren, dëse Sonndeg bei mengen Elteren hunn se mer um Mëttesdësch net geschmaacht. Kuerz ier si d’Iessen op den Dësch gestallt huet, huet meng Mamm mer d’Zeitung gewise mat denger Doudesannonce dran. „Et ass jo deen“, huet se mech gefrot, wéi wann si sech sëlwer net sécher wir. mehr lesen / lire plus