Wir lernen es nie

Photo : Avij

Am Donnerstag der vergangenen Woche hielt die woxx-Kooperative ihre jährliche Jahresversammlung ab. Der Vorstand musste den Mitgliedern ein negatives Resultat mitteilen. Allerdings, so konnten die „commissaires aux comptes“ erklären, fiel der Verlust mit 37.008,74 Euro bei einem Umsatz von 572.571,99 Euro geringer aus, als erwartet. Wegen der Vorfinanzierung des Online-Projektes, das im November 2017 startete, war eigentlich von einem Verlust von etwa 50.000 Euro ausgegangen worden. Die Online-Zuschüsse sollten ja erst nach sechs Monaten fließen und auch das Crowdfunding erst nach der Akzeptierung des Projektes durch das Medienministerium lanciert werden. Da aber den ganzen Sommer nicht gewusst war, ob der unerwartet im Juni 2018 abgelehnte Antrag tatsächlich wie versprochen doch noch angenommen würde, musste die woxx samt ihrem Online-Projekt wieder einmal aus der Not eine Tugend machen und das Vorhaben auf die realen Verhältnisse zurechtstutzen. mehr lesen / lire plus

Werden Sie Informationswirt*in

Gut 830 „webexclusive“-Artikel sind seit November 2017 auf woxx.lu erschienen. Unser Versuch, Online- mit Printjournalismus zu verbinden, wird sicherlich ein Diskussionspunkt auf der jährlichen Hauptversammlung der woxx-Kooperative am 28. März werden. Tatsächlich versuchen wir das (fast) Unmögliche, denn unsere Printabonnent*innen finanzieren unsere Webpräsenz sozusagen mit. Sie bekommen zwar jede Woche eine gedruckte Ausgabe der woxx, aber die Online-Artikel stehen allen Interessierten gratis zur Verfügung. Natürlich appellieren wir an alle den Informationszugang, den wir ihnen bieten, der woxx zu vergüten. Ein bisschen ist es wie mit der Zeitung in der Kneipe: Die zahlt der Wirt oder die Wirtin nur einmal, sie wird aber von vielen gelesen. mehr lesen / lire plus

Presserentrée 2019: Rückbesinnung

Xavier Bettel nimmt einen zweiten Anlauf. Davon könnte auch die Reform der Pressehilfe profitieren.

Fotos : woxx

Es war zwar bereits der sechste Empfang der Presse- und Medienschaffenden von Premier- und Medienminister Xavier Bettel am vergangenen Mittwoch, aber reine Routine war er nicht. Ob es daran lag, dass er noch bis zum Wahlabend selber davon ausging, nicht als Premier bestätigt zu werden? Jedenfalls zeigte er eine Attitüde, die bei dem als beratungsresistent geltenden Politiker aufhorchen ließ: Er rief die Eingeladenen und sich selber dazu auf, sich mehr Zeit zu nehmen zur Rückbesinnung auf sich und das eigene Schaffen. Statt nur jedes Jahr bei einem „Patt“ ein Standbild eines Sektors zu machen, der sich in einem rasanten Umbruch befindet, gelte es, das Vertrauensverhältnis zwischen der Politik und ihren Wähler*innen und den Medien und ihrem Publikum mit Vorsicht zu behandeln und darauf zu achten, dass es nicht zerstört werde. mehr lesen / lire plus

Umverteilung für die woxx

Auch die woxx will ihren Anteil an den großartigen Wahlgeschenken, die von der neuen Regierung versprochen worden sind. Pünktlich zur Mindestlohnerhöhung am 1. Januar passen wir die Abopreise an. Dass wir unseren Abonnent*innen gleich einen Sprung von 90 auf 103 Euro für das normale Jahresabo zumuten, hat vor allem zwei Gründe. Zum einen gilt der aktuelle Abopreis seit Oktober 2012. Da hieß der Premier noch Jean-Claude Juncker – wer kann oder mag sich noch an diese Zeiten erinnern? Zum anderen muss die woxx ihr Geschäftsmodell umkrempeln. Seit die Oekofoire abgeschafft wurde, ist unsere Anzeigen-Geldquelle ziemlich ausgetrocknet. Deshalb holen wir uns das Geld bei denen, die sich am wenigsten wehren können: unseren Leser*innen. mehr lesen / lire plus

Radio 100,7 : Gouvernance à vue

Alors que la coalition est encore en train de négocier, le gouvernement en affaires courantes prend des décisions concernant la direction de la radio publique, dont l’indépendance semble en danger.

Photo : Radio 100,7

Parfois, nos député-e-s sont vraiment à plaindre : quand les élu-e-s prennent au sérieux leur rôle de contrôle du pouvoir exécutif et commencent à mettre sur papier des questions parfois très élaborées sur des situations qui préoccupent l’opinion publique, elles et ils se voient livré-e-s à la merci d’un système des plus frustrants. Non seulement il laisse au gouvernement jusqu’à un mois pour répondre, mais en plus, il ne l’oblige nullement à répondre factuellement à tous les éléments de question qui ont été soumis. mehr lesen / lire plus

Medienpolitik: Verpasste Chancen

Als die Dreierkoalition sich vor fünf Jahren anschickte, dem CSV-Staat den Garaus zu machen, lag auch im Medienbereich einiges im Argen.

(Foto: 100komma7.lu)

Nach dem Politikwechsel 2013 bestand hinsichtlich der Medienpolitik nicht nur Bedarf, verkrustete alte Strukturen aufzubrechen, es galt auch, die Probleme bei der „klassischen“ Presse wegen der zunehmenden Konkurrenz des Internets in Angriff zu nehmen.

Statt auf die Komplementarität von etablierten Medien und neuen Internet-Publikationen zu setzen, wurde die Konkurrenz zunächst gar geschürt und erst in einem zweiten Anlauf – viel zu spät – versucht, eine Konsenslösung für alle zu finden, die dem Sonderfall Luxemburg gerecht würde: Eine Medienpluralität aufrechterhalten, trotz kleiner Leser*innenzahlen. mehr lesen / lire plus

Initiation politico-gastronomique

Faire un stage au woxx était une chance singulière. Après tout, il s’agit de l’hebdomadaire avec lequel j’ai pour ainsi dire appris à lire. J’étais donc curieux de voir comment il est produit. Durant mes quatre semaines de stage, j’ai d’abord rédigé deux articles pour l’« online-woxx ». Surtout, primovotant moi-même, j’ai écrit le Thema de cette semaine sur les jeunes électeurs. J’ai aussi pu assister à trois conférences de presse présentant le bilan parlementaire, une expérience fort éclairante sur les goûts culinaires des partis de la gauche luxembourgeoise. Entre ces excursions politico-gastronomiques, j’ai été initié aux secrets de la presse écrite. mehr lesen / lire plus

Nicole Sahl : Kleines ABC der Pseudonyme in Luxemburg

Le dictionnaire des pseudonymes au Luxembourg dévoile, outre les identités, l’envergure de la pratique d’écriture anonyme au grand-duché.

« Ceci est un travail de curiosité littéraire » – la citation de Charles Joliet, auteur en 1867 des « Pseudonymes du jour », où il révéla les véritables identités derrière des noms de plume, donne le ton dès les premières pages.

Et curieuse, elle l’est, Nicole Sahl, conservatrice au Centre national de littérature à Mersch depuis 2006 et coéditrice du « Luxemburger Autorenlexikon ». Rien qu’amasser les tonnes d’informations nécessaires demande beaucoup de temps et de patience – sans parler du travail de compilation et de classification des pseudonymes. mehr lesen / lire plus