Klimakatastrophen: Je näher, desto beeindruckender

Dass uns die Ereignisse in der Ferne wenig beeindrucken, die vor der eigenen Haustür dagegen sehr, thematisiert ein Artikel auf Reporterre. Beim Klimawandel, einem globalen Problem mit einer globalen Lösung, ist diese Voreingenommenheit besonders unsinnig.

Port-au-Prince nach dem Erdbeben von 2010. Pétion-Ville ist ein Vorort der haitianischen Hauptstadt, in dem am 7. Juli der Präsident Jovenel Moïse erschossen wurde.
(US Navy; Candice Villarreal; PD)

„Warum machen uns manche Katastrophen betroffener als andere?“, das ist die Frage, die Alexandre-Reza Kokabi in einem Beitrag der alternativen französischen Online-Zeitung Reporterre aufwirft. Ein extremes Wetterereignis wie die jüngsten Hochwasser in Deutschland und Belgien, mit über 200 Toten, hat in unseren Ländern große Aufmerksamkeit bekommen. mehr lesen / lire plus

Dritte Impfung oder Dritt-Welt-Impfung?

WHO und Vereinte Nationen stehen der Idee von Auffrischungsimpfungen kritisch gegenüber. Sie prangern die enormen Unterschiede der Covid-Impfquoten zwischen globalem Süden und Norden an.

(Pixabay; Alexandra Koch)

„Ich verstehe, dass alle Regierungen ihre Bevölkerungen vor der Delta-Variante schützen wollen“, sagte am vergangenen Mittwoch Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO). „Aber wir können nicht akzeptieren, dass Länder, die bereits den größten Anteil der verfügbaren Impfstoffe verbraucht haben, noch mehr davon verbrauchen, während die weltweit am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen ohne Schutz verbleiben“, hieß es weiter auf der wöchentlichen WHO-Pressekonferenz.

Stein des Anstoßes sind die Überlegungen in den Ländern des globalen Nordens, Auffrischungsimpfungen einzuleiten, was bei den meisten Impfstoffen einer „dritten Dosis“ entspricht. mehr lesen / lire plus

Drittimpfung – es lohnt sich!

Alles, was die Luxemburger Bevölkerung auch nur ein bisschen vor den neuen Covid-Varianten schützen kann, sollte getan werden. Oder vielleicht doch nicht?

(Pixabay; Arek Socha)

Trotz großspuriger Erklärungen gibt der Westen derzeit keine gute Figur ab, wenn es gilt, im Rahmen der Covidkrise die Werte der UN-Menschenrechtserklärung konkret umzusetzen. Statt im Namen der Gleichheit alles zu tun, damit im globalen Süden ähnliche Impfquoten erreicht werden wie im Norden, erwägen viele Länder, ihre Bevölkerung „vorsichtshalber“ ein drittes Mal zu impfen. Kein Wunder, dass die Vereinten Nationen (UN) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diese egoistische Vorgehensweise ablehnen (online-woxx: Dritte Impfung oder Dritt-Welt-Impfung?).

Kein Wunder auch, dass China daraus diplomatischen Nutzen ziehen kann. mehr lesen / lire plus

Year 2021 (1): Die Weltwirtschaft nach Covid

Erlösen uns die Impfungen vom Covid-Fluch? Auf sanitärer Ebene vielleicht schon. Doch in der Euphorie über die Rückkehr zum Normalzustand werden die schweren wirtschaftlichen Folgen der seit einem Jahr andauernden Pandemie unterschätzt.

Was bringt uns 2021? Beim großen Kaffeesatzlesen fehlt es dieser Tage nicht an Spekulationen: Mutierte Viren, neue Impfstoffe, Nachholen von Wahlen, neue Regierungskoalitionen, Durchbruch in der Klimapolitik, neue Elektroautos … Doch manche wichtigen Entwicklungen werden in den Mainstreammedien nur oberflächlich thematisiert. Das gilt zum Beispiel für die wirtschaftlichen Folgen der Covid-Pandemie.

Als „außerordentlich, gravierender und länger andauernd als nach anderen rezenten Krisen (Sars-Epidemie 2003, Subprimes 2008)“ charakterisiert Françoise Nicolas die wirtschaftlichen Folgen von Covid. mehr lesen / lire plus

Mock COP 3/3 : une déclaration pour aller plus loin

Comme la conférence climatique qui aurait dû avoir lieu en cette fin d’année, la Mock COP des jeunes a donné lieu à une déclaration finale. Un document intéressant mais non dépourvu de faiblesses.

Pas de COP cette année, donc pas de déclaration officielle des gouvernements au sujet de la crise climatique. La Mock COP, la conférence intermédiaire en ligne des jeunes, a essayé de combler le vide au niveau des discussions (2e article : Comme si vous y étiez) comme des conclusions.

L’introduction de la déclaration adoptée le 1er décembre donne le ton : « Les gouvernements autour du monde ont failli à leurs obligations légales et morales face à la crise climatique et écologique.  mehr lesen / lire plus

Carte Blanche op RTL: Corona-Kris am globale Süden – net um falschen Ënn spueren

Wa Lëtzebuerg an dësem Moment seng Efforten a Saache Kooperatiounspolitik gedenkt zeréckzeféieren, trëfft dat eis aktuell Partner an engem Moment, wou si méi gebraucht gi wéi jee.

Nach ass en Enn vun der Corona-Kris net a Siicht a natierlech waart elo al Mënsch op di vill gefaarten zweet Well. Wéi laang mer un den ekonomeschen Suite vum Lockdown wäerten knaen mussen, ass och nach net gewosst. Esou haart et eis Ekonomie och trëfft, sollte mer awer net reflexaarteg, eis international Engagementer zeréck schrauwen.

Lëtzebuerg hat sech an de leschte Joerzéngten hei jo un d’Spëtzt gesat, andeem mir all Joer ee Prozent vun eisem Brutto-National-Akommes der sougenannten Entwécklungshëllef zoukomme loossen. mehr lesen / lire plus