Großstadtromane: Umherschweifen im Wahnsinn

Der brasilianische Schriftsteller Luiz Ruffato setzt in seinen Romanen die Tradition der Großstadtromane von James Joyce, John Dos Passos, Alfred Döblin und Roberto Arlt fort und erweitert das Genre mit neuen Elementen. Eine Metropolenbegehung rund um sein jüngstes „Buch der Unmöglichkeiten“.

Kaum ein gutes Haar hatte er an seinem Heimatland gelassen, als Luiz Ruffato mit seiner Rede auf der Eröffnungsfeier der Frankfurter Buchmesse am Ende war. Trotzdem fiel der Beifall so laut aus wie selten bei dem Großevent in der Mainmetropole. Das war 2013. Brasilien, das Gastland des Literaturfestivals, schien von einem unaufhaltsamen Aufstieg beseelt. In den Medien wurde es angesichts seines gestiegenen politischen Einflusses und seiner enormen Wirtschaftskraft zur neuen Großmacht hochgejazzt. mehr lesen / lire plus

Série : Que reste-t-il de nos amours ? (13/16) : Marcel et Josette : bien se nourrir pour mieux vivre

Marcel Triebel, originaire de Leudelange, et Josette Lentz, dudelangeoise, se connaissent depuis 33 ans. En octobre 1992, ils ont entrepris une aventure dont le but est de favoriser la bonne santé : « Naturstiffchen Knuewelek ».

Photos : Paulo Jorge Lobo

Josette : On a repris le magasin de Mme Ganzen, qui existait depuis 1962. Les fils de Marcel pratiquaient la course cycliste : vélo, cyclocross… et il voulait qu’ils se nourrissent bien. Ils mangeaient déjà bio.

Marcel : Je voulais que nos enfants aient de la nourriture saine. À la maison, nous faisions notre propre pain et étions déjà végétariens. mehr lesen / lire plus

Haus-, Pflege- und Fürsorgearbeit: Das Unsichtbare sichtbar machen

Weltweit verrichten Frauen täglich viele Stunden unbezahlte Arbeit. Im Rahmen des diesjährigen internationalen Frauenkampftags am 8. März soll besondere Aufmerksamkeit darauf gerichtet werden. Die Vorbereitungen laufen schon seit Monaten auf Hochtouren.

© JIF

Die Plattform JIF (Journée internationale des femmes) ruft alle Frauen dazu auf, am 7. März 24 Stunden lang Arbeit zu verweigern, für die sie nicht bezahlt werden. Es geht um die sogenannte Haus-, Pflege- und Fürsorgearbeit, die viele weiblich sozialisierte Menschen tagtäglich leisten, wie etwa kochen, waschen, putzen, einkaufen, Kinder erziehen und Kranke versorgen. Wie kürzlich von der NGO Oxfam veröffentlichte Zahlen zeigen, verbringen Frauen weltweit täglich weit über 12 Milliarden Stunden mit solch unbezahlter Arbeit. mehr lesen / lire plus

Deutschland: Fataler Handschlag

Die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD war ein Versuch, die Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei zu normalisieren. Erst durch heftigen Druck von außerhalb Thüringens und von der Straße wurde der Vorgang aufgehalten.

Ein Bild, das in den Geschichtsbüchern landen wird: Björn Höcke (AfD, rechts) reicht dem eben dank den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählten Thomas Kemmerich (FDP) am 5. Februar 2020 im Thüringer Landtag zur Gratulation die Hand. (Foto: EPA-EFE/Bodo Schackow)

Das Bild wird bleiben, es zeugt vom Zustand der Bundesrepublik: Björn Höcke, Vorsitzender der Fraktion der „Alternative für Deutschland“ (AfD) im thüringischen Landtag und Anführer des völkisch-nationalen „Flügels“ seiner Partei, gratuliert dem frisch gewählten Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich von der FDP (Freie Demokratische Partei). mehr lesen / lire plus

Nachhaltigkeit: Vermeiden, dass das Engagement beim Streik aufhört

„Change!“ nennt sich ein Zine, das eine Schüler*innengruppe aus dem Lycée classique de Diekirch herausgibt. Die woxx hat drei von den Schüler*innen getroffen und mit ihnen über Demonstrationen, Nachhaltigkeit, Printmedien und ihre weiteren Projekte gesprochen.

woxx: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Zine über Nachhaltigkeit zu machen?


Fotos: Change!

Phoebe Heirens: Ich bin im März 2019 von Freunden überzeugt worden, am Klimastreik teilzunehmen. Da wurde ich erst so richtig aufmerksam auf das Thema Klimawandel und war ziemlich ergriffen. Die Reaktion meiner Mitschüler hat mich doch enttäuscht; während des Streiks waren alle begeistert, aber danach hat niemand mehr davon geredet. mehr lesen / lire plus

Energie- und Klimaplan: Mangelhafte Mitbestimmung

Die Art und Weise, wie die Regierung die Partizipation am Klimaplan gestaltet, ist weder ambitioniert noch innovativ, sondern hochgradig gefährlich.

Foto: MEA

Luxemburgs blau-rot-grüne Regierung hat sehr ambitionierte Klimaschutzziele, wie sie im Dezember verkündete. Wie sich diese konkret in Maßnahmen übersetzen würden, war lange nicht gewusst, da auf das entscheidende Dokument gewartet wurde: die ausführliche Fassung des nationalen Klima- und Energieplans. Diese Woche wurde er veröffentlicht und noch bevor irgendwer ihn gelesen haben konnte, war klar, dass Kritik daran eher unerwünscht ist.

Um fair zu bleiben: Es gibt tatsächlich zwei verschiedene Partizipationsmöglichkeiten, um Stellungnahmen zum Klimaplan abzugeben, nämlich per E-Mail und per Post. mehr lesen / lire plus

Flüchtlingspolitik: Theorie gut, Praxis nicht so

Recht zufrieden zog Minister Asselborn am Montag Bilanz in puncto Asyl, Immigration und Aufnahme. Manche Kritikpunkte halten sich indes hartnäckig.

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„Luxemburg ist eins der wenigen Länder, das nicht defensiv an Asylpolitik herantritt. Wir sind solidarisch, hilfsbereit und übernehmen Verantwortung gegenüber Menschen, von denen manche alles verloren haben.“ Am Montag hatte Außen- und Immi-
grationsminister Jean Asselborn zu seiner alljährlichen Bilanz-Pressekonferenz in puncto Asylpolitik eingeladen. Der Minister sieht das vergangene Jahr alles in allem positiv. Dabei war ihm auch 2019 Kritik nicht erspart geblieben.

Das Jahr begann mit einer positiven Note als Asselborn entschied, auf eine Forderung der konsultativen Menschenrechtskommission (CCDH) einzugehen. mehr lesen / lire plus

Prix Amnesty : pour l’humanité, contre l’UE

(c) Iuventa10

Les « Iuventa10 », ce sont les dix membres d’équipage du navire « Iuventa » poursuivis par la justice italienne pour avoir sauvé des réfugié-e-s victimes d’avaries en Méditerranée. Ils viennent de recevoir le prix des droits humains de la section allemande d’Amnesty International. « L’équipage du Iuventa représente l’ensemble des bénévoles qui s’engagent sur mer et sur terre en faveur des demandeurs d’asile », écrit l’ONG. Parce qu’ils et elles ont sauvé plus de 14.000 personnes en 2016-2017, la justice italienne a enquêté contre les Iuventa10 comme s’il s’agissait de criminel-le-s. Amnesty estime que les accusations italiennes ne tiennent pas debout et servent seulement à persécuter et intimider des personnes qui ne font que défendre les droits humains. mehr lesen / lire plus

Radio Ara 3.0

Radio Ara en faillite ? On aurait pu le croire, après que la radio 100,7 avait révélé que la société CRP, qui est en sorte l’éditrice du programme anglais, Ara City Radio, était en fin de vie. Les actionnaires de CRP SA ont effectivement consenti à vendre leurs parts pour une somme symbolique à Alter Echos sàrl, la société à la base de ce qu’on appelle « Radio Ara ». En manque de financement, Radio Ara « vendait » depuis le début des années 2000 le slot d’émission matinal au programme anglais d’Ara City Radio – le seul programme régulier en langue anglaise à l’époque au Luxembourg. mehr lesen / lire plus

World Music: Im freien Fall

Am Freitagabend prallt in der Escher Kulturfabrik Tradition auf Moderne, ohne dass jedoch ein gewaltvoller Generationenkonflikt zu befürchten ist. Dies liegt dran, dass die Mitglieder der Band Altin Gün nicht mehrere, sondern nur eine gemeinsame Front bilden. Die Musiker*innen haben sich nämlich dem friedlichen Zusammenstoß von alten und neuen Musikwelten verschrieben.

Altin Gün im Konzert beim „Festival des vieilles charrues“ in 2018. (Foto: CC BY-SA 4.0 Thesupermat)

„Aus der Zeit gefallen“ kann einer von vielen möglichen Begriffen sein, der bei einer Schnellassoziationsrunde zu der Musik von Altin Gün aufkommt. Indes nicht im herkömmlichen Sinn, denn der Sound der Amsterdamer Musiker*innen hat weder etwas Altbackenes noch etwas Unzeitgemäßes. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Little Women

In Gerwigs Adaptation von Louisa 
May Alcotts Klassiker „Little Women“ wird die Charakterentwicklung der Frauen ins Zentrum gestellt. Jo March wird dabei zur asexuellen Heldin, die sie möglicherweise von Anfang an sein sollte.

Jo (Saoirse Ronan) will Schrifstellerin sein und unabhängig bleiben. (Fotos: © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH)

Massachusetts, Mitte des 19. Jahrhunderts: Jo (Saoirse Ronan) ist angehende Schriftstellerin. Regelmäßig verfasst sie Theaterstücke, die sie zusammen mit ihren Schwestern Meg (Emma Watson), Beth (Eliza Scanlen) und Amy (Florence Pugh) probt. Die vier sind Teil der Familie March: der Vater (Bob Odenkirk) kämpft im Bürgerkrieg, während die Mutter (Laura Dern) alles tut, um sich und ihre Töchter mit dem Nötigsten zu versorgen. mehr lesen / lire plus

Devoir de mémoire : En Suisse aussi

La chapelle de Neimënster accueille jusqu’à début mars l’exposition itinérante « The Last Swiss Holocaust Survivors », proposée par la fondation Gamaraal. Témoignages concis, photographies sobres : l’art s’efface devant la puissance de la mémoire.

Pas facile de porter un jugement blanc ou noir sur l’attitude de la Suisse face aux persécutions nazies subies par la population juive, tsigane, opposante politique ou homosexuelle dans les années 1930. La confédération ferme certes ses frontières en 1939, écrivent Gregor Spuhler et Sabina Bossert dans le rappel historique qui contextualise l’exposition, et ce bien que les autorités connaissent dès 1942 la menace qui pèse sur celles et ceux qui souhaitent en faire une étape vers d’autres contrées ou s’y réfugier. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Le prince oublié

Le scénario est plutôt habile, avec ses allers-retours entre la réalité et le monde des contes. Il est malheureusement médiocrement incarné par une distribution inégale – où seule Bérénice Bejo semble à l’aise – et des effets spéciaux d’un niveau inférieur aux possibilités actuelles. Pour les enfants, à la rigueur.

L’évaluation du woxx : O
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