Schon gestreamt? Glow

Netfix macht eine Serie über Wrestling und niemand ist interessiert? Weit gefehlt: Keine Serie wurde diesen Sommer derart gehypt wie „Glow“.

©jwa.org

Im Zentrum steht Ruth Wilder (Alison Brie), eine junge Schauspielerin auf Jobsuche in Hollywood. Schon seit längerem hat sie ein erfolgloses Casting nach dem anderen … und seit Kurzen  auch noch eine Affäre mit dem Ehemann ihrer besten Freundin, Debbie Eagan (Betty Gilpin).

Eines Tages wird Ruth von einer Produzentin darauf aufmerksam gemacht, dass Darsteller*innen für eine Serie mit dem Titel „Glow“ gesucht werden. Zu Ruths Entsetzen handelt diese Serie allerdings von Frauenwrestling, „Glow“ steht nämlich für „Gorgeous Ladies of Wrestling“. mehr lesen / lire plus

Schweinemast: „So etwas hatten wir noch nie gesehen“

Anfang Februar wurde ein Video veröffentlicht, in dem kranke, verletzte und tote Tiere in einem südspanischen Schweinemastbetrieb zu sehen sind. Dieser beliefert den Fleischhersteller El Pozo. Nun nehmen immer mehr Supermärkte die Produkte aus ihrem Sortiment – auch hierzulande.

(Foto: Animal Equality Germany)

Madendurchsetzte Geschwüre, Abszesse, schwere Eingeweidebrüche – die Tiere in einer Anfang Februar ausgestrahlten Reportage sehen alles andere als gesund und munter aus. Besonders erschreckend: Die Aufnahmen wurden in einem Schweinemastbetrieb in Alhama de Murcia gemacht, der den größten spanischen Wursthersteller El Pozo beliefert.

Hinter dem Video steckt die Tierschutzorganisation Animal Equality (www.animalequality.de). Diese war vom spanischen Privatsender La Sexta kontaktiert worden, der an einer Reportage über die Fleischindustrie arbeitete. mehr lesen / lire plus

Harvey Weinstein angeklagt

Der Staat New York klagt gegen den ehemaligen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein und seinen Bruder Robert.

©Wikipedia

Am gestrigen Sonntag hat der Generalstaatsanwalt Eric Schneidermann eine Klage gegen die Produktionsfirma The Weinstein Company sowie deren Gründer Harvey und Bob Weinstein beim obersten Gericht in New York eingereicht. Die beiden Brüder hätten sich jahrelang ein feindseliges Arbeitsumfeld, ein Muster von sexuellem Missbrauch und den systematischen Gebrauch von Firmenressourcen zu unrechtmäßigen Zwecken zuschulden kommen lassen, heißt es in der Anklageschrift. Dadurch, dass die Weinstein Company keinen ausreichenden Schutz ihrer Angestellten gegen sexuelle Belästigung, Einschüchterung und Diskriminierung gewährleistete, habe die Firma wiederholt das New Yorker Gesetz gebrochen. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Big Little Lies

Die HBO-Serie „Big Little Lies“ wirft einen differenzierten Blick auf häusliche Gewalt. An anderer Stelle mangelt es der Serie leider an Tiefe.

©familyvideo.com

In der Hauptsache reiche Menschen, die keine anderen Probleme habe, als ihre Nachbarn zu beneiden, ihre Kinder zu verhätscheln und pünklich in ihre Yogakurse zu gehen – das klingt erstmal nicht nach einer besonders innovativen Serie. In den ersten Folgen gelingt es der HBO-Serie „Big Little Lies“ auch nicht, dieser Prämisse etwas frischen Wind einzuhauchen.

Den Überbau der Serie, die auf einer Buchvorlage mit dem gleichen Titel beruht, liefert ein Mordfall. Von Anfang an steht fest: Eine der Figuren wird im Laufe der Staffel von einer der anderen umgebracht werden. mehr lesen / lire plus

„Bestätigung für jeden homophoben Idioten“

CSV-Parteipräsident Marc Spautz muss für eine Aussage heftige Kritik einstecken.

©wikimedia commons

„49 Jahre Sensibilisierung und Aufklärung einfach ausgelacht“, mit diesem Satz bringt Rosa Lëtzebuerg in einem Presseschreiben seine Entrüstung über eine Aussage von CSV-Parteipräsident Marc Spautz auf den Punkt. Dieser hatte auf einem Kongress  der CSV Süden Kritik an Polizeiminister Etienne Schneider geübt. Dabei erwähnte er nicht nur die neuen Streifenwagen, sondern warf zudem die Frage auf, ob denn nun auch noch rosa Uniformen eingeführt werden würden.

Kritik kam zunächst in den sozialen Netzwerken, woraufhin sich Spautz am vergangenen Donnerstag für seinen Seitenhieb entschuldigte. Die Bemerkung sei ihm „herausgerutscht“, was er bedauere, da sie nicht seine Haltung widerspiegele. mehr lesen / lire plus

Grundschule: Kursänderung dringend nötig

Die bisherige Vorgehensweise von Bildungsminister Meisch in der Grundschulpolitik zeugt von wenig Voraussicht. Statt das Problem an der Wurzel zu packen, werden einzig Symptome bekämpft.

(Bild: Pixabay)

Seit der Einführung des dreijährigen Referendariats für angehende Grundschullehrerinnen und -lehrer halten die Probleme an. Obwohl Bildungsminister Meisch auf Druck des SEW-OGBL und der Gewerkschaft SNE-CGFP das Arbeitspensum mittlerweile drastisch reduziert hat, scheint das Praktikum immer noch eine abschreckende Wirkung auf eine Vielzahl an Interessierten zu haben. Im vergangenen Sommer hatten sich 50 Prozent weniger Kandidat*innen für den „Concours“ eingeschrieben. Die Zahl der Absolvent*innen der Universität Luxemburg lag bei nur 70. Als Konsequenz davon fehlte es zu Schulbeginn 2017 an 291 Lehrkräften, es konnten deren aber nur 160 rekrutiert werden. mehr lesen / lire plus

Guillermo del Toro
: Fischiges Märchen


„The Shape of Water“ ist ein Mosaik aus schönen Dekors, Ungereimtheiten in der Handlung, flachen Dialogen und exzellenten Schauspielleistungen. Das hinterlässt einen ambivalenten Eindruck.

Sicherheitschef Strickland genießt es, seine Mitmenschen einzuschüchtern. (Fotos: outnow.ch)

„If I spoke about it, if I did, what would I tell you, I wonder … would I warn you about the truth of these facts? And the tale of love and loss? And the monster who tried to destroy it all?“. Von der ersten Minute an ist klar, worum es in „The Shape of Water“ gehen wird: um Liebe, Verlust und ein Monster. Ob es sich dabei wohl um das Wesen auf dem Filmposter handelt? mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? The Marvelous Mrs. Maisel

Nicht nur äußerst unterhaltsam, sondern auch schön anzusehen: Amy Sherman-Palladinos „The Marvelous Mrs. Maisel“ überzeugt in jeder Hinsicht.

(©jewishboston.com)

Miriam „Midge“ Maisel (Rachel Brosnahan) hat alles, was sie sich erträumt hat: einen reichen Mann, zwei Kinder, eine luxuriöse Wohnung in der Newer Yorker Upper West Side. Kein Trick, den sie nicht kennt, um ihre Rolle als Mutter und Hausfrau aufs Sorgfältigste zu erfüllen. Wir befinden uns im Jahr 1958 und mit ihrer Lebenssituation hat Midge scheinbar das große Los gezogen. Doch dann ändert sich auf einen Schlag alles: Ihr Mann Joel (Michael Zegen) verkündet, dass er sie für seine Sekretärin verlässt. mehr lesen / lire plus

#MeToo
: Nicht nur Monster im Visier

Spätestens seit den Vorwürfen gegen den US-Schauspieler Aziz Ansari, der sich selbst als Feminist begreift, werden Stimmen laut, dass die #Metoo-Bewegung nun zu weit gehe. Dabei ging es von Anfang an um die Hinterfragung einer Kultur, in der sexuelle Belästigung toleriert wird.

Das Ausmaß der #Metoo-Bewegung geht manchen mittlerweile zu weit. (Foto: Wikimedia Commons
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„Jemanden auf den Hintern klopfen ist nicht dasselbe wie eine Vergewaltigung. Beide Verhaltensweisen gilt es zu beseitigen, aber sie dürfen nicht gleichgestellt werden.“ Als Matt Damon im Dezember letzten Jahres in einem Interview mit dem US-amerikanischen Sender ABC erklärte, dass es bezüglich sexueller Übergriffe ein „Spektrum an Verhaltensweisen“ gäbe, hagelte es so viel Kritik, dass der Schauspieler sich kurze Zeit später für seine Aussagen entschuldigte. mehr lesen / lire plus

Vermummungsverbot nicht gerechtfertigt

Der Gesetzesentwurf zum Vermummungsverbot hat in seiner aktuellen Form keine Existenzberechtigung. Das geht aus einem am Dienstag vorgestellten Gutachten der konsultativen Menschenrechtskommission (CCDH) hervor. Wie Präsident Gilbert Pregno der Presse gegenüber erklärte, sei es Aufgabe der Regierung, zu belegen, dass Vollverschleierung eine Gefahr für das Zusammenleben in der luxemburgischen Gesellschaft darstelle; und dass darüber hinaus ein Vermummungsverbot der einzige Weg sei, um dieses Problem zu beheben. Erst dann sei die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes gerechtfertigt. Stattdessen sei eine Lösung für ein Problem gesucht worden, das es noch nicht gebe, so Pregno. Die Juristin Deidre Du Bois bedauert, dass im Vorfeld weder Studien zum Thema durchgeführt, noch die Zivilbevölkerung oder betroffene Frauen angehört worden seien. mehr lesen / lire plus

Null Toleranz für weibliche Genitalverstümmelung

Am 6. Februar wird der internationale Tag gegen Genitalverstümmelung begangen. Mit „Genitalverstümmelung“ sind Eingriffe gemeint, bei denen Klitoris und/oder Labien teilweise oder ganz entfernt werden. Genitalverstümmelung verursacht nicht nur körperliches, sondern auch psychisches Leid, kann zu lebenslangen Traumata oder im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass bis zu 25 Prozent der Betroffenen an den unmittelbaren oder langfristigen Folgen sterben. Mädchen- bzw. Frauenbeschneidung ist weltweit als Menschenrechtsverletzung anerkannt. Dennoch ist sie immer noch weit verbreitet. Schätzungen zufolge sind 200 Millionen Frauen und Mädchen von solchen Eingriffen betroffen. Dank des Gesetzes zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, das sich gerade auf dem Instanzenweg befindet, soll weibliche Genitalverstümmelung hierzulande bald als eigenständiges Verbrechen gelten. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Easy

Mit „Easy“ hat Joe Swanberg eine Serie über Sexualität und Beziehungen in ungewöhnlichem Format geschaffen.

(©serienjunkies.de)

 

Mit dem Aufkommen von Streaming-Plattformen wurden auch die Serienformate diverser. Es wird mit der Länge der Staffeln, der Länge der Folgen, aber auch mit dem Storytelling herumexperimentiert. Sogenannte Anthologie-Serien stellen heutzutage keine Seltenheit mehr dar. Neben jenen, bei denen in jeder Staffel eine jeweils andere Geschichte mit eigenen Figuren erzählt wird, wie etwa „American Crime Story“, „Fargo“ oder „Feud“, gibt es mittlerweile auch solche, die in jeder Folge einen für sich alleine stehenden Kurzfilm zeigen, zum Beispiel „Black Mirror“.

Auch die Netflix-Serie „Easy“ schien zunächst in diesem Format konzipiert zu sein. mehr lesen / lire plus

Feministische Podcasts: Feminist Snack Break

Der Journalistin Dahlia Grossman-Heinze und ihrem „Senior cat correspondent“ Howard P. Buckmulligan entgeht nichts. (©facebook.com)

 

Was sind die ausschlaggebenden Bestandteile eines coolen Podcasts? Politik, Popkultur, Snacks und ein süßer Kater. Das jedenfalls ist das Konzept der Feminist Snack Break von Bitch Media. „Feminist Snack Break is a space for feminists to come together to share conversation, laughs, and recommendations while eating a snack, and, most important for those who are feeling isolated during the especially challenging days, weeks, and months to come, it’s a constant reminder that the Bitch community is always here for you“, ist auf dem US-amerikanischen Blog bitchmedia.org zu lesen. mehr lesen / lire plus

EuGH : Tests auf Homosexualität untersagt

Asylbewerber*innen dürfen nicht dazu angehalten werden, sich einem psychologischen Test zu unterziehen, um auf ihre sexuelle Orientierung hin überprüft zu werden. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag. Gutachten sind zwar weiterhin erlaubt, jedoch muss der Respekt der Menschenwürde und der Privatsphäre gewahrt werden. Im konkreten Fall ging es um einen nigerianischen Staatsangehörigen, dessen Antrag auf Asyl in Ungarn abgelehnt worden war. Ein psychologischer Test hatte die von ihm angegebene Homosexualität nicht bestätigt. Der Bewerber klagte, der Test habe einen schwerwiegenden Eingriff in seine Privatsphäre dargestellt und habe es zudem nicht ermöglicht, seine sexuelle Orientierung festzustellen. Der EuGH befand nun, dass psychologische Gutachten unzulässig seien, deren Ziel darin bestehe, Einblicke in die intimsten Lebensbereiche der Bewerber*innen zu erhalten. mehr lesen / lire plus

Martin McDonagh
: Gewalt, Gewalt und 
nochmals Gewalt


„Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ ist ein ambitioniertes Filmprojekt mit tollem Cast. So ganz zu überzeugen weiß die Tragikomödie trotzdem nicht.

Mildred will, dass der Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter endlich gefunden wird. (Foto: outnow.ch)

Schaut man sich einen Film von Martin McDonagh an, weiß man genau, worauf man sich einlässt: pechschwarzer Humor, spritzige Dialoge, sinnlose Gewalt und ein hervorragender Cast. Wer also gerade Lust auf diese Kombination hat, kann sich mit Filmen wie „In Bruges“ oder „7 Psychopaths“ gut aufgehoben fühlen. Auch „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ entspricht wieder McDonaghs etabliertem Stil. Was bei „In Bruges“ jedoch dynamisch und originell war, mutet in diesem Fall wie eine nicht so recht gelungene Nachahmung an. mehr lesen / lire plus