Wahlen in Frankreich: Gewonnen, zerronnen

In Frankreich haben die Regionalwahlen nicht nur wegen des hohen „abstentionnisme“ für Erstaunen gesorgt. Die woxx beleuchtet, wer wirklich gewonnen hat und was das für die Zukunft bedeutet.

Präsidentschaft der Regionen nach den Wahlen im Juni (Linke in Rottönen, Rechte und Zentrum in Blautönen).
(Wikimedia; Superbenjamin, Ryse93; CC BY-SA 4.0)

Verwirrend sind sie, die Ergebnisse der Regionalwahlen am 20. und 27. Juni in Frankreich. Gewonnen hat „Les Républicains“ (LR), die Partei der traditionellen Rechten – nachdem sie 2019 bei den Europawahlen ein enttäuschendes Ergebnis erzielt hatte. Gewonnen hat auch die Sozialistische Partei (PS), die bereits totgesagt wurde. Am Ende der Präsidentschaft von François Hollande war sie völlig diskreditiert und zwischen linkem und rechtem Flügel hin und hergerissen. mehr lesen / lire plus

Wahlen in Frankreich: Kompliziertes System

Zwei Wahlrunden bei den Regionalwahlen, doch was sind die Bedingungen, um sich für die zweite zu qualifizieren? Wie funktionieren die Listenfusionen zwischen den Runden? Welche Auswirkungen hat das System auf die Repräsentativität?

Beispielschema für die Spielregeln bei den Regionalwahlen. (Zum Vergrößern anklicken) (Wikimedia; Alankazame; CC BY-SA 3.0)

In Frankreich wurden lange Zeit die meisten Wahlen nach dem Majorzsystem organisiert. Bei den Regionalwahlen vor ein paar Wochen war das anders, zumindest bei den Wahlen für die Conseils régionaux, die den 18 Regionen vorstehen.

Die Wahlen für die Conseils départementaux hingegen fanden strikt nach einem Majorzsystem mit zwei Runden auf Kantonsebene statt: In jedem kantonalen Wahlkreis traten „binômes“, bestehend aus einem Kandidaten und einer Kandidatin gegeneinander an. mehr lesen / lire plus

Présidentielle 2022 : La droite dans un fauteuil ?

La droite traditionnelle sort renforcée des élections régionales. Qu’elle s’impose au premier tour puis l’emporte sur l’extrême droite n’est pas pour autant une fatalité.

Illustrations : Wikipédia (élections de 2017 et sondages pour 2022)

Qui est le meilleur rempart contre l’extrême droite ? Le fait que ce soit devenu une des questions centrales alors qu’approche l’élection présidentielle de 2022 en dit long sur l’évolution de la vie politique en France. Choc en 2002 avec Jean-Marie Le Pen, re-choc en 2017 avec sa fille Marine Le Pen au second tour. C’est alors l’outsider Emmanuel Macron qui l’affronte – et réussit à lui barrer la route. mehr lesen / lire plus

Wahlen in Frankreich: Wir sind das Volk!

Bei den Regionalwahlen in Frankreich sind zwei Drittel der Berechtigten nicht wählen gegangen. Eine Übersicht über Erklärungsversuche, Auswirkungen und Lösungsvorschläge.

„Wahlen, Falle für Dummköpfe“, beliebter Slogan von Mai ’68.

Die „größte Partei Frankreichs“ verfügt über eine Zweidrittelmehrheit. Die als „premier parti de France“ bezeichneten „abstentionnistes“, also Wahlberechtigte, die nicht wählen, haben bei den Regionalwahlen am 20. und 27. Juni ein Rekordergebnis erzielt (mit unseren direkten Nachbar*innen als Trendsetter: Der Grand-Est). Das mag für die Mandatsverteilung irrelevant erscheinen, für die Bewertung der Wahlergebnisse ist es jedoch entscheidend (demnächst auf online-woxx: Gewonnen, zerronnen).

Verweigerung oder Verzicht bei der Stimmabgabe ist ein Verhalten, das nicht gleichmäßig über das Elektorat verteilt auftritt. mehr lesen / lire plus

Projet Cigéo : 15 auteur-e-s contre l’enfouissement de déchets nucléaires

Le projet Cigéo, qui consiste à trouver des endroits où la France pourrait stocker ses déchets nucléaires, n’est pas incontesté – un collectif d’auteur-e-s vient de publier un livre réunissant une multitude de points de vue. 

Pour l’Andra (Agence nationale pour la gestion des déchets radioactifs), les choses sont claires : son projet Cigéo est « la seule solution pour isoler les déchets radioactifs tant qu’ils sont dangereux ». Donc, inutile de s’opposer à ce que dicte la raison du lobby nucléaire. L’agence va même jusqu’à vanter « l’implantation du projet dans le terroir », comme si radioactivité et attractivité touristique allaient de pair. mehr lesen / lire plus

Sûreté nucléaire française : Ce sera pas pour demain

Améliorer la sûreté des centrales, c’est la promesse faite il y a dix ans. Nous reprenons la présentation par Greenpeace d’un état des lieux effectué par l’Institut négaWatt.

Calendrier potentiel d’achèvement des mesures de renforcement prévues, avec Cattenom dans le peloton de queue. Les échéances prévisionnelles ont été établies sur la base des indications de l’ASN pour les réacteurs 900 MWe, et selon l’hypothèse d’un rééchelonnement de même type pour les autres.

Le 11 mars 2011 a débuté la catastrophe nucléaire de Fukushima. Après Three Mile Island et Tchernobyl, avec ce troisième accident majeur en une trentaine d’années, les aléas du monde réel ont fait s’écrouler le mythe d’un nucléaire jugé théoriquement « sûr ». mehr lesen / lire plus

Laufzeitverlängerung (1): Vergiss Fukushima!

Nach Fukushima versprach Frankreich, seine AKWs sicherheitstechnisch auf Vordermann zu bringen. Wie aus einer sinnvollen Idee ein Alptraum wurde.

Atomreaktoren in Frankreich. (Anklicken zum Vergrößern)
(Wikimedia; Sting, Roulex_45, Domaina, Furfur; CC BY-SA 4.0)

In ein paar Tagen jährt sich die Reaktorkatastrophe vom 11. März 2011 in Fukushima. Ein Erdbeben mit anschließender Flutwelle führte zu einer Kernschmelze in drei Reaktoren (die anderen drei waren außer Betrieb). Fukushima war der schwerste Atomunfall seit Tschernobyl im April 1986, über 100.000 Personen an der Ostküste Japans wurden evakuiert und die Anlage ist immer noch nicht dekontaminiert.

Dieses Desaster stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der Nuklearenergie dar: In Deutschland, wo kurz zuvor ein Beschluss zum Atomausstieg quasi rückgängig gemacht worden war, verordnete Angela Merkel einen erneuten Ausstieg, der bis Ende 2022 ganz umgesetzt sein dürfte. mehr lesen / lire plus

Laufzeitverlängerung (2): Die 900-Megawatt-Nummer

Atomkraft stellt 70 Prozent der elektrischen Energie in Frankreich. Damit das so bleibt, hat die Aufsichtsbehörde längere Laufzeiten für die 900-Megawatt-Reaktoren genehmigt.

Druckwasserreaktor: Für die Ewigkeit gebaut? (Anklicken zum Vergrößern)
(Wikimedia; Steffen Kuntoff; CC BY 1.0)

Die Sicherheit der Anlagen wurde verbessert, deshalb dürfen sie statt 40 nun 50 Jahre lang betrieben werden. Wo ist das Problem? Das Problem ist, es handelt sich um Atomreaktoren, die Überprüfung der Sicherheit wurde von Franzos*innen für Franzos*innen durchgeführt und eigentlich sollte man die AKWs ja stilllegen, statt ihre Laufzeit zu verlängern. An die Dringlichkeit eines Ausstieg erinnert der Jahrestag der Reaktorkatastrophe vom 11. März 2011 in Fukushima (online-woxx: Vergiss Fukushima! mehr lesen / lire plus

Affaire du siècle – ein Sieg für das Klima

In Frankreich hat die Umweltbewegung vor Gericht durchgesetzt, dass eine unzureichende Klimapolitik als illegal erklärt wird. Vorgeschichte, Details und Ausblick.

Nein, die „Affaire du siècle“, die Jahrhundertaffäre ist kein Justiz-Skandal und keine Bestechungsaffäre, auch wenn sie vor den Gerichten ausgefochten wird. Vielleicht sollte man die Initiative, die Anfang Februar in Frankreich für Schlagzeilen sorgte, eher mit „die große Sache des Jahrhunderts“ übersetzen – es geht um den Klimawandel und die Verantwortung staatlicher Instanzen, diesen zu stoppen.

Ende 2018 hatten drei Umwelt-NGOs (Fondation Nicolas Hulot, Greenpeace und Oxfam) der französischen Regierung einen Antrag auf Wiedergutmachung unterbreitet, weil diese ihren Verpflichtungen zum Kampf gegen den Klimawandel nicht ausreichend nachgekommen sei. mehr lesen / lire plus

Wann ist Schluss mit der unbegrenzten Fernarbeit für Berufspendler*innen?

Vor Corona durften Berufspendler*innen nur begrenzt von zu Hause aus arbeiten, ohne in ihrem Wohnland Steuern zu zahlen. Die Reglungen wurden nach Ausbruch der Pandemie geändert. Die Sonderreglung für Frankreich und Belgien wurden nun verlängert, doch dauerhafte Lösungen lassen auf sich warten.

© Mohamed Hassan / pixabay

Die luxemburgische Regierung hat sich mit Frankreich und Belgien geeinigt: Die steuerlichen Ausnahmereglungen für Grenzarbeiter*innen in Heimarbeit wurden jeweils bis zum 31. August verlängert. Das Wirtschaftsministerium hatte bereits im März 2020 festgehalten, dass Grenzarbeiter*innen nach Ausbruch der Corona-Pandemie unbegrenzt von zu Hause aus arbeiten dürfen, ohne in ihrem Wohnland Steuern zahlen zu müssen. Die Maßnahmen wurden zur Eindämmung des Virus ergriffen. mehr lesen / lire plus

France : les drones policiers restent à terre

Ils faisaient le bonheur des journaux télévisés, qui les montraient avec un mélange de stupéfaction et d’horreur. Désormais pourtant, les drones français utilisés par la police ne voleront plus.

(U.S. Air Force photo by Alejandro Peña)

Que ce soit à Nice, Rennes ou dans la capitale de l’Hexagone, la crise sanitaire a permis à de nombreux policiers et gendarmes d’utiliser leurs nouveaux joujoux : les drones. Surveiller le confinement, identifier des contrevenant-e-s pour les verbaliser ou seulement les rappeler à l’ordre, et tout cela à distance, est certainement le rêve de certain-e-s commandant-e-s de police et de leurs préfets-ètes – mais pour l’association « La quadrature du Net » et la Ligue des droits de l’homme française, c’est un cauchemar. mehr lesen / lire plus

Frontaliers et frontalières : Un certain mépris

Les compensations fiscales à la France comme à l’Allemagne ne sont pas pour demain – c’est ce qui ressort d’une réponse à une question parlementaire au ministre des Finances.

Illustration – Graffiti bilingue „Groß / Grande Region“, emblème de la Grande Région représentant les cinq régions membres (Luxembourg, Wallonie, Lorraine, Rhénanie-Palatinat, Sarre) – © SIP Emmanuel Claude

Les relations entre le Luxembourg et la Grande Région ne sont pas toujours aussi sereines que le laissent entendre les joyeuses photos et communiqués publiés lors de rencontres interministérielles. Un indicateur en est la lettre envoyée par le maire de Metz, celui de Trèves et les Landrat du Kreis Trier-Saarburg et Bitburg-Prüm au président français Emmanuel Macron et à la chancelière Angela Merkel, dans laquelle ils exhortent leurs chefs d’État et cheffe de gouvernement à intervenir à travers les canaux diplomatiques pour forcer le gouvernement luxembourgeois à faire des concessions sur le dossier des compensations fiscales. mehr lesen / lire plus

Festival d’Avignon : Alors on danse !

Surprise cette année à l’occasion du Festival d’Avignon. Pour une fois, le jury de la Theater Federatioun n’envoie pas une pièce de théâtre dans le célèbre Off, mais « The Hidden Garden » de la chorégraphe Jill Crovisier.

(© boshua)

Déjà lauréate du Danzpräis bisannuel fin mai, la carrière de Jill Crovisier n’en finit pas de décoller. À la fin de la semaine dernière, c’est un autre jury mandaté par la Theater Federatioun – et composé de Karin Kremer, Marie-Laure Rolland, Andreas Wagner et Françoise Pirovalli – qui vient de confirmer que cette année le grand-duché sera représenté par une pièce de danse. mehr lesen / lire plus

La reconstruction de Notre-Dame : Une générosité toute relative

Le feu qui a dévasté la charpente de la cathédrale Notre-Dame de Paris n’était pas encore éteint que déjà les médias annonçaient des promesses de dons à gogo de la part des familles et sociétés françaises les plus riches pour la reconstruction.

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100 millions d’euros promis par la famille Pinault, propriétaire de la holding du même nom, de la société d’investissement Artemis et du groupe de luxe Kerning ; 200 millions par Bernard Arnault et le groupe LVMH ; 100 millions du groupe pétrolier Total ; 200 millions de la part de la famille Bettencourt-Meyers (L’Oréal). Rarement on a vu les riches Français-e-s tellement généreux-euses. mehr lesen / lire plus

Gilets jaunes : Au cœur de la machine

Annoncés sur les réseaux sociaux et repérés par quelques confrères de la presse, les gilets jaunes ont donc fait leur première apparition au Luxembourg ce lundi. Le woxx est allé à leur rencontre.

Sous la grisaille du ciel qui ne trouve son égale que dans celle des bâtiments qu’égrène l’avenue Kennedy au Kirchberg, difficile d’identifier les gilets jaunes français partis à l’assaut du grand-duché ce lundi matin. Car des personnes portant des gilets, on en voit à tous les coins de rue dans ce quartier qui depuis des décennies produit chantier sur chantier – croissance et prépondérance des promoteurs immobiliers dans la politique locale obligent. mehr lesen / lire plus

La France paralysée : L’hiver de toutes les colères

Le mouvement des gilets jaunes gagne en ampleur. Les annonces du gouvernement visant à désamorcer le conflit interviennent trop tard.

Pour revendiquer, ils mouillent la chemise… et le gilet. Des gilets jaunes repoussés par les canons à eau des forces de l’ordre, samedi 1er décembre près de l’Arc de Triomphe à Paris. (Photo : EPA-EFE/Yoan Valat)

Impossible, ces jours-ci, de se déplacer en France sans tomber tôt ou tard sur un rond-point arborant un feu de palettes, des pancartes, un abri de fortune. Au milieu, souvent sous une pluie battante, quelques irréductibles, l’obligatoire gilet jaune sur les épaules. Contrairement aux premiers jours, ils ne bloquent plus les voitures. mehr lesen / lire plus

Démission Hulot : Échec et crac

Un ou une ministre qui jette l’éponge, ça interpelle. Surtout quand, comme Nicolas Hulot, arguments et interrogations accompagnent la démarche.

Essayer de convaincre… et échouer. (Photo : Nicolas Hulot à la Fête de l’Huma en 2008, prise par Olivier « toutoune25 » Tétard, sur Wikimedia en CC BY-SA 3.0)

C’est le ministre de la Transition écologique qu’a reçu l’équipe du « grand entretien » sur France Inter, le matin du 28 août. C’est le citoyen Nicolas Hulot qu’elle a remercié 40 minutes plus tard. La figure de proue de l’écologie, particulièrement controversée depuis qu’elle était entrée au gouvernement, avait décidé en cours d’entretien d’annoncer sa démission en direct. mehr lesen / lire plus

Hulot : prévisible, mais…

(Photo : CC0)

La démission de Nicolas Hulot, fin août, du poste de ministre de la Transition écologique a donné lieu à de nombreuses réactions. Sans surprise, les « il était temps » et les « on vous l’avait bien dit » abondent, du moins dans le camp progressiste. Hulot, une des figures de proue de l’écologie en France, avait fait l’objet de critiques assez dures depuis qu’il avait accepté de participer au gouvernement mis en place par Emmanuel Macron. Mais une fois démissionnaire, le ton à son égard a changé. Peu de commentaires s’en prennent à l’ex-ministre, c’est plutôt Macron et sa politique qui sont mis en cause. mehr lesen / lire plus

Jeudi, 15h15 près de la Philharmonie : rassemblement anti-Cattenom

À l’occasion de la «  consultation citoyenne » Bettel/Macron, le Lëtzebuerger Aktiounskomitee géint Atomkraaft invite à un piquet de protestation pour réclamer l’arrêt de la centrale de Cattenom.

«  À quoi ressemble ton Europe ? » – tel est le titre de la consultation citoyenne à laquelle invitent le président français et le premier ministre luxembourgeois le 6 septembre à la Philharmonie à Kirchberg. Plusieurs organisations, sous l’égide du Lëtzebuerger Aktiounskomitee géint Atomkraaft, appellent à un rassemblement pour « faire comprendre à Emmanuel Macron que NOTRE Europe ne ressemble en rien à un continent menacé par un parc nucléaire délabré et implanté comme par hasard aux frontières avec les voisins ». mehr lesen / lire plus

Mouvement social en France : Partie remise

La « marée populaire », mobilisation conjointe de certains syndicats, de la société civile et de la gauche politique, n’était pas le raz-de-marée espéré. Alors que le mouvement social actuel entre dans sa phase décisive, il semble s’essouffler.

Pas le raz-de-marée espéré, mais une sorte de réunion de famille du « peuple de gauche ». (Photo : © Jeanne Menjoulet/flickr)

« Un petit quotient de marée », a ironisé le premier ministre Édouard Philippe à propos des manifestations appelées « marée populaire » qui ont eu lieu samedi 26 mai. Et en effet, si elles n’étaient pas un échec, elles n’étaient pas de véritables marées non plus. mehr lesen / lire plus