Spanien: „Die Mentalität der Richter ändern“

Ende vergangenen November sind in Spanien Tausende Menschen auf die Straße gegangen, weil die Täter einer 2016 begangenen Gruppenvergewaltigung zwar zu Haft verurteilt wurden, nicht jedoch wegen Vergewaltigung. Das Opfer habe aufgrund von Drogenkonsum die „sexuelle Beziehung nicht akzeptieren oder ablehnen“ können. Die woxx hat mit der Juristin Tania Sordo Ruz über den Umgang mit geschlechtsspezifischer Gewalt in Spanien gesprochen.

„Das Recht kann nicht alle Probleme lösen, es braucht auch Bildung mit einer Genderperspektive“: 
die Juristin Tania Sordo Ruz. (Bild: Youtube)

woxx: In der neuen spanischen Regierung fungiert die Feministin Irene Montero vom linken Bündnis „Unidas Podemos“ (UP) als Ministerin für Gleichstellung. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 17: Ökos und Beton

In seiner neuesten Kolumne wird der letzte linke Kleingärtner mal wieder vom Metropolenneid gepackt. Und dann wird er auf der Ökodemo in Berlin auch noch am Salbadern gehindert. Gut, dass er wenigstens diese Seite hier hat.

Öfters mal die Sau rauslassen: Unser linker Kleingärtner findet nicht nur die Stallhaltung, sondern das ganze kapitalistische System eine Riesenschweinerei. (Foto: EPA-EFE/Omer Messinger)

Wenn ich mir jetzt den Regen anschaue, der sich seit Tagen in rauen Mengen auf den Boden ergießt, dann kann ich es kaum glauben. Insbesondere, wenn ich mich an die Trockenperiode vom Frühjahr 2018 bis zum Spätsommer 2019 erinnere. Glück gehabt, dass das lebensspendende Nass jetzt wieder seinen Weg zu mir findet. mehr lesen / lire plus

Série : Que reste-t-il de nos amours ? (12/16) : Leo et Lea : une affaire de famille

Un endroit au Luxembourg pour se sentir en Italie ? il s’appelle l’hôtel Italia. Depuis 2016, la société s’appelle Italia due et a un beau sous-titre : Leo et Lea. Le restaurant et ses recettes continuent de nous plonger dans l’année de sa création, 1962.

Photos : Paulo Jorge Lobo

Lea Antognoli est née à Luxembourg en 1985. Depuis 2016, elle travaille avec son père, Leo. « J’ai grandi ici. Après l’école, je venais manger ou attendais que mon papa finisse. Et, rêve d’enfant, je pensais qu’un jour je reprendrais l’affaire. Cela a conditionné mon parcours scolaire. J’ai fait l’école hôtelière à Diekirch. mehr lesen / lire plus

Verfassungsreform: Klimaschutz als Staatsziel

Déi Gréng und CSV wollen Klimaschutz in die Verfassung einschreiben. Viel mehr als Augenwischerei ist das nicht.

Die Idee, den Kampf gegen die Klimakrise – oder aber Klimaneutralität – als Staatsziel in die Verfassung einzuschreiben, klingt erst einmal nobel. In Wirklichkeit steckt dahinter aber nicht viel mehr als trügerische Symbolpolitik. Die beiden Parteien haben laut Informationen der woxx nämlich vor, die entsprechende Bestimmung als Staatsziel in den überarbeiteten Verfassungstext einzutragen. Wollte man dafür sorgen, dass Bürger*innen oder Naturschutzorganisationen Klimaschutzmaßnahmen einklagen könnten, müsste der entsprechende Artikel unter den Grundrechten gelistet sein. Das ist jedoch nicht geplant.

Je nachdem, wie schnell die Verfassungsrevision vonstatten geht, könnte Luxemburg zumindest in Europa das erste Land werden, das Klimaschutz in seiner Verfassung stehen hat. mehr lesen / lire plus

Digitalisierung und Klima: Grün, das neue Rosa

Der Vortrag von Timo Daum hat die Illusionen der Technikgläubigen zerstreut: Den Kapitalismus zu erneuern und zu begrünen, reicht nicht aus, um nachhaltig zu wirtschaften.

Sind die Eichhörnchen schuld am Klimawandel? Millionen von Bildern, Tausende von Kilowattstunden, die die KI zum Training der Objekterkennung benötigt. (Screenshot: Google-Suche)

„Bis 2025 wird der Energieverbrauch von künstlicher Intelligenz hundertmal größer sein, macht dann bis zu zehn Prozent des weltweiten Stromkonsums aus.“ Betreibt Timo Daum Schwarzmalerei? Der vom Mouvement écologique eingeladene Referent führt jedenfalls Zahlen an, die aus der Fachwelt stammen. Am vergangenen Dienstag warnte er nicht nur vor der mit der Digitalisierung einhergehenden Wachstumsdynamik, er erläuterte auch, warum die KI gerade jetzt boomt. mehr lesen / lire plus

Eis Stad : Qui possède la ville ?

Une nouvelle asbl milite pour plus de participation citoyenne, mais elle ne semble pas du goût des dirigeant-e-s politiques en place.

Illustration : vdl.lu

La salle de l’Infolab du Casino Luxembourg était pleine à craquer mardi soir, lorsque la toute jeune asbl « Eis Stad » avait invité à débattre sur les résultats du concours des projets d’aménagement du nouveau quartier aux abords de l’actuel stade Josy Barthel, voué à disparaître.

En fait, la discussion sur ce concours – dont le résultat peut encore être consulté (et commenté via des bulletins à remplir sur place) dans la salle des cérémonies du Bierger-Center place Guillaume II ce vendredi de 8h à 17h et ce samedi de 10h à 12h –, n’était qu’une sorte de prétexte pour discuter de façon plus générale de la participation des citoyen-ne-s dans la commune de Luxembourg. mehr lesen / lire plus

Luanda Leaks : Après la tempête

Après la publication des Luanda Leaks par l’International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), à laquelle le woxx était associé, beaucoup de choses ont bougé. Une vue d’ensemble.

L’autre côté de Luanda, la capitale de l’Angola – des habitations miséreuses à côté des palais du clan dos Santos et de ses affilié-e-s. Pas étonnant que l’État angolais soit impatient de juger Isabel dos Santos. (© ICIJ/Bruno Fonseca)

Pas contente, mais pas contente du tout : Isabel dos Santos, la fille de l’ex-président angolais visée dans les Luanda Leaks, a vociféré sur son compte Twitter contre les multiples publications qui ont visé son empire d’entreprises. mehr lesen / lire plus

Queere Serienprotagonist*innen: Im Mainstream angekommen

Neben queeren Serien bahnt sich seit geraumer Zeit der Trend an, Serien mit nicht-heterosexuellen Protagonist*innen nicht explizit als solche zu vermarkten – ein neuer Meilenstein.

Jules und Rue in der HBO-Serie „Euphoria“. (© HBO)

Am vergangenen Sonntag wurde nach sieben Folgen das Staffelfinale von „Generation Q“ ausgestrahlt. Menstruationssex zwischen Frauen, eine lesbische Ménage-à-trois, Sex zwischen cis und trans Personen, lesbische Elternschaft – das in der Serie dargestellte Spektrum an Geschlechts-, Sexualitäts- und Beziehungsformen markiert ohne Zweifel einen Höhepunkt queerer Repräsentation.

Doch viele andere Serien stehen der Fortschrittlichkeit von „Generation Q“ nur unwesentlich nach. Zu beobachten ist eine große Bandbreite an queeren Darstellungen, mit homosexuellen Subtext auf der einen und Serien mit vornehmlich queeren Figuren auf der anderen Seite des Spektrums. mehr lesen / lire plus

Adapto: Kurzfristige Ankündigung stößt auf Kritik

Wenn am ersten März der allgemeine öffentliche Transport gratis wird, steht auch eine Veränderung an für Menschen, die aufgrund eingeschränkter Mobilität nicht auf diesen zurückgreifen können: Der Adapto-Dienst wird nicht nur gratis, sondern auch reformiert. So gelten ab März andere Zugangsbedingungen, aktuelle Adapto-Pässe und Invaliditätsbescheinigungen sind nicht mehr gültig und müssen per Formular neu angefragt werden. Doch die kurzfristige Ankündigung stößt auf Kritik. In einem Schreiben beanstandet die Patiente Vertriedung, dass bisher nicht kommuniziert worden ist, inwiefern die Zugangsbedingungen geändert werden, und kritisiert, dass das auszufüllende Formular nur im Internet erhältlich ist. Sie zweifelt zudem daran, dass es allen Betroffenen möglich sein wird, innerhalb von vier Wochen einen neuen Adapto-Pass anzufragen, da zuvor eine ärztliche Konsultation notwendig ist. mehr lesen / lire plus

Nachtrag: Autofestival, WLTP, ULC-Reaktion

Illustration: transports.public.lu

Vergangene Woche haben wir im Beitrag „Mentalitäts- statt Modellwandel!“ die Angaben über die Anwendung des neuen WLTP-Messverfahrens für Abgase durcheinandergebracht. In Wirklichkeit tritt die Berechnung der Autosteuer aufgrund der WLTP-Messungen bereits am 1. März 2020 in Kraft, für alle Neuwagen, die ab diesem Datum immatrikuliert werden. Bei der 2.500-Euro-Prämie für Plug-in-Hybride wird erst bei Immatrikulationen ab dem 1. Juni 2020 auf den CO2-Emissionswert nach dem WLTP-Verfahren zurückgegriffen – stellt sich heraus, dass er über 50 g/km liegt, so geht man leer aus. Des Weiteren hatten wir angedeutet, die ULC warne nicht vor dem Risiko, sich ein Auto ohne WLTP-Angaben andrehen zu lassen. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Januar 2020

Frauen-Gnawa-Funk

Gnawa-Musik ist – war – eine strikt männliche Domäne: Die erst 23-jährige Marokkanerin Asmaâ Hamzaoui schreibt mit ihren Mitstreiterinnen von Bnat Timbouktou ein neues Kapitel der langen Gnawa-Geschichte. Gnawa sind die Nachkommen verschleppter schwarzafrikanischer Sklav*innen in Nordafrika mit einem ganz besonderen, gleichnamigen Musikstil. Typisch dafür ist der Call-and-Response-Gesang, die rhythmische Begleitung mit den Metallkastagnetten Qraqab und der Klang der jahrhundertealten großen Gmiimbri-Laute, die mächtige Basstöne beisteuert. Asmaâ Hamzaoui lernte bei ihrem Vater, einem hochgeachteten Gnawa-Experten. Kritik von Traditionalist*innen, die eine weibliche Gnawa-Band unschicklich finden, ignoriert sie konsequent. Auf dem Album Oulad Lghaba hört man starke Stimmen, treibenden Qraqab-Groove und Hamzaouis virtuoses, höchst perkussives Gimbrispiel. mehr lesen / lire plus

Indie: Einer flog übers verschlafene Nest

Am Freitagabend wird sich ein Träumer im Gudde Wëllen fallen lassen und alle um sich herum mit in die Tiefe reißen. Angst braucht man dennoch nicht zu haben. Denn auch er hat keine mehr. Sein Name ist Peter Michel (aka Hibou).

Eine etwas finstere Eule: Hibou kommt ins
Gudde Wëllen.

„Bijou, Caillou, Chou, Genou, Hibou, Joujou, Pou“. Sogar bei den lernresistentesten (und mittlerweile etwas betagteren) Schüler*innen kann das Langzeitgedächtnis eben diese Wortfolge noch zutage fördern – auch wenn sie vielleicht nicht mehr genau wissen, was es damit auf sich hat. Während die für den Französischunterricht gepaukte Aufzählung eigentlich dazu diente, sich zu merken, welche französischen Wörter im Plural auf -x und nicht etwa auf -s enden, besteht nun die Möglichkeit, die einzelnen Begriffe mit neuen Gedanken zu verknüpfen. mehr lesen / lire plus

Im Kino: La Llorona

In „La Llorona“ greift der guatemaltekische Regisseur und Drehbuchautor Jayro Bustamante 
auf Horrorkonventionen zurück, um von den Nachwirkungen des Genozids an Teilen der indigenen Maya-Bevölkerung zu erzählen.

Carmen und Natalia zweifeln zunehmend an Enriques Unschuld. (© www.silence-action.com)

Es bedarf ein wenig Zeit und Geduld, um sich in „La Llorona“ zurechtzufinden. Auf eine lange Szene von betenden Frauen folgt eine noch viel längere, die einen älteren Mann zeigt, der wach in seinem Bett liegt. Immer wieder ist ein Weinen zu hören, der Mann scheint hin- und hergerissen, ob und wie er darauf reagieren soll. Als er schlussendlich aufsteht, um dem Geräusch nachzugehen, entpuppt es sich als Hirngespinst. mehr lesen / lire plus

Peintures/aquarelles : Invisibles mais lumineuses

Les « Cidades invisíveis » de Guilherme Parente à l’Institut Camões offrent couleurs et lumière à foison, comme un remède artistique à la grisaille de l’hiver.

Photo : woxx

Le centre culturel portugais propose avec « Cidades invisíveis » (« Villes invisibles ») son exposition de plus longue durée depuis l’entrée dans ses nouveaux locaux de Merl. Une bonne idée, car la séduction des œuvres de Guilherme Parente est immédiate : teintes claires, lumière abondante, menus détails à découvrir après une vision d’ensemble, la peinture du natif de Lisbonne est un appel à l’imaginaire où les sens dominent dès le premier coup d’œil. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Jojo Rabbit

Le sujet est pour le moins casse-gueule, et le traitement comique du nazisme fera grincer certaines dents. Mais Taika Waititi, d’ascendance juive et maorie, trouve le bon dosage entre rires et émotions. Derrière la caméra et devant en Hitler, soutenu par une belle distribution, il livre aussi un film sérieux sans en avoir l’air.

L’évaluation du woxx : XX
Tous les horaires sur le site.

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