Schweinemast: „So etwas hatten wir noch nie gesehen“

Anfang Februar wurde ein Video veröffentlicht, in dem kranke, verletzte und tote Tiere in einem südspanischen Schweinemastbetrieb zu sehen sind. Dieser beliefert den Fleischhersteller El Pozo. Nun nehmen immer mehr Supermärkte die Produkte aus ihrem Sortiment – auch hierzulande.

(Foto: Animal Equality Germany)

Madendurchsetzte Geschwüre, Abszesse, schwere Eingeweidebrüche – die Tiere in einer Anfang Februar ausgestrahlten Reportage sehen alles andere als gesund und munter aus. Besonders erschreckend: Die Aufnahmen wurden in einem Schweinemastbetrieb in Alhama de Murcia gemacht, der den größten spanischen Wursthersteller El Pozo beliefert.

Hinter dem Video steckt die Tierschutzorganisation Animal Equality (www.animalequality.de). Diese war vom spanischen Privatsender La Sexta kontaktiert worden, der an einer Reportage über die Fleischindustrie arbeitete. mehr lesen / lire plus

Grüner Strom in neuen Schläuchen

Wer hat den grünsten Strom im ganzen Land? Dieser Frage gehen Mouvement écologique und Greenpeace seit Jahren in regelmäßigen Abständen nach. Doch das jüngste Pressekommuniqué zum Thema zeigt: Das Verhalten der Privathaushalte beim Stromkauf trägt nichts zu Veränderungen am Strommarkt bei, oder tut dies zumindest nicht mehr. Gegenüber von 2016 ist fast alles gleich geblieben, die drei Produkte„nova naturstroum“ (Enovos), „SwitchBLUE“ (Electris) und „Terra Invest“ (Sudstroum) werden weiterhin von den NGOs empfohlen. Nur das vierte Produkt – vom Anbieter Eida – heißt nicht mehr „EKOenergy“, sondern einfach nur „green“. Die große Revolution hatte ja schon kurz nach der Fukushima-Katastrophe stattgefunden, als der wichtigste Anbieter Enovos entschied, seinen gesamten Strommix für Luxemburg atomstromfrei zu machen. mehr lesen / lire plus

Oxfam : jeter le bébé avec l’eau du bain ?

Après la publication d’une enquête du « The Times » concernant des abus sexuels en Haïti, notamment sur mineures, remontant à 2011, l’année du terrible tremblement de terre, les réactions ont été très rapides : tant le gouvernement britannique que la Commission européenne mettent en question leurs financements alloués à Oxfam UK, employeur des personnes incriminées. Des sponsors privés se retirent l’un après l’autre. Avec le recul, il est évident que la réaction d’Oxfam UK n’a pas été à la hauteur : si les suspects ont été immédiatement suspendus et licenciés après la conclusion de l’enquête interne, aucune plainte auprès des autorités haïtiennes n’a été déposée. mehr lesen / lire plus

Alaaf und Antisemitismus

In einem anonymen Artikel in der Broschüre zur diesjährigen „Dikricher Cavalcade“ war zu lesen, in Ettelbrück seien nach der Bildung einer „durchaus begrüßenswerten Studiengruppe“ mit dem Ziel, „das Schicksal jüdischer Familien im 2. Weltkrieg zu beleuchten“, einige Lokalpolitiker, „beseelt von einem philosemitischen Gutmenschentum“, aktiv geworden, um „die Namen von ‚Antisemiten, oder was man dafür hält‘“, von Straßenschildern zu entfernen. „Erstes Opfer wurde Monseigneur Fallize, gestorben 1933, der in der Tat antisemitische oder wohl eher antijüdische Schriften veröffentlicht hat.“ Der Ettelbrücker Déi Gréng-Gemeinderat Abbes Jacoby sieht sich als das primäre Ziel dieses Anwurfs an, war er es doch, der eine tragende Rolle in der Auseinandersetzung um die Umbenennung der „Montée Fallize“ spielte (siehe woxx Nr. mehr lesen / lire plus

Prostitution : Vers une interdiction de fait ?

La loi sur la prostitution et la lutte contre la traite humaine a été votée avec les seules voix de la majorité gouvernementale.

(Photo : Josh Estey/flickr)

Finalement, elle n’a été votée qu’avec les voix de la majorité : la loi sur la prostitution qui, à vrai dire et dans les mots de la rapportrice du projet de loi Josée Lorsché (Déi Gréng), est plus une loi sur la lutte contre l’exploitation sexuelle que sur la prostitution.

Une loi qui, d’après le ministre responsable, Félix Braz (Déi Gréng), établit une « voie luxembourgeoise », ne s’aventurant ni sur la « voie suédoise », abolitionniste et pénalisant les clients, ni sur la « voie allemande », libéralisant et régularisant la prostitution. mehr lesen / lire plus

Luxleaks : PWC gagne encore une fois

(Photo : woxx)

Surprise ce mardi dernier au tribunal de grande instance (TGI) de Metz : le juge a débouté Édouard Perrin et l’a condamné à une amende de 3.000 euros suite à la plainte de ce dernier contre PWC. En effet, Perrin contestait la légalité de la perquisition chez Raphaël Halet, qui n’avait pas uniquement servi à démontrer que le lanceur d’alerte avait bien subtilisé des documents dans la firme d’audit, mais aussi qu’il était la source du journaliste. Or, cela est contraire à la protection des sources – comme l’ont confirmé le procureur (qui, chose rare, est intervenu dans un procès en référé) et la juge qui a signé l’ordonnance de perquisition. mehr lesen / lire plus

Sonderausschuss zur Glyphosatzulassung

Am Dienstag, dem 6. Februar, stimmte das EU-Parlament für die Einrichtung eines Sonderausschusses, der sich mit der Zulassungsprozedur des umstrittenen Herbizids Glyphosat befassen soll. Teile des Gutachtens der europäischen Lebensmittelbehörde Efsa über die Gefährlichkeit des Unkrautvernichtungsmittels sollen – auf dem Umweg über das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung – vom Hersteller Monsanto übernommen worden sein. Nicht zuletzt diese Unregelmäßigkeiten hatten eine breite Protestbewegung gegen die Zulassung von Glyphosat mobilisiert. Neun Monate hat nun ein Sonderausschuss, bestehend aus 30 EU-Parlamentarier*innen, Zeit, die Zulassungsprozedur zu untersuchen. Dabei soll aber nicht nur eventuelles Fehlverhalten der Efsa aufgeklärt, sondern auch das Gebaren der Kommission geprüft werden. mehr lesen / lire plus

Öffentliches Geld für das allgemeine Wohl

Um öffentliche Ausschreibungen ging es am gestrigen Donnerstag, dem 8. Februar, in der Chamber (Abstimmung erst nach Redaktionsschluss). Das neue Gesetz soll es ermöglichen, aus den Ausschreibungen ein „Instrument der politischen Strategie“ zu machen, so die offizielle Zusammenfassung. Mussten staatliche und kommunale Verwaltungen bisher im Prinzip automatisch dem günstigsten Angebot den Zuschlag erteilen, so soll nun auch die Qualität der Angebote berücksichtigt werden. Das Gesetz schafft unter anderem Rechtssicherheit für Verwaltungen, die soziale und ökologische Kriterien in die Ausschreibungen aufnehmen. Es sei positiv, dass bei Ausschreibungen Gütesiegel wie Fairtrade oder Biolabel verlangt werden können, erklärte die NGO Fairtrade Lëtzebuerg der woxx im Vorfeld einer Aktion vor dem Chambergebäude. mehr lesen / lire plus

Justice fiscale : La mauvaise réputation

Classé sixième au « Financial Secrecy Index » de l’ONG Tax Justice Network, le grand-duché est désormais dans la catégorie des « peut mieux faire » – une amélioration certes, dont la durabilité est tout de même soumise à quelques doutes.

Hasard du calendrier ? Alors qu’il y a quelques jours, une pétition pas trop sérieuse déposée à la Chambre qui revendiquait que le Luxembourg se lance dans la construction de sa propre « Étoile de la mort » copiée de la saga « Star Wars » avait provoqué l’hilarité des internautes, le nouveau « Financial Secrecy Index » déclare que le Luxembourg n’est justement plus la « Death Star » du secret fiscal. mehr lesen / lire plus

Bodenschutz: 12.000 Altlasten

Ein neues Gesetz soll für besseren Bodenschutz sorgen und Sanierungen leichter machen.

Belval sei ein Beispiel dafür, dass auch auf verschmutzten Böden neues Leben entstehen kann, so die Umweltministerin. (Foto: CC-BY-SA Zinneke/Wikimedia Commons)

Die Diskussionen um eine Joghurtfabrik in Bettemburg und das Google-Datacenter bei Bissen zeigen es: In einem kleinen Land wie Luxemburg ist Boden ein rares Gut. „Es gibt einen hohen Druck auf die Böden“, bestätigte auch die Umweltministerin Carole Dieschbourg am vergangenen Montag, dem 29. Januar, bei der Vorstellung des neuen Bodenschutzgesetzes. Eigentlich hatte die Regierung gehofft, dass die Frage auf europäischer Ebene gelöst würde – da dort aber keine Einigung in Sicht ist, wird nun ein nationales Gesetz auf den Instanzenweg geschickt. mehr lesen / lire plus

Klimapolitik: Erfolge und Krücken

Dass die Regierung Erfolge beim Klimaschutz aufzuweisen hat, ist unbestreitbar. Zu tun, was möglich ist, ist gut – zu tun, was nötig ist, wäre besser.

Klimaschutz ist Gorillaschutz

„Dies ist ein Langstreckenlauf, und jeder wird gebraucht.“ Umweltministerin Carole Dieschbourg wollte Begeisterung wecken, als sie am 26. Januar das „Innovation Lab“ vorstellte, das der Regierung helfen soll, den dritten Nationalen Klimaplan auszuarbeiten. Der soll zu einer Langzeitstrategie passen, die über die konkreten CO2-Ziele für 2030 hinausreicht: „Wir müssen die richtigen Investitionen tätigen, solche, die auch 2050 noch richtig sind.“ Man wolle Verspätungen bei der Ausarbeitung des Klimaplans vermeiden, erläuterte Camille Gira, obwohl man es sich einfach machen und das Thema der nächsten Regierung überlassen hätte können. mehr lesen / lire plus

Retards : les CFL face à la grogne

Que les changements d’horaires n’ont pas que fait des heureux-ses après la date butoir du 10 décembre dernier n’est pas nouveau, surtout pour celles et ceux qui empruntent le train ou le bus quotidiennement. Pour beaucoup, la situation a d’ailleurs empiré – que ce soient des arrêts plus du tout desservis ou des horaires moins avantageux. S’y ajoute le manque de ponctualité notoire, surtout des CFL. Deux questions similaires (de Sylvie Andrich-Duval et d’Yves Cruchten, respectivement CSV et LSAP) ont été posées au ministre des Transports François Bausch à ce sujet. Celui-ci réplique à chaque fois par les excellentes statistiques (environ 90 % des trains seraient à l’heure, ce qui laisse deux possibilités : soit les CFL lisent les chiffres dans des entrailles de poulet, soit leurs statisticien-ne-s ont fait leurs stages en URSS) qui font rire jaune les usagers-ères quotidien-ne-s. mehr lesen / lire plus

Ramelow in Luxemburg

Eine Beleidigung kann auch ein Kompliment sein, wenn sie von den richtigen Leuten kommt. Als „Trottel“ hatte Oskar Lafontaine (Die Linke) jüngst all jene bezeichnet, die vor seiner Idee zur Gründung einer linken Sammlungsbewegung warnen, wie etwa sein Parteifreund, der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow. Lafontaine, der nach herkömmlichen Maßstäben eigentlich der Parteilinken zugerechnet wird, hatte sich zuletzt angesichts der „verfehlten Flüchtlingspolitik“ seiner Partei eher um den Untergang des Abendlandes als um die sozialistische Morgenröte gesorgt. Ramelow gehört seit langem zu den parteiinternen Kritikern der von Lafontaine und Sahra Wagenknecht vertretenen Politik: „Nicht durch das noch schrillere Beschreiben lösen wir die Probleme, sondern durch gelingende Integration“, warnte er bereits im April 2016. mehr lesen / lire plus

Vermummungsverbot nicht gerechtfertigt

Der Gesetzesentwurf zum Vermummungsverbot hat in seiner aktuellen Form keine Existenzberechtigung. Das geht aus einem am Dienstag vorgestellten Gutachten der konsultativen Menschenrechtskommission (CCDH) hervor. Wie Präsident Gilbert Pregno der Presse gegenüber erklärte, sei es Aufgabe der Regierung, zu belegen, dass Vollverschleierung eine Gefahr für das Zusammenleben in der luxemburgischen Gesellschaft darstelle; und dass darüber hinaus ein Vermummungsverbot der einzige Weg sei, um dieses Problem zu beheben. Erst dann sei die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes gerechtfertigt. Stattdessen sei eine Lösung für ein Problem gesucht worden, das es noch nicht gebe, so Pregno. Die Juristin Deidre Du Bois bedauert, dass im Vorfeld weder Studien zum Thema durchgeführt, noch die Zivilbevölkerung oder betroffene Frauen angehört worden seien. mehr lesen / lire plus

Noch mehr Autofestival

Zwei E-Car-Fahrer haben auf unseren Artikel „Muss es ein Tesla sein?“ von vergangener Woche reagiert. Beide unterstreichen noch einmal die Vorteile des Antriebstyps, für den sie sich entschieden haben. Der Ausdruck Explosionsmotor wurde ebenfalls auf ihre Anregung hin ersetzt. Für die Zahlenangaben zu den 2017 verkauften Elektroautos gibt es ebenfalls ein Update – Tesla behält aber die Spitzenposition. Dass Diesel und Benzin in Luxemburg billig bleiben sollen, erfuhren wir am vergangenen Freitag am Rande der Pressekonferenz zum dritten Nationalen Klimaplan (siehe „Erfolge und Krücken“). Trotz grüner Beteiligung will die Regierung keine Konsequenzen aus der Tanktourismusstudie ziehen – jedenfalls nicht jetzt – soll wohl heißen, so kurz vor den Wahlen. mehr lesen / lire plus