Geschlechtergerechtigkeit : Business-Feminismus
Geschlechtervielfalt in Aufsichtsräten gilt als wichtiger Schritt in Richtung der Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Zu Recht?

Beim „Business-Feminismus“ liegt der Fokus auf dem Wirtschaftswachstum. (Bildquelle: Pixabay)
Nur 12,9 Prozent weibliche Führungskräfte, ein „gender pay gap“ von 5 Prozent, größtenteils von Frauen geleistete unbezahlte und prekäre Arbeit – wer die Zahlen und Fakten kennt, weiß, dass es in puncto Geschlechtergerechtigkeit auf dem luxemburgischen Arbeitsmarkt noch einiges zu tun gibt. Wer aber denkt, dass diesbezügliche Proteste, Kampagnen und Richtlinien stets feministisch motiviert sind, irrt. „Um in Sachen Chancengleichheit Fortschritte zu erzielen, sind ökonomische Argumente manchmal hilfreicher als feministische.“ In ihrer Einführungsrede zu der vor wenigen Wochen veranstalteten Table-Ronde „Les femmes dans la prise de décision économique“ scheute sich Viviane Reding nicht, die Dinge beim Namen zu nennen. mehr lesen / lire plus

Neben dem Bildungswesen ist der Arbeitsmarkt wahrscheinlich der Bereich, in dem die Auswirkungen der Vor- und Nachteile der Luxemburger Mehrsprachigkeit am stärksten ersichtlich werden. Am vergangenen Dienstag hatte die „Gréng Stëftung“ deshalb AkteurInnen aus Pflege, Handel und Wirtschaft sowie, aus der Politik, den Abgeordneten Claude Adam zu einer Podiumsdiskussion über die hiesige Sprachensituation eingeladen.



„Es geht darum, uns für andere Realitäten zu öffnen. Wir müssen uns bewusst machen, dass es nicht nur den einen Feminismus gibt und dass Frauen unterschiedliche Interessen haben“, so die CID – Fraen an Gender-Mitarbeiterin Christa Brömmel am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Auf dieser wurde die von der Aktionsplattform Journée internationale des femmes organisierte Kampagne zum Weltfrauentag 2017 vorgestellt. 2011 war diese Plattform aus dem Bedürfnis heraus gegründet worden, durch einen Zusammenschluss zahlreicher Organisationen mehr Visibilität und größere Einflussmöglichkeiten zu schaffen, so Brömmel.
Es bedarf ein wenig Geduld, denn die Besonderheit dieses Films entfaltet sich nur allmählich. Trotz des losen Narrativs, versteht es Mike Mills gekonnt ein differenziertes Porträt dreier Frauen unterschiedlicher Generationen zu visualisieren. Nicht zuletzt aufgrund des hervorragenden SchauspielerInnen-Ensembles lohnt sich der Kinobesuch auf jeden Fall!
Weniger ein historisches Porträt, fokussiert dieses Drama vielmehr auf die Psyche Jacqueline Kennedys unmittelbar nach der Ermordung ihres Ehemannes. Teils in extrem nahen Einstellungen gefilmt, ist „Jackie“ allerdings nicht so sehr ein Film über die ehemalige First Lady als ein Vorzeigeprojekt von Natalie Portmans beeindruckendem Schauspieltalent.


