Foire de l’éducation: „Endlich alles an einem Ort“

Mit zunehmender Diversifizierung der Bildungslandschaft wird auch die Entscheidungsfindung immer komplexer. Die Foire de l’éducation, die diese Woche zum ersten Mal stattfand, soll Abhilfe verschaffen. Die woxx hat sich vor Ort einen Eindruck verschafft.

Viel zu entdecken gabs diese Woche bei der ersten nationalen Bildungsmesse. (Fotos: woxx)

Es war ein eher ungewöhnliches Bild, das sich diese Woche beim Betreten der Luxexpo The Box auf dem Kirchberg bot: Autos, an denen herumgewerkelt wurde, Dach-Imitate, in welche Handwerker*innen Schieferplatten einhämmerten, und, in derselben Halle, ein nachgebauter Blumenladen. Wer sich zwischen Montag und Mittwoch auf die Foire de l’éducation begab, konnte nur beeindruckt sein von der Vielfalt der Berufe, die dort plastisch vorgestellt wurden. mehr lesen / lire plus

(Un)reiner Wein von Bildungsminister Claude Meisch

Während Omikron in Luxemburg um sich greift und die Abgeordnetenkammer offen mit einer Impfpflicht im Kampf gegen die Pandemie liebäugelt, lockert Bildungsminister Claude Meisch die Zügel: Anfang der Woche beschloss er, dass nun auch Grundschulklassen im Zyklus 1 erst ab dem sechsten Infektionsfall in Quarantäne gesetzt werden, wie es bereits seit längerem in den Zyklen 2 bis 4 der Fall ist. Die betroffenen Mitschüler*innen und Lehrkräfte sollen sich stattdessen eine Woche lang vor Schulbeginn zu Hause auf Covid testen. Bisher reichten für die Verordnung einer allgemeinen Quarantäne im Zyklus 1 zwei Covid-Erkrankte aus. Das Syndicat national des enseignants (SNE/CGFP) zeigt sich in einer Pressemitteilung zum Thema besorgt: Die Kinder im Zyklus 1 seien größtenteils nicht geimpft, es herrsche keine Maskenpflicht und die Schüler*innen würden auf freiwilliger Basis zu Hause getestet statt in der Schule. mehr lesen / lire plus

Schulabbruch: Wenn der Schulbesuch keine Option mehr ist

Die Anzahl der Schulabbrüche hierzulande ist seit Pandemiebeginn nicht angestiegen. Trotzdem ist die Problematik nicht zu unterschätzen. Kann ein Anheben der Schulpflicht auf 18 Jahre helfen?

Wer in der Schule nicht mitkommt wird oftmals ungerechtfertigerweise als faul und dumm stigmatisiert. (Foto: CC BY 2.0)

Dass sich die Pandemie negativ auf die Schulbildung auswirken würde, stand von Anfang an außer Frage: Der phasenweise eingesetzte Fernunterricht und neue logistische Herausforderungen ließen beziehungsweise lassen weniger Zeit fürs Curriculum. Hinzu kam die psychische Belastung der Kinder durch eingeschränkte soziale Kontakte und Freizeitaktivitäten.

Anders als in vielen Ländern blieb die Abbruchquote hierzulande im Schuljahr 2019/20 jedoch stabil. mehr lesen / lire plus

Bearbeitungsgebühren an der Uni: Chance auf Studienplatz gegen Geld

Wer sich für ein Studium an der Universität Luxemburg bewerben will, muss ab Februar Bearbeitungsgebühren zahlen. Sorgt das für ungleiche Einstiegschancen? Das Ministerium für Hochschule und Forschung sowie die Universität bezogen der woxx gegenüber Stellung – sie winken ab.

Copyright: Pixabay

Ab Februar 2022 müssen Menschen, die sich auf ein Studium an der Universität Luxemburg bewerben wollen, Geld ausgeben: Es fallen Bearbeitungsgebühren in Höhe von 50 Euro pro Dossier an. Anwärter*innen auf ein Doktorat oder auf Weiterbildungen sowie Gasthörer*innen, Studierende von Partneruniversitäten und Erasmus-Student*innen bleiben von der Regelung verschont. Die Einführung wurde mit Vertreter*innen der Association des Cercles d’étudiants luxembourgeois und der Union nationale des étudiants du Luxembourg abgesprochen. mehr lesen / lire plus

Schulbücher: Weiß, männlich und ohne Behinderung

Weiße Männer schreiben Geschichte(n), alle anderen schauen dabei zu? Diesen Eindruck gibt eine neue Studie der Universität Luxemburg zu Gender und Diversität in Grundschulbüchern.

Grundschulbücher sowie die Pflichtlektüre auf der Sekundarstufe werden der gesellschaftlichen Vielfalt nicht gerecht – und das beeinflusst die Entwicklung junger Menschen. (Foto: Yaroslav Shuraev/Pexels)

Wäre das Wissen, das luxemburgische Grundschulbücher vermitteln, ein Mensch, wäre der weiß, männlich und hätte keine Behinderung. Diese Interpretation lässt die neue Studie „Les représentations du genre dans les manuels scolaires. Une étude à l’école fondamentale luxembourgeoise“ der Universität Luxemburg und des Ministeriums für die Gleichstellung von Frauen und Männern zu. Unter anderem die Erziehungswissenschaftlerin Sylvie Kerger analysierte von Juli 2019 bis Dezember 2020 Schulbücher der Fächer Deutsch, Französisch, Mathematik, Naturwissenschaft, Geschichte sowie Leben und Gesellschaft. mehr lesen / lire plus

Kinder und Corona: Reicht der Schutz?

Expert*innen schätzen, dass die vierte Welle besonders Kinder und Jugendliche treffen wird. War es demnach ein Fehler, die Maskenpflicht in den Klassensälen abzuschaffen?

Schüler*innen mehr Freiheiten geben, ohne sie aber in Gefahr zu bringen und Ungeimpfte zu stigmatisieren: Das ist die Herausforderung, die sich zurzeit stellt. (Copyright: mylife.lu)

Viel Kritik, gleichzeitig aber auch Lob, wurde in den vergangenen Wochen über die gelockerten Regelungen für Luxemburger Schulen geäußert. Was denn jetzt für oder gegen das Wegfallen der Maskenpflicht und die überarbeitete Teststrategie spricht, ist nicht so leicht zu durchblicken. Denn selbst unter Virolog*innen, Gewerkschaftler*innen und Politiker*innen sind unterschiedliche Positionen anzutreffen. Völlige Einigkeit herrscht nur darüber, dass die Schulen offen bleiben sollen. mehr lesen / lire plus

forum packt den Schulranzen aus

Kurz vor der Rentrée rückt das Monatsmagazin forum schon mal Schulbänke zurecht: Das Dossier der Septemberausgabe dreht sich um Bildungsziele. Die Themen Umweltbildung und Nachhaltigkeit ziehen sich als roter Faden durchs Heft. Olga Roster, Aktivistin bei Youth for Climate, schreibt unter dem Titel „Bildung von gestern für die Bürger*innen von morgen?” unter anderem über die Notwendigkeit, die Klimakrise fächerübergreifend zu thematisieren. Francis Schartz, Vorsitzender der Initiative fir Nohaltegkeet, denkt in seinem Text „Bildungsziele in Zeiten der Resilienz“ derweil über die notwendige Anpassungsfähigkeit der Menschen im Hinblick auf die Klimakrise nach. Der Gründer der ersten Naturschule und Initiator der ersten Technikschule Luxemburgs, Pit Mischo, setzt die Kinder hingegen gleich vor die Tür: In „Bildung an der frischen Luft, oder: Kanner virun d’Dier“ plädiert Mischo für „lernen mit allen Sinnen“ und wünscht sich mehr außerschulische Lernorte wie Ateliers oder Forscherhäuser. mehr lesen / lire plus

Kleine Schritte im Kampf gegen Gewalt an Schulen

Künftig sollen in den Schulen Daten über Missbrauchsfälle erhoben werden. Ob es zur Implementierung des seit langem geforderten Child Protection Officers kommen wird, ist noch unklar.

© pxfuel.com

Ab dem kommenden Schuljahr wird erfasst, aus welchen Gründen Schüler*innen Schulpsycholog*innen aufsuchen. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Die grünen Abgeordneten Djuna Bernard und François Benoy hatten von Bildungsminister Claude Meisch (DP) und Gleichstellungsministerin Taina Bofferding (LSAP) wissen wollen, wie in Zukunft gegen sexualisierte Gewalt an Schulen vorgegangen werde.

Zum Anlass nahmen Bernard und Benoy einen offenen Brief, über den die woxx vor sechs Wochen berichtete. Darin hatten zwei ehemalige LCD-Schülerinnen gefordert, in Bildungsinstitutionen konsequenter bei der Prävention von und Reaktion auf Missbrauchsfälle(n) vorzugehen. mehr lesen / lire plus

Kinderschutz: Wenn Lehrkräfte Grenzen überschreiten

Wird zurzeit ausreichend gegen Machtmissbrauch durch Lehrkräfte getan? Diese Frage stellt sich seit dem Belästigungsfall im LCD umso dringender. Zusätzliche Maßnahmen werden aktuell zwar diskutiert, ihre Umsetzung lässt jedoch auf sich warten.

Grenzüberschreitungen durch Lehrkräfte können von unangenehmen Bemerkungen bis hin zu sexualisierter Gewalt reichen. (Mohamed Hassan/pixabay)

Der Fall um einen Lehrer im Diekircher Gymnasium (LCD), der bereits vor acht Jahren Schüler*innen belästigt haben soll und erst kürzlich suspendiert wurde, wirft Fragen auf: Wie konnte es dazu kommen? Wird zurzeit das Nötige getan, um Missbrauch durch Lehrkräfte vorzubeugen? Gibt es für Betroffene angemessene Anlaufstellen?

Mit solchen und ähnlichen Fragen richteten sich letzte Woche zwei ehemalige LCD-Schülerinnen an das Bildungsministerium sowie die Direktion des LCD. mehr lesen / lire plus

Weiterhin keine legale Basis für Schulschließungen

Die pandemiebedingten Schulschließungen sollten mit dem neuen Covid-Gesetz eine legale Basis erhalten. Nun wurden die entsprechenden Textstellen jedoch aus dem Entwurf gestrichen.

Copyright: Alexandra Koch / pixabay.com

Bisher wurden die Schließungen von Schulen, Betreuungs- und paraschulischen Strukturen mittels Reglementen beschlossen. Nach dem vorliegenden Covid-Gesetzesentwurf sollten sie künftig per Gesetz geregelt werden.

Doch dem Staatsrat war der Text zu vage formuliert, wie er dem Bildungsminister Claude Meisch mitteilte. Dieser ließ die entsprechenden Textstellen deswegen kurzerhand streichen und informierte anschließend die Bildungskommission über seine Entscheidung.

Die Oppositionsparteien CSV und déi Lénk, die die gesetzliche Verankerung zuvor ausdrücklich gefordert hatten, zeigen sich enttäuscht. Marc Baum (déi Lénk) bezeichnete das Vorgehen der woxx gegenüber als „starkes Stück“. mehr lesen / lire plus

CCDH : Le gouvernement résiste aux recommandations

La Commission consultative des droits de l’homme (CCDH) vient de publier son rapport sur « La crise sanitaire et ses conséquences : quels impacts sur les droits humains ? ». Et le moins qu’on puisse dire, c’est que la pandémie ne frappe pas que la santé corporelle.

À qui sert une CCDH quand elle n’est pas écoutée ? Sur le ton mélangeant flegme joyeux et pessimisme de circonstance qu’on lui connaît, Gilbert Pregno, le président de la CCDH, a tiré le bilan : « J’ai relu cette nuit tous les avis que nous avons publiés depuis la crise de la Covid-19. mehr lesen / lire plus

Webinar: Der Werteunterricht in Luxemburg

Im Rahmen einer Studie wurde untersucht, wie das Lehrpersonal die Einführung des Fachs „Vie et société“ erlebt hat. Am Dienstag werden die Ergebnisse vorgestellt.

Quelle: AHA

Fünf Jahre ist es her, dass im Rahmen des blau-rot-grünen Projekts „Trennung von Kirche und Staat“ an Luxemburger Schulen der Werteunterricht eingeführt wurde. Vor seiner Abstimmung war das Gesetz höchst umstritten: Sowohl die Initiative „Fir de Choix“ wie auch die Religionslehrer*innen stellten sich quer – ohne Erfolg. Auch das 2015 vorgestellte Rahmendokument zum Werteunterricht stieß auf heftige Kritik. Der Vorwurf: Religion werde im neuen Fach ein viel zu großer Stellenwert beigemessen. Kurz vor der Einführung im September 2016 klagten Lehrer*innen, diese sei schlecht vorbereitet. mehr lesen / lire plus

Anhaltende Kritik am Bildungsministerium

Auch neun Monate nach Beginn der Pandemie hat das Bildungsministerium keine mittel- oder langfristige Strategie vorzuweisen. Zeit, um mit kontroversen Reformen vorzupreschen, gab es aber allemal. Anhaltende Kritik, eine Petition und eine angekündigte Demonstration sind die Folge.

© gouvernement.lu

 

Mangelnde Kommunikation, unwissenschaftliche Daten, schleichende Privatisierung, falsche Angaben zu Infektionszahlen in den Kompetenzzentren – zurzeit vergeht keine Woche, in der das Bildungsministerium nicht in Kritik gerät.

Die Vorfälle hängen zusammen und sind größtenteils auf das Selbstverständnis des Bildungsministeriums zurückzuführen. Laut der Antwort auf eine parlamentarische Frage zu einem Wort-Artikel von Michèle Gantenbein, lässt dieses sich etwa so paraphrasieren: Die Hinterfragung von Zahlen des Bildungsministeriums kommt Verschwörungstheorien gleich, kritische Presseartikel sind das Ergebnis einer „intransparenten Vorgehensweise“ und ein unnötiges Störelement im Vertrauensverhältnis zwischen Ministerium und Eltern. mehr lesen / lire plus

Webkonferenz: Baustelle Luxemburger Bildungssystem

Welche Herausforderungen stellen sich aktuell für das Luxemburger Schulsystem? Am Mittwoch lädt die Asti zu einer Webkonferenz zu diesem Thema ein.

Foto: asti.lu

Seit vielen Jahren ist die Missstand nun schon bekannt: Im Luxemburger Schulsystem besteht eine klaffende Lücke zwischen Schüler*innen unterschiedlicher sozioökonomischer Hintergründe. Ein Grund dafür ist die komplexe Sprachensituation. Studie um Studie, Statistik um Statistik bestätigt diese Problematik auf ein Neues. Die Bildungspolitik reagiert regelmäßig mit neuen Angeboten und Lehrinhalten. Aber reicht das? Welche weiteren Maßnahmen könnten in Zukunft ergriffen werden?

Anlässlich einer von der Asti organisierten Webkonferenz am kommenden Mittwoch wird das hiesige Schulsystem unter genau diesem Blickwinkel unter die Lupe genommen. mehr lesen / lire plus

„Minister Meisch soll endlich Tacheles reden“

Anlässlich einer Pressekonferenz der SNE-CGFP zur Rentrée standen neben Hygienemaßnahmen und Lehrer*innenausbildung auch die mangelhafte Kommunikation des Bildungsministeriums im Fokus.

Am heutigen Freitag äußerte die Lehrer*innengewerkschaft SNE-CGFP scharfe Kritik an Claude Meischs (DP) jüngsten Entscheidungen. Stellvertretend sprach Präsident Patrick Remakel von chaotischen Abläufen, unzureichender Zusammenarbeit und einem Mangel an präzisen und verbindlichen Aussagen. Für die Regelung, nach welcher Lehrkräfte in Quarantäne dennoch unterrichten müssen, hat der SNE kein Verständnis. „Eine Person ist entweder vollständig in Quarantäne oder aber gar nicht. Alles andere ist für uns ein No-Go“, so Remakel.

Darüber hinaus seien sämtliche Forderungen des SNE – regelmäßige Gratistests für die gesamte Schulpopulation, Raumluftreiniger, CO2-Ampeln und Fiebermessapparate in den Klassensälen – beim Bildungsministerium auf  wenig Gegenliebe gestoßen.„Ass mehr lesen / lire plus

Kommunikation des Bildungsministeriums: Konsequente Realitätsverzerrung

Seit er Bildungsminister ist, wird Claude Meisch mangelnde Dialogbereitschaft vorgeworfen. Gebessert hat sich bisher noch nichts.

© gouvernement.lu

Personalvertretungen, die sich übergangen fühlen, Reformen, die dem Praxistest nicht standhalten, offene Briefe und Presseanfragen, die unbeantwortet bleiben – glaubt man der Selbstdarstellung des Bildungsministeriums, handelt es sich hierbei nur um Einzelfälle und Missverständnisse. Der zuständige Minister, Claude Meisch (DP) behauptet sich darauf, sowohl mit den Sozialpartnern als auch mit der Presse gute Kontakte zu pflegen.

Zu den Problematiken des Einzelkämpfertums und der Dialogverweigerung gesellt sich demnach noch eine weitere, nämlich die der Realitätsverzerrung. Das Bildungsministerium sieht die Vorwürfe nicht nur nicht ein: Es stellt sich je nach Anlass unwissend, verdreht die Wahrheit oder spielt auf Zeit, indem Reaktionen oder Gesprächsangebote unnötig lange auf sich warten lassen. mehr lesen / lire plus

Studi-Vereinigungen zu Covid-19: Schule, Studium und Corona

Wie verändert die Pandemie das Leben von Studierenden und Schüler*innen? Die zwei Studierendenvereine Luxemburgs sprechen über Geldprobleme, eingeschränkte Mobilität und mentale Gesundheit.

Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf Schüler*innen und Student*innen? Acel und Unel sprechen diverse Probleme an. (Copyright: CC BY Jens Best 2.0)

Die Lehrkräfte verabschiedeten sich Mitte Juli in einem Schreiben in den Urlaub – die „Association des cercles d’étudiants luxembourgeois“ (Acel) und die „Union nationale des étudiant-e-s du Luxembourg“ (Unel) berichten jetzt über die Folgen der sanitären Krise und über Lösungen für Studierende und Schüler*innen.

4.500 luxemburgische Student*innen, die an deutschen Hochschulen eingeschrieben sind, konnten nach Angaben der Acel wegen der temporären Grenzschließungen nicht nach Deutschland einreisen. mehr lesen / lire plus

Wütende Gewerkschaft, Sommer und Nachhilfestunden

Das SEW/OGBL empört sich über die vom Bildungsministerium geplanten Nachhilfestunden in den Sommerferien, die Asti bietet freiwillig welche an – der Sommer kann kommen.

Copyright: Gemeinfrei

„Die Lehrkräfte haben jetzt ein Recht auf Urlaub. Die Lehrkräfte haben jetzt ein Recht auf Abschalten“, schrieb das Syndikat Erzéiung a Wëssenschaft des OGBL (SEW/OGBL) letzte Woche in einer Pressemitteilung. Der Gewerkschaft reicht es: Sie lehnt die von Bildungsminister Claude Meisch geplanten Nachhilfestunden für Grundschüler*innen vom 31. August bis zum 11. September vehement ab und fordert alternativ ein dauerhaftes Nachhilfeangebot während des laufenden Schuljahrs.

Im März hatte Meisch in puncto Erweiterung der Hausaufgabenhilfe noch keinen Plan. mehr lesen / lire plus

Rassismus an Luxemburger Schulen: „Ech wëll eng ëffentlech Entschëllegung“

Bei einer Schulaufführung hat ein weißer Schüler sein Gesicht schwarz angemalt. Eine schwarze Schülerin beschwert sich bei der Direktion darüber und es passiert – nichts. Der Vorfall am Athénée de Luxembourg macht beispielhaft deutlich, wieso struktureller Rassismus hierzulande unangefochten bleibt.

Im 19. und 20. Jahrhundert diente das Blackfacing dazu, schwarze Menschen zu entmenschlichen. Seine heutige Benutzung ist dagegen vor allem ein Zeichen für mangelndes Geschichtsbewusstsein. (Copyright: Strobridge & Co. Lith/Wikipedia Commons)

„Firwat soll ech als Schülerin dohinner goen an engem erwuessene Mann erkläere, firwat Blackfacing rassistesch ass?“ Maimuna Djalò ist wütend. Der Direktor ihrer Schule findet nichts problematisch daran, sich als Weißer das Gesicht schwarz anzumalen, um einen Schwarzen darzustellen. mehr lesen / lire plus

Öffnung der Schulen: Final Countdown

Für manche Schüler*innen gestaltet sich die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts schwieriger als für andere. Ob die Hygienekonzepte den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden, ist fraglich.

Wird zurzeit ausreichend auf die Sorgen und Ängste der Kinder geachtet? (Foto: George Hodan/publicdomainpictures.net)

Seit Bildungsminister Claude Meisch am 15. Mai Details zur Öffnung der Grundschulen und Kompetenzzentren bekanntgab, überschlagen sich die Wortmeldungen von Gewerkschaften und Verbänden. Der Ton wird zunehmend schärfer. Am Montag bezeichneten SEW/OGBL und Landesverband in einem gemeinsamen Schreiben die aktuelle Situation als eine Sackgasse, die Rentrée als „Farce“ und „absurdes Modell“. Sowohl Lehrkräfte als auch Gemeinden würden riskieren, „sich nur noch lächerlich zu machen“. mehr lesen / lire plus