Valorlux salziger Geburtstagskuchen

Valorlux, die Gesellschaft zur Sammlung und zum Recycling von Verpackungsabfall, feiert ihren 25. Geburtstag. Warum die Selbstbeweihräucherung nervt und der Slogan der neuen Kampagne „Be the Change“ falsche Prioritäten setzt.

Copyright: Anna Shvets/Pexels

Wann haben Sie zum letzten Mal einen Eco-Sac, eine Valorlux-Tüte und eine Plastikflasche Wasser mit zu einem Waldspaziergang oder zum Picknick auf einer Liegewiese mitgenommen? Hoffentlich noch nie. Beim Anblick des neuen Imagevideos von Valorlux kräuseln sich die Zehennägel umweltbewusster Menschen: Eine Personengruppe läuft mit wiederverwertbarer Einkaufstüte und Plastikflasche durch den Wald, wo sie alsdann auf einer Wiese ein Picknick genießt.

Dass der „Blaue Sack“, der Eco-Sac, der Superbag und die Plastikflasche im Wald im Imagevideo von Valorlux auftauchen, ist unangebrachte Selbstbeweihräucherung. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #115 – Wouhinner mat all dem Plastik?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Mat méi strenge Reegele wëll d’EU de Plastikproblem léisen. Eng Analys vum Europäesche Rechnungshaff huet awer gewisen, datt dat guer net esou einfach ass. Dozou kënnt, datt vum nächste Joer un international méi streng Reegele fir den Export vum Plastiksoffall gëlle wäerten. Wou soll also all de Plastik hin? De Joël Adami an d‘Isabel Spigarelli hunn méiglech Léisungen an Ausweeër diskutéiert.

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Plastik: Wohin mit all dem Müll?

Mit strengeren Regeln will die EU das Plastikproblem lösen. Eine Analyse des Europäischen Rechnungshofes zeigt, dass das schwieriger wird als bisher angenommen.

In Ländern mit Pfandsystem werden 80 Prozent der 
PET-Flaschen eingesammelt. Es sieht so aus, als wäre 
dem auch bald in Luxemburg so. (Foto: CC-BY-SA-NC United Nations Development Programme in Europe and CIS)

Plastik ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken und gerade in der Covid-19-Pandemie hat sich gezeigt, dass wir nicht so einfach auf viele Kunststoffprodukte verzichten können. Trotz aller Bemühungen und einem doch recht großen Problembewusstsein in der Bevölkerung sind wir noch weit von einer Kreislaufwirtschaft entfernt. Bereits 2018 hat die EU einige Maßnahmen, wie ein Verbot mancher Einwegplastikprodukte, beschlossen, um das Plastikproblem zu lösen. mehr lesen / lire plus

Viel mehr Plastik im Ozean als gedacht

Forscher*innen haben den atlantischen Ozean untersucht und vermuten, dass zwischen 17 und 47 Millionen Tonnen Mikroplastik das Gewässer verschmutzen.

Bis zu 47 Millionen Tonnen Mikroplastik vermuten Forscher*innen nach einer neuen Studie im Atlanischen Ozean. (Foto: CC-BY-SA Oregon State University)

Wir alle wissen, dass die Weltmeere mit Plastik verschmutzt sind. Doch wie viel Plastik schwimmt wirklich in den Ozeanen? Bisher gab es eine Lücke zwischen dem errechneten Eintrag und dem beobachteten Plastik. Studien hatten sich entweder auf die Wasseroberfläche oder den Meeresgrund konzentriert, nur eine einzige Studie in der Arktis hatte die gesamte Wassersäule untersucht. Hinzu kommt, dass Plastik nun mal nicht gleich Plastik ist: Je nach Polymer und Zusammensetzung ist das Gefahrenpotenzial ein anderes. mehr lesen / lire plus

Erste Strafen für Verstoß gegen das Plastiktütenverbot

Wer verteilt illegal kostenlose Plastiktüten? Die „Administration des douanes et accises“ hat kontrolliert, ob sich die Händler*innen an das Verbot kostenloser Plastiktüten halten.

Foto: Ben Mierement, NOAA NOS

In Luxemburg ist die kostenlose Ausgabe von Plastiktüten seit 2018 verboten. Doch halten sich die Einzelhändler*innen daran? Das wollten das Umweltministerium und die Umweltverwaltung wissen – und ordneten Kontrollen durch die Zollverwaltung an. Die ersten Kontrollläufe wurden zwischen November und Dezember 2019 durchgeführt. Die Zollbeamt*innen überprüften 450 Verkaufsstellen, darunter Geschäfte, Restaurants und andere Einrichtungen. Das Ergebnis: 28 Betriebe sind durchgefallen. Ende Februar 2020 mussten sich die entsprechenden Einrichtungen erneut Kontrollen unterziehen. Für die Mehrheit gab es dieses Mal grünes Licht. mehr lesen / lire plus

Plastik: Nie wieder Eco-Sac!

Die EU exportiert heute nur noch halb so viel Plastikmüll wie noch 2016. Was wie eine gute Nachricht klingt, ist in Wahrheit jedoch ein großes Problem. Die Lösung kann nicht im Konsumverhalten liegen.

Quelle: Pxhere.com

Ob Strohhalme oder einzeln verpackte Gurken – Plastik hat keinen besonders guten Ruf. Um die Mehrheit der Bevölkerung für mehr Klimaschutz zu begeistern, war hartnäckige Arbeit vonnöten. Beim Plastikmüll war das wohl nie ein Problem: Erschreckende Bilder von zugemüllten Ozeanen sind leichter zu verstehen als die Klimakrise. Das Detail, dass der meiste Plastikmüll in den Meeren in Form von Mikroplastik schwimmt, ist vielen nicht bewusst.

Diese Woche erschien ein Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA, aus dem hervorgeht, dass die EU in den ersten Monaten des Jahres „lediglich“ rund 150.000 Tonnen Plastikmüll pro Monat exportierte. mehr lesen / lire plus

EuG: Bisphenol A bleibt ein „besonders besorgniserregender Stoff“

Am 11. Juli wies das Europäische Gericht eine Klage des Industrieverbandes PlasticsEurope ab. Damit bleibt Bisphenol A, das in vielen Produkten vorkommt und krebserregend ist, auf der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe.

Viele Kassenzettel, die mit BPA beschichtet sind, stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar.

Bisphenol A (BPA) ist seit längerem ein Zankapfel. Einerseits kommt der synthetisch hergestellte Stoff in vielen Produkten des täglichen Lebens wie Plastikflaschen, -spielzeug, Thermopapier, Konservendosen und anderen vor. Und andererseits wird er seit den 2000er-Jahren in einigen Ländern als gesundheitsschädlich eingestuft. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft BPA als einen Stoff mit hormonähnlicher Wirkung ein. Bereits in kleinsten Mengen soll der Stoff zur Entstehung von Krankheiten wie Diabetes, Schilddrüsenstörungen und Unfruchtbarkeit beitragen. mehr lesen / lire plus

Abfall am Stausee: Kontraproduktive Reflexe

An manchen rezenten Reaktionen auf liegen gelassene Abfälle am Stausee werden fragwürdige Haltungen bezüglich Umweltschutz deutlich.

Viele Menschen stören sich vor allem an Umweltverschmutzung, die sie mit bloßem Auge sehen. (Foto: elverc117/pixabay.com)

Sommerzeit ist Stauseezeit. Das sehen jedenfalls nicht wenige in Luxemburg lebende Menschen so. Wo sich aber viele Menschen stundenlang in freier Natur aufhalten, ist Abfall zu erwarten.

Und genau dieser veranlasste die Gemeinde Esch-Sauer am 1. Juli zu einem Facebook-Post. „E schéinen an erhuelsamen Dag um Stausee!“ steht dort nur sarkastisch. Die Fotos sollen für sich sprechen: aufeinandergestapelte leere Verpackungen, Tüten, Becher, Flaschen, Dosen und benutzte Einweg-Grillbleche mitten auf einer Wiese und neben einem Abfallcontainer. mehr lesen / lire plus

Der „Superbag“ für eine bessere Umwelt

Das Recyclingunternehmen Valorlux hat einen wiederverwendbaren Einkaufsbeutel namens „Superbag“ auf den Markt gebracht.

©LMontini_Famestudio

Der „Superbag“ ist eine Einkaufstasche, die Plastikmüll vermeiden soll. Das Produkt wurde von Valorlux, in Zusammenarbeit mit der CLC (Confédération luxembourgeoise du commerce), der Umweltverwaltung und dem Supermarktsektor entwickelt. Es besteht aus Polyethylenterephthalat (PET) und kostet 35 Cent. Mit dem „Superbag“ soll der Einsatz der sogenannten ultraleichten Plastiktüten um 90 Prozent reduziert werden. Diese sind seit Januar 2019 nicht mehr kostenfrei erhältlich.

„Die Nachfrage nach einem solchen Produkt wurde unter den Verbrauchern immer größer“ , sagt Valorlux-Direktor Claude Turping über den „Superbag“. Der Beutel kann ein Gewicht von bis zu vier Kilogramm tragen, was bei den ultraleichten Plastiktüten nicht der Fall ist. mehr lesen / lire plus

Plastikmüll-Reduzierung: Die EU-Richtlinien sind Luxemburg nicht genug

Die luxemburgische Regierung sieht eine Reihe Maßnahmen vor, um den Plastikmüll zu reduzieren. Sie sollen schärfer werden als die Direktiven der EU.

Foto: Ben Mierement, NOAA NOS

In Remich strandet am letzten April-Wochenende das Plastikmonster von Greenpeace. Auf den Europawahlplakaten der Grünen schwimmt eine Plastiktüte durch den Ozean. Im Koalitionsvertrag (2018 – 2023) der luxemburgischen Regierung, aber auch auf europäischem Niveau, nimmt der Kampf gegen den Plastikmüll eine zentrale Rolle ein. Umweltverschmutzung durch Plastikmüll ist in der politischen und gesellschaftlichen Realität präsent und seine Vermeidung ein großes Anliegen. In Luxemburg laufen derzeit gleich mehrere Arbeitsprozesse parallel, um europäische Direktiven umzusetzen – und sie auf nationaler Ebene zu erweitern. mehr lesen / lire plus

Plastikverpackungen: Delhaize und sein grünes Mäntelchen

Der belgischen Supermarktkette Delhaize flogen letzte Woche Beschwerden wegen unnötiger Plastikverpackungen um die Ohren. Xavier Piesvaux, der CEO, bezog in einer Rundmail Stellung und entschuldigte sich. Doch das riecht nach Greenwashing.

Zum Glück gibt es die Kundschaft: Ohne die wäre der Delhaize Gruppe letzte Woche eine hervorragende Gelegenheit durch die Lappen gegangen, um einen auf Grün und umweltbewusst zu machen. Die Kund*innen sollen sich massiv bei dem Unternehmen über unnötigen Verpackungsmüll beschwert haben. Konkret ging es dabei um Kunststoffbausteinchen für Kinder, die Delhaize einzeln in Plastikfolie und -schalen umsonst an der Kasse verteilte. Xavier Piesvaux zeigte sich in einer Rundmail betroffen: „On sʾest un peu emballé et on sʾest beaucoup trompé. mehr lesen / lire plus

Zero Waste: Konferenz gegen Plastikmüll

Das Oekozenter Paffendall und der Mouvement Ecologique laden zusammen mit OUNI und der SuperDreckskëscht am 30. Januar zur Konferenz „Eine Zukunft ohne Plastik. Auf dem Weg zu einer „ZERO WASTE“-Gesellschaft?!“.

Mikroplastik, Plastikmüll, zugemüllte Ozeane – Begriffe und Bilder, die der breiten Öffentlichkeit zunehmend vertraut sind. Eine traurige Popularität, denn sie stehen für die massive Umweltverschmutzung und die Zerstörung und Gefährdung von Lebensräumen, die unaufhörlich wächst. Der Mouvement nutzt seinen 50. Geburtstag deshalb nicht nur, um Kerzen auszublasen, sondern auch um gemeinsam mit OUNI und Superdreckskëscht auf Lösungsansätze im Kampf gegen den Plastikmüll aufmerksam zu machen – und das mit Vorträgen internationaler Expert*innen aus dem Bereich der Kreislaufwirtschaft und der Abfallvermeidung. mehr lesen / lire plus

Umweltbewegung: Engagiert und lernwillig

Der Mouvement écologique (Méco) feierte am Mittwochabend 50-jähriges Bestehen. Luxemburgs wichtigste Umwelt-NGO wurde als Jugendgruppe gegründet – ein guter Anlass also, um einen Lokalaugenschein bei „Move“ zu machen.

Move bei der Arbeit. (Foto: woxx/ja)

Donnerstagabend. Das allwöchentliche Treffen von „Move“, der Jugendsektion des Mouvement écologique, hat vor wenigen Minuten begonnen. Ein gutes Dutzend Jugendliche besprechen einen gemeinsamen Vortrag, den sie anlässlich der 50-Jahr-Feier des Méco halten werden. Auf dem Tisch stehen mehrere wiederverwendbare Getränkeflaschen, PET-Flaschen sind hier verpönt. Es klopft an der Tür, die Mouvement-Präsidentin Blanche Weber betritt den kleinen Raum. Sie verkündet, dass der Großherzog, der an der Geburtstagsfeier teilnehmen wird, sich mit dem Nachwuchs des Méco unterhalten möchte. mehr lesen / lire plus

Abfallpolitik: Life in plastic, not so fantastic


Das Europaparlament hat Ende Oktober ein Verbot für Einweg-Plastikprodukte beschlossen. Mit dem größten Problem für die Ozeane hat das jedoch wenig zu tun.

Vor der Abstimmung sammelte eine Gruppe von Europa-Abgeordneten vor dem Parlament Müll. Im Bild Angélique Delahaye von der EVP. (Foto: Marc Dossmann / © European Union 2018 – Source : EP)

„Die Verschmutzung der Ozeane mit Plastik ist irreversibel und ein globales Phänomen“, schreibt die Wissenschaftlerin Patricia Villarrubia-Gómez in einem Artikel in der Fachzeitschrift „Marine Policy“. Damit seien zwei der drei Kriterien für einen „planetary boundary threat“ gegeben. Dieser Begriff bezeichnet die Belastungsgrenzen der Erde. Bisher wurden darunter Bedrohungen wie das Ozonloch, der Klimawandel, das Artensterben, die Versauerung der Ozeane oder auch Veränderungen in biogeochemischen Kreisläufen durch die Einbringung von Phosphor- und Stickstoffdünger verstanden. mehr lesen / lire plus

Alle gegen Plastik

Die Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle bewegt die Gemüter. Zum Beispiel die von „Inspiring More Sustainability“ (IMS), einer Organisation, die sich für mehr Nachhaltigkeit in Firmen (oder was diese dafür halten) einsetzt. Sie hat 30 ihrer Mitglieder davon überzeugen können, bis Ende 2020 keine Einwegprodukte aus Plastik mehr zu benutzen. Die teilnehmenden Unternehmen ernennen auch ein*e „Zero Single-Use Plastic“-Botschafter*in, denken über Kreislaufwirtschaft nach und – ganz wichtig – kommunizieren diese Schritte an die Öffentlichkeit. „Corporate Social Responsibility“, wie sie IMS vertritt, ist halt immer noch vor allem ein PR-Instrument. Am letzten Samstag, dem weltweiten Aktionstag gegen Plastik demonstrierten aber auch die Jugendlichen von „Move“, der Jugendsektion des Méco mit einer Plastik-Parade gegen den Kunststoffabfall. mehr lesen / lire plus

Umweltverschmutzung: Wie gelangt Mikroplastik in die Umwelt? (2/2)

In der Berichterstattung über Mikroplastik werden oft Kosmetika als Übeltäterinnen genannt. Dabei ist der Abrieb von Autoreifen eine viel größere Quelle. Doch wie gelangen die kleinen Partikel eigentlich in die Umwelt?

Im ersten Teil unserer Serie über Mikroplastik sind wir darauf eingegangen, wie Mikroplastik entsteht, hier beschreiben wir, wie es in die Umwelt gelangt und welche Lösungsvorschläge es gibt.

Plastikmüll am Strand. (Foto: Dustan Woodhouse/unsplash)

In die Umwelt gelangt Mikroplastik oft über Klärschlamm, der in der Landwirtschaft als Dünger genutzt wird. 95 Prozent der kleinen Partikel, die sich in Abwässern befinden, werden nämlich in Kläranlagen herausgefiltert. Wie viel Mikroplastik letzten Endes im Meer landet, ist ungewiss – die Schätzungen gehen von zwei bis 47 Prozent. mehr lesen / lire plus

Umweltverschmutzung: Woher kommt Mikroplastik? (1/2)

Die Umweltverschmutzung durch Kunststoffe ist in aller Munde – die Quelle des Großteils des Mikroplastiks in der Umwelt dürfte die meisten jedoch überraschen.

Mikroplastik am Strand (Foto: © Fraunhofer UMSICHT/Leandra Hamann)

Bilder von Stränden und Ozeanen voller Plastikabfälle sind allgegenwärtig. Sie suggerieren nicht selten, dass Abfälle wie gebrauchte Strohhalme, Kaffeebecher, Verpackungen aus dem Westen letzten Endes alle im Meer landen. Unter dem Label „Zero Waste“ versuchen einige – meist junge – Menschen, möglichst wenig Abfall zu produzieren (und dokumentieren dies meist ausgiebig in den sozialen Medien).

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) hat in einer Studie herausgefunden, dass der sogenannte Makroplastik, also die großen, mit bloßem Auge erkennbaren Plastikabfälle, in Deutschland 26 Prozent der Plastikbelastung in der Umwelt beträgt. mehr lesen / lire plus

Keine spezielle Förderung von Biokunststoff

Eine parlamentarische Anfrage beschäftigte sich mit Flaschen aus kompostierbarem Kunststoff.

Anfang Januar wollte der DP-Abgeordnete Gusty Graas von der Umweltministerin Carole Dieschbourg wissen, was sie von Biokunststoff hält. Konkret ging es ihm um eine französische Start-up-Firma, die Flaschen aus biologischen Abfällen herstellt. Nun hat die Ministerin ihm geantwortet: Kompostierbarer Biokunststoff sei ihr durchaus bekannt, es gäbe aber einige Probleme mit solchen Verpackungen.

Einerseits könnten kompostierbare Plastikflaschen dazu führen, dass mehr Müll im öffentlichen Raum oder in der Natur landet – das sogenannte „Littering“ wird auch in Luxemburg immer mehr zum Problem. Ein anderer Faktor ist die Zeit, die ein Biokunststoff braucht, bis er abgebaut ist. mehr lesen / lire plus

Wider den Kunststoffmüll: Kann Plastik bio sein?


Ob Biokunststoffe die Probleme mit dem Plastikmüll lösen können, hängt von vielen Faktoren ab. Über die Unterarten von Bioplastik, die Möglichkeiten für Etikettenschwindel und die Hoffnung auf weniger Umweltverschmutzung.

Auch wenn bio draufsteht, ist was anderes drin: schwer oder gar nicht biologisch abbaubare Substanzen. (Wikimedia/Christian Gahle, 
nova-Institut GmbH/CC BY-SA 3.0)

Plastik steht für Probleme. Zu seiner Herstellung benötigt man fossile Rohstoffe, die nicht mehr erneuert werden können. Außerdem gestalten sich Wiederverwertung und Entsorgung nicht so einfach, wie man annehmen könnte. Zwar gibt es Alternativen, doch sind diese weniger praktisch und effizient. Deshalb beschäftigen sich derzeit viele Forscher mit der Entwicklung von Biokunststoff. mehr lesen / lire plus

Müll im Meer – aber woher?

Das Plastik, das sich im Meer ansammelt, steht mahnend für die Folgen der Wegwerfkultur. Eine Segelregatta regt dazu an, über den Umgang mit Abfall nachzudenken.

Ein sonniger Tag auf dem müllfreien Boot.
(Foto: Guillaume Gruhlke, Gewinner des Regatta-Medienpreises)

Gibt es im Meer wirklich riesige Inseln aus Plastik? Ja, gibt es – sogar auf Luftaufnahmen sind die gewaltigen Plastikansammlungen zu sehen. Bei der diesjährigen Segelregatta für luxemburgische Schüler war die Besichtigung der „Plastikinseln“ zwar nicht Teil des Programms, Müll und Müllvermeidung waren trotzdem ein Thema.

6,4 Millionen Tonnen. So viel Kunststoff landet jährlich in den Weltmeeren. Laut der „United Nations Clean Seas Campaign“ gibt es heutzutage 51 Trillionen Plastikpartikel im Meer – 500-mal mehr, als es Sterne in unserer Galaxie gibt. mehr lesen / lire plus