Kolumbien: Revolutionäre unter Beschuss

Seit die kolumbianische Regierung und die Guerilla Farc 2016 ein Friedensabkommen geschlossen haben, wurden zahlreiche ehemalige Kämpfer ermordet. Die aus der Rebellenorganisation hervorgegangene Partei macht die Regierenden dafür mitverantwortlich.

Demonstration gegen die Ermordung früherer 
Farc-Kämpferinnen und -Kämpfer am 8. März dieses Jahres in Bogota. Das Konterfei im Bildhintergrund erinnert an die am 6. März getötete ehemalige Guerillera Astrid Conde Gutierrez. Seit der Demonstration ist die Zahl der Ermordeten auf mindestens 214 angestiegen. (Foto: EPA-EFE/Carlos Ortega)

„Sie haben ihn vom Motorrad geschossen“, erzählt Elmer Arrieta mit gebrochener Stimme. Sein Sohn Manuel war auf dem Weg in das Dorf Ituango im Nordwesten Kolumbiens, als Unbekannte den jungen Familienvater töteten. mehr lesen / lire plus

Der Autor Ta-Nehisi Coates: Die (Super-)Kraft der Erinnerung

Schon viel wurde über die Sklaverei in den Vereinigten Staaten geschrieben. Ta-Nehisi Coates legt in seinem Debütroman „Der Wassertänzer“ den Schwerpunkt auf die geschichtliche Aufarbeitung.

Wenn man ihn liest, gewinnt man vielleicht einen besseren Blick auf das, was Amerika heute zu zerreißen droht: der Autor Ta-Nehisi Coates. (Foto: Gabriella Demczuk)

Es ist die Geschichte von Hiram Walker. Der Ich-Erzähler des Romans von Ta-Nehisi Coates ist der Sohn des weißen Plantagenbesitzers Howell Walker und einer vergewaltigten Sklavin. „Der Wassertänzer“ spielt in den Jahren vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) auf der Tabakplantage Lockless in West Virginia. Dort hat es Hiram wegen einer außergewöhnlichen Fähigkeit, seines fotografischen Gedächtnisses nämlich, geschafft, von einem auf dem Feld schuftenden Sklaven zum Bediensteten im Haus des Plantagenbesitzers aufzusteigen. mehr lesen / lire plus

Covid-19: Bessere Daten bitte!

Die Zahlen der Covid-19-Neuinfektionen ziehen wieder an. Trotzdem hat die Regierung immer noch keine kohärente Strategie, wie die offiziellen Zahlen veröffentlicht werden.

Bildunterschrift: Stand der Covid-19-Neuinfektionen am 1. Juli 2020, Visualisierung von donneeen.lu

Die Pandemie ist auch in Luxemburg noch nicht vorbei. Wer glaubte, dass auf den Lockdown-Frühling ein sorgenloser Sommer mit vielen Festen folgen würde, wurde spätestens Ende letzter Woche eines Besseren belehrt. Wir werden alle noch lange jeden Abend mit Spannung auf die neusten Zahlen warten. Doch die Informationspolitik der Regierung lässt zu wünschen übrig.

Unter Covid19.lu finden sich einige grundsätzliche Angaben zu aktiven Fällen, Neuinfektionen und Demografie der Erkrankten, aber vieles davon ist nicht selbsterklärend. mehr lesen / lire plus

Colocations à Esch : Ne gentrifie pas qui veut

L’imbroglio (presque) pas possible autour des colocations à Esch dissimule assez mal la volonté du bourgmestre et de ses échevin-e-s de « nettoyer » la ville des indésirables à leurs yeux.

© FB Save Co-Housing in Esch

Objectivement, l’embrouillamini causé par la ville d’Esch, dont les employé-e-s communaux ont refusé une autorisation à des personnes désirant s’inscrire en colocation, ne fait aucun sens. Surtout qu’une réponse de la ministre de l’Intérieur à une question parlementaire souligne que le plan d’aménagement général (PAG), invoqué pour motiver ces refus, n’a pas « vocation à réglementer la cohabitation ». Donc, en clair, ce n’est pas à la commune de décider qui peut habiter avec qui. mehr lesen / lire plus

Rassismus an Luxemburger Schulen: „Ech wëll eng ëffentlech Entschëllegung“

Bei einer Schulaufführung hat ein weißer Schüler sein Gesicht schwarz angemalt. Eine schwarze Schülerin beschwert sich bei der Direktion darüber und es passiert – nichts. Der Vorfall am Athénée de Luxembourg macht beispielhaft deutlich, wieso struktureller Rassismus hierzulande unangefochten bleibt.

Im 19. und 20. Jahrhundert diente das Blackfacing dazu, schwarze Menschen zu entmenschlichen. Seine heutige Benutzung ist dagegen vor allem ein Zeichen für mangelndes Geschichtsbewusstsein. (Copyright: Strobridge & Co. Lith/Wikipedia Commons)

„Firwat soll ech als Schülerin dohinner goen an engem erwuessene Mann erkläere, firwat Blackfacing rassistesch ass?“ Maimuna Djalò ist wütend. Der Direktor ihrer Schule findet nichts problematisch daran, sich als Weißer das Gesicht schwarz anzumalen, um einen Schwarzen darzustellen. mehr lesen / lire plus

Coopération : Réorientations

L’aspect de la coopération internationale n’est pas au premier rang quand il s’agit d’évoquer les suites de la pandémie. Pourtant, l’aide au développement est aussi touchée par la crise – nous en avons parlé avec le ministre de la Coopération Franz Fayot.

Le ministre de la Coopération, Franz Fayot, 
lors d’une visite au Cap-Vert en février de cette année. (Photo : MAEE)

woxx : Comment envisagez-vous l’avenir de la politique de coopération dans le contexte de la crise économique qui vient ?


Franz Fayot : La première chose importante est que nous sommes toujours dans le contexte d’une pandémie. Nous avons, dans un premier temps, réorienté des fonds de la coopération pour combattre les conséquences de la Covid-19 dans nos pays partenaires. mehr lesen / lire plus

Protection du patrimoine architectural : Faire de l’exception la règle

Alors qu’une réforme de la loi sur la protection du patrimoine en général est en cours, une pétition ambitieuse en matière de protection architecturale vient d’être lancée.

Les destructions architecturales touchent aussi bien les grandes localités que les cœurs des villages. La maison natale de Joseph Hackin, conservateur du Musée Guimet, professeur à l’École du Louvre et compagnon de la Libération mort en 1942, a bien été classée comme monument national, ce qui n’a pas empêché la destruction de la majeure partie de la ferme. (Photo : woxx)

Quand Peter Kleijnenburg est arrivé au Luxembourg en 2015 pour des raisons professionnelles, il a vite commencé à aimer ce petit pays avec ses trésors naturels, mais aussi une riche histoire dont témoignent les anciens bâtiments qu’il a pris un plaisir à découvrir et à prendre en photo lors de longues balades. mehr lesen / lire plus

Große Mehrheiten für nachhaltigeres Leben

Am Donnerstag, dem 2. Juli, stellt der Mouvement écologique die Resultate einer repräsentativen Umfrage vor. Über 1.000 Einwohner*innen wurden im Auftrag der Umwelt-NGO vom Meinungsforschungsinstitut TNS-Illres zu Nachhaltigkeitsthemen in Verbindung mit der Covid-19-Krise befragt. Den Ergebnissen zufolge fußen Forderungen nach einer ökologischen Wende nach der Krise auf breiter Zustimmung in der Bevölkerung. So sehen zwei Drittel der Befragten jetzt den Moment für grundsätzliche Veränderungen im gesellschaftlichen Leben, 71 Prozent wollen grundlegende Veränderungen in der Wirtschaftspolitik. Sogar 91 Prozent befürworten, dass statt materiellem Konsum Mensch und Natur wieder mehr in den Fokus rücken sollen. Allerdings sind auch rund 60 Prozent der Meinung, ökonomisches Wachstum sei nötig, um das Sozialsystem am Laufen zu halten. mehr lesen / lire plus

Mehr, aber zufrieden arbeiten im Homeoffice?

Menschen im Homeoffice arbeiten im Schnitt vier Stunden mehr pro Tag als diejenigen im Büro. Dies vor allem abends und am Wochenende. Was die Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit angeht, so besteht generell kein Unterschied zwischen denjenigen, die Homeoffice machen und denjenigen, die das nicht tun. Menschen, die allerdings mehr als zwei Tage pro Woche von zuhause aus arbeiten sind leicht unzufriedener als diejenige, die ausschließlich im Büro arbeiten. Nur einer von sieben Fernarbeiter*innen empfinden ihre Arbeitssituation als negativ. Diese Erkenntnisse gehen aus einer Studie des Statec hervor, die vor allem die Situation im Jahr 2019 berücksichtigt, jedoch auch vereinzelte Erkenntnisse aus den vergangenen drei Monaten liefert. mehr lesen / lire plus

Arts visuels : L’enfer, c’est nous

Le couple d’artistes Karolina Markiewicz et Pascal Piron prolonge l’expo « Putain de facteur humain – précieux facteur humain » au Pomhouse du CNA. Une expérience dérangeante sur la dualité humaine.

Photo : Romain Girtgen – CNA

« Putain de facteur humain » (PFH) est une expression québécoise attribuée à l’astrophysicien et écologiste Hubert Reeves, par laquelle il se demande quelles sont les raisons qui font que l’on accepte quelque chose d’inacceptable. Karolina Markiewicz et Pascal Piron problématisent l’interrogation de Reeves à travers une multitude d’images, parsemées d’ambiances sonores et de messages écrits. Les unes sont affectueuses, les autres cinglantes, mettant ainsi à nu les dérives de l’être humain. mehr lesen / lire plus

Brass/jazz : Du miel et de la (dé)confiture

En attendant qu’une (encore hypothétique) deuxième vague écrase le tendre petit bouquet de concerts live auxquels on a encore droit, le woxx a décidé de vous suggérer deux occasions de ressentir des vibes musicales en direct ce weekend.

Hunneg-Strëpp : l’ensemble à vents sans uniformes, mais avec des idées ! (Photo : Hunneg-Strëpp)

Alors que certaines salles n’ont pas d’autre choix que de rester fermées à cause des règles strictes dues aux lois Covid-19, d’autres profitent de leurs avantages « naturels », comme des cours assez grandes pour y organiser des festivités sans que la clientèle soit contaminée par autre chose qu’un peu de joie de vivre en communauté retrouvée. mehr lesen / lire plus

Queere Mischung: Empfehlungen zur Pride

Letzten Sonntag jährte sich der Stonewall-Riot zum 51. Mal, in der kommenden Woche findet die luxemburgische Pride statt – Covid-bedingt online. Die woxx hat zu diesem Anlass eine bunte Mischung zusammengestellt.


Jade Fox

(tj) – In den vergangenen Wochen empfahl mir der Youtube-Algorithmus immer wieder Videos mit sehr ähnlich klingenden Titeln. Stets wurde auf eine ominöse Jade Fox reagiert. Was diese Videos zudem gemeinsam hatten: Sie stammten allesamt von weißen, lesbischen Youtuberinnen. Wie in den Reaktionsvideos zu erfahren war, handelt es sich bei Fox ebenfalls um eine lesbische Youtuberin, nur dass sie schwarz ist. Das ist in dieser Debatte nicht nur relevant, es ist sogar ihr Gegenstand. mehr lesen / lire plus

Die woxx von morgen #6: Online, offline und dazwischen auch

Als die woxx vor beinahe 32 Jahren gegründet wurde, war Online-Journalismus allerhöchstens ein weit entfernter Traum. Heute müssen sich Printzeitungen öfters mal die Frage gefallen lassen, warum das „bedruckte Totholz“ denn überhaupt noch existiert. Abgesehen davon, dass die gedruckte Wochenzeitung in unseren Augen (und sicher auch in denen vieler unserer Leser*innen) immer noch ihre Berechtigung hat: Print und Online sind in der woxx-Redaktion keine Gegensätze, sondern ergänzen sich. Eine Übersicht jener Artikel, die exklusiv online erscheinen, findet sich jede Woche auf Seite 3. Eine gedruckte Zeitung hat immer ein Platzproblem: Oft könnten Artikel länger sein, durch einen begleitenden Kommentar oder interessante Links ergänzt werden. mehr lesen / lire plus

Auf Netflix: Athlete A

Die Netflix-Doku „Athlete A“ handelt von sexuellem Missbrauch innerhalb des Turnvereins USA Gymnastics und der jahrelangen Schweigekultur darum. Sie macht deutlich, dass solche Verbrechen immer auf ein begünstigendes Umfeld angewiesen sind.

Machtmissbrauch, Angst, Schweigekultur – „Athlete A“ thematisiert die Bedingungen, unter welchen Sexualstraftäter*innen ungetraft bleiben. (Foto: Netflix)

„Athlete A“, so der mysteriöse Titel einer neuen Netflix-Doku. Auf dem Thumbnail des Trailers ist die untere Körperhälfte einer weiblich lesbaren Person zu sehen. Ihr Outfit erinnert an das von Leichtathletinnen oder Turnerinnen. Der Boden, auf dem die Person steht, ist in den Farben und Mustern der amerikanischen Flagge bemalt; bei genauem Hinsehen ist in der Mitte des Bildes ein Riss im Boden zu erkennen. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlungen: „Daria“ und „I Am Not Okay With This“

Wie jede Woche stellt die woxx eine neue Serie und einen Klassiker vor. Im Zentrum stehen diesmal Außenseiterinnen im Highschool-Alter.

Daria (1997-2002)

Die beiden Außenseiterinnen Daria und Jane (Mitte) begegnen dem Highschool-Alltag mit Zynismus. (Foto: MTV)

Die 16-jährige Daria Morgendorffer ist gerade mit ihrer Familie in die US-amerikanische Kleinstadt Lawndale gezogen. Gleich an ihrem ersten Schultag muss sie sich einem psychologischen Test unterziehen und bekommt geringes Selbstvertrauen attestiert. Dabei ist ihr Problem eher, dass sie von inkompetenten Lehrer*innen unterfordert und von ihren Klassenkamerad*innen genervt ist. Immerhin findet sie recht schnell Anschluss zu Jane Lane, einer anderen Außenseiterin – die beiden werden fortan beste Freundinnen. mehr lesen / lire plus

Présidence européenne : Ce que l’Allemagne concocte

Alors que l’Union européenne fait face à la pandémie et à ses conséquences économiques, c’est l’Allemagne qui prend la présidence tournante. Analyse du programme des six mois à venir.

Avec Merkel, ça marche. L’Allemagne prend la présidence de l’UE pour six mois.
 (Photo : Flickr ; EPP ; CC BY 2.0)

Faut-il la redouter ou s’en réjouir ? La présidence allemande pouvait paraître, il y a six mois, comme une occasion de pousser plus loin l’UE sur la voie des « finances saines » et des réformes libérales. Mais depuis, l’Europe a subi les ravages sanitaires et économiques et Angela Merkel a choisi de se joindre à Emmanuel Macron pour proposer une approche keynésienne de la sortie de crise (online-woxx : « Eurobonds: Nein, ja, nein!  mehr lesen / lire plus

Dans les salles : La bonne épouse

Sous couvert de comédie (réussie) sur une école ménagère juste avant Mai 68, le film aborde le thème de l’émancipation féminine grâce à des personnages qui, au fil du temps, vont faire germer la graine de liberté cachée sous les convenances. On rit de bon cœur, avec des actrices particulièrement en verve.

L’évaluation du woxx : XX

Tous les horaires sur le site. mehr lesen / lire plus